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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.05.2022

Reisen mit neuem Blickwinkel

Reise-Hacks für Klimabewusste
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Meine Meinung
Reisen und Klimaschutz, das klingt auf den ersten Blick mittlerweile nicht mehr unbedingt so, als seien beide Dinge miteinander vereinbar. An der Stelle greift dieses Buch auf jeden Fall, ...

Meine Meinung
Reisen und Klimaschutz, das klingt auf den ersten Blick mittlerweile nicht mehr unbedingt so, als seien beide Dinge miteinander vereinbar. An der Stelle greift dieses Buch auf jeden Fall, denn sowohl Reiseneulinge als auch erfahrene Weltenbummler können hier den ein oder anderen Tipp zu klimabewussterem Urlauben abgreifen.

Die Einteilung in kurze Kapitel mit unterschiedlichen Schwerpunkten entlang der verschiedenen Schritte einer Reise macht dieses Buch zu einer wirklich kurzweiligen Lektüre. Nicht alle Tipps waren mir neu, nicht jedes Thema kam mir ganz nützlich platziert vor, aber da praktische alle Eventualitäten und konkrete Handlungsfelder auf dem Weg zu nachhaltigerem Reisen behandelt wurden, lohnt es sich auch mit einem kleinen bisschen mehr an Reiseerfahrung in meinen Augen auf jeden Fall, diesen Ratgeber bei der nächsten Urlaubsplanung in die Hand zu nehmen.


Fazit
Egal, ob man viel oder wenig reist, der Schritt zu mehr Nachhaltigkeit ist dabei sicherlich nie der verkehrte. Ich persönlich hätte mir für dieses Buch vielleicht noch ein paar mehr Seiten oder weiterführende Ideen gewünscht, aber im Großen und Ganzen sind hier alle wichtigen Punkte abgedeckt, um einer nachhaltigeren Reiseplanung und -durchführung ein ordentliches Stück näher zu kommen.

Dafür gibt es viereinhalb Bücherstapel von mir.

Veröffentlicht am 19.05.2022

Eher enttäuschender Auftakt

Heartless Dynasty - Der Erbe
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Worum geht’s?
Atticus De Loughrey steht endlich an der Spitze seines Familienimperiums und wähnt sich am Ziel seiner Träume – doch die Sache hat einen Haken. Innerhalb von einem Jahr soll er heiraten und ...

Worum geht’s?
Atticus De Loughrey steht endlich an der Spitze seines Familienimperiums und wähnt sich am Ziel seiner Träume – doch die Sache hat einen Haken. Innerhalb von einem Jahr soll er heiraten und ein Kind in die Welt setzen, sonst fällt sein Erbe an seinen jüngeren Bruder. Von den Bedingungen so gar nicht begeistert will eigentlich keiner der Erben wirklich kooperieren, doch das Wort aufgeben kommt im Wortschatz eines De Loughrey nicht vor, und so rekrutiert Atticus ausgerechnet Ophelia, die er seit einem One-Night-Stand nicht mehr aus dem Kopf bekommt, als seine Verlobte – und bringt dabei nicht nur sein eigenes Herz in Gefahr.


Meine Meinung
Eigentlich klang die Idee hinter dieser Geschichte ja ganz vielversprechend, von der Umsetzung bin ich aber bisher ehrlich gesagt nicht überzeugt.

Gut gefallen hat mir zunächst einmal, wie schnell man in die Geschichte rein finden konnte. Die Handlung hat praktisch direkt an Fahrt aufgenommen, und Langeweile konnte so definitiv nicht aufkommen. Was in meinen Augen dann aber leider deutlich zu kurz gekommen ist, war eine Weiterentwicklung der Handlung und der Protagonisten.

Das Setting fand ich ebenfalls noch recht spannend, auch wenn die Aktivitäten des Familienimperiums und ihre Machtstrukturen für meinen Geschmack einfach noch zu vage geblieben sind. Die Teilung des ersten Bandes in zwei Bücher hat da eventuell auch zu beigetragen, beim Lesen hatte ich aber so irgendwie das Gefühl, auf mehr Informationen angewiesen zu sein, um mich überhaupt vernünftig orientieren zu können.

