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Veröffentlicht am 02.02.2021

Glitzerstaub und Kuhfladen

Ein Cowboy zum Anbeißen
1

Charlotte kehrt L.A. für einige Wochen den Rücken, um sich um ihre Großmutter Grammy zu kümmern, die am Fuß operiert wurde und Hilfe auf ihrer Farm in Wyoming braucht. Natürlich hat sie als Stadtkind keine ...

Charlotte kehrt L.A. für einige Wochen den Rücken, um sich um ihre Großmutter Grammy zu kümmern, die am Fuß operiert wurde und Hilfe auf ihrer Farm in Wyoming braucht. Natürlich hat sie als Stadtkind keine Ahnung vom Kühemelken und Ausmisten, aber sie ist clever genug, sich dazu Anleitungen auf youtube anzuschauen. Das hat mir Charlotte so richtig sympathisch gemacht. Genauso würde ich mir auch behelfen. Toll finde ich, daß sie nicht wie eine dumme und ungelenke Stadtpflanze dargestellt wird. Wenn sich die roten Versace-Stiefel aufgrund geringem Profil als ungeeignet für die Stallarbeit erweisen, dann kauft sie sich eben im Dorfladen Cowgirl-Stiefel. So what? Sie setzt sich nicht auf den Boden und heult. Dennoch kommen jede Menge witzige Szenen zusammen.

Gleich an ihrem ersten Tag trifft sie den heißen Cowboy Tripp, an dem sich bisher jede Frau in der Kleinstadt die Zähne ausgebissen hat. Und jetzt kommt das nächste, das mir gut gefallen hat: beide sind sich auf Anhieb sympathisch. Ich hatte ja damit gerechnet, daß sie sich erst eine Weile hassen und dann lieben. Aber hier beginnt es anders. Mir gefallen theoretisch beide Versionen. Schon bald ist klar, daß sich Charlotte und Tripp nicht aus dem Weg gehen können und deswegen bekommen wir ein paar echt heiße Szenen präsentiert.

Wie schön, daß dieses Buch ohne unnötige Dramen auskommt. Ich mag die Harmonie, die Leidenschaft, das Gefühl, das transportiert wird. Ich habe mich richtig mitgenommen gefühlt.

Erwähnenswert ist noch der Hausstand von Tripp. Da ist zum einen seine kleine Tochter, die ohne Mutter aufwachsen muss. Ein ganz bezauberndes lebhaftes und sehr liebenswürdiges und kluges Kind, das einem das Herz öffnet. Tripp liebt sie von ganzem Herzen, und es ist klar, daß die Frau, die sein Herz erobert, auch das von Gracie erobern muss.

Und dann gibt es noch Bo und Cash: Cousins und die zwei besten Freunde von Tripp. Die drei Männer leben in Tripps Haus in einer Art WG, ziehen Gracie gemeinsam auf und arbeiten Hand in Hand auf der Ranch. Klar wird hier ein Idealbild gezeichnet. Es kommen keinerlei Angestellte auf dieser großen Viehranch vor. Aber darüber kann man hinwegsehen. Das Verhältnis der Männer und dem kleinen Mädchen ist dafür einfach zu schön glitzerig. Ich habe jedenfalls jede einzelne Zeile genossen.

Das Ende hätte nach meinem Geschmack noch mindestens 2 Kapitel vertragen können.

Dennoch: Das Buch hat mir eine wunderbar kurzweilige Unterhaltung geschenkt. Deshalb verdient es die volle Punktzahl und eine unbedingte Leseempfehlung.

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  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Gefühl
  • Cover
Veröffentlicht am 30.01.2021

Zwei Sommer in Magnolia Falls

Touch me once, Cowboy
0

Im Prinzip fängt der Roman an, wie es in dem Genre fast schon üblich ist. Taylor Moore ist Architektin aus New York und verliert gerade in dem Moment ihren Job, in dem sie eine unerwartete Erbschaft auf ...

