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Veröffentlicht am 16.04.2025

Geht uns doch irgendwie allen ähnlich!

Verheiratete Frauen
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Die Autorin Christina Campos schafft es authentisch, die alltäglichen Themen und Probleme vieler Frauen, verpackt in den Geschichten dreier, charakterlich sehr unterschiedlichen Freundinnen Gabriella, ...

Die Autorin Christina Campos schafft es authentisch, die alltäglichen Themen und Probleme vieler Frauen, verpackt in den Geschichten dreier, charakterlich sehr unterschiedlichen Freundinnen Gabriella, Silvia und Cosima niederzubringen. Sie durchleben Themen wie Beginn von Beziehungen, Affären, Schwierigkeiten schwanger zu werden, Endometriose, Mutterschaft, Stress in der alleinigen Bewältigung des Alltags mit Kindern und Arbeitsstress, Karriere oder Familie, Neid, Geburt, Entfremdung zum Partner und viele Aspekte von Frauenfreundschaften in den Vierzigern.
Es gab zahlreiche Momente in denen ich stark Mitfühlen konnte und innerlich genau spürte, welches Gefühl die Protagonistin in der Handlung durchmachte. Dabei hatte ich den Eindruck, dass die Autorin den negativen, schmerzlichen Aspekten mehr Beachtung schenkte und stärker zu Ausdruck bringen wollte.
Die Erzählsicht wechselt zwischen den 3 spanischen Frauen und springt auch zwischen Vergangenheit und Gegenwart hin und her, was für mich oft nicht immer sofort zu zuordnen war und sich erst durch weitere Absätze auflöste. Zwischendurch werden auch kurze Einblicke in die Gedankenwelt der Männer in dem Buch geliefert, dies ist jedoch immer sehr kurz gehalten.
Besonders gut gefiel mir der Charakter von Silvia, mit dem ich mich am besten identifizieren konnte und die sich irgendwie am meisten entwickelt und aus ihren vorgefertigten Strukturen mit ihrer Affäre zu einer Frau am stärksten ausbricht. Gabi war mir nicht immer sympathisch, da sie sehr laut, temperamentvoll und impulsiv ist, trotzdem habe ich auch bei ihren Schicksalsschlägen mitgelebt.
Der Schreibstil war lebhaft, authentisch, berührend und kreativ in seinen Ausführungen! Es war für mich ein definitives Lesevergnügen in die Geschehnisse in den Leben der drei Frauen in Barcelona einzutauchen!

Die gelbliche, warme Farbgebung und das Motiv mit den 3 Frauen des Covers finde ich eine sehr gute Wahl, da es wahrscheinlich Frau zu diesem Buch greifen lässt.

Die Stimme der Sprecherin Heike Warmuth passte in meinen Augen sehr gut, da ihre Sitmme dem Alter der Frauen klanglich entsprach und so lebhaft ein gutes Bild übermittelte.

Fazit: Absolut empfehlenswerter Roman mit einem tiefen Einblick in die Realität von vielen Frauen, gemischt mit kleinen Lichtblicken und humorvollen Leseabschnitten.

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Veröffentlicht am 15.04.2025

Humor nach meinem Geschmack

Der Duft des Wals
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Ein toter Wal, der die stumme Hauptrolle in diesem ungewöhnlichem Roman übernimmt und mich während dem Lesen herrlich Schmunzeln ließ und auch einige Male laut zum Lachen brachte! Es bedarf jedoch einer ...

