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Veröffentlicht am 15.10.2023

interessanter Schreibstil

Diamantnächte
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"Diamantnächte" von Hilde Rod-Larsen ist ein Buch, das mich auf verschiedene Weisen beeindruckt hat, weshalb ich ihm vier Sterne verleihe. Zunächst möchte ich betonen, wie wunderschön das Cover des Romans ...

"Diamantnächte" von Hilde Rod-Larsen ist ein Buch, das mich auf verschiedene Weisen beeindruckt hat, weshalb ich ihm vier Sterne verleihe. Zunächst möchte ich betonen, wie wunderschön das Cover des Romans gestaltet ist. Es zieht den Leser sofort in seinen Bann und macht neugierig auf den Inhalt. Ein großes Lob an den Ullstein-Verlag für diese gelungene Gestaltung!

Die park x Reihe des Ullstein-Verlags hat mich bereits in der Vergangenheit mit ihren Titeln begeistert, und dieser Roman bildet da keine Ausnahme. Es ist toll zu sehen, wie der Verlag eine neue Untersparte geschaffen hat, die so ansprechende Geschichten hervorbringt.

Der Roman bietet einen interessanten Einblick in das Leben einer Mutter, die sich in einer Welt voller Verantwortungen und Pflichten wiederfindet. Sie sehnt sich danach, auch einmal an sich selbst zu denken. Dieses Thema wurde von Hilde Rod-Larsen meiner Meinung nach hervorragend umgesetzt.

Besonders beeindruckend fand ich den Wechsel zwischen verschiedenen Perspektiven im Schreibstil. Die Protagonistin verarbeitet ihre Erlebnisse aus der Vergangenheit, indem sie diese immer wieder anders aufschreibt. Dies verleiht der Geschichte eine faszinierende Tiefe und zeigt, wie subjektiv unsere Erinnerungen sein können.

Die Autorin behandelt in "Diamantnächte" wichtige Fragen, wie man von der Außenwelt wahrgenommen werden möchte. Diese Reflexionen regen zum Nachdenken an und machen das Buch zu mehr als nur einer oberflächlichen Geschichte.

Allerdings muss ich auch anmerken, dass der Roman zwar kurzweilig und schnell zu lesen ist, aber dennoch einige Leerstellen aufweist. Diese sind meiner Meinung nach aber bewusst offen gelassen. Dennoch überwiegen die positiven Aspekte, und ich empfehle "Diamantnächte" allen, die nach einem Buch suchen, das sie zum Nachdenken anregt und gleichzeitig gut unterhält.

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Veröffentlicht am 08.10.2023

Eine ganz andere Sichtweise auf Frida Kahlo

Ich bin Frida
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Das Cover zu "Ich bin Frida" zeigt eine Frida, die man kennt, die Romanbiographie zeigt jedoch eine andere Seite an ihr, die ich bisher nicht in der Art kennenlernen durfte.
Bereits im Vorfeld wusste ich ...

Das Cover zu "Ich bin Frida" zeigt eine Frida, die man kennt, die Romanbiographie zeigt jedoch eine andere Seite an ihr, die ich bisher nicht in der Art kennenlernen durfte.
Bereits im Vorfeld wusste ich einiges über Frida Kahlo, habe aber nie ganz den Hype um diese Frau verstanden. Was mir durch diese Romanbiographie aber klargeworden ist: Frida Kahlo ist anders. Anders als andere Frauen um diese Zeit. Sie ist eigensinnig, hat ihre genauen Vorstellungen vom Leben und lässt sich erst Recht nichts von Männern vorschreiben. Sie ist emanzipiert.
Fand ich diese Frida beim Lesen sympathisch? Wohl eher nicht. Immerhin betrügt sie ihren Ehemann nach Strich und Faden und macht eigentlich nur das, was sie gerade will. Ein Charakterzug, den ich persönlich eigentlich gar nicht mag. Faszinierend ist diese Persönlichkeit für mich jedoch irgendwie trotzdem gewesen. Ich habe beim Lesen wirklich jede Information über Frida und ihre Werke aufgesogen, weil ich es wahnsinnig interessant finde. Dadurch, dass es sich hier um eine Romanbiographie handelt und nicht um eine bloße Biographie, kommt alles viel lebendiger rüber. Allerdings hat die Geschichte auch ihre Längen und mir lag der Fokus oftmals zu sehr auf Fridas Liebesleben, obwohl dieses natürlich ihre Kreativität sicherlich beeinflusst hat.
Ich kann "Ich bin Frida" jedem empfehlen, der einmal mit anderen Augen auf Frida Kahlo schauen möchte, ansonsten würde ich eher zu der bereits von der Autorin erschienenen Romanbiographie raten.

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Veröffentlicht am 03.10.2023

Eine faszinierende Frau

Elizabeth Taylor (Ikonen ihrer Zeit 11)
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Die Romanbiographie "Elizabeth Taylor" von Juliana Weinberg verdient meiner Meinung nach vier Sterne. Das Leben der Schauspielerin hat mich wirklich beeindruckt und inspiriert, einen ihrer Filme, wie "Cleopatra", ...

Die Romanbiographie "Elizabeth Taylor" von Juliana Weinberg verdient meiner Meinung nach vier Sterne. Das Leben der Schauspielerin hat mich wirklich beeindruckt und inspiriert, einen ihrer Filme, wie "Cleopatra", anzusehen. Es ist erstaunlich, wie ich bisher an Elizabeth Taylor vorbeigegangen bin, obwohl ich gerne Filme schaue.

