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Veröffentlicht am 21.01.2023

Lieblingscharaktere in Aktion

King of Scars
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Worum geht’s?
Nachdem Ravka den Bürgerkrieg überstanden hat, soll endlich Ruhe in das Land einkehren. Bevor jedoch von Frieden die Rede sein kann, stehen die Zeichen erneut auf Krieg. Während sich Zar ...

Worum geht’s?
Nachdem Ravka den Bürgerkrieg überstanden hat, soll endlich Ruhe in das Land einkehren. Bevor jedoch von Frieden die Rede sein kann, stehen die Zeichen erneut auf Krieg. Während sich Zar Nikolai in Diplomatie versucht, hat er gleichzeitig mit dem Erbe des Dunklen zu kämpfen – und muss schon bald nicht nur für sein Land, sondern auch für sich selbst dem Tod ins Auge blicken.


Meine Meinung
Das Universum um die Grisha zählt mittlerweile definitiv zu meinen liebsten Fantasygeschichten, und mit jeder neuen Reihe fällt es mir ein bisschen schwerer, dabei einen Favoriten festzulegen. Auf diese Dilogie habe ich mich allerdings ganz besonders gefreut, da ich schon beim Lesen der Grisha-Trilogie der Meinung war, dass Nikolai insgesamt etwas zu kurz gekommen ist und gerne noch weitere Auftritt hätte haben dürfen.

Die Umsetzung wurde sowohl vom Stil als auch vom Aufbau des Buches her ähnlich wie die anderen Bücher des Universums gestaltet, was mir zuvor schon immer gut gefallen hat und auch hier sehr angenehm zu lesen war. Um wirklich alles zu verstehen und sich nicht aus Versehen für die anderen Geschichten zu spoilern, sollte man allerdings schon zuerst die Grisha-Trilogie und die Krähen-Dilogie lesen, denn einige Bezüge ziehen sich durch das gesamte Buch.

An den Figuren hat mir wirklich gut gefallen, wie interessant die Auswahl der Erzählperspektiven getroffen wurde. Im Vergleich zu den Krähen kommen hier natürlich insgesamt weniger Charaktere zu Wort, dadurch hatte ich aber gleichzeitig das Gefühl, ein bisschen mehr von ihren Emotionen mitzubekommen und mich besser in sie hineinversetzen zu können.

Insbesondere die zwei parallelen Handlungsbögen von Nina und Nikolai haben mich so sogar ein bisschen positiv überrascht, wobei ich durchaus der Meinung bin, dass man Nina aufgrund ihrer Wichtigkeit in dieser Geschichte durchaus im Klappentext hätte erwähnen können. So gab es innerhalb beider Handlungsbögen immer mal wieder kleinere Längen, die in meinen Augen aufgrund der Länge des Buches zum einen unnötig, zum anderen aber auch ein wenig vermeidbar gewesen wären.

Was mich dann schlussendlich aber doch so richtig überzeugt hat, war der zum Ende hin noch mal an Fahrt aufnehmende Spannungsbogen. Die Überleitung zu Band zwei ist sicherlich ein kleines bisschen gemein, da ich Nikolai, Zoya und all die anderen Charaktere aber so gerne begleite, freue ich mich schon wirklich auf die Fortsetzung zu dieser Geschichte.


Fazit
Als Fan des Grishaverse kann man diese Geschichte eigentlich gar nicht nicht mögen. Nikolai ist ein ausgesprochen interessanter Charakter, der sicherlich noch ein wenig seines Potenzials in der Fortsetzung entfalten kann, ihn und die übrigen Figuren bei ihren Abenteuern zu begleiten hat mir aber wirklich viel Freude beim Lesen gemacht.

Dafür gibt es alle fünf Bücherstapel von mir.

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Veröffentlicht am 20.01.2023

Eine positive Überraschung

Bridgerton - Mitternachtsdiamanten
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Worum geht’s?
Eigentlich ist Hyacinth eine ausgesprochen gute Partie – wenn sie nicht jedem beweisen müsste, dass sie nun einmal die Klügste im Raum ist. Als sie auf Gareth St. Clair trifft, findet sie ...

