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Veröffentlicht am 31.05.2023

Lebensgefahr für Tierhalter in Remslingen? Ein äußerst spannender 4. Fall für Mondrian und Alfons!

Sherlock ist ausgeflogen
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"Sherlock ist ausgeflogen" von Jürgen Seibold ist als Taschenbuch bei Piper erschienen und bietet 304 Seiten spannendes Lesevergnügen.

Dieser Fall ist in sich abgeschlossen und kann somit unabhängig gelesen ...

"Sherlock ist ausgeflogen" von Jürgen Seibold ist als Taschenbuch bei Piper erschienen und bietet 304 Seiten spannendes Lesevergnügen.

Dieser Fall ist in sich abgeschlossen und kann somit unabhängig gelesen werden.

Wo sind Poirot, Wisting und Sherlock? Der Hund des Staatsanwalts Jäckel namens Poirot ist verschwunden, am Ort der Entführung blieb ein blutiges Stück Flokati zurück. Kurze Zeit später fehlt die Katze Wisting, die der Polizistin Hanna gehört. Diese traut sich aber nicht, sich ihren Kollegen zu offenbaren, denn sie ist neu in Remslingen und möchte sich nicht lächerlich machen im neuen Kollegenkreis. Schließlich verschwindet auch noch Sherlock, einer der beiden Kakadus von Alfons, und von diesem Zeitpunkt an kann sich dieser einfach nicht mehr aus den Ermittlungen heraushalten...Statt der beiden Tiere blieb auch hier jeweils ein blutiges Teppichstück zurück. Und bald darauf gibt es eine menschliche Leiche...dann ist auch Buchhändler Robert Mondrian wieder mit dabei und ermittelt mit seiner wohlüberlegten, besonnenen und charmanten Art. Werden die vermissten Tiere wieder auftauchen? Und haben die Tierschützer mit den geheimnisvollen Vorgängen zu tun?

Jürgen Seibold hat abermals einen grandiosen Regionalkrimi mit einer sehr aussergewöhnlichen Idee geschrieben, der von Beginn an fesselt und zugleich mit seinem Humor punktet.

Facettenreiche Charaktere, die ich zu einem Großteil schon im vorigen Band liebgewonnen habe (die ersten beiden Fälle muss ich mir unbedingt auch noch besorgen...!), ausgesprochen detailreiche Beschreibungen, ein clever ausgeklügelter Kriminalfall, ordentlich Lokalkolorit und eine gute Portion Humor machen diesen Krimi zu etwas ganz Besonderem.

Dazu kommen zahlreiche überraschende Wendungen und unerwartete Ereignisse, die mich bei der Lektüre ordentlich knobeln und mitfiebern ließen - und Roberts Traum entpuppt sich ebenfalls als bedeutsam...wieder einmal ;) Dennoch blieb der wahre Täter (oder die wahre Täterin) bis zum Schluß im Dunkeln!

Die Charaktere sind unglaublich liebevoll erschaffen und es war wie ein Treffen mit guten Freunden, sie alle wiederzulesen - neben Mondrian und Alfons schätze ich besonders den Puppenspieler Gustaf Kruse und die Herren Fontana! Watson tat mit diesmal ziemlich leid, so ohne seinen Sherlock...!

Unbedingt empfehlenswert - ich freue mich jedenfalls schon sehr auf den nächsten Fall <3

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Veröffentlicht am 24.05.2023

Solider und origineller Krimi, aber sehr konstruiert...!

30 Tage Dunkelheit
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"30 Tage Dunkelheit" von Jenny Lund Madsen ist als Taschenbuch mit 400 Seiten beim Tropen Verlag erschienen.

Hannah Krause-Bendix, eher erfolglose Schriftstellerin, nimmt aus Frust bei einer Buchmesse ...

"30 Tage Dunkelheit" von Jenny Lund Madsen ist als Taschenbuch mit 400 Seiten beim Tropen Verlag erschienen.