Auch Protagonist Atticus war in meinen Augen als Figur noch nicht wirklich ausgereift, wobei ich auch hier auf eine Weiterentwicklung im zweiten Teil der Geschichte hoffe. Er soll einen absolut klischeehaften Bad Boy darstellen, irgendwo ist aber doch auch ein bisschen Menschlichkeit in ihm Versteckt, die meiner Meinung nach durchaus Potenzial hat. Seine Fassade gefällt mir jedoch bisher überhaupt nicht, und insbesondere dieses übertrieben betonte und sich bedrohlich gebärdende Alphagehabe löst bei mir eher Fremdscham als Freude aus.

Ophelia dagegen ist in meinen Augen eher blass geblieben. Für sie wünsche ich mir auf jeden Fall noch mehr Charakterstärke, die über ein paar witzige Sticheleien gegen ihren Verlobten hinaus gehen und sie zu einer wirklich mehrdimensionalen Figur machen. Die Aufteilung der Geschichte hat meinem Leseeindruck sicherlich nicht besonders gut getan, für die Protagonisten und ihre Entwicklung setze ich meine Hoffnung aber trotzdem in die Fortsetzung und hoffe auf mehr Authentizität und weniger Fremdscham.


Fazit
In Kombination mit dem zweiten Teil der Geschichte und einem etwas gründlicheren Lektorat hätte mir dieser Reihenauftakt eventuell besser gefallen, als das bisher der Fall ist. Ich sehe zwar durchaus Potenzial in diesem Universum, bräuchte aber deutlich mehr Informationen und wesentlich mehr Charakterentwicklung, um mich auf weitere Bücher zu freuen.

Dafür gibt es knappe drei Bücherstapel von mir.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.05.2022

Wundervolle Slow-Burn-Rockstar-Romance

Lonely Heart
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Worum geht’s?
Mit ihrer eigenen Musikshow lebt Rosie ihren großen Traum, auch wenn das bedeutet, dass die Beziehung zu ihrem Vater ein wenig bröckelt. Als ihre absolute Lieblingsband dann endlich zusagt, ...

Worum geht’s?
Mit ihrer eigenen Musikshow lebt Rosie ihren großen Traum, auch wenn das bedeutet, dass die Beziehung zu ihrem Vater ein wenig bröckelt. Als ihre absolute Lieblingsband dann endlich zusagt, zu ihr in die Show zu kommen, scheinen sich all ihre Mühen endlich auszuzahlen, doch dann führt ein dummes Missgeschick zu einem regelrechten Shitstorm auf sie und ihre Sendung. Völlig verzweifelt glaubt Rosie, vor den Trümmern ihres Lebens zu stehen – bis ausgerechnet Beast, Schlagzeuger von Scarlet Luck, ihr seine Hilfe anbietet und die beiden dabei auf mehr Gemeinsamkeiten stoßen, als ihnen lieb gewesen wäre.


Meine Meinung
Rockstar-Romance ist durchaus ein Genre, bei dem ich mittlerweile aufgrund vieler Klischees und mich eher wenig begeisternder Wendungen ein kleines bisschen vorsichtig geworden bin. Nichtsdestotrotz klang dieses Geschichte wirklich interessant – und meine Neugierde hat sich definitiv gelohnt. Dieses Buch hat mich wirklich in vielerlei Hinsicht überrascht, weshalb mir durchaus bewusst ist, dass Thematik und persönliche Stimmung beim Lesen insbesondere hier einfach zusammenpassen müssen – sonst wird man vermutlich nicht ganz so viel von der Geschichte halten.

