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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.04.2023

Gefühlvoll und sehr unterhaltsam

Die Sehnsucht nach Licht
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In ihrem neuen Roman erzählt Kati Naumann die Geschichte einer Bergarbeiterfamilie aus der Sicht von Luisa, die mit Nachforschungen über ein verschollenes Familienmitglied beginnt und dabei Interessantes ...


In ihrem neuen Roman erzählt Kati Naumann die Geschichte einer Bergarbeiterfamilie aus der Sicht von Luisa, die mit Nachforschungen über ein verschollenes Familienmitglied beginnt und dabei Interessantes zu Tage fördert...

Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt. Die eine bezieht sich auf die Jahre 1908 bis 1989 und die andere auf die Gegenwart mit Luisa. Während Luisa ihre Recherchen betreibt bekommt der Leser zugleich viel über die Lebens- und Arbeitsbedingungen der fiktiven Familie, den regionalen Bergbau und seiner Traditionen, historisch Belegtes und viel Lokalkolorit erzählt. Nach und nach erfährt Luisa mehr über ihre Familie und kommt dem Geheimnis um das Verschwinden ihres Großonkels auf die Spur. Die Autorin erzählt dabei sehr gefühlvoll von den guten und schlechten Zeiten, den Krisen und Schicksalen, aber auch der Liebe und dem Glück, welche die Familie über die Jahrzehnte geprägt haben.

Fazit: Der flüssige Schreib- und Erzählstil sowie die authentisch charakterisierten fiktiven Figuren, die hier mit realen politischen Ereignissen und Unglücken verknüpft wurden, ergaben für mich einen sehr mitreißenden, gefühlvollen und unterhaltsamen Roman. Ich kann ihn absolut weiterempfehlen und vergebe deshalb auch volle 5 Sterne.

Veröffentlicht am 29.04.2023

Lesenswerter Abschlussband - atmosphärisch und emotional

Labyrinth der Freiheit
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Im 3. Band der Wege-der-Zeit-Trilogie wird nun die Geschichte der 3 Freunde Carl, Isi und Arthur zu Ende erzählt. Auch dieses Buch ist wieder mit mehr als 500 Seiten sehr umfangreich ausgefallen. Die Aufmachung ...

Im 3. Band der Wege-der-Zeit-Trilogie wird nun die Geschichte der 3 Freunde Carl, Isi und Arthur zu Ende erzählt. Auch dieses Buch ist wieder mit mehr als 500 Seiten sehr umfangreich ausgefallen. Die Aufmachung des Buches ist ähnlich den Vorgängerbänden und reiht sich somit optisch sehr gut in die Reihe ein. Auch die Gestaltung der Umschlagseiten, vorn mit der Erwähnung der drei Hauptprotagonisten und hinten mit einem farbigen Ausschnitt des Berliner Stadtplans mit den wichtigsten Handlungsorten, finde ich gelungen.
Doch nun zum Buch selbst: Die Geschichte um die drei Freunde nimmt hier im Jahr 1922 ihre Fortsetzung. Die gesellschaftliche und politische Situation spitzt sich in den Zeiten der Inflation immer mehr zu, zumal auch die Auswirkungen des Weltkrieges noch immer nachwirken. Jeder ist sich selbst der Nächste, was auch die drei am eigenen Leib erfahren müssen, aber in letzter Konsequenz können sie sich auf einander verlassen...

Und dieses Freundschaftsband, das durch Dick und Dünn hält, verknüpft der Autor hier mit historischen Ereignissen und Persönlichkeiten und erweckt so das Berlin der 1920er Jahre zum Leben. Die bildlichen Beschreibungen der Orte und Begebenheiten aber auch die vielschichtig angelegten Figuren ergeben einen flüssig zu lesenden und mit vielerlei geschichtlichen Fakten ausgestatteten Roman.

Fazit: Wer die ersten beiden Bände kennt, der wird wohl auch diesen Abschlussband lesen. Allen anderen empfehle ich die Trilogie in Reihe zu lesen, dass erhöht auf jeden Fall das Lesevergnügen/ -verständnis, ist aber nicht unbedingt erforderlich, da auch aus der Handlung selbst wesentliche Sachverhalte erklärt werden. Mich konnte auch „Labyrinth der Freiheit“, wie schon seine Vorgänger, in seinen Bann ziehen. Aus meiner Sicht ein gelungener Abschlussband mit überzeugender historischer Atmosphäre und vielen Emotionen. Als Bewertung vergebe ich 5 von 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 29.04.2023

Ein eiskalter Thriller

SCHNEE
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Während der kältesten Tage des Jahres sucht ein Rettungsteam im abgelegenen Hochland von Island nach einer Gruppe von Vermissten. Was hat diese Gruppe dazu bewogen, sich mitten in einem Schneesturm und ...

Während der kältesten Tage des Jahres sucht ein Rettungsteam im abgelegenen Hochland von Island nach einer Gruppe von Vermissten. Was hat diese Gruppe dazu bewogen, sich mitten in einem Schneesturm und bei extremer Kälte auf den Weg zu machen? Warum verließen sie die einfache Hütte, in der sie wohnten, völlig unvorbereitet auf die rauen Wetterbedingungen? In der Zwischenzeit ereignen sich auf der Halbinsel Stokksnes mysteriöse Ereignisse...
Es gibt mehrere Handlungsstränge, und mit jedem von ihnen geschehen seltsame, mysteriöse Dinge. Außerdem macht man ständig Zeitsprünge und erfährt schließlich, was mit den verschwundenen Personen geschehen ist.

