Akuma- weder gut noch böse
Akuma
„AKUMA“ von Nicole Siemer wurde mir durch eine Buchverlosung vom Empire-Verlag und der Autorin zur Verfügung gestellt.
Das Cover deutet bereits eine gruselige Geschichte an, die Bezeichnung Thriller ...
„AKUMA“ von Nicole Siemer wurde mir durch eine Buchverlosung vom Empire-Verlag und der Autorin zur Verfügung gestellt.
Das Cover deutet bereits eine gruselige Geschichte an, die Bezeichnung Thriller findet sich ebenfalls unter dem Titel. Abgebildet ist ein Beichtstuhl, dessen Vorhang gerade von Blut überzogen wird. Eine unheimliche Grundstimmung, die sich beim Lesen des Buches bestätigt.
Kjara Winter betritt den Beichtstuhl und behauptet, mehrere Männer getötet zu haben. Doch kann das möglich sein- als Frau (physisch) oder hat sie eine psychische Erkrankung und es wurde gar kein Verbrechen verübt?
Zeitsprung. 20 Jahre zuvor lernt Kjara den Dämon Akuma kennen- er sorgt dafür, daß ihre Eltern einen brutalen Überfall überleben. Doch zu welchem Preis?
Schnell tauchte ich in die Geschichte ein und war gefesselt- Nicole Siemer´s Schreibstil ist sehr gut lesbar, bildhaft und hat mir sehr gefallen. Allzu mysteriös und unheimlich habe ich die Geschichte nicht empfunden, dafür waren die Erklärungen zu eindeutig ;) Auch fand sich immer ein wenig Ironie und Humor, sodaß der Grusel abgeschwächt wurde.
Das Buch ist in 3 Teile und 19 Kapitel gegliedert, die Zeitebenen wechseln, was die Spannung zusätzlich erhöht. Die Autorin schafft es außerordentlich gut, die Waage zwischen Umgangssprache und anspruchsvollem Ausdruck zu halten, die häufigen Wendungen in der Handlung lassen die Geschichte auch aufgrund von Details sehr stimmig wirken.
Fazit am Ende der Geschichte: niemand ist weder ausschließlich gut oder schlecht und sehr oft täuscht man sich in Menschen. Es lohnt sich also, auch mal nachzufragen und hinter die Fassade zu schauen.
Das Buch habe ich als sehr spannende, faszinierende (da ungewöhnliche) Geschichte sehr gern gelesen- ein Horrorthriller ist es jedoch nicht. Dennoch empfehle ich den Thriller gern weiter.
PS: Als sehr vorbildlich habe ich die Trigger-Hinweise zur Kenntnis genommen, auf die bereits zu Beginn des Buches hingewiesen wird!