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Veröffentlicht am 28.10.2025

Endlich frei

Deine innere Mutter
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Der Selbsthilfe-Ratgeber „Deine innere Mutter“ von Nadiya Kroshka beschäftigt sich mit dem Mutterintrojekt, dass uns sowohl im Negativen als auch im Positiven ein Leben lang begleiten kann.

Ein Introjekt ...



Der Selbsthilfe-Ratgeber „Deine innere Mutter“ von Nadiya Kroshka beschäftigt sich mit dem Mutterintrojekt, dass uns sowohl im Negativen als auch im Positiven ein Leben lang begleiten kann.

Ein Introjekt der Mutter ist eine verinnerlichte Vorstellung, ein Wertesystem oder ein Verhaltensmuster der eigenen Mutter, dass der Erwachsene als Teil seiner selbst wahrnimmt, obwohl es ursprünglich von außen stammt. Diese Verinnerlichung kann sowohl positiv als auch negativ sein und entsteht oft in der Kindheit, um mit der Beziehung zur Mutter umzugehen oder sich deren Anerkennung zu sichern. Negative Introjekte können zu Schuldgefühlen, Selbstabwertung oder sogar psychischen Problemen führen, wenn man gegen sie verstößt.

Als Kind übernimmt man oft unreflektiert die Überzeugungen und Werte der Eltern, um ihre Liebe und Anerkennung zu bekommen ohne zu Hinterfragen.

Kroshka richtet sich an Menschen mit Ängsten, Depressionen oder Selbstwertproblemen, die lernen möchten, sich selbst zu trösten und zu stärken. Das Buch enthält Imaginationen, Übungen und Fallbeispiele, die helfen, innere Dialoge zu verändern und alte Glaubenssätze zu hinterfragen. Das Buch ist in verständlicher Sprache abgefasst so dass auch Laien leicht damit arbeiten können

Fazit: Ein kraftvoller und verständlich geschriebener Leitfaden zur emotionalen Selbstheilung.

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Veröffentlicht am 27.10.2025

Historie spannend aufgearbeitet

Sieben Jahre
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Tanja Kinkel bringt uns in ihrem neuen Roman ‚Sieben Jahre‘ wieder mal Geschichte näher, diesmal den Siebenjährigen Krieg.

Und es menschelt in diesem Roman. Wir lernen die preußische Königsfamilie unter ...


Tanja Kinkel bringt uns in ihrem neuen Roman ‚Sieben Jahre‘ wieder mal Geschichte näher, diesmal den Siebenjährigen Krieg.

Und es menschelt in diesem Roman. Wir lernen die preußische Königsfamilie unter Friedrich den Großen näher kennen und seine Gegenspielerin die Kaiserin Maria Theresia von Österreich. Wir lesen, wie der sensible Kronprinz Friedrich von seinem Vater, dem Soldatenkönig, mit harter Hand erzogen und geformt wurde. Als Friedrich mit seinem Freund Katte dem entfliehen wollte, wurde er auf der Flucht nach England festgenommen und in den Kerker geworfen. Sein Freund wurde vor seinen Augen hingerichtet.

Interessant empfand ich es von den Geschwistern des Königs zu erfahren. Außer der Markgräfin Wilhelmine von Bayreuth war mir bislang noch keines der Geschwister näher bekannt. Die politischen Ränke, die geschmiedet wurden, um Seilschaften gegen die Kaiserin Maria Theresia zu bilden empfand ich zum Teil als sehr ermüdend.

Tanja Kinkel führt die Jahre 1756 bis 1763 in epischer Breite vor uns aus. Sie schreibt sehr detailliert und hat den Stoff akribisch recherchiert. Ihr Werk umfasst mehr als 800 Seiten und ist ein Schwergewicht, sowohl im Sinn des Wortes als auch inhaltsmäßig. Ich muss gestehen, ich habe mir sehr schwergetan und musste immer wieder mal unterbrechen. Nicht weil die Autorin unverständlich schreiben würde, nein, sie schreibt flüssig und gut lesbar, aber ich empfand das Buch einfach streckenweise zu langatmig. Vielleicht hätten 200 – 300 Seiten weniger dem Buch gutgetan
.
Fazit: Empfehlenswert Lesern mit Durchhaltevermögen und Interesse an Geschichte.

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Veröffentlicht am 26.10.2025

Mensch oder Tier

Ehrenwerte Affen
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Michael Köhlmeier vereint in seinem Buch „Ehrenwerte Affen“ siebzehn meisterhaft erzählte Sagen und Märchen.

Ich kenne ja schon einige Bücher dieses Autors. Deshalb war ich gespannt auf seine Interpretation ...


Michael Köhlmeier vereint in seinem Buch „Ehrenwerte Affen“ siebzehn meisterhaft erzählte Sagen und Märchen.

Ich kenne ja schon einige Bücher dieses Autors. Deshalb war ich gespannt auf seine Interpretation alter unbekannter Sagen und Märchen aus der Tierwelt. Und ich bin nicht enttäuscht worden. Michael Köhlmeier Tiere agieren zutiefst menschlich, weisen sowohl positiven wie negativen Facetten auf, sind gierig, greifen nach Macht, überfallen andere, es gibt ungerechte Könige, aber auch liebende Eltern. Köhlmeiers Sprache ist wie gewohnt auf den Punkt und voller feiner Ironie. Er erzählt mit einer Leichtigkeit, die an klassische Fabeln erinnert, aber stets mit einem modernen Unterton. Die Geschichten sind kurz, aber tiefgründig – ideal zum Nachdenken, Vorlesen oder einfach zum Genießen. Köhlmeier hält dem Leser den Spiegel vor.

