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Veröffentlicht am 31.08.2025

schöne Geschichte

Wilder Honig
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In weiten Teilen hat das Buch "Wilder Honig" von Caryl Lewis meine Erwartungen erfüllt.

Das stimmungsvolle Cover und der Titel versprechen Natur und Bienen als Teil der Geschichte. Und genau so ist es ...

In weiten Teilen hat das Buch "Wilder Honig" von Caryl Lewis meine Erwartungen erfüllt.

Das stimmungsvolle Cover und der Titel versprechen Natur und Bienen als Teil der Geschichte. Und genau so ist es auch. Drei Frauen stehen neben Apfelbäumen im Zentrum des Geschehens. Und der Wechsel der Jahreszeiten, der Einklang mit der Natur, die Liebe zu den Tieren.

Außerdem werden die ganz großen Hürden des Lebens beschrieben. Der Verlust des geliebten Mannes, die Sehnsucht nach Erfüllung und Liebe aber auch Freundschaft und Verzeihen sind Thema.

Eigentlich bin ich ein Fan von Dialogen. Hier im Buch sind es aber mehr Beschreibungen und Andeutungen, die zum Nachdenken anregen, die vom Leser gedeutet werden müssen, die aber auch das Flair und den Tiefgang ausmachen. Wichtig sind auch noch einige Briefe, die den Anstoß geben, dass die Frauen ihre eigenen Gefühle und Gedanken hinterfragen.

Am Ende findet das Buch einen wunderbar positiven Schluss der ein Aufbruch und eine Versöhnung gleichermaßen ist.

Veröffentlicht am 08.07.2025

solide

Der Weg – Jeder Schritt könnte dein letzter sein
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Da ich immer auf der Suche nach neuen ThrillerautorINNen bin, musste ich auch mal ein Buch von Rebecca Russ probieren.

Als erfahrener Thriller-Leser ist man von Anfang an auf der Suche nach der Wahrheit, ...

Da ich immer auf der Suche nach neuen ThrillerautorINNen bin, musste ich auch mal ein Buch von Rebecca Russ probieren.

Als erfahrener Thriller-Leser ist man von Anfang an auf der Suche nach der Wahrheit, wenn man das Buch beginnt. Zwei Freundinnen wollen einen abgelegenen Wanderweg gehen. Die eine zum Dank für die andere. Und dann bleibt eine plötzlich alleine zurück. Was ist mit der Freundin passiert? War das alles inszeniert? Sollte Julia sich im Wald verlaufen? Wo liegt Wahrheit, was hat Julia übersehen?
Da aus der ersten Person erzählt wird, bleibt vieles erst mal in Unklaren. Dafür versucht Julia alleine zurecht zu kommen und aus der bedrohlichen Situation herauszukommen. Leichter gesagt als getan.

Es gibt wenig Personal und viel Natur. Es gibt viele Rätsel und die Auflösung ist logisch, wenn auch nicht ganz neu. Der Erzählstil liest sich gut, hat mir gefallen. Es wird mit Cliffhangern und überraschenden Wendungen gearbeitet. Solide Thrillerkost.

Veröffentlicht am 08.07.2025

durchwachsen

Im Finsterwald
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Irgendwie hatte mich der Klappentext angesprochen, also habe ich zugegriffen. Auch, dass die Geschichte 1926 in Schweden spielt, fand ich spannend. Kann mich nicht erinnern, aus dieser Zeit an diesem Ort ...

Irgendwie hatte mich der Klappentext angesprochen, also habe ich zugegriffen. Auch, dass die Geschichte 1926 in Schweden spielt, fand ich spannend. Kann mich nicht erinnern, aus dieser Zeit an diesem Ort so einen Krimi schon mal gelesen zu haben.

Ich denke, wer "Mord im Orient-Express" mag, dem könnte dieses Buch auch gefallen. Es spielt in großen Teilen im Naturhistorischen Museum in Göteborg. Das Museum ist ganz neu und als dort ein Mädchen verschwindet, scheint das mehr als seltsam. Es scheint nichts Geheimnisvolles zu geben an diesem Ort. Aber es sind auch vor allem die Geheimnisse der Darsteller, die das Finden des Mädchens und die Aufklärung des Falles erschweren. Es ist also mehr eine Studie der Menschen als ein richtiger Krimi für mich gewesen.

Ich kann mir das Buch hervorragend als Theaterstück vorstellen. Für mich hat es an Spannung gefehlt und zog sich. So richtig konnte mich der Roman leider nicht überzeugen.

Veröffentlicht am 08.07.2025

wunderbar romantisch

Just for the Summer
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So sollte eine Romanze erzählt werden. Leicht und locker, fröhlich und humorvoll, warmherzig und mit so wenig Kitsch wie möglich. Wer das sucht, der ist bei Abby Jimenez und ihren Büchern goldrichtig.

Just ...

So sollte eine Romanze erzählt werden. Leicht und locker, fröhlich und humorvoll, warmherzig und mit so wenig Kitsch wie möglich. Wer das sucht, der ist bei Abby Jimenez und ihren Büchern goldrichtig.

Just for the summer, Emma und Justin halten sich beide für Pechvögel in der Liebe. Trotz einiger erfolgsversprechender Versuche, wollte sich der oder die Richtige noch immer nicht einstellen. Die Verflossenen sind inzwischen alle in langen und ernsten Beziehungen. Es muss also an Emma und Justin liegen, dass es nicht klappen will mit der großen ewigen Liebe. Oder?

Beide erkennen erst mal nicht, dass sie wunderbar zusammen passen. Aber ihr Umfeld schiebt sie in die richtige Richtung. Und die Leserschaft hat von Anfang an ein gutes Gefühl bei den beiden als Team, als Paar.

Ich wurde wunderbar unterhalten und kann diese Autorin nur wämstens weiterempfehlen.

Veröffentlicht am 08.07.2025

aufrüttelnd

Am Meer ist es schön
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Diese Geschichte hat mich richtig durchgerüttelt und maßlos wütend gemacht. Weil ich weiß, dass da ein wahrer Kern drin steckt. Weil ich nicht fassen kann, wie man früher mit kleinen Kindern umging, ohne ...

Diese Geschichte hat mich richtig durchgerüttelt und maßlos wütend gemacht. Weil ich weiß, dass da ein wahrer Kern drin steckt. Weil ich nicht fassen kann, wie man früher mit kleinen Kindern umging, ohne dass dem jemand Einhalt geboten hätte.

Erzählt wird von einer Einrichtung, in der Kinder an der Nordsee eine Art Kur im "Haus Morgentau" machen können. Ohne ihre Eltern. Weder Kind noch Eltern ahnen, wie es dort wirklich zugeht. Fast wie ein Straflager führen die Erzieherinnen das Haus. Die Kinder werden seelisch misshandelt, körperlich bestraft, wenn sie versuchen, sich gegen die Methoden der Aufseherinnen aufzulehen.

Briefe der Kinder werden vernichtet, damit niemand die Wahrheit erfährt. Und die Kinder sind so verängstigt, dass sie oft noch jahrzehnte später unter den Folgen dieser Grausamkeiten leiden.

Wichtig, diese Geschichte zu erzählen. Verbunden mit der Hoffnung, dass so etwas heutzutage nicht mehr passieren kann und darf.