Durch den flüssigen und feinen Schreibstil Yrsa Sigurdardóttirs wird das Mystische hier so richtig betont. Ich konnte mir die Szenen gut vorstellen: allein und abgelegen im Schnee. Die Autorin versteht es meisterhaft, die Atmosphäre dieses rauen und abweisenden Landstriches zu beschreiben und ihn so als einen wesentlichen Bestandteil des Thrillers zu integrieren.

Fazit: Das Buch ist ungemein spannend und fesselnd. Die Charaktere sind lebensecht und auch die Auflösung ist für diese mystisch angehauchte Geschichte passend. Meine Empfehlung bekommt das Buch und 4 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 29.04.2023

Mitreißender und temporeicher Thriller

Rachejagd - Gequält
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"Gequält" ist das erste Buch der Thriller-Reihe "Rachejagd" und der Leser sollte sich vor dem Kauf vor Augen halten, dass das Ende hier leider hinsichtlich des „Regisseurs“ für all die tödlichen Aktionen ...

"Gequält" ist das erste Buch der Thriller-Reihe "Rachejagd" und der Leser sollte sich vor dem Kauf vor Augen halten, dass das Ende hier leider hinsichtlich des „Regisseurs“ für all die tödlichen Aktionen offen bleibt, so dass man die nächsten Teile für die Aufklärung folglich auch erwerben muss.

Aber nun zu diesem ersten Teil. Der mitreißende, temporeiche Thriller setzt drei Jahre nach den verstörenden Erlebnissen von Anna ein. Damals konnte sie ihrem Entführer entkommen, doch nun kommt es zu neuerlichen Attacken gegen sie, die mit eben diesen damaligen Ereignissen in Verbindung stehen.
Wie es sich für einen guten Thriller gehört gibt es eine fesselnde Story, interessante Figuren sowie Wendungen und falsche Fährten, die die Geschichte clever vorantreiben. Es gibt zahlreiche Handlungsorte und eine Vielzahl gewalttätiger, bluttriefender Aktionen, die sehr bildlich beschrieben sind und vielleicht nicht jedem in diesem Maße gefallen könnten.

Die Agenten beginnen nun mit ihren fieberhaften Ermittlungen, die ihnen so manchen Rückschlag und Verlust bescheren werden, wobei für mich allerdings nicht alle Aktionen nachvollziehbar waren. Hierbei sollte dann wohl eher der Nervenkitzel als die Logik im Vordergrund stehen. Und auch die Spannung wurde trotz der turbulenten Erzählweise nicht durchgängig gehalten, da sich die Autoren in manchen Passagen in Nichtigkeiten und Wiederholungen verzettelten.

Fazit: Dieser erste Teil der Rachejagd-Trilogie ist ein Thriller, der mit Gewaltszenen nicht geizt, und leider dem Leser ein offenes Ende beschert. Da er aber gut und schnell zu lesen ist vergebe ich 3 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 29.04.2023

Locked-Room-Thriller

The Dark
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Der Klappentext hatte mich total angesprochen. Denn gibt es einen abgelegeneren Ort als die Antarktis? Es ist der perfekte Ort, an dem der Mörder nur darauf wartet, wieder einmal zuschlagen zu können. ...

Der Klappentext hatte mich total angesprochen. Denn gibt es einen abgelegeneren Ort als die Antarktis? Es ist der perfekte Ort, an dem der Mörder nur darauf wartet, wieder einmal zuschlagen zu können. Klingt das nicht wie der perfekte Thriller? Nun, fast. Schon die Idee dieses Buches hat mir sehr gut gefallen. Der geschlossene Raum und die begrenzte Anzahl von Menschen geben ja nicht viele Möglichkeiten, wer hier mordet. Kate erkennt das und beginnt Dinge zu hinterfragen...

Leider entwickelt sich die Handlung in diesem Buch nur langsam. Die ersten ca. 200 Seiten sind eigentlich eine Einführung, wir lernen die Charaktere, die Forschungsstation und die Realitäten des Lebens in der Antarktis kennen. Erst ab der guten Mitte kommen Tempo und Spannung endlich in Gang, was eventuell manchem einfach zu spät erscheinen wird – so wie mir. Aber das Durchhalten hat sich letztlich doch gelohnt, gab es dann noch thrillerwürdige Abschnitte.
Die Beschreibungen der Landschaft mit ihren lebensbedrohlichen klimatischen Bedingungen, der Stille und der klaustrophobischen Wirkung auf den Menschen geben dem Thriller die nötige Atmosphäre und runden die Krimihandlung wunderbar ab.

Fazit: Sehe ich mal von dem gemächlichen Beginn ab, ist es ein Buch, das mich schlussendlich doch noch packen konnte. Dank des ungewöhnlichen Schauplatzes und des mitreißenden Finales hatte ich dann doch noch mein Leseerlebnis. Alle die nicht von der ersten Seite an Action brauchen, denen kann ich diesen Thriller empfehlen. Von mir gibt es gute 3 von 5 Sterne.