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Veröffentlicht am 11.06.2025

Sardinisches Geschäftsmodell

Der dunkle Sommer
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Vera Bucks Roman ‚Der dunkle Sommer‘ führt uns nach Sardinien. Es werden zwei, d. h eigentlich sogar Geschichten mit einander verwoben. Zwei spielen in der Gegenwart und eine in der Vergangenheit.

Zum ...


Vera Bucks Roman ‚Der dunkle Sommer‘ führt uns nach Sardinien. Es werden zwei, d. h eigentlich sogar Geschichten mit einander verwoben. Zwei spielen in der Gegenwart und eine in der Vergangenheit.

Zum einen ist da Tilda, eine deutsche Architektin, die ein altes Haus in dem verlassenen Bergdorf Botigalli auf Sardinien für einen Euro erwirbt. Einzige Bedingung ist, dass sie für die Renovierungsarbeiten einheimische Handwerker beauftragen muss. Aus irgendeinem Grund will Tilda Abstand zu ihrem alten Leben gewinnen. Doch die Idylle trügt. Ist das Geisterdorf wirklich so verlassen, wie es den Anschein hat? Sonntags läuten die Glocken, und Unbekannte behaupten, ein Fluch liege auf Tildas Haus.

Und wir lesen von Enzo, dem Journalisten, der den letzten Einwohner des Dorfes interviewt um Aufschluss über die Geschehnisse in der Vergangenheit zu erfahren. Aber der greise Silvio gibt sich bedeckt.

Der dritten Strang führt uns in das Jahr 1940. Die junge und mutige Mathilde entdeckt Geheimnisse, die anscheinend in der Tradition ihres Dorfes liegen, Männersachen, von denen sie nichts wissen dürfte.

Mir hat der Roman gut gefallen. Da war alles drin: gute Charaktere, eine fesselnde Handlung, Spannung bis zum Schluss. Bucks Schreibstil ist mitreisend. Die Autorin deckt menschliche Abgründe auf. In dem Buch geht es um Schuld, Verdrängung und die Suche nach Wahrheit. Ich hatte bis zu diesem Zeitpunkt von der traditionellen Entführungskultur auf Sardinien keine Ahnung. Dazu habe ich dann noch einiges im Netz gefunden. Interessant an dem Buch ist vor allem, dass die Handlung auf eine wahre Begebenheit beruht.

Fazit: Unbedingt lesenswert!

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Veröffentlicht am 10.06.2025

Die Magie der Bücher

Die geheime Sehnsucht der Bücher
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Nina Georges ‚Die geheime Sehnsucht der Bücher‘ entführt die Leser:innen in die magische Welt der Bücher. Erzählt wird eine berührende Geschichte über die heilende Kraft der Literatur. Dies ist bereits ...


Nina Georges ‚Die geheime Sehnsucht der Bücher‘ entführt die Leser:innen in die magische Welt der Bücher. Erzählt wird eine berührende Geschichte über die heilende Kraft der Literatur. Dies ist bereits der dritte Band rund um die literarische Apotheke auf dem Bücherschiff des Monsieur Perdu. Ich kannte die vorherigen Bände noch nicht, bin aber trotzdem gut in die Geschichte gekommen.

Die Geschichte dreht sich um die zwölfjährige Francoise, die sich auf eine Reise begibt, um Antworten zu finden – nicht nur in Büchern, sondern auch in ihrem eigenen Leben. Sie muss schon früh Verantwortung übernehmen. Ihre Mutter lebt in ihrer eigenen Welt und so ist Francoise eigentlich die erwachsenere von den beiden.
Mich hat das Buch von der ersten Zeile an nicht mehr losgelassen. Welch ein Einfallsreichtum! Es gibt so viele Gedanken, die ich direkt unterschreiben möchte. Der Schreibstil der Autorin ist außergewöhnlich und gefällt mir sehr. Die Autorin beherrscht das Spiel mit den Wörtern. Ich war gespannt, wie es mit Francoises und ihrer Mutter weitergeht. Die Protagonisten sind alle sehr spannend gezeichnet. Interessant sind auch die Hinweise auf viele andere Romane, die neugierig machen und die man unbedingt auch lesen möchte.

Fazit: Ein Roman für alle die Bücher lieben und gerne in magische Welten abtauchen. Aber ein Buch zum schnell drüber weglesen ist es nicht.


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Veröffentlicht am 30.05.2025

Praxisbuch Selbstfürsorge

Schmetterlinge brauchen keine Überholspur
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Ronald Schweppes und Aljoscha Longs Buch Schmetterlinge brauchen keine Überholspur ist ein Praxisbuch mit hilfreichen Tipps und Anweisungen um im Leben mehr Leichtigkeit zu erlangen.