Im Prinzip fängt der Roman an, wie es in dem Genre fast schon üblich ist. Taylor Moore ist Architektin aus New York und verliert gerade in dem Moment ihren Job, in dem sie eine unerwartete Erbschaft auf dem Lande macht. Das Farmhaus in Georgia entpuppt sich als Bruchbude, und der Nachbar als heißer Cowboy.
Danach folgt eine wirklich rührige Liebesgeschichte. Taylor und James renovieren das baufällige Haus und kommen sich dabei näher. Sehr schön finde ich, daß die Emotionen wunderbar transportiert werden: Leidenschaft, Sehnsucht, Vermissen, Freude, Trauer, Zugehörigkeit, Zweifel.
Was mich an Romanen oft stört, ist, daß Dinge totgeschwiegen werden bis eine Katastrophe einsetzt und daß es Mißverständnisse gibt, die in einem Drama enden. Das ist hier nicht so und hat mich wirklich positiv überrascht. Es werden jede Menge guter Gespräche geführt. Und es gibt auch nicht das eine vorhersehbare Drama. Dennoch liest sich der Roman sehr flüssig, ist spannend und liebevoll, und ich konnte wunderbar in ihm abtauchen.
Ich habe alle Figuren lieb gewonnen und vermisse sie jetzt nach der Lektüre bereits heftig.
James ist ein so toller, reifer und (willens)starker Mann, der weiß, was er will und sein Ziel nicht aus den Augen verliert. Ich finde ihn gar nicht wortkarg. Er glaubt an diese Beziehung und kämpft bis zum bitteren Ende. Das hat mir schon sehr imponiert.
Taylor ist ebenfalls eine starke Frau, die allerdings wenig Erfahrungen in Beziehungsdingen mitbringt und deshalb oft unsicher handelt. Das hat mich aber gar nicht gestört. Im Gegenteil, all ihre Reaktionen werden nachvollziehbar beschrieben.
James Brüder, die zusammen mit der einzigen Frau auf der Pferdefarm, Rhonda, ihre Ländereien bewirtschaften, passen alle prima in die Geschichte und zu James. Ein tolles Brüder-Gespann, alle unterschiedlich, wie Geschwister eben so sind, neckend und liebend zugleich. Da die drei Brüder wie auch Rhonda noch unvergeben sind, schürt das meine Hoffnung auf Folgebände, die ich alle gerne lesen würde.
Ein liebevoller Roman, in den man sich fallenlassen kann.

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Veröffentlicht am 27.01.2021

Ava und Sam

Winterzauberküsse
0

Im Prinzip erzählt das Buch die Geschichte der Modistin/Hutmacherin Ava und dem PR-Agenten Sam.
Ein sehr vielfältiges Buch. Es hat mich mit seiner Ernsthaftig- und Tiefgründigkeit überrascht. Es bietet ...

Im Prinzip erzählt das Buch die Geschichte der Modistin/Hutmacherin Ava und dem PR-Agenten Sam.
Ein sehr vielfältiges Buch. Es hat mich mit seiner Ernsthaftig- und Tiefgründigkeit überrascht. Es bietet unvorhergesehene Wendungen und ist so viel mehr als ein einfacher typischer Liebesroman.
Das Cover täuscht eigentlich ein Buch vor, das so locker-leicht nicht ist. Und die Wunderküsse sind auch eher Mangelware im Buch.
Dennoch hat es mir sehr gut gefallen, weil es so viele Facetten hat. Freundschaft und Vertrauen spielen eine wichtige Rolle, Stalking und Mobbing, der Einfluß der sozialen Medien auf unser Leben, Krankheit und der Umgang damit, die Prägung durch Familie und Erziehung. Es beschäftigt sich sehr intensiv mit den Gefühlen der Protagonisten, und zwar nicht nur mit denen von Ava und Sam. Das habe ich als sehr abwechslungsreich und realistisch empfunden.
Ein toller Roman, in den man gut eintauchen kann und bei dem man auf den letzten Seiten bereits die lieb gewonnenen Figuren vermisst.