Was mir am Spannungsbogen wirklich gut gefallen hat, war dabei insbesondere das Erzähltempo. Die Handlung an sich hätte zu Anfang gerne ein paar Seiten früher an Fahrt aufnehmen dürfen, aber sobald es um die Protagonisten und ihre gemeinsame Entwicklung ging, hat mir der Slow-Burn absolut gut gefallen. Bei diesem Genre hätte ich diese Herangehensweise tatsächlich nicht erwartet, aber das Gesamtbild der Geschichte wäre anders einfach nicht authentisch gewesen, weshalb ich wirklich froh über diese Entscheidung war.

Die Protagonisten sind dabei beide nicht ohne Leid und Verletzungen unterwegs, was mir beim Lesen wirklich leid getan hat. Nach einiger Zeit fand ich beide dann auch wirklich sympathisch, da die kleinen gemeinsamen Episoden mitunter auch zum Schmunzeln eingeladen haben und es mir persönlich dabei immer leichter fiel, mir ein Happy End für die beiden vorzustellen. Was für mich dann aber leider überhaupt nicht zu dieser Art von Beziehung gepasst hat, war eine dem Slow-Burn überhaupt nicht entsprechende Szene. In meinen Augen hätte das in Band eins einfach noch nicht sein müssen, und so gut wie ich die sonstige Umsetzung auch fand, kam mir das dann irgendwie zu plötzlich und außerdem auch deplatziert vor.


Fazit
Grundsätzlich hat mir dieses Buch fast schon überraschend gut gefallen. Die Herangehensweise war mit einer kleinen Ausnahme wirklich authentisch gestaltet und hat mich beim Lesen emotional abgeholt, weshalb ich jetzt schon unglaublich gespannt auf weitere Bände der Reihe bin.

Dafür gibt es von mir alle fünf Bücherstapel.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.05.2022

Ungewöhnliche Thematik mit interessanten Protagonisten

Bet On You
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Worum geht’s?
Eigentlich hat Levi bloß ein Ziel – die Poker-Weltmeisterschaft zu gewinnen, den größten Rivalen seines Vaters zu besiegen und die Familienehre wiederherzustellen. Als er dann aber auf Rose ...

Worum geht’s?
Eigentlich hat Levi bloß ein Ziel – die Poker-Weltmeisterschaft zu gewinnen, den größten Rivalen seines Vaters zu besiegen und die Familienehre wiederherzustellen. Als er dann aber auf Rose trifft, wittert er nicht nur eine einmalige Chance, sondern auch seinen potenziellen Untergang. Gemeinsam können die beiden die Welt des Pokers erobern – aber Rose hat ein Geheimnis, das nicht nur den wichtigsten Sieg in Levis ganzer Karriere in Gefahr bringt.


Meine Meinung
Als großer Fan von Morgane Moncomble hätte es mich eigentlich nicht ganz so sehr überraschen sollen, aber nach dem Lesen dieser Geschichte finde ich das Thema Poker tatsächlich ganz spannend. Die Grundidee des Buches fand ich dabei zwar von Anfang an interessant, eine wirkliche Vorstellung vom weiteren Verlauf der Geschichte hatte ich vor dem Lesen aber tatsächlich nicht, weshalb ich diesmal wirklich extrem offen an die Handlung herangehen musste.

Gut gefallen haben mir dabei insbesondere die Charaktere und ihre Entwicklungen, Protagonisten wie Nebenfiguren mit eingeschlossen. Hier hatte wirklich jeder seine Ecken und Kanten, was in meinen Augen aber gerade eben auch authentische und sympathische Figuren ausmacht. Sehr interessant zu beobachten fand ich dabei vor allem Rose, die in meinen Augen die meisten Steine in den Weg gelegt bekommen hat und dabei insbesondere psychologisch ein hochspannender Charakter war. Auch Levi mochte ich gerne, da er meiner Meinung nach kein besonders klassischer Protagonist war und die Geschichte allein mit seiner Existenz interessanter gemacht hat.