Worum geht’s?
Eigentlich ist Hyacinth eine ausgesprochen gute Partie – wenn sie nicht jedem beweisen müsste, dass sie nun einmal die Klügste im Raum ist. Als sie auf Gareth St. Clair trifft, findet sie einen ebenbürtigen Gegner, der nicht nur ihr Herz, sondern auch ihr Hirn ins stolpern bringt. Während ihre Mutter schon die Hochzeitsglocken läuten hört, will Hyacinth Gareth eigentlich bloß bei der Übersetzung eines Tagebuches helfen – was bis zu dem Zeitpunkt gut geht, an dem ausgerechnet Gareth ihre ganze Welt mit einem einzigen Kuss auf den Kopf stellt.


Meine Meinung
Obwohl ich die Reihe um die Familie der Bridgertons wirklich gerne mag, haben mich die letzten Bände irgendwie nicht mehr so sehr begeistern können, wie das zu Anfang der Fall war. So richtig überrascht hat mich das bei der länge der Reihe eigentlich nicht, aber vielleicht auch gerade deswegen war meine Freude umso größer, als ich dieses Buch gelesen habe.

Der Schreibstil der Autorin hat sich wie immer flüssig und unterhaltsam lesen lassen, was mir noch immer wirklich gut gefällt. Die fehlenden Artikel von Lady Whistledown an den Kapitelanfängen habe ich zwar vermisst, die kleinen Ersatzkommentare zum Handlungsort waren aber mitunter auch ganz witzig geschrieben, weshalb ich mich daran nicht besonders aufgehangen habe.

An Hyacinth mochte ich nicht nur ihre schlagfertige und spontane Art, sondern ganz besonders die Tatsache, dass man sie in den vorherigen Büchern praktisch nebenbei aufwachsen sehen konnte, ohne, dass sie als Charakter in den Vordergrund gedrängt wurde. In Kombination mit Lady Dunbury mochte ich sie fast noch lieber als mit Protagonist Gareth, denn unterhaltsamerere Charaktere kann ich mir praktisch gar nicht vorstellen.

Was mich an Gareth so ein ganz kleines bisschen gestört hat, waren zum einen seine anfänglichen Beweggründe für die Verlobung mit Hyacinth, zum anderen aber auch sein etwas sprunghafter Charakter. Als Konflikt haben sich beide Punkte geeignet, wirklich aufgegriffen wurden sie dann allerdings leider nicht – was grundsätzlich kein Weltuntergang war, gleichzeitig aber auch den drohenden Konflikt auf recht unelegante, wenn auch erfolgreiche Art umschifft hat. Abgesehen davon mochte ich die Dynamik zwischen den beiden Protagonisten aber wirklich gerne, was in Kombination mit dem unterhaltsamen Handlungsbogen und der kreativen Idee zur Geschichte wirklich Spaß beim Lesen gemacht hat.


Fazit
Dieses Buch hat mich nach einigen etwas schwächeren Bänden in der Reihe wirklich positiv überrascht. Ich hatte unglaublich viel Spaß dabei, Hyacinth und Gareth bei der Suche nach den Diamanten zu begleiten und ihre sich entwickelnde Beziehung dabei zu beobachten.

Von mir gibt es dafür volle fünf Bücherstapel.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.01.2023

Highlight zum Jahresbeginn

Das irrationale Vorkommnis der Liebe – Die deutsche Ausgabe von »Love on the Brain«
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Worum geht’s?
Für Bee geht ein Traum in Erfüllung, als ihr eine Stelle im BLINK – Projekt angeboten wird. Als Frau in den Naturwissenschaften könnte ihr dieser Job endlich den verdienten Karrierekick einbringen, ...

