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Veröffentlicht am 11.02.2026

"Alles ist unbekannt bis du es kennenlernst!"

Obacht!
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Die Stadt ist in Aufruhr! Ein riesiges Tier hat sich mittig im Weg schlafen gelegt! Die Bewohner Wimpf, Wompf, Timpe-Ma und Timpe-Pa und einige weitere kommen mit verschieden Ideen und Plänen, ...

Die Stadt ist in Aufruhr! Ein riesiges Tier hat sich mittig im Weg schlafen gelegt! Die Bewohner Wimpf, Wompf, Timpe-Ma und Timpe-Pa und einige weitere kommen mit verschieden Ideen und Plänen, um das Problem zu "lösen", jedoch nichts glückt so richtig. Wieso hört denn eigentlich niemand auf Mienchen?!

Mein Sohn fand die verschiedenen Namen der Stadtbewohner sehr lustig und auch, dass Mama, die ein oder andere Schwierigkeit hatte, diese auszusprechen. Also vielleicht für die VorleserInnen ein kleiner Kritikpunkt, aber es trägt natürlich andererseits zum Charme des Buchs bei.
Die Botschaften, dass Zuhören, miteinander kommunizieren, voneinander zu lernen und ein klein wenig Mut gegenüber Fremden zu zeigen, wichtig sind, kamen bei uns durch Gespräche, die automatisch beim Lesen entstehen, gut an. Außerdem war es für beide meiner Kinder ein sehr spannendes Abenteuer, denn sie wollten von Anfang sofort erfahren um wen es sich bei diesem Tier handelt, da man zunächst nur Teile von ihm sah. Daher war ich am Ende auch sehr glücklich, dass es nachdem Mienchen ihm einen Platz zum Schlafen zeigt, ganz zu sehen war.
Die äußerst künstlerische Aufmachung der gesamten Illustrationen nur in den Farben Orange, Schwarz und Weiß und der sehr eigenwillige, dennoch liebevolle Stil der Figuren machen dieses Buch besonders einzigartig.
Super durchdacht ist auch, dass es weiteres pädagogisches Lernmaterial gibt, wodurch dieses Buch zu einem richtigen Projekt im Kindergarten oder der Volkschule werden kann.

Fazit: Wer kein 0815 Kinderbuch sucht, kann hier ein zeitloses Exemplar mit einer Geschichte zu Mut begegen!

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Veröffentlicht am 06.02.2026

Der Geruch nach Petrichor

Mathilde und Marie
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Ich habe schon lange keinen Roman über Frauen als Hauptprotagonistinnen (wie ja schon der Titel verrät) gelesen, der aus der Feder eines Autor stammt. In letzter Zeit waren es tatsächlich fast ...

Ich habe schon lange keinen Roman über Frauen als Hauptprotagonistinnen (wie ja schon der Titel verrät) gelesen, der aus der Feder eines Autor stammt. In letzter Zeit waren es tatsächlich fast immer Autorinnen und daher war ich sehr gespannt wie Torsten Woywod, die weiblichen Charaktere aufbaut.

Ich hab ein paar Kapitel gebraucht um in das Buch hinein zu finden und zusammen mit den Charakteren Marie, der Französin aus Paris und Jonina, der Isländerin, die Reise ins fiktiv, reale Redu anzutreten.
Doch bereits kurz darauf reflektiert man in kritischen Gedanken zu Überkonsum, der Rastlosigkeit der Moderne, dem Verlernen des einfachen Wartens und dem Wunsch nach Beschaulichkeit.
Der Schreibstil ist sehr fein, irgendwie geduldig, da er sich Zeit für genaue, Beschreibungen nimmt, besonders bezogen auf die ländliche Umgebung mit viel Natur mit einer angenehmen, langsamen, aber zunächst nicht langweiligen Erzählzeit. Jonina ist eine sehr weise, scharfsinnige Romanfigur, die mit ihrer extrovertiert Art jedoch nie über das Ziel hinaus schießt und einen Großteil der positiven Atmosphäre im ersten Teil ausmacht.
Als diese im zweiten Teil abreisen muss, bekommt die "graue" Mathilde ihren Auftritt.
Die Sicht von Mathilde unterscheidet sich nicht nur sichtbar stilistisch mit einer anderen Schriftart, ich finde auch dass ihre Gedanken viel schwerer und düsterer sowie gequält wirken. Der Autor schafft es aber ihrer Trauer, die sie in Tagebucheintrag festhält, und der von Marie, aufgrund der überraschenden Abreise von Jonina, genügend Raum für die Vielzahl an Emotionen zu geben.
Trotzdem entstehen wieder Lichtblicke und vorallem die Freude an der Langsamkeit und dem Leben der Natur ist in Maries Kapiteln für mich gut zu fühlen. Die Annäherung von Marie und Mathilde erfolgt nicht aufdringlich und gemeinsam bringen sie einander Trost, erleben die Fragiltät und Endlichkeit des Lebens und dem damit verbundenen, erfüllenden Glück, welches man nur selbst erlangen kann.
Leider lässt das Buch ab ca. der Hälfte ein wenig nach und gerät in ein paar langwierige Abschnitte. Diese Flaute kann es zum Glück mit einem spannenden Rätsel um Mathilde ein wenig umschiffen und einen gebührenden Abschluss mit emotional berührenden Geschehnissen, klugen Worten, letztem, kleinen, schreiberischen Highlight und Denkanstößen in Sachen empathisches Miteinander erleben.

