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Veröffentlicht am 04.04.2022

Vielfältig, ansprechend, lecker und für Jeden etwas dabei - klasse!

Teigliebe
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"Teigliebe" von Anna Röpfl ist als gebundenes Buch mit Schutzumschlag beim Brandstätter Verlag erschienen und hat 168 Seiten.

Das Buch ist übersichtlich und sehr ansprechend gestaltet, die Fotos sind ...

"Teigliebe" von Anna Röpfl ist als gebundenes Buch mit Schutzumschlag beim Brandstätter Verlag erschienen und hat 168 Seiten.

Das Buch ist übersichtlich und sehr ansprechend gestaltet, die Fotos sind klasse und die Rezeptauswahl äußerst vielfältig.

Anna stellt sich erst einmal vor und man merkt deutlich, dass sie eine absolute Leidenschaft für Teig hat und ihre Rezepte gern teilt und sich freut, wenn sie gut ankommen. Und sie hat ihre Rezepte nicht "nur" im Buch veröffentlicht, sondern betreibt einen eigenen Blog und dort kann man sich auch zu vielen Rezepten aus dem Buch die passenden Videos anschauen.

Im Großen und Ganzen werden die 4 Grundteige Rührteig, Mürbeteig, Bisquitteig und Hefeteig vorgestellt, es wird ausführlich und einfach verständlich beschrieben, wie man diese zubereitet und dann folgen jeweils Rezepte für die soeben erklärte Variante. Das Ganze gibt es in klassisch und in vegan. Dann folgen noch diverse Rezepte "ohne", z.B. ohne Rührgerät, glutenfrei etc.

Was mir neben der Vielfalt super gefallen hat, sind die Tips an der Seite des jeweiligen Rezepts, da waren durchaus einige dabei, die mir nützlich sein werden, auch wenn ich schon einige Backerfahrung habe.

Weniger gut fand ich, dass beispielsweise die Größe der Eier nicht festgelegt wird, und es spielt ja durchasu eine Rolle für die menge der übrigen Zutaten, ob ich nu 6 Eier in Gr. S oder in XL verwende. Aber sei´s drum, das kann man ja ein wenig anpassen, man merkt ja, ob die Konsistenz des Teiges gut ist :)

Bisher habe ich drei rezepte ausprobiert, wobei der Käsekuchen ohne Boden schon fast ein wenig zu saftig war, die anderen beiden haben lecker geschmeckt und auch super ausgesehen.

Insgesamt ein tolles, übersichtliches und ansprechendes Backbuch für Anfänger und Fortgeschrittene! Danke Anna :o)

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Veröffentlicht am 31.03.2022

Der 5. Fall für Paulsen und Haverkorn - fesselnd, temporeich und überraschend bis zum Schluß

Nebelopfer
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"Nebelopfer" von Romy Fölck ist als Hardcover mit 400 Seiten im Februar 2022 bei Lübbe erschienen.
Es handelt sich um den fünften Band der Reihe um Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn, der problemlos unabhängig ...

"Nebelopfer" von Romy Fölck ist als Hardcover mit 400 Seiten im Februar 2022 bei Lübbe erschienen.
Es handelt sich um den fünften Band der Reihe um Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn, der problemlos unabhängig von den Vorgängern gelesen werden kann.

Zum Inhalt:
Eines Morgens wird an einem alten Galgenbaum die Leiche eines Mannes baumelnd aufgefunden, versehen mit einem Schild "Ich gestehe, im Prozess gegen Cord Johannsen falsch ausgesagt zu haben."
Damals wurde Cord Johannsen des Mordes an seiner Frau und zwei seiner Söhne beschuldigt und sitzt dafür seit 15 Jahren im Gefängnis. Wer will nun hier Genugtuung? Und ist der Bauer wirklich unschuldig?

Meine Meinung:
Wieder einmal hat Romy Fölck einen ausgeprochen spannenden Krimi geschrieben, der von Beginn an fesselt.
Gekonnt versteht es die Autorin, ihre Leser wiederholt auf falsche Fährten zu locken und legt dabei ein rasantes Tempo und eine abwechslungsreiche Handlung mit unzähligen Wendungen vor.
Dazu kommt die genau richtig dosierte Potion Lokalkolorit und man fühlt sich inmitten der bekannten Charaktere förmlich zu Hause :)
Beim Miträtseln ist man als Leser selbst ein Nebelopfer, da man bis kurz vor dem Ende nicht weiß, wer der wahre Täter ist - der Titel ist also doppelt gelungen!