Worum geht’s?
Für Bee geht ein Traum in Erfüllung, als ihr eine Stelle im BLINK – Projekt angeboten wird. Als Frau in den Naturwissenschaften könnte ihr dieser Job endlich den verdienten Karrierekick einbringen, um nicht länger als bessere Hilfskraft zu forschen. Bei all der Freude über die Chance ihres Lebens gibt es aber einen ganz gewaltigen Haken: Co-Leiter bei BLINK ist ausgerechnet Levi Ward – und der kann Bee schon seit der Promotion auf den Tod nicht ausstehen.


Meine Meinung
Schon The Love Hypothesis hat mir so unglaublich gut gefallen, dass ich sogar fast versucht gewesen wäre, die neurowissenschaftlichen Artikel von Ali Hazelwood zu lesen. Ganz so wahnsinnig bin ich dann zwar doch noch nicht, sämtliche ihrer anderen Geschichten sind aber sofort auf meine Wunschliste gewandert - und das habe ich bei diesem Buch auch definitiv nicht bereut.

Was mir hier richtig gut gefallen hat, war nicht bloß der Humor der Erzählung, sondern vor allem die Dynamik der beiden Charaktere. Die Entwicklungen zwischen ihnen sind zugegebenermaßen wirklich vorhersehbar, aber für eine Weile kann man das tatsächlich ganz gut ignorieren und sich so richtig in der unterhaltsamen Handlung verlieren. Die Mischung aus Naturwissenschaften, Romantik und einer Prise Gesellschaftskritik hat mich dabei sehr gut unterhalten können und trotz eher wenigen Überraschungen definitiv nicht gelangweilt.

An Levi hat mir im Großen und Ganzen seine sympathische Art gefallen, auch wenn ich zugeben muss, dass seine mangelnde Kommunikationsfähigkeit ein Ausmaß angenommen hat, mit dem ich dann angesichts seines Alters doch so ein wenig meine Probleme hatte. Im Endeffekt ist er ein großes Geheimnis, das man erst beim Lesen so langsam entschlüsselt, ein bisschen mehr mit den Menschen um ihn herum reden hätte er aber trotz all der auf ihn einwirkenden Umstände gerne dürfen.

Bee war auf den ersten Blick ganz anders als Levi und vielleicht gerade deswegen ein wirklich interessanter Charakter, auch wenn ich mich ein kleines bisschen an sie und ihre Macken gewöhnen musste. Die Mischung aus ihrer Liebe zu Katzen und Marie Curie in Kombination mit einer ordentlichen Portion Bindungsängsten war dann schon eher ungewöhnlich, auch wenn ich immer wieder über sie und ihre Ideen schmunzeln musste.


Fazit
In diesem Buch treffen eine Menge interessanter Themen und Figuren aufeinander, was durch die wirklich humorvolle Umsetzung aber weder langweilig, noch überladen auf mich gewirkt hat. Ali Hazelwood hat mit dieser Geschichte auf jeden Fall beweisen können, dass ihr erstes Buch für mich nicht bloß ein Zufallserfolg war, weshalb ich mich schon jetzt auf weitere Veröffentlichungen aus ihrer Feder freue.

Dafür gibt es alle fünf Bücherstapel von mir.

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Veröffentlicht am 14.01.2023

Nettes Mitmachbuch

Mein Mitmach-Uhrenbuch
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Meine Meinung
Das Konzept, spielerisch an die ersten Uhrzeiten heranzugehen gefällt mir auf jeden Fall sehr gut, insbesondere weil ich mich in meiner Kindheit selbst eher schwer mit dem Thema getan habe.

Die ...

Meine Meinung
Das Konzept, spielerisch an die ersten Uhrzeiten heranzugehen gefällt mir auf jeden Fall sehr gut, insbesondere weil ich mich in meiner Kindheit selbst eher schwer mit dem Thema getan habe.

Die bunte Gestaltung finde ich grundsätzlich sehr gelungen und ansprechend genug, um auch bei Kindern das Interesse am Buch zu wecken. Die Illustrationen sind ganz niedlich gemacht, und auch abseits der Uhr gibt es in der kleinen Geschichte einiges zu entdecken.