Ein wenig überrascht hat mich dann in Hinblick auf den Spannungsbogen allerdings tatsächlich, wie viel mehr die Charaktere im Gegensatz zu den Lesern bereits wussten. Grundsätzlich waren das beim Lesen durchaus spannende Wendungen, die mich persönlich teils wirklich überrascht haben. Schlussendlich hätte ich mir aber einfach gewünscht, mehr Emotionen und Gedankengänge der Protagonisten mitzuerleben und dabei zu sehen, wie sie mit Intrigen und Verrat umgehen, anstatt nur zu lesen, dass jede neue Wendung ihnen längst bekannt war.


Fazit
Im Großen und Ganzen hat mir diese Geschichte erneut bestätigt, warum mir die Bücher von Morgane Moncomble so gut gefallen. Poker ist thematisch nicht unbedingt alltäglich für mich und meine Lektüren, und dementsprechend interessant fand ich das Gesamtpaket dieser Geschichte. Wären die Wendungen nicht bloß für mich überraschend gewesen, wäre ich vermutlich noch ein wenig begeisterter gewesen, aber auch so hat mir dieses Buch unglaublich gut gefallen.

Dafür vergebe ich viereinhalb Bücherstapel.

  • Einzelne Kategorien
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  • Erzählstil
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  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.05.2022

Leicht spezielles Jugendbuch

Kurz mal mit dem Universum plaudern
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Worum geht’s?
Cliff ist ein typischer Nerd, Aaron der beliebteste Typ der Schule – keine guten Voraussetzungen für eine Freundschaft, und wenn die beiden eines ganz sicher nicht sind, dann sind das Freunde. ...

Worum geht’s?
Cliff ist ein typischer Nerd, Aaron der beliebteste Typ der Schule – keine guten Voraussetzungen für eine Freundschaft, und wenn die beiden eines ganz sicher nicht sind, dann sind das Freunde. Als Aaron dann aber eines Tages eine ganz besondere To-Do-Liste abarbeiten soll, braucht er Cliffs Hilfe. Die Mission? Ihre Schule zu einem besseren Ort zu machen. Und der Auftraggeber? Natürlich niemand geringeres als Gott persönlich.


Meine Meinung
Auf dieses Buch habe ich mich wirklich sehr gefreut, denn schon der Klappentext hat mich irgendwie zum Schmunzeln gebracht. Die Umsetzung konnte mich dann glücklicherweise auch größtenteils überzeugen, wobei ich ganz ehrlich sagen muss, dass diese Geschichte sicherlich ein wenig speziell und damit nicht unbedingt jedermanns Fall ist.

Der Erzählstil dieses Buches ist definitiv sehr ironisch gehalten, was selbst schwierigen Themen wie Mobbing, Trauer oder häuslicher Gewalt eine fast schon lockere Note verpasst. Mitunter fand ich das etwas gewöhnungsbedürftig, denn auch wenn jeder eine andere Art hat, mit schwierigen Situationen umzugehen, habe ich doch an einiger Stelle so keine wirkliche Beziehung zu den Figuren mehr aufbauen können.

Thematisch gut umgesetzt fand ich hierbei dann aber auf jeden Fall, dass die Themen die angesprochen wurden dann auch konsequent verfolgt wurden. Tiefgang war so definitiv immer wieder gegeben, und da nicht zwanghaft versucht wurde, möglichst viele wichtige Aussagen unterzubringen, kam mir die Geschichte dabei auch nicht überladen, sondern meistens an passenden Stellen unterhaltsam und ernst zugleich vor.


Fazit
Auch wenn dieses Buch sicherlich nicht jedermanns Fall ist, hat mir die Geschichte in Hinblick auf ihre Themen und die Umsetzung größtenteils gefallen. An den Erzählstil muss man sich eventuell erst einmal gewöhnen, aber wer sich darauf einlässt wird mit einer etwas speziellen, dafür aber eben auch unterhaltsamen Geschichte mit wichtigen Botschaften belohnt.

Von mir gibt es dafür vier Bücherstapel.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
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