Die Ermittler haben alle Hände voll zu tun, und diesmal ist es nicht Frida, die ganz vorn und mit allen Sinnen dabei ist, sondern eher der neue Kollege Bootz, der anfangs eher arrogant wirkt, sich aber bestens etabliert. Frida Paulsen hat derzeit eine Menge eigener Probleme und ist daher in diesem Band nicht ganz bei der Sache. Und Bjarne Haverkorn gerät in große Bedrängnis - aber lest selbst, mehr kann ich kaum schreiben, ohne zu spoilern;)

Mein Fazit:
Ein äußerst spannender, clever ausgeklügelter Regionalkrimi, den ich uneingeschränkt empfehlen kan!

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Veröffentlicht am 30.03.2022

Niemand ist der, der er zu sein scheint...spannender Thriller mit Fantasytouch...

Dunkle Seele
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Spannend, persönlich, nervenaufreibend und zum Mitfiebern...

"Dunkle Seele" von Melanie Golding ist im Januar 2022 als Taschenbuch mit 448 Seiten bei Harper Collins erschienen. Es handelt sich um Band ...

Spannend, persönlich, nervenaufreibend und zum Mitfiebern...

"Dunkle Seele" von Melanie Golding ist im Januar 2022 als Taschenbuch mit 448 Seiten bei Harper Collins erschienen. Es handelt sich um Band 2 der Reihe um Detective Inspector Joanna Harper, der problemlos ohne Kenntnis des Vorgängers gelesen werden kann.

Das Cover hat meine Aufmerksamkeit als Erstes geweckt, und einzig die blauen, wie die Schuppen einer Meerjungfrau anmutenden Elemente lassen etwas vom Fantasytouch dieses nervenaufreibenden Thrillers erahnen...

Zum Inhalt:

Ein neuer Fall für Detective Inspector Joanna Harper : Ein Mann wird in seiner Badewanne aufgefunden, mit eingeschlagenem Schädel und komatös - wer ist die Unbekannte mit dem Kind, die laut Aussage der Nachbarin aus dem Haus geflüchtet ist? Hat sie das getan? Und wer ist Leonie, das geheimnisvolle Mädchen, dessen Name plötzlich überall auftaucht? Ein Fall, der immer mysteriöser wird, je mehr die Polizei herausfindet. Und einer, der für Joanna ausgesprochen persönlich werden wird und sie stark in die Bredoullie bringt...was ist wichtiger: Die Ermittlungen oder die Familie?

Meine Meinung: Melanie Golding hat es geschafft, ihre Protagonisten geheimnisvoll und undurchschaubar anzulegen, hier hat jeder ein Geheimnis, mal scheinbar harmlos, mal größer, als es erst den Anschein hat. Anfangs ist das Geschehen etwas verwirrend, je mehr man jedoch in die Lektüre eintaucht, desto weniger lässt sie einen aus ihrer düsteren Tiefe wieder aufsteigen. Die Story hat eine regelrechte Sogwirkung - auch wenn es nicht permanent superspannend ist, gibt es da diesen Thrill, diesen Nervenkitzel, dieses ständige Bohren im Schädel - wie ist Gregor wirklich? Was stimmt mit Constanze nicht? Tut Ruby Böses oder Gutes? Und was hat Joannas privates Geheimnis mit all dem zu tun?

Facettenreiche Charaktere, mysteriöse Verstrickungen und unzählige falsche Fährten bescheren hier dem Leser atemlose Lesestunden.

Jo ist eine sehr engagierte, sympathische und kompetente Polizistin, die hier oft an ihre Grenzen gebracht wird und sich nicht immer an die Regeln hält, da sie persönlich tief involviert ist. Ruby hat mir mit ihrer empathischen Art am Besten gefallen, und ihre Entwicklung im Verlauf der Handlung ist bemerkenswert. Constanze war bis zum Schluß etwas mysteriös und Gregor - Saubermann oder brutaler Mann und Vater? - dazu kann ich nichts sagen, ohne zu spoilern...