Hannah Krause-Bendix, eher erfolglose Schriftstellerin, nimmt aus Frust bei einer Buchmesse ihren Mund etwas zu voll und lässt sich auf eine Wette ein - denn einen Krimi schreiben kann ja wohl jeder, oder? Und in einem Monat sollte das locker zu schaffen sein. Zack, nun ist Hannah in der Pflicht und sie wird in die Einöde verbannt, damit sie die notwendige ruhige Umgebung hat, um ihren Krimi zu verfassen. Doch bald wird der Neffe ihrer Gastgeberin tot aufgefunden, und Hannah beginnt zu ermitteln, ob es Mord gewesen sein könnte...

Angekündigt als "bester dänischer Kriminalroman" war meine Erwartungshaltung entsprechend hoch, allerdings wurden diese Ansprüche leider nicht erfüllt.

Die Autorin hat eine originelle Idee zu einem soliden Plot umgesetzt, der flüssig und eingängig zu lesen ist , eine ausgesprochen eigenwillige Protagonistin hervorbringt und eine authentische Atmosphäre erzeugt. Ausserdem ist ein dänischer Krimi, der auf Island spielt, durchaus eine Besonderheit, zumindest in unseren Breitengraden.

Leider ist Hannah aber wirklich kein einfacher Charakter, so dass sie mir im Verlauf der Lektüre eher immer unsympathischer wurde, statt mir ans Herz zu wachsen.
Dazu kommt, dass sie bei den Mordermittlungen voll mitmischt und auch Vieles erfährt - das halte ich für ausgesprochen unrealistisch.

Weitere Elemente der Handlung sind sehr konstruiert und ab und an ist schon so mancher Zufall vonnöten, um das Geschehen zu einem schlüssigen Abschluß zu bringen. Das macht das Ganze in meinen Augen nicht besonders glaubhaft und ich muss sagen, dass dies ein Krimi ist, der ganz gut unterhält, wenn man keine Lust hat, sich sonderlich zu konzentrieren - ansonsten hat mir "30 Tage Dunkelheit" leider zu wenig Tiefgang, schade - aus der Grundidee wäre definitiv viel mehr herauszuholen gewesen...!

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Veröffentlicht am 23.05.2023

Zwischendrin etwas trocken und mit offenem Ende - konnte mich leider nicht ganz überzeugen...!

Die Zentrale
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"Die Zentrale" von Veit Etzold ist als Taschenbuch mit 320 Seiten bei Droemer erschienen. Es handelt sich hier um Band 2 der Reihe um die Bankerin Laura Jacobs und es ist sinnvoll, Band 1 ebenfalls gelesen ...

"Die Zentrale" von Veit Etzold ist als Taschenbuch mit 320 Seiten bei Droemer erschienen. Es handelt sich hier um Band 2 der Reihe um die Bankerin Laura Jacobs und es ist sinnvoll, Band 1 ebenfalls gelesen zu haben, jedoch nicht zwingend notwendig.

Laura wird nach dem durch ihr Agieren glimpflich verlaufenen Banküberfall befördert und kümmert sich nun in der Zentrale der BWG-Bank in Frankfurt um ein Spezialprojekt. Bald schon stößt sie bei ihren Recherchen auf Unregelmässigkeiten und je tiefer sie in die Materie gerät, desto brisanter wird das Ganze - vor allem für Laura selbst, denn plötzlich steht sie unter Mordverdacht...!

Klar, schreiben kann Dr. Veit Etzold großartig, in der Thematik ist er absolut firm und das beweist er auch in diesem Band. Wie gewohnt geht es kurz und knackig, rasant und schonungslos zur Sache und der Plot ist schlüssig und bestens durchdacht.

Das Finanzwesen wird hier eingehend beleuchtet und mir persönlich war das diesmal etwas zu viel, so dass ich die Lektüre stellenweise trotz allem als recht trocken empfunden habe. Andererseits sind Gier, Korruption und der Blick in menschliche Abgründe immer wieder spannend, so dass "Die Zentrale" insgesamt schon ein sehr unterhaltsamer Thriller ist, der vor allem auch mit seiner sympathischen, ehrgeizigen und begabten Protagonistin punktet. Und auch das Thema Geldwäsche ist packend und hochaktuell.