Fazit: Die Geschichte fühlt sich wie eine sanfte Umarmung an, die einem erlaubt loszulassen und tief durchzuatmen, um eine Pause im Stress des Alltags zu nehmen! Bis zur Hälfte war es echt ein wahres Lesehighlight, das jedoch dann leider ein wenig mit Langatmigkeit schwächelte und daher am Ende nur 4 Sterne erlangt!

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Veröffentlicht am 01.02.2026

Die undurchdringliche,chaotische Ordnung des Lebens

Niemands Töchter
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Ein Titel "Niemands Töchter" der Bedeutung sucht, so wie die vier Frauen Marie, Gabriele, Alma und Isabell es in diesem Roman in vier Jahrzehnten, in denen wir ihrer Geschichte folgen können, ...

Ein Titel "Niemands Töchter" der Bedeutung sucht, so wie die vier Frauen Marie, Gabriele, Alma und Isabell es in diesem Roman in vier Jahrzehnten, in denen wir ihrer Geschichte folgen können, auch tun.
Marie, die gerade zu leben beginnt und 1981 das Glück in Berlin sucht; Gabriele die schmerzlich 2019 an die Vergangenheit mit ihrer Tochter denkt und deren Gegenwart nicht kennt. Alma, die eine Verbindung zu sich und ihrem Platz im Leben sucht und die depressive Isabell, die mit den Polaroids ihrer Mutter ein schwarzes Loch in der Erzählung zu füllen versucht. Manchmal vermag das Schicksal undurchdringliche Wege zu gehen, um verschwiegene Wahrheiten aufzudecken...
Sehr viele Blickwinkel von Mutterschaft werden beleuchtet, sei es die körperlichen Veränderungen, die hormonellen und psychischen Nachwirkungen von Schwangerschaft, der körperliche Schmerz von Geburt, die Verzweiflung von Unfruchtbarkeit, das unfassbar zerreißende Gefühl von Schuld dem Kind gegenüber, sei es aufgrund von Unwahrheiten, die aus Schutz erzählt werden oder weil man sein Kind zur Adoption gibt, um ihm ein besseres Leben zu ermöglichen, oder einfach weil man oft das Gefühl hat alles falsch zu machen und nie die perfekte Mutter ist. Am Ende geht es einzig und allein ums Überleben in einer oftmals unfair erscheinenden Welt!
Nach dem ersten Drittel hatten sich in meinem Kopf leise Vermutungen breit gemacht, wohin die Geschichte der vier Frauen ungefähr führen würde, aber es war sehr interessant erzählt und ich wollte der Auflösung stets näher kommen und so flogen die Seiten dahin!
Obwohl gerade die Thematik von Mutter Tochter Beziehungen am Lesemarkt reichlich ausgeschöpft scheint, wurde ich hier von einer einzigartig, berührenden Geschichte und einem unheimlich emotionalen Zusammenführen der verschiedenen Protagonistinnen überrascht. Besonders beeindruckend war auch die Ausarbeitung von Mut und Klarheit, die alle vier Frauen irgendwann im Laufe der Handlung haben oder erreichen. Ein Fehler bedeutet nicht, nicht doch etwas daraus Lernen zu können, zu wachsen, reflektiert an sich zu arbeiten und Hilfe anzunehmen, das eigene Glück selbst zu suchen und genau das wird manchmal drastisch, manchmal mit feinem Fingerspitzengefühl in vielerlei Ausführungen im Roman von Judith Hoersch transportiert. Auch die Tragik der verschiedenen Schicksale sind fühlbar, traurig, menschlich und nachvollziehbar erzählt, trotzdem schafft sie es, die LeserInnen am Ende mit einer innerlichen Schönheit und Zufriedenheit aus der Geschichte zu entlassen. So verbleibe ich mit der Botschaft von grenzenloser Liebe einer Mutter:
" "Mama?", drang es leise durch das Holz."