Mein Fazit: Ein düsterer und mysteriöser Thriller, dessen Aufklärung nervenaufreibende Lesestunden beschert und durch die Elemente aus dem Fantasybereich überraschende Möglichkeiten bietet, die die Autorin clever nutzt...empfehle ich gern weiter, 4 Sterne von mir :)

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Veröffentlicht am 23.03.2022

Authentisch und brisant - der zweite Fall für Eberhardt & Jarmer

Der dreizehnte Mann
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"Der 13. Mann. Justiz-Krimi" von Florian Schwiecker und Michael Tsokos ist im März 2022 als Taschenbuch mit 336 Seiten bei Knaur Taschenbuch erschienen.

Es handelt sich hier um den zweiten Band, in dem ...

"Der 13. Mann. Justiz-Krimi" von Florian Schwiecker und Michael Tsokos ist im März 2022 als Taschenbuch mit 336 Seiten bei Knaur Taschenbuch erschienen.

Es handelt sich hier um den zweiten Band, in dem Anwalt Rocco Eberhardt und Rechtsmediziner Dr. Justus Jarmer die Wahrheit ans Licht bringen und der sich unabhängig von Band 1 lesen lässt.

Jörg Grünwald wird vermisst, und sein Freund Timo Krampe, der mit ihm zusammen der Journalistin Anja Liebig ein Interview zu einem äußerst brisanten Thema geben wollte, wendet sich an den Anwalt Rocco Eberhardt, da er der Polizei zutiefst mißtraut. Es stellt sich heraus, dass Grünwald sehr wahrscheinlich ermordet wurde, und das Motiv ist überzeugend: Grünwald und Krampe wollten auspacken über das Granther-Experiment - ein verabscheuungswürdiges Unterfangen der Berliner Jugendämter, bei dem bis ins Jahr 2003 bewusst Kinder und Jugendliche an pädophile Pflegeväter vermittelt wurden und das unbedingt unter dem Deckmantel des Schwiegens bleiben soll. Ist Timo Krampe ebenfalls in Gefahr? Rocco, der Detektiv Tobi Baumann und Dr. Justus Jarmer beginnen gemeinsam zu recherchieren und kommen einem Skandal ungeahnten Ausmaßes auf die Spur...

Diesmal hat das Autorenduo Schwiecker / Tsokos ein gleichwohl brisantes wie bedrückendes Thema aufgegriffen, es geht in "Der 13. Mann" vornehmlich um Kindesmissbrauch und seine Folgen. Der Täter bzw. die in das Experiment verwickelten Personen gehen skrupellos vor, um ihre Machenschaften zu vertuschen - dabei schrecken sie auch vor Mord nicht zurück.

Der Fall ist äußerst bedeutsam und, vor allem durch den beruflichen Background der beiden Autoren, ausgesprochen authentisch. Das Buch ist ein echter Pageturner, in diesem Fall nicht einmal vorrangig durch die Spannung (die sehr wohl vorhanden ist und sich in Verlauf der Story stetig aufbaut) als vielmehr durch das Thema als Solches und die Methoden der Ermittlung sowie die Schilderung der Gerichtsverhandlung. Dieser Justiz-Krimi lässt sich flüssig lesen und ist hochinteressant durch die fachlichen, anschaulich verpackten Einblicke, die man durch den ehemaligen Strafverteidiger Florian Schwiecker und den Rechtsmediziner Michael Tsokos bekommt.

Die Charaktere sind facettenreich und detailliert erschaffen worden, jeder von Ihnen geht das Thema auf eine andere Art an, jedoch sind alle sehr engagiert, den Skandal und die Hintermänner aufzudecken und ziehen an einem Strang .

Die Entwicklung von Timo Krampe ist bemerkenswert, und besonders gut gefallen haben mir die Journalistin Liebig und die Staatsanwältin Spatzierer, die beide taff, mutig und zielstrebig zu Werke gehen.

EIn richtig guter, authentischer, spannender und informativer Justiz-Krimi, den man kaum aus der Hand legen mag.

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Veröffentlicht am 23.03.2022

Ein zauberhaftes Buch mit ganz besonderer Protagonistin

Das Fundbüro der verlorenen Träume
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"Das Fundbüro der verlorenen Träume" von Helen Frances Paris ist im März 2022 als Taschenbuch mit 368 Seiten bei dtv erschienen.

Das Cover ist wunderschön gestaltet, fällt sofort ins Auge und passt perfekt ...

"