Lauras Widersacher hat seine Intrige gegen sie ausgesprochen klug eingefädelt, das hat mir wirklich gut gefallen.

Dennoch habe ich mich hier mit dem Lesen etwas schwergetan und recht lange gebraucht, um dem Finale nahezukommen. Um dann festzustellen, dass das Buch mit einem fiesen Cliffhanger endet und keineswegs alle offenen Fragen beantwortet werden - das mag ich leider so gar nicht. Reihen finde ich super, aber die einzelnen Fälle sollten in sich abgeschlossen sein, um mich zu überzeugen und vor allem am Ende zufriedenzustellen.

Mein Fazit: Leider konnte "Die Zentrale" mich persönlich nicht vollends überzeugen.

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Veröffentlicht am 22.05.2023

Täter oder Opfer? Eindringlicher und bedrückender Brennpunktroman!

Mit zitternden Händen
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"Mit zitternden Händen" von Malin Persson Giolito ist als gebundenes Buch mit Schutzumschlag bei Lübbe erschienen und umfasst 448 Seiten.

Es handelt sich um einen bedrückenden, tragischen Roman über Jugendkriminalität, ...

"Mit zitternden Händen" von Malin Persson Giolito ist als gebundenes Buch mit Schutzumschlag bei Lübbe erschienen und umfasst 448 Seiten.

Es handelt sich um einen bedrückenden, tragischen Roman über Jugendkriminalität, der in Stockholm, Schweden spielt, sich genauso gut aber fast überall auf der Welt zutragen könnte.

Billy und Dogge kennen sich, seitdem sie zusammen im Sandkasten gespielt haben. Obwohl sie aus ganz unterschiedlichen gesellschaftlichen Schichten kommen, werden sie die besten Freunde.
Billy stammt aus einer Einwandererfamilie, die in einem "Ghettoviertel" lebt. Er wächst in Armut auf, aber seine Mutter Leila kümert sich liebevoll um ihre Kinder und trennt sich von ihrem Ehemann, als dieser regelmässig zu viel trinkt.
Dogge dagegen lebt mit seinen Eltern in einer Villa, hat immer die teursten Klamotten und bekommt materiell gesehen alles, was er nur haben möchte - allerdings haben seine Eltern nur wenig Interesse an ihm und widmen ihm kaum Aufmerksamkeit, so dass er vernächlässigt und in einer kalten, gefühlsarmen Atmosphäre aufwächst.

So ist es leider kaum verwunderlich, dass sich die beiden Jungen schon früh Mehdis Bande anschließen, wo sie akzeptiert werden und sich gebraucht fühlen. Als die kriminellen Handlungen jedoch mit der Zeit immer größere und schlimmere Ausmaße annehmen, will Billy aussteigen - und das hat tragische Folgen...!

Die Autorin hat einen sehr anschaulichen und detaillierten Schreibstil und versteht es zudem, eine ausgesprochen authentische Atmosphäre zu schaffen, die mich persönlich von Beginn an ganz tief mit ins Geschehen genommen und mit der lawinenartigen Entwicklung der tragischen Ereignisse quasi überrollt hat.
Der Plot ist so aufgebaut, dass gewisse Aspekte des tragischen Höhepunktes der Geschichte gleich zu Beginn offenbart werden, um dann in zwei unterschiedlichen, sich aufeinander zu bewegenden Zeitebenen und aus diversen Perspektiven ausführlich zu beleuchten, wie es dazu kommen konnte.

Es handelt sich hier um einen Brennpunktroman, dieser lässt sich flüssig lesen und zeigt die Defizite der Gesellschaft und die einfache Beeinflussbarkeit von Kindern und Jugendlichen eindringlich auf.

Dem Alter der Jungen entsprechend wird der Ton im Verlauf der Handlung rauer, obszöner, de Umgang mit Drogen selbstverständlicher, alles brutaler. Dadurch ist der Plot absolut realitätsnah.