Ein toter Wal, der die stumme Hauptrolle in diesem ungewöhnlichem Roman übernimmt und mich während dem Lesen herrlich Schmunzeln ließ und auch einige Male laut zum Lachen brachte! Es bedarf jedoch einer gewissen Begeisterung für Zynismus und schwarzen Humor um darin Gefallen zu finden, leider lässt der humoristische Teil im Laufe der Zeit auch nach.
Die Geschichte liest sich wie eine Kurzgeschichte, erzählt aus der Sicht der verschiedenen Protagonisten: Celeste, Waldemar, Hugo, Judith, Ava und Belen. Es werden bei all diesen Charakteren positive und negative Eigenschaften während ihrer Erzählperioden herausgearbeitet, so fand ich Hugo in seiner Art, Dinge zu nehmen wie sie sind und das beste daraus zu machen, sympathisch, konnte aber rein gar nichts mit der Bestrafung seiner Tochter anfangen.
Damit ist der Autor Paul Ruban der Realität nicht sehr fern und schreibt zynisch und symbolisch mit dem Walkadaver, über die kleinere Tragik etwa in Familien, die einander nichts mehr zu sagen haben, ihre Kinder nicht richtig wahrnehmen und im Großen über den tragischen Zerfall unserer Gesellschaft. Der verrottende Gestank, der sich ausbreitet, nur mit Nasenklammern auszuhalten ist, überall haftet und vor dem es in der kleinen Welt in der Geschichte kein entkommen gibt, lässt sich irgendwie auch auf unsere scheinbar unaufhaltbare Zerstörung des Planeten umlegen.
Viele tragische Momente die mit trockenem Humor zur Selbstreflexion einladen, aber mir dabei gleichzeitig oder gerade deshalb schöne Lesestunden in einem "übelriechendem" Paradies lieferten!

Als kleiner Schlusspunkt: ich fand zudem das Cover mit den Wellen und dem Walauge einen künstlerisch schönen Schachzug!

Fazit: Absolut empfehlenswert!!!

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Veröffentlicht am 04.04.2025

Ein wundervoller Klassiker

Der kleine Maulwurf als Maler
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Der kleine Maulwurf ist mir persönlich aus meiner Kindheit nicht bekannt gewesen, aber seit dem ich selbst Kinder habe, sind wir große Fans!
Die Zeichnungen sind einfach kultig und auch die Erzählweise ...

Der kleine Maulwurf ist mir persönlich aus meiner Kindheit nicht bekannt gewesen, aber seit dem ich selbst Kinder habe, sind wir große Fans!
Die Zeichnungen sind einfach kultig und auch die Erzählweise ist im Gegensatz zu vielen modernen Geschichten viel langsamer und genügsamer.
Die Story mit dem kleinen Maulwurf als Maler kennen wir tatsächlich schon aus dem dazugehörigen Cartoon und daher musste dieses Buch bei uns einziehen. Es ist eine lustige Geschichte, in der der kleine Maulwurf und seine Freunde Maleimer im Wald entdecken und als Bösewicht der Fuchs auftaucht, der einen Snack für sich sucht. Da der Maulwurf zufällig in einen Farbtopf fällt und als rotes Farbgespenst wieder auftaucht, stellt er fest, dass dies dem Fuchs selbst zu gruselig ist. Dieser ist mit seinen spitzen Zähnen für kleiner Kinder wahrscheinlich wirklich ein klein wenig Respekt einflössend, aber da sich die Handlung als bald umkehrt und witzige, bunte Waldtiere mit verschiedenen Mustern den Fuchs erschrecken, angemessen verträglich und nicht zu dramatisch. Mir gefielen die vielen farbenfrohen Illustrationen der Tiere mit außergewöhnlichem Erscheinungsbild sehr gut und die Kinder fanden dies besonders lustig. Es liegt nicht allzu viel pädagogische Tiefe in der Geschichte, aber es zeigt wenn man gemeinsam mutig ist und kreative Ideen hat, lässt sich auch ein größerer Feind bezwingen.

Fazit: Ein hochwertiges Buch mit einer freundlichen, kindgerechten, leichten und nostalgischen Geschichte aus einer langsameren Vergangenheit! Absolut empfehlenswert!

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Veröffentlicht am 03.04.2025

Spannende Liebesgeschichte

Kodiak Echoes – Hide me
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Brynn/Blair muss nach einer Aussage vor Gericht ins Zeugenschutzprogramm und findet sich somit in der Kleinstadt Echo Cove auf der Insel Kodiak in Alaska wieder. Dort hat sie jedoch keinen leichten Start, ...

Brynn/Blair muss nach einer Aussage vor Gericht ins Zeugenschutzprogramm und findet sich somit in der Kleinstadt Echo Cove auf der Insel Kodiak in Alaska wieder. Dort hat sie jedoch keinen leichten Start, als nicht nur ihr Nachbar Archer, den die anderen ebenfalls meiden, gegen ihre Anwesenheit zu sein scheint. Archers Bruder Liam soll vor 10 Jahren seine damalige Freundin ermordet haben und seither selbst vermisst werden. Blair gerät zwischen die Fronten und wird zur Zielscheibe einiger Personen. Ausgerechnet Archer erweist sich als mögliche Rettung...

