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Veröffentlicht am 18.06.2021

Miss Marples australische Schwester

Mord in der Mittsommernacht
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Zwei interessante Fälle hat die wohlhabende Aristokratin Miss Phryne Fisher in diesem Band zu lösen. Da ist einmal der Fall des ertrunkenen Antiquitätenhändlers der Fragen aufwirft. Im zweiten Fall geht ...


Zwei interessante Fälle hat die wohlhabende Aristokratin Miss Phryne Fisher in diesem Band zu lösen. Da ist einmal der Fall des ertrunkenen Antiquitätenhändlers der Fragen aufwirft. Im zweiten Fall geht es um eine Erbschaft. Eine Dame ist verstorben, das Erbe soll unter ihren Kindern aufgeteilt werden. Aber es gibt außer den ehelichen Nachkommen auch ein illegitimes Kind. Dieses Kind muss ausfindig gemacht werden.

Phryne Fisher erinnert an die scharfsinnige Amateurdetektivin Miss Marple, aber natürlich ist sie sehr viel jünger und hübscher. Es tut mir fast ein bisschen leid, dass ich die Serie nicht kenne. Ich ziehe normalerweise Bücher ihren Verfilmungen vor. In diesem Fall, kann ich mir jedoch gut vorstellen, dass der Stoff durch die filmische Umsetzung gewinnt.

Mir fehlt ein bisschen die Spannung. Andererseits ist die Story nicht ohne Witz. Sie spielt in einer extrem snobistischen Gesellschaft der 20iger Jahre in Australien, gehobene Kreise, einschließlich Butler und Hausangestellte. Phryne hat eine kleine Armee an Assistenten. Besonders gut gefällt mir ihre Adoptivtochter Jane, die den Dingen wissenschaftlich auf den Grund geht. Sie ist meine Lieblingsfigur neben der glamourösen Miss Phryne Fisher. Sie kann ich mir, dank der Beschreibung, sehr deutlich vorstellen.

Zu raten geben besonders die Abschnitte in Kursivschrift. Wie ist hier die Verbindung zur Haupthandlung.

Der Krimi lässt sich gut lesen, auch wenn mir die Spannung fehlte. Er ist eher ein ruhiger für gemütliche Lesestunden am Badesee.

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Veröffentlicht am 15.06.2021

Sophies Welt

Grenzgängerin aus Liebe
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Die junge Sophie Becker verliebt sich in den 70iger Jahren Hals über Kopf auf einem Tanzabend in den 15 Jahre älteren Karsten Brettschneider. Einziger Schwachpunkt, Karsten ist verheiratet mit Ingeborg ...



Die junge Sophie Becker verliebt sich in den 70iger Jahren Hals über Kopf auf einem Tanzabend in den 15 Jahre älteren Karsten Brettschneider. Einziger Schwachpunkt, Karsten ist verheiratet mit Ingeborg und hat mit ihr drei Kinder. Der Kinder wegen kann er sich von seiner Frau nicht trennen. Aber er verspricht Sophie bald eine Lösung zu finden und vertröstet sie immer wieder. Dafür überschüttet der einflussreiche DDR-Funktionär seine Zaubermaus mit Geschenken und Vergünstigungen. Während eines Urlaubsaufenthalts an Bulgariens Goldstrand lernt sie Hermann aus Bielefeld kennen. Hermann verliebt sich in die hübsche Sophie, die der Abba-Sängerin Agnetha zum Verwechseln ähnlichsieht. Er erzählt ihr in den buntesten Farben vom Westen und weckt in Sophie eine Sehnsucht. Nach dem Urlaub treffen Briefe und Päckchen von Hermann in regelmäßigen Abständen ein. Da Sophie von Karsten auch weiterhin hingehalten wird und sie keine Zukunft mit ihm sieht, stellt sie einen Ausreiseantrag und lernt nun die Willkür der Behörden kennen. Sie ahnt nicht, dass sie damit in die Maschinerie der DDR-Behörden gerät. Es beginnt ein Horrortrip.