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Veröffentlicht am 13.01.2021

Jede Frau sollte einen Leo haben

Eine unperfekte Liebe
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vor 3 Minuten
Katie Greenwood ist erfolgreiche Innenarchitektin, Hunter Reed ein ebenso erfolgreicher Schriftsteller. Sie wünscht sich eine Familie, mit allem, was dazugehört, doch leider hat es bisher ...

vor 3 Minuten
Katie Greenwood ist erfolgreiche Innenarchitektin, Hunter Reed ein ebenso erfolgreicher Schriftsteller. Sie wünscht sich eine Familie, mit allem, was dazugehört, doch leider hat es bisher mit keinem Partner gepasst. Er ist kurz vor der Hochzeit von seiner langjährigen Verlobten verlassen worden und hadert noch damit.

Es handelt sich um einen Liebesroman und ist daher absehbar, daß Katie und Hunter irgendwie und irgendwann Gefühle für einander entwickeln. Mehr kann ich nicht verraten, weil ich sonst spoilern würde. Ich kann aber verraten, daß der Weg dahin nicht alltäglich ist. Er ist komisch, unkonventionell, romantisch, herzerwärmend, ein wenig dramatisch und auch ein bißchen traurig, aber trotzdem unheimlich schön.

Alle Charaktere sind wunderbar ausgearbeitet. Katies Schwester ist gleichzeitig eine tolle Freundin und Ratgeberin. Ihre Mutter ist unkonventionell und ein wenig schräg, an der Grenze zur Peinlichkeit, aber durchaus positiv gemeint. Hunter ist ein toller feinfühliger Mann, ein richtiger Herzensmann. Katie ist eine moderne erfolgreiche und nicht minder sympathische Frau. Allerdings nehme ich es ihr sehr übel, daß sie ein bestimmtes klärendes Gespräch viel zu lange hinauszögert und dabei in Kauf nimmt, anderen wehzutun.

Die Autorin hat sich hier eine besondere Art ausgedacht, es den Protagonisten etwas schwerer zu machen. Schicksalsschläge, Mißverständnisse oder andere Hürden gibt es ja zu Hauf in Liebesromanen. Hier wird es ganz anders gelöst. Sehr modern, wenn auch ziemlich gewagt.

Ein herzerwärmendes Buch mit einem tolles Ende, und deshalb gibt es auch die volle Punktzahl und eine absolute Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 07.01.2021

New York vs. Las Vegas

Underground Princess
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Das ist nach „Two Glorious Mornings“ und „Velvet Nights“ mein drittes Buch von Emily Key und das dritte aus dieser Reihe. Bisher fand ich alle gut, dieses auch. Es ist so intensiv wie die anderen, sinnlich, ...

Das ist nach „Two Glorious Mornings“ und „Velvet Nights“ mein drittes Buch von Emily Key und das dritte aus dieser Reihe. Bisher fand ich alle gut, dieses auch. Es ist so intensiv wie die anderen, sinnlich, leidenschaftlich, frech, mit vielen guten expliziten Szenen, derber Sprache und starken Protagonisten. Es gab so viele Stellen im Buch, an denen ich herzhaft lachen musste. Ich liebe diesen Humor!
So tough Scarlett als Anwältin auch ist, es gibt Situation, in denen darf sie auch mal schwach sein. Das ist sie allerdings selten. Aber wenn, dann ist Cal bei ihr. Der harte Geschäftsmann aus Las Vegas, der irgendwann merkt, daß er ihr gegenüber zu einem Weichei wird. Super, wie beide um ihren harten Ruf kämpfen und sich dabei immer mehr in eine Beziehung verstricken. Nur wissen sie das noch nicht.
Die Geschichte um die beiden ist ziemlich geheimnisvoll aufgezogen. Es ist bis zum Schluss unklar, worauf die Informationen, die man nach und nach erhält, hinauslaufen. Kein Wunder, spielen beide Protagonisten doch auch nicht mit offenen Karten. Der nächste Band ist daher ein Muss.
Emily Key hat mich auch diesmal wieder nicht enttäuscht und bestens unterhalten. Ich freue mich auf weitere Bücher dieses Kalibers und vergebe selbstverständlich die volle Punktzahl und eine unbedingte Leseempfehlung für alle, die es derb und explizit mögen.

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