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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.04.2026

Eine fürchterliche Braut-Party!

Bachelorette Party
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Obwohl mir der Nachname der Autorin Camilla Sten sehr bekannt vorkam, konnte ich nicht direkt eine Verbindung zu ihrer bekannten Autoren-Mutter herstellen- erst nach kurzer Recherche. Das Cover sprach ...

Obwohl mir der Nachname der Autorin Camilla Sten sehr bekannt vorkam, konnte ich nicht direkt eine Verbindung zu ihrer bekannten Autoren-Mutter herstellen- erst nach kurzer Recherche. Das Cover sprach mich hier sehr an, wenn es auch in die Irre führte, da ich nicht von einem Handlungsort im kalten Norden, sondern eher in südlicheren Inselgewässern ausging.

Bei diesem Thriller war ich eigentlich vom Prolog richtig gepackt und total nervös und gespannt wie es weitergeht, jedoch kamen dann ein paar langwierige Abschnitte und erst ab der Hälfte konnte ich das Buch erneut nicht mehr aus der Hand legen. Durchgehend ist man eigentlich am Rätseln wie die Storyline aus Vergangenheit und Gegenwart zueinander führen.
"Zehn Jahre zuvor" folgt man Mathilde hin zu ihrem verheerenden Mädelsausflug zu Beginn des Buchs. In der anderen Zeitebene begibt sich Tessa mit ihrer Schwester Lena und weiteren Freundinnen auf eine Bachelorette Reise auf eben jene geheimnisvolle Insel. Ein bisschen fehlte mir hier die Logik hinter Tessas Beweggründen sowie "Ahnungen", aber sie machte mit ihren Schwächen und Stärken eine durchaus sympathische Hauptprotagonistin aus.
Der Schreibstil war sehr einfach zu lesen, bringt die zunehmende Spannung in der Handlung gut rüber, obwohl es schade ist, dass weder die Insel noch die generelle Umgebung genauer umschrieben werden, womit die Autorin die Atmosphäre sicherlich noch mehr gestalten hätte können. Das Ende ist auf alle Fälle brutal und bietet definitiv nochmal einen steilen Anstieg in Sachen Thrill!

Fazit: Ein gelungenes, wenn auch eher durchschnittliches Erstlingswerk- das "Thriller-Gen" dürfte wohl in der Familie liegen!

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Veröffentlicht am 28.03.2026

Staub oder eine Feenfamilie

Statt aus dem Fenster zu schauen
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Der Verlag dürfte ein Fabel für zynischen, ja doch auch sarkastischen Humor von starken, weiblichen und unabhängigen Charakteren haben, denn es ist für mich schon das vierte Buch von einer Autorin, die ...

Der Verlag dürfte ein Fabel für zynischen, ja doch auch sarkastischen Humor von starken, weiblichen und unabhängigen Charakteren haben, denn es ist für mich schon das vierte Buch von einer Autorin, die sich kein Blatt vor den Mund nimmt, ihren Unmut über die moderne Welt mit herrlich kritischem Blick, in Worte zu fassen.

Der Roman ist in vier Abschnitte unterteilt,
Konfusion, Koexistenz, Konstruktion sowie Konklusion und wird aus der Ich-Perspektive von Sophie erzählt. Eine junge Studentin, die ein wenig aus Langeweile und vielmehr als Ausbruch, online ein Haus in einem winzigen Ort in Norddeutschland ersteigert.
Die Autorin Anna Katharina Scheidemantel erschafft durch Intellekt, schwarzen Humor, kreative Interpretation und Sozialisation eine sympathische und interessante Hauptprotagonistin mit eigener Weltanschauung, die mit der Restauration der verfallenen Bruchbude anfängt sich erneut selbst zu spüren und für sie konstruktiv etwas beiträgt.
Sie schafft sich eine Blase und entkommt somit der schrecklichen Realität in der Welt, stellt sich aber gleichzeitig anderen Verantwortungen. Durch Begegnungen mit verschiedenen Menschen aus ihrer neuen Umgebung sowie auch ihrem alten Umkreis erfährt sie Belustigung, Sorge, Enttäuschung und eine merkwürdige Art der Bewunderung, welche den LeserInnen in einer kurzen Zeitspanne deutliches Charakterwachstum von Sophie zeigen.
Jedes Mal, wenn ich das Buch zu Hand genommen hab, war es wie ein Abtauchen in eine wohlbekannte, aber viel stillere Welt, als würde man sich im Urlaub auf ein Bank setzen und Sophie beim in den Himmel starren und Eigenheim entdecken, begleiten.
Die Geschichte besticht durch seine langsame und ruhige Erzählweise, keine Aufregung und trotzdem Spannungen beim Lösen von Problemen, der für Veränderungen offenen lebensfrohen, dennoch sehr nachdenklichen und überlegten Sophie, der Konforntation mit der selbstgezüchteten Todsünde unserer Zeit-der Langeweile und Unbedeutsamkeit und dem Privileg gar nichts zu müssen!