Mir hat dieses Hörbuch, nach einer wahren Geschichte, gut gefallen. Die Sprecherin Svenja Pages macht einen guten Job, besonders zu Sophie passt diese warme weiche Stimme sehr gut. Die einzelnen Charaktere werden gut beschrieben. Sie wirken authentische und lebendig. Sympathisch fand ich Sophie anfangs überhaupt nicht. Für mich war sie lange Zeit nur ein ziemlich naives Dummchen, oberflächlich und nur auf Äußerlichkeiten bedacht. So richtet sie nicht nur in ihrem Leben ein totales Chaos an, sie wirbelt auch das Leben der ihr nahestehenden Personen durcheinander. Erst im Laufe der Geschichte entwickelt sie sich zu einer starken Persönlichkeit, für die Respekt empfinden konnte.

Wir erfahren sehr viel über das Leben und die Zustände in der damaligen DDR. Es gab große Unterschiede zwischen den beiden deutschen Staaten. So hatte das politische System der DDR großen Einfluss auf das Leben jedes einzelnen. Positiv war definitiv, dass dort die Frauen ihrer Berufstätigkeit trotz Kinder nachgehen konnten. Für jedes Kind gab es einen Krippen- oder Kindergartenplatz.
Die Geschichte war stellenweise sehr traurig, ich habe mit Sophie gefühlt und gelitten. Unfassbar, was dieser Frau angetan wurde, und dass es Menschen gibt, die bewusst, anderen Menschen Schaden antun. Damals wie heute.

Fazit: Deutsche Geschichte unterhaltsam verpackt.

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Veröffentlicht am 13.06.2021

Amys Erfolgsgeschichte

CAFÉ HANOI
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Jasmyn stürmt in Amys beschauliches Leben wie ein Wirbelwind. Sie checkt als Gast in das Hotel in den Schweizer Alpen ein, wo Amy angestellt ist und verbreitet um sich einen Duft nach großer weiter Welt. ...

Jasmyn stürmt in Amys beschauliches Leben wie ein Wirbelwind. Sie checkt als Gast in das Hotel in den Schweizer Alpen ein, wo Amy angestellt ist und verbreitet um sich einen Duft nach großer weiter Welt. Amy ist fasziniert von der jungen Frau, die sie seltsamerweise an sich selbst erinnert. Wer ist diese Jasmyn? Eine Aura des Mysteriums umgibt sie. Amy fühlt eine natürliche Verbundenheit zu ihr, fast so als wären ihrer beider Schicksale miteinander verknüpft. Amy wird sich plötzlich der Enge des Alpentales so richtig bewusst. Kurzentschlossen begleitet sie Jasmin auf ihrer Reise in das exotische Hanoi. Und von da an beginnt ein rasanter Wandel in Amys Leben, eine erhebliche Charakterentwicklung und eine Erfolgsgeschichte sondergleichen.

Ich muss gestehen, ich bin mit keiner der Protagonistinnen warm geworden, konnte keine Nähe aufbauen. Der Schreibstil war indes leicht lesbar und stellenweise sogar poetisch. Die Landschaftsbilder sind sehr schön gezeichnet. Dennoch fehlte es mir an Realismus. Ich empfand vieles zu märchenhaft gezeichnet. Amy baut mit einer unwahrscheinlichen Leichtigkeit eine Restaurantkette auf und ist immer noch gechillt und schlendert durchs Leben.

Fazit: Gut lesbar, jedoch nicht so ganz mein Lesegeschmack.


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Veröffentlicht am 13.06.2021

Sehnsuchtsland Schweden

Ein Meer aus Licht und Farben
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Sylvia Brandis hält nichts mehr in Deutschland. Ihre Beziehung ist zerbrochen, sie hat keinen festen Job. Mit ihrem kleinen Sohn, dem dreijährigen Hauke macht sie sich voller Lebensmut auf nach Schweden, ...


