Rebell oder Spießer?
Vollblutspießer
Das Cover mit dem rauchenden Gartenzwerg hat mich zum Schmunzeln gebracht. Gartenzwerge gelten ja gemeinhin als spießig. Aber sind wir nicht alle zumindest ein bisschen spießig? Na, und?
Chris Nolde ...
Das Cover mit dem rauchenden Gartenzwerg hat mich zum Schmunzeln gebracht. Gartenzwerge gelten ja gemeinhin als spießig. Aber sind wir nicht alle zumindest ein bisschen spießig? Na, und?
Chris Nolde entführt uns in seinem Roman Vollblutspießer in das Leben von Max, der von Berlin nach Bonn zieht und sich plötzlich in einem völlig anderen Alltag wiederfindet. Max träumt von einem Schriftstellerleben und sitzt nun nicht gerade glücklich in einem Büro fest mit einem Nine-to-Five Job. Emma, seine Partnerin scheint den Spagat besser geschafft zu haben. Sie arbeitet nur ein paar Tage in der Woche und hat den Rest für sich und ihre Kunst.
Max fühlt sich zerrissen. Einerseits möchte er seinen Job hinwerfen, anderseits liebt er die Sicherheit. Innerlich begreift er sich als Rebell, der er nicht mehr ist. Sein Kampf mit seinen Dämonen ist nachvollziehbar. Verständlich, dass auch die Beziehung darunter leidet. Mit Max bin ich nicht wirklich warm geworden. Ich hatte mir beim Lesen oft gedacht: Werde endlich erwachsen.
Leider habe ich in dem Buch den Humor vermisst. Ich hatte mir doch mehr was zum Schmunzeln und Lachen erwartet.