Das Cover und der Farbschnitt bestechen mit dem tiefen blau und dem Wald von oben, gefällt mir persönlich sehr gut!
Ausschlaggebend dieses Buch zu lesen, war für mich die Tatsache, dass es sich bei der Autorin um eine Österreicherin handelt und die Handlung jedoch in Alaska spielt. Daher war ich ursprünglich skeptisch, ob die Örtlichkeiten und die amerikanischen Charaktere authentisch umgesetzt werden. Jedoch konnte der Schreibstil und die Umsetzung der verschiedenen Punkte mich positiv überraschen. Wahrscheinlich sind bei genauerem Wissen um z.B. das Zeugenschutzprogramm oder ähnlichem Diffrenzen zu erkennen, aber für mich als Leserin wirkte alles gut recherchiert und besonders die Beschreibungen der Insel Kodiak, die fein eingestreuten Informationen zu den Kodiakbären und den ansässigen Ureinwohnern des Gebiets gefielen mir.
Der Schreibstil ist einfach, flüssig und beinhaltet einige spannende Elemente und die richtige Menge an Romantik sowie elektrisierender Chemie zwischen den zwei Hauptprotagonisten Blair und Archer, aus deren Sicht abwechselnd die Handlung erzählt wird. Die Beiden haben sehr ehrbare Ansichten, sind sympathisch und loyal sichgegenüber.

Fazit: Sehr spannende Story und vielleicht liefert der zweite Teil zu den letzten Rätseln eine Antwort- würde es auf alle Fälle lesen!

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Veröffentlicht am 01.04.2025

Die Liebe und die Musik

Verliebt in Stockholm
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Mira arbeitet als Violistin für das Stockholmer Orchester und hat eine leidenschaftliche Beziehung zu Alessandro, einem weltbekannten Geiger. Leider scheint aufgrund ihrer beider beruflichen Wege wenig ...

Mira arbeitet als Violistin für das Stockholmer Orchester und hat eine leidenschaftliche Beziehung zu Alessandro, einem weltbekannten Geiger. Leider scheint aufgrund ihrer beider beruflichen Wege wenig Chance auf eine gemeinsame Zukunft. Als Mira für eine Konzertreihe übt, begegnet ihr William, die Jugendliebe aus ihrer Schulzeit wieder. Sie steht nun zwischen zwei Männern und scheint die schwerste Entscheidung ihres bisherigen Lebens treffen zu müssen...

Zu diesem Buch habe ich tatsächlich aufgrund des Titels gegriffen, da ich mich auf einer früheren Reise, zwar nicht in einen Mann aus Stockholm, aber in die Stadt selbst verliebt habe!
Das Cover schließt da mit den gelb, orangen und roten Tönen einen schönen Kreis in meinen Erinnerungen.
Ein wirklich schönes Element in diesem Buch ist die Musik und Melodie, die einem beim Lesen in den Ohren zu klingen scheint. Die Zerrissenheit von Mira zwischen den zwei Männern Alessandro und William aka ihren großen Lieben des Lebens bringt die Autorin Anna Lönnqvist mit ihrem Schreibstil wahnsinnig gut zu Geltung. Die romantische Art die Umgebung und Miras Gedanken Leben einzuhauchen, hat mir bei diesem Roman am besten gefallen, da es die richtige Menge an Kitsch und realistischer Lebensproblematik vereint. Mit den Wechseln der Zeitebene lernt man auch beide Männer aus ihrer Sicht besser kennen und obwohl natürlich beide Vorzüge und ihre Eigenheiten haben, war der bodenständige William mir im Umgang mit Mira sympathischer und lebensnaher.
Man kann das Buch relativ gut, schnell und flüssig durchlesen, auch wenn es zwischendurch kleine Durststrecken gibt, bei denen man auf mehr Action wartet.
Es ist nicht immer leicht den richtigen Weg zu finden, sei es im Job, in der Liebe oder zu sich selbst und in diesem Roman kann man Mira auf ihrem Weg dorthin begleiten.

Fazit: Leichtes Lesevergnügen, natürlich ideal für eine Kurzreise in genau jene Stadt!

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