Fazit: 17 Erzählungen, die aus dem Rahmen fallen, aber uns allen doch sehr bekannt vorkommen. Eine Lektüre, die nachdenklich stimmt.

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Veröffentlicht am 26.10.2025

Land in Aufruhr

Der brennende Garten
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Ein tief bewegender Roman über eine Welt des Bürgerkriegs in Sri Lanka.
Die Geschichte spielt in den 1980er Jahren in Jaffna. Die sechzehnjährige Tamilin Sashi möchte Ärztin werden, wie ihr Großvater ...



Ein tief bewegender Roman über eine Welt des Bürgerkriegs in Sri Lanka.
Die Geschichte spielt in den 1980er Jahren in Jaffna. Die sechzehnjährige Tamilin Sashi möchte Ärztin werden, wie ihr Großvater und ihr älterer Bruder und wie K. ein Junge aus der Nachbarschaft für den sie Gefühle entwickelt hat. Eigentlich könnte alles so schön sein, wenn man außer Acht lässt, dass es gegen die Tamilien schon immer Ausschreitungen gab. Sie gelten als ethnische Minderheit. Und dann Land versinkt in einen Bürgerkrieg. Den tamilischen Familien werden zunehmend von den Singhalesen ihre Rechte beschnitten, es kommt zu Benachteiligungen und Spannungen wegen des unterschiedlichen Glaubens. Gegen dieses Unrecht erhebt sich eine Widerstandsbewegung, vor allem aus den Studentenkreisen. Sashis Familie, vor allem ihre Brüder beteiligen sich aktiv am Widerstandskampf.

Der Schreibstil der Autorin ist ruhig und stellenweise sogar poetisch. Die Charaktere konnte ich gut nachempfinden. Die Schauplätze sind bildhaft beschrieben. Über die ethnische Gruppe der Tamilen und ihren Unabhängigkeitskampf hatte ich bislang noch nichts gehört. Von daher war es interessant und erschreckend zugleich darüber zu erfahren.

Der Roman verwebt persönliche Schicksale mit historischen Ereignissen und bietet einen eindringlichen Einblick in die tamilische Geschichte und den Bürgerkrieg in Sri Lanka und er macht sehr nachdenklich. Leichte Kost ist das nicht, jedoch absolut lesenswert.

Hier noch ein Zitat, dass man Sashi mit auf den Weg gegeben hat: ‚Du musst auch mal raus und die Welt mit eigenen Augen sehen – lass dir nicht von anderen erzählen, wie es draußen ausschaut.‘


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Veröffentlicht am 14.10.2025

Der weiße Elefant

Sonnenaufgang Nr. 5
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Ich verrate es gleich: „Sonnenaufgang Nr. 5“ von Carsten Sebastian Henn ist ein Lese-Highlight. Nach seinem SPIEGEL-Bestsellers »Der Buchspazierer« war ich so gespannt auf dieses Buch und ich wurde nicht ...


Ich verrate es gleich: „Sonnenaufgang Nr. 5“ von Carsten Sebastian Henn ist ein Lese-Highlight. Nach seinem SPIEGEL-Bestsellers »Der Buchspazierer« war ich so gespannt auf dieses Buch und ich wurde nicht enttäuscht.

Der 19-jährige Jonas hat sein Germanistikstudium gerade geschmissen. Sein Vater möchte, dass Jonas im Restaurant hilft. Jonas hat andere Pläne. Er will als Ghostwriter anderen helfen, ihre Lebensgeschichten festzuhalten. Seine erste Klientin ist die exzentrische alte Filmdiva Stella, die in ihrer Autobiografie ihr Leben glücklich und erfüllt darstellen will. So als hätte sie nur richtige Entscheidungen getroffen. In ihrem Haus voller Bücher beginnt eine Reise durch Erinnerungen, die Stella auf unzähligen Zetteln festgehalten hat – mal geschönt, mal schmerzhaft ehrlich. Gemeinsam lernen die beiden, dass man jeden Tag so leben muss, als sei es der letzte. Damit man ein Leben führt, das unvergesslich ist.

Carsten Sebastian Henns Schreibstil geht unter die Haut. Seine Erzählweise ist einfühlsam, warmherzig und klug. Seine Figuren sind glaubwürdig und vielschichtig. Ich mochte nicht nur die Hauptcharaktere, auch die Nebenfiguren Bente, die in der Bushaltestelle auf ihren Mann wartet, oder Paul mit seinem Hund Guter Junge, der Stella jeden Tag um einen Tanz bittet, und die Zwillingsschwestern Britta und Imke. Jeder von ihnen hat ein Leben das erzählenswert erscheint. Besonders berührend ist die Symbolik des „weißen Elefanten“, den Stella vorschiebt, um unangenehme Wahrheiten zu verbergen.
Mich hat der Roman tief berührt.

Hier noch ein paar Zitate aus dem Roman:
- Sammeln Sie viele schöne Erinnerungen, sie wärmen im Alter.
- Leben Sie jeden Tag so, als sei es der letzte. Dann werden sie ein Leben führen, dass
unvergesslich ist.
- Jeder kann tanzen, Jonas. Es braucht nur die richtige Partnerin.

Fazit: Ein zauberhafter Roman, der zum Nachdenken anregt und lange nachhallt.

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