Das Cover und ...



Ronald Schweppes und Aljoscha Longs Buch Schmetterlinge brauchen keine Überholspur ist ein Praxisbuch mit hilfreichen Tipps und Anweisungen um im Leben mehr Leichtigkeit zu erlangen.

Das Cover und die Gestaltung des Buches sind ansprechend gestaltet und vermitteln dem Leser einen ersten wohltuenden Eindruck. Die Texte sind gut formuliert, die Kapitel kurz und knackig gehalten. Nach jedem Kapitel gibt es eine kurze Zusammenfassung. Ein Schmetterling ist der Begleiter durch die Seiten. Die Autoren führen Beispiele und leicht anwendbare Übungen an, um den Leser die einzelnen Punkte zu verdeutlichen. Es gibt genügend Stoff zum Nachdenken und zur Selbstreflexion. Lassen sie sich inspirieren!

Letzlich gilt: Es reicht nicht aus, darüber zu lesen - Man muss es auch tun. Von nichts, kommt nichts.

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Veröffentlicht am 27.05.2025

Rebell oder Spießer?

Vollblutspießer
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Das Cover mit dem rauchenden Gartenzwerg hat mich zum Schmunzeln gebracht. Gartenzwerge gelten ja gemeinhin als spießig. Aber sind wir nicht alle zumindest ein bisschen spießig? Na, und?

Chris Nolde ...



Das Cover mit dem rauchenden Gartenzwerg hat mich zum Schmunzeln gebracht. Gartenzwerge gelten ja gemeinhin als spießig. Aber sind wir nicht alle zumindest ein bisschen spießig? Na, und?

Chris Nolde entführt uns in seinem Roman Vollblutspießer in das Leben von Max, der von Berlin nach Bonn zieht und sich plötzlich in einem völlig anderen Alltag wiederfindet. Max träumt von einem Schriftstellerleben und sitzt nun nicht gerade glücklich in einem Büro fest mit einem Nine-to-Five Job. Emma, seine Partnerin scheint den Spagat besser geschafft zu haben. Sie arbeitet nur ein paar Tage in der Woche und hat den Rest für sich und ihre Kunst.

Max fühlt sich zerrissen. Einerseits möchte er seinen Job hinwerfen, anderseits liebt er die Sicherheit. Innerlich begreift er sich als Rebell, der er nicht mehr ist. Sein Kampf mit seinen Dämonen ist nachvollziehbar. Verständlich, dass auch die Beziehung darunter leidet. Mit Max bin ich nicht wirklich warm geworden. Ich hatte mir beim Lesen oft gedacht: Werde endlich erwachsen.

Leider habe ich in dem Buch den Humor vermisst. Ich hatte mir doch mehr was zum Schmunzeln und Lachen erwartet.

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Veröffentlicht am 22.05.2025

Reise zu sich selbst

Alice und das Blau des Wassers
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Von jetzt auch gleich verändert sich Alices Leben! Ausgerechnet an ihrem Hochzeitstag, erfährt sie, dass ihr Mann sie mit der neuen Arbeitskollegin betrogen hat. Und diese nun schwanger von ihm ist. ...





Von jetzt auch gleich verändert sich Alices Leben! Ausgerechnet an ihrem Hochzeitstag, erfährt sie, dass ihr Mann sie mit der neuen Arbeitskollegin betrogen hat. Und diese nun schwanger von ihm ist. Eine ganze Welt bricht für sie zusammen.

Sie muss ihr Leben neu sortierten, deshalb bestätigt sie die erste Anfrage auf einer Haustauschplattform: Guernsey, die zweitgrößte der Kanalinseln zwischen England und Frankreich. Weit weg von Hamburg erhofft sie sich dort Abstand zu gewinnen.

Katja Keweritsch erzählt in ihrem Roman ‚Alice und das Blau des Wassers‘ von einer bitteren Lebenserfahrung und der schmerzlichen Suche nach der eigenen Identität. Sie schreibt leicht lesbar und gut nachvollziehbar, in einer angenehmen, eher ruhigen Sprache. Die Protagonistin ist gut gezeichnet und vor allem die Insel Guernsey ist total schön beschrieben, dass man fast sofort dorthin reisen möchte. Alice tut sich anfangs sehr schwer auf ihrer Reise – nicht nur durch die Landschaften, sondern auch durch die Tiefen ihrer eigenen Seele.

Ein Roman, den man gerne zur Hand nimmt. Einfühlsam und emotional.



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