Ihre Charaktere hat Malin Persson Giolito glaubhaft und überzeugend erschaffen, ich konnte stets mit ihnen mitfühlen und auch ich wenn weder für Billy noch für Dogge große Sympathien empfunden habe, hat mich das Ganze doch sehr beschäftigt.
Am liebsten mochte ich Farid und Sudden, die beide ganz spezielle Rollen innehaben.

Ich habe mich beim Lesen oftmals gefragt, wer hier Täter und wer Opfer ist. Kann man das überhaupt immer trennen? Oder wird ein Opfer zum Täter, wenn es keinen anderen Ausweg mehr gibt?!

Einziger kleiner Kritikpunkt meinerseits: Zum Ende hin flaut die Spannung etwas ab, statt die Leserschaft nochmal zum Brennen zu bringen.

Mein Fazit: Ein eindringlicher und bedrückender Roman, der fesselt und zum Nachdenken anregt.

Eine wirklich lohnenswerte Lektüre!

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Veröffentlicht am 19.05.2023

Traue niemals Deinem...! Fesselnder dystopischer Thriller nicht nur für Jugendliche!

AUTONOMY
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"Autonomy" von Petra Felsner ist als gebundene Ausgabe beim MAXIMUM Verlag erschienen und bietet 280 Seiten packende Unterhaltung.

München, 2037: Nora Achtziger , 16 Jahre alt und talentierte Hackerin, ...

"Autonomy" von Petra Felsner ist als gebundene Ausgabe beim MAXIMUM Verlag erschienen und bietet 280 Seiten packende Unterhaltung.

München, 2037: Nora Achtziger , 16 Jahre alt und talentierte Hackerin, hat ihren Wunsch-Praktikumsplatz ergattert: Bei dem mega Unternehmen AutoDat soll sie sich mit um die Algorithmen im Bereich des autonomen Fahrens kümmern, die beim Subunternhemen des Konzerns, FlexDrive, eingesetzt werden. Nora findet sich schnell ein, kann sich den stänkernden, arroganten Millionärssohn Cole leidlich vom Hals halten und findet ihre Arbeit ganz schön spannend - und dann weckt ein passwortgeschütztes Unterprogramm ihre Neugier und sie stellt Unregelmässigkeiten fest. Könnte das im Zusammenhang stehen mit den neuerdings auftretenden, seltssam anmutenden Unfällen der autonom fahrenden Autos von FlexDrive? Nora hat eine Lawine losgetreten und begibt sich, ohne es zunächst zu ahnen, in allerhöchste Gefahtr...

Petra Felsner hat mit "Autonomy" einen packenden Thriller geschrieben, der in der nahen Zukunft stattfindet und thematisch sehr realitätsnah mit den technischen Möglichkeiten im Strassenverkehr spielt. Ihr Schreibstil ist detailliert und wendungsreich, voller Action, mit reichlich Humor und einer guten Prise Liebesgeschichte.

Sämtliche Charaktere sind liebevoll erschaffen und ausgesprochen facettenreich und vielfältig. Ob der blasierte Cole, der charmante Luca oder der eher unauffällige Erik - in der Männerwelt ist eine ganze Menge Abwechslung geboten. Dazu kommt Noras Hackerfreund Iron Man, der ihr mehr als einmal zuverlässig aus der Klemme hilft. Und eine weitere zentrale Rolle spielt die quirlige, abenteuerlustige und etwas durchgedrehte Achtziger-Oma, mit der ich zunächst meine persönlichen Schwierigkeiten hatte - sie ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber ich lernte sie alsbald sehr zu schätzen, da sie die Story doch noch sehr bereichert...

Bisweilen erscheinen Noras Handlungen und auch die der anderen Mitwirkenden etwas naiv, und auch die romantischen Anflüge waren sehr "niedlich", aber hier perfekt passend, denn schließlich ist die Protagonistin 16 Jahre alt und keine abgeklärte ältere Dame...;)

EIn Thriller mit dystopischen Elementen, der einen clever durchdachten, überzeugenden Plot mit einer brisanten Thematik bietet - sehr empfehlenswert und nicht nur für Jugendliche ausgesprochen unterhaltsam :)

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