"Sterne sind, für die ich Fliegenschiss bin und die über meine menschliche Endlichkeit nur lachen können, so still und heimlich, wie Sterne eben lachen."

Fazit: Für mich absolut lesenswert- ein ruhiges mit witzigen Anekdoten gespicktes Buch, das einlädt, seinen Gedanken in der Natur freien Lauf zu lassen!

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Veröffentlicht am 26.03.2026

Katastrophal anstrengendes Buch

The Night We Met
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Bei diesem Roman handelt es sich um einen 2.Band von Autorin Abby Jimenez, jedoch wusste ich das nicht und hatte auch kein Problem bei der Handlung und den Protagonisten ohne jegliches Vorwissen trotzdem ...

Bei diesem Roman handelt es sich um einen 2.Band von Autorin Abby Jimenez, jedoch wusste ich das nicht und hatte auch kein Problem bei der Handlung und den Protagonisten ohne jegliches Vorwissen trotzdem mitzukommen. Eigentlich freute ich mich auf Grund der vielversprechenden Leseprobe sehr, die ganze Geschichte um das verzwickte Liebesdreieck von Larissa, Mike und Chris zu lesen.
Ehrlicherweise war ich aber schon nach ca. einem Drittel des Buchs von sogut wie allen Charakteren genervt!
War Chris zunächst sehr sympathisch, zuvorkommend, hilfsbereit und zugewandt, wirkte er jedoch bald übergriffig und in vielen Bereichen übertrieben überfürsorglich, bevormundend und steigerte sich bis hin zu richtig toxischem Verhalten.
Larissa, die mit einem Mann zusammenbleibt, obwohl sie ihn sichtlich nur oberflächlich mag, keine Gemeinsamkeiten erkennen kann, oft genervt von ihm ist und ihre Denkweisen sich immer nur im Kreis bewegen, dabei aber keinen logischen Grund liefern, wieso sie die Beziehung weiterhin aufrecht erhält. Sie jammert zudem einige Male über ihre allgemeine Situation, die schrecklich und von ihrer Seite größten Teils unverschuldet ist, aber eine Weiterentwicklung verwehrt ihr die Autorin trotzdem.
Mike, der "falsche" Freund für Larissa zeichnete sich als unsympathischer Alkoholiker, Chauvinist und schlechtester beste Freund aus, der mit Niemanden ehrlich war und fast ein wenig Mitleid erzeugte.
Am schlimmsten war dann noch die narzisstische, wenig fürsorgliche und schon gar nicht liebevolle Mutter von Larissa, der jedoch irgendwie keiner Mal die Meinung geigte, geschweige denn ihre Grenzen aufzeigte.

Mir schien es als würden sich die Personen, wie man so schön auf Englisch sagt, Gaslighten und möglichst der eine den anderen dabei versuchen zu übertreffen. Leider konnte ich zwischen den Zeilen nicht herauslesen, ob dies beabsichtigt von der Autorin überzeichnet dargestellt wurde, damit es auch sicher auffällt und Beachtung findet, da das Buch in ein Genre fällt, bei dem das vielleicht nicht so typisch ist.
Die schwierigen Themen wie Alkoholismus, niedrige Ökonomische Gesellschaftsschicht bis hin zu richtiger Armut, Depression und einige weitere, fand ich unpassend gezwungen, gekünstelt und verzerrt behandelt, weil ich irgendwann keine positiven Eigenschaften in den fiktiven Figuren erkennen konnte und sie mir aufs Übelste unsympathisch geworden waren. Zusätzlich sind 400 Seiten, ohne weitere Nebenhandlungen, einfach sehr lange für das Hin und Her zwischen Chris, Larissa und Mike.

Außerdem gibt es im Buch einen richtig ekelhaften Hund, der anscheinend eine witzige Anekdote zwischen den Hauptprotagonisten sein soll, weil er ständig irgendwelche kleineren Tiere umbringt oder "zerfetzt" (Wortlaut im Buch, tlw. sogar noch schlimmer) und diese dann isst. Das finde ich persönlich einfach unpassend in dem Genre und konnte mit der Art Humor nichts anfangen.