Besonders faszinierend fand ich die Beschreibung ihrer Kindheit, die von ihrer dominanten Mutter geprägt war. Es ist schwer vorstellbar, wie es für ein Kind sein muss, zu unzähligen Castings geschleppt zu werden, obwohl man das eigentlich gar nicht möchte. Dieser Teil der Biographie hat mir eine neue Perspektive auf ihr Leben eröffnet.

Auch ihr Liebesleben hat mich beeindruckt. Elizabeth Taylor hatte mehr Ehemänner als ich erwartet hätte, und es war spannend, mehr darüber zu erfahren. Ihr Leben war zweifellos voller Höhen und Tiefen. Mehr Männer als Evelyn Hugo, das verdient Respekt.

Insgesamt kann ich Romanbiographien von bekannten Frauen wie dieser wärmstens empfehlen. Sie bieten nicht nur Einblicke in das Leben und die Persönlichkeit dieser faszinierenden Frauen, sondern regen auch dazu an, sich näher mit ihrem Werk und ihren Leistungen auseinanderzusetzen. Elizabeth Taylor war zweifellos eine bemerkenswerte Frau, und diese Biographie hat mir geholfen, sie besser zu verstehen.

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Veröffentlicht am 24.09.2023

skurrile Island-Geschichte

60 Kilo Kinnhaken
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"60 Kilo Kinnhaken" von Hallgrimur Helgarson ist sicherlich ein interessantes Buch, das einem das isländische Flair auf besondere Weise näherbringt. Die Beschreibungen der Landschaft und die Atmosphäre ...

"60 Kilo Kinnhaken" von Hallgrimur Helgarson ist sicherlich ein interessantes Buch, das einem das isländische Flair auf besondere Weise näherbringt. Die Beschreibungen der Landschaft und die Atmosphäre sind wirklich beeindruckend und lassen einen regelrecht nach Island reisen - das verdient auf jeden Fall Lob.

Was mir jedoch etwas weniger gefallen hat, war die Geschichte selbst. Mit über 600 Seiten ist der Roman wirklich lang geraten, und ich fand ihn manchmal ein bisschen zu skurril für meinen Geschmack. Das machte es manchmal schwer, der Geschichte zu folgen und sich damit zu identifizieren.

Dennoch muss ich sagen, dass der Schreibstil des Autors wirklich herausragend ist. Helgarson versteht es, Worte geschickt einzusetzen und eine angenehme Balance zwischen Humor und Tiefgang zu finden. Seine Wortwahl hat mir sehr gut gefallen, und ich habe die Art, wie er die Charaktere und die Umgebung beschrieben hat, wirklich genossen.

Trotz meiner Kritikpunkte konnte mich die Geschichte von Getsur nicht komplett überzeugen. Dennoch hat das Buch in mir die Lust geweckt, Island einmal selbst zu besuchen und die wunderbare Natur und Kultur dieses faszinierenden Landes zu erleben.

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Veröffentlicht am 10.09.2023

Leider konnte Brynhild mich nicht überzeugen

Meine Männer
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"Meine Männer" von Victoria Kielland war für mich eine enttäuschende Leseerfahrung. Der Klappentext hatte meine Neugier geweckt, da ich gespannt war, die Geschichte aus der Sicht einer Mörderin zu erleben. ...

"Meine Männer" von Victoria Kielland war für mich eine enttäuschende Leseerfahrung. Der Klappentext hatte meine Neugier geweckt, da ich gespannt war, die Geschichte aus der Sicht einer Mörderin zu erleben. Leider konnte ich jedoch keine Verbindung zu der Protagonistin Brynhild bzw. Belle herstellen. Dies war für mich besonders frustrierend, da ich gehofft hatte, die Motive und Gedanken hinter den Morden aus ihrer Perspektive zu verstehen. Leider war das nicht der Fall.

Ein weiterer Grund für meine Enttäuschung war der Schreibstil des Buches. Die Geschichte wurde aus einer auktorialen Erzählperspektive präsentiert, was dazu führte, dass ich keine tiefe emotionale Bindung zu der Protagonistin aufbauen konnte. Die Erzählweise wirkte distanziert und machte es schwierig, sich in die Handlung hineinzuversetzen.

Darüber hinaus war der Roman nicht besonders spannend geschrieben, was für ein Buch mit einem potenziell aufregenden Thema wie Mord unglücklich war. Die Spannung und der Thrill, den ich erwartet hatte, blieben aus, und ich hatte Schwierigkeiten, mich für die Geschichte zu begeistern.

Ein weiterer Kritikpunkt war die Kürze des Romans, der mit seinen knapp 200 Seiten recht schnell zu Ende war. Bevor ich überhaupt das Gefühl bekam, dass ich Brynhild besser verstehen könnte, war die Geschichte vorbei. Dies trug dazu bei, dass ich mich bis zum Ende des Buches nicht wirklich gepackt fühlte.

Insgesamt war "Meine Männer" leider nicht das Buch, das ich erwartet hatte. Die fehlende Verbindung zur Hauptfigur und der nicht überzeugende Schreibstil trübten meine Leseerfahrung. Trotzdem gebe ich dem Buch drei Sterne, da es möglicherweise Leserinnen und Leser gibt, die sich von der Erzählperspektive weniger gestört fühlen und die Geschichte interessant finden könnten. Leider konnte es mich jedoch nicht vollständig überzeugen.

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