Fazit: Die Geschichten der Frauen haben mich tief berührt und besonders das Ende hat mir einige Tränen in die Augen gebracht! Absolut lesenswerter Roman, trotz gefühlt hundertstem Mutter- Tochter Thema!

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Veröffentlicht am 29.01.2026

Für Fans von Romantik und Mode

Les Bouttiers – Wir sind jetzt
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Eine Dreiecksbeziehung, eine Lovestory ala Capulet und Montague aufgrund von verfeindeten Modehäusern, Paris, die Hauptstadt der Liebe als Handlungsort, das ein oder andere Geheimnis eines langen Familienstammbaums?! ...

Eine Dreiecksbeziehung, eine Lovestory ala Capulet und Montague aufgrund von verfeindeten Modehäusern, Paris, die Hauptstadt der Liebe als Handlungsort, das ein oder andere Geheimnis eines langen Familienstammbaums?!
Das klingt doch eigentlich alles sehr vielversprechend im neuen Roman von Antonia Wesseling, jedoch war es leider mein erstes Buch der Autorin, das mich nicht mitreißen konnte!
In der gewohnten POV Sicht von Liebesromanen/New Adult Büchern wird die Handlung aus den zwei männlichen Perspektiven von Adam und Gabriel wiedergegeben und der weiblichen Hauptprotagonistin Elodie, die einen wunderschönen Namen trägt. Zu keinem der Charaktere habe ich leider eine Bindung aufbauen können, aber besonders nicht zu ihr. Sie wirkte für mich flach und hatte keinerlei interessante Charakterzüge.
Zudem bin ich nicht ganz die Modefanatikerin, daher fand ich vieles rund um den Aufbau des Settings in der Modeindustrie und der inszenierten Designs langatmig, um nicht zu sagen langweilig (Sorry!). Das einzig annähernd spannende war der Einbau von Romeo und Julia Aspekten durch Elodie und Adam, mit den verfeindeten Modehäusern. Denn die andere Liebesbeziehung zu Gabriel hatte durchwegs etwas Verstörendes, wenn diese nicht sogar ein wenig widerlich (Zitat von der Autorin selbst aus Sicht von Elodie) aufzufassen ist.
Es ist am Ende eine ungewohnt, weiche und sehr romantische Story aus der Feder von Wesseling, wodurch mir ihr gewohnt, krimimäßige Stil mit fesselnden Twists fehlte!

Normalerweise erwähne ich so etwas nie, jedoch hat es mein Lesevergnügen wirklich maßgeblich beeinträchtigt, denn das Buch hatte so einen unangenehmen Geruch-vielleicht durch die besondere Ausgabe mit dem Farbschnitt und den haptischen Details am Cover ?! - jedenfalls sehr störend, wenn man sich in die Geschichte einleben soll...

Fazit: Das schwächste Buch, welches ich bisher von der Autorin gelesen habe! Vielleicht für große Modefans, die langsame, romantische Geschichten mögen?!

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Veröffentlicht am 28.01.2026

Klassenabenteuer

Kleine Lesehelden: Wir sind erste Klasse!
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Anton freut sich auf seine Schulklasse, die Fuchs-Bande, denn dort wird neben dem normalen Schulalltag auch ständig etwas erlebt, z.B. ein Probe-Alarm oder ein Wandertag! In diesem kurzen Abenteuer ...

Anton freut sich auf seine Schulklasse, die Fuchs-Bande, denn dort wird neben dem normalen Schulalltag auch ständig etwas erlebt, z.B. ein Probe-Alarm oder ein Wandertag! In diesem kurzen Abenteuer erleben die Schulkinder, mit ihrer Lehrerin Frau Kanne, eine Überraschung mit einer Maus und müssen durch Zusammenhalt und gemeinsame Ideen eine Lösung für ihr Problem finden.
Die Gestaltung des Buchs ist gelungen, da sowohl Textgröße, als auch -menge für den Lesestart ideal sind und rundherum von den doch durchgehend vorhandenen Bildern unterstützt werden. Hierbei gefiel mir sehr gut, dass auf Details geachtet wurde, so ist zum Beispiel die Lehrerin Frau Kanne in einem Kannen-ähnlichen Kleid angezogen oder beim Vorlesen der herbstlichen Geschichte ist das Klassenzimmer von Blättern umrandet. Außerdem erhält jedes Kind der Klasse (die Namen starten je mit einem anderen Buchstaben des Alphabets) einmal Beachtung im Buch und es wird ein schöner Zusammenhalt vermittelt.
Die kleinen Rätsel am Ende der Kapitel sind jeweils anders aufgebaut, leicht genug für das Alter, erfordern ein Verständnis zum Gelesenen und sind dabei auch witzig!

Fazit: Kurzweiliges Erstlesebuch mit lustiger Geschichte!

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