Fazit: Leider hat mich dieses "gehypte" Buch und die Autorin Abby Jimenez absolut enttäuscht und ich fand das Lesen leider mühsam, daher nur 2,5 Sterne!

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Veröffentlicht am 25.03.2026

Kein Lesealptraum!

REM
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Annika Stauss hat mich damals mit ihrem Debütroman Nachtfahrt total positiv überrascht und zu sehen, dass sie mit Sebastian Fitzek gemeinsam ein Buch geschrieben hat, welches noch dazu ein Horrorthriller ...

Annika Stauss hat mich damals mit ihrem Debütroman Nachtfahrt total positiv überrascht und zu sehen, dass sie mit Sebastian Fitzek gemeinsam ein Buch geschrieben hat, welches noch dazu ein Horrorthriller ist, lies es mich ohne Überlegung quasi sofort lesen!

Innerhalb von 48h (obwohl der normale Alltag weiterlief) hatte ich das Buch ausgelesen, was besonders den kurzen Kapiteln, dem rasanten Erzähltempo, dem herrlich flüssigen Schreibstil ala Fitzek und insgesamt kurzem Roman geschuldet ist. Den größten Teil der Geschichte folgen wir Alysee, die seit ihrer Kindheit mit Schlafstörungen und Alpträumen zu kämpfen hat- aber Achtung, richtig tief wird leider auf die Thematik Schlaf nicht eingegangen!
Die Story wirkte für mich gesamt jedoch unvollständig, erzwungen, obwohl sie durchgehend spannend war und vorallem gegen Ende vermehrt wirr. Es war für mich auch schnell klar, dass es nicht Sinn ergibt in dieser Handlung nach Logik zu suchen. In meinen Augen wurde das Horror Genre nur leicht gestreift und besonders als Fitzek LeserIn ist man häufig schon grausamen, möglichweise ekelhaften Inhalt gewöhnt und nur Neueinsteigern in Thriller würde ich keine direkte Empfehlung aussprechen.

Fazit: Das Buch hat mich nicht vollends überzeugt, da ich die Story gesamt sehr gezwungen und nicht stimmig fand. Trotzdem ist es leicht, gut und flott zu lesen!

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Veröffentlicht am 23.03.2026

Bist du ein Hamburgertelefon?!

The Iced Caramel Coffee Agreement
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Im zweiten New Adult Roman um die kleine Dorfgemeinschaft von Lower Whilbys stehen dieses Mal der schüchterne Gutmensch Eleonore und der zynisch, deprimierte Rockstar-Sohn Dex im Mittelpunkt. ...

Im zweiten New Adult Roman um die kleine Dorfgemeinschaft von Lower Whilbys stehen dieses Mal der schüchterne Gutmensch Eleonore und der zynisch, deprimierte Rockstar-Sohn Dex im Mittelpunkt. Aus deren Perspektiven kann man nicht nur die Entstehung einer romantischen Beziehung mitverfolgen, sondern bei beiden eine außerordentliche Charakterentwicklung mitverfolgen.
Im Vergleich zum ersten Teil war dies und die allgemein größerer Sympathie zu Beiden für mich auch die ausschlaggebenden Punkte, hier mehr Lesevergnügen zu empfinden.
Eleonore ist nicht wie aus dem Genre gewohnt, die 0815 Schönheit, sondern besticht vorallem durch ihre einzigartigen, inneren Werte und es ist erfrischend ihr Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen wachsen zu sehen. Ebenso ist die Bezeihungsdynamik zwischen den Hauptprotagonisten nicht übersexualisiert und auch der typische "Liebe-auf-den-ersten-Blick" Aspekt wird nicht bedient. Trotzdem war ich nicht vollends begeistert, da mir bei knapp 500 Seiten Passagenweise zu wenig passierte und richtig humorvolle oder stattdessen wenigstens für die Handlung bedeutsame Gespräche fehlten.
Auf eine frühlingshafte Atmosphäre oder prinzipiell viele Umschreibung zum Setting wartet man im Buch ein bisschen vergeblich, auch der Titel passt in die Buchreihe um Lower Whilbys, aber nicht direkt zu dieser speziellen Geschichte, da lediglich das Getränk zweimal erwähnt wird.
Da inzwischen auch zwischen Bücher lesen und kaufen/besitzen als Hobby unterschieden wird, ist das Buch äußerlich mit dem pastellenen Cover und Farbschnitt natürlich wunderschön.

Fazit: So sehr Kyra Groh mit ihrem einzigartigen, witzigen Schreibstil zu meinen Lieblingsautorinnen gehört, mit dieser Reihe werde ich leider insgesamt nicht warm, daher nur 3,5 Sterne von mir!

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