Die Handhabung der Uhr macht es möglich, auch über volle Stunden hinaus das Ablesen der Uhrzeit zu üben, was das Buch grundsätzlich längerfristig nutzbar macht. Nicht ganz so gut gefällt mir dabei aber, dass der Teil, an dem die Uhr befestigt ist die Seiten ein wenig einklemmt. Das Lesen erfordert so ein bisschen Friemelei, was ich nicht wirklich ideal finde.

Auch die Reime haben etwas arg bemüht auf mich gewirkt, was beim Lesen grundsätzlich sicherlich kein Weltuntergang ist, in meinen Augen aber ein bisschen anders hätte umgesetzt werden können.


Fazit
Das interaktive Konzept dieses Buches hat mir auf jeden Fall gut gefallen, auch wenn die Handhabung sicherlich ein kleines bisschen hätte vereinfacht werden können. Für eine spielerische Heranführung an die Uhrzeit lohnt sich dieses Buch aber definitiv, was ich im Großen und Ganzen sehr gelungen finde.

Von mir gibt es dafür vier Bücherstapel.

Veröffentlicht am 31.12.2022

Thematik mit Potenzial und langweiliger Umsetzung

My Policeman
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Worum geht’s?
Für Marion ist der große Bruder ihrer besten Freundin der Mann ihrer Träume. Für Tom ist Marion jedoch einfach nur die beste Freundin seiner Schwester. Dass er ihr trotzdem einen Heiratsantrag ...

Worum geht’s?
Für Marion ist der große Bruder ihrer besten Freundin der Mann ihrer Träume. Für Tom ist Marion jedoch einfach nur die beste Freundin seiner Schwester. Dass er ihr trotzdem einen Heiratsantrag macht, erfüllt Marion einen Herzenswunsch und bietet Tom ein Sicherheitsnetz, denn seine Liebe zu Kurator Patrick hat im Großbritannien der 60er-Jahre keine Chance.


Meine Meinung
Obwohl dieses Buch schon ein kleines bisschen älter ist, bin ich erst durch die Veröffentlichung der Filmadaption überhaupt auf die Geschichte aufmerksam geworden. Da ich vor einer Buchverfilmung immer gerne erst das Buch selbst lese, wollte ich das hier natürlich auch so machen – und bin ganz ehrlich nicht vollkommen von der Umsetzung überzeugt worden.

Der Schreibstil war an sich ganz angenehm zu lesen, auch wenn die Handlung zeitweise wirklich zäh erzählt wurde. Aufgrund der Thematik wollte ich da zwar gerne drüber hinwegsehen, stellenweise musste ich mich aber doch so ein wenig durch die Geschichte durch kämpfen.

Die Figuren hatten in der Theorie eine Menge Potenzial, und irgendwie hatte ich vor dem Lesen mit wirklicher emotionaler Tiefe gerechnet. Die Umsetzung kam mir dann allerdings eher platt vor, insbesondere weil mir Tom lediglich wie eine Randfigur in dieser Erzählung vorkam. So ganz habe ich ehrlich gesagt nicht verstanden, was sowohl Marion als auch Patrick an ihm gefunden haben, denn so richtig greifbar kam er mir leider nicht vor.

Auch die Stimmung in diesem Buch war irgendwie gedrückt, allerdings nicht unbedingt auf eine Art, wie ich sie angesichts der Lage von Homosexuellen in den 60er-Jahren in Großbritannien irgendwie erwartet hätte. Insbesondere bei Marion hatte ich ehrlich gesagt das Gefühl, dass ein Großteil ihrer Probleme durch ein wenig mehr klares Denken hätten umgangen oder gelöst werden können – und das war beim Lesen leider weniger berührend, als ich mir das für dieses Buch gewünscht hätte.


Fazit
Die Geschichte an sich hatte definitiv Potenzial, die Umsetzung hat mich aber leider nicht so wirklich fesseln können. Wären die Figuren ein wenig authentischer gewesen, hätte ich mich vermutlich etwas eher in sie hineinversetzen können, so hat mich das Lesen aber leider eher angestrengt.

Von mir gibt es dafür drei Bücherstapel.

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