Sylvia Brandis hält nichts mehr in Deutschland. Ihre Beziehung ist zerbrochen, sie hat keinen festen Job. Mit ihrem kleinen Sohn, dem dreijährigen Hauke macht sie sich voller Lebensmut auf nach Schweden, ihrem Sehnsuchtsland. Was sie dort erlebt und wie sie heimisch wird, schreibt sie in ihrem Buch „Ein Meer aus Licht und Farben“.

Ich war noch nie in Schweden, aber genauso wie die Autorin das Leben dort beschreibt, stelle ich es mir vor. Sylvia B. Lindström vermittelt ihre Liebe zum Land und zu den Leuten sehr eindrucksvoll. Sie erweckt Sehnsucht nach Schweden. Ich bewundere sie aus vollem Herzen für den Mut ins kalte Wasser zu springen, und das ohne Sprachkenntnisse. Zum Glück haben es ihr die Menschen dort leicht gemacht, sich einzuleben, z.B. die Altbauern von Tegelvik, mit ihrer Gastfreundschaft.

Vieles in Schweden ist anderes. Die Lebensart, die Bräuche, die Nachbarschaftshilfe, die Emanzipation der Frauen, die bereits in den 90iger Jahren weiter vorgeschrittener wie bei uns. Was mich sehr erstaunte, ist, dass die Schweden anscheinend nichts gegen den gläsernen Bürger einzuwenden haben. Die schwedische Personennummer gibt es bereits seit 1947 und sie sagt über den jeweiligen Menschen sehr viel aus.

Die Autorin schreibt in einer wunderschönen Sprache, die Schweden und die Menschen realistisch und doch liebevoll darstellt. Ich habe mich in Land und Leute verliebt. Mir hat das Buch richtig, richtig gut gefallen. Ich war mit in Schweden, habe die Nachbarn und die Menschen dort kennen- und lieben gelernt. Aber auch das Leben der Autorin näher in Augenschein nehmen dürfen. Mein Resümee: So stellt man sich das Leben einer Schriftstellerin nicht vor. Kein Glamour, kein Luxusleben, dafür eine Frau, die mit beiden Beinen im Leben steht.

Fazit: Unbedingt lesen.

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Veröffentlicht am 12.06.2021

Wohlfühlen in den eigenen Wänden

Heller, schöner und mehr Platz!
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Wer sein Zuhause renovieren möchte oder gar einen Neubau plant muss einige wichtige Punkte überdenken. Das Buch „Heller, schöner und mehr Platz!“ vermittelt wertvolle Impulse, damit das Vorhaben auch ein ...

Wer sein Zuhause renovieren möchte oder gar einen Neubau plant muss einige wichtige Punkte überdenken. Das Buch „Heller, schöner und mehr Platz!“ vermittelt wertvolle Impulse, damit das Vorhaben auch ein Erfolg wird. Es gibt Auskunft über optimale Raumgestaltung und Nutzung. Das Wichtigste dabei ist, dass die Lebensqualität erhöht wird und ganz wichtig, dass wir uns in unseren vier Wänden wohlfühlen.

Der Autor, selbst Innenarchitekt, hat einen Leitfaden über die 6 wichtigsten Schritte erstellt. Er empfiehlt die Umsetzung unbedingt in die Hand einer fachlich geschulten Person zu legen um sich Ärger und Kosten zu ersparen. Die Planung eines Hauses sollte immer von innen nach außen geschehen.

Das Büchlein ist bebildert mit Beispielvorschlägen als Anschauungsmaterial. Man kann sich Idee und Tipps für das eigene Wohnungsprojekt entnehmen und sich dadurch evtl. viele Sorgen und unnötige Ausgaben ersparen.

Nur leider fehlen vielen Bauherren, die Mittel einen Innenarchitekten in die Planungen einzubeziehen. Trotzdem wird jeder hier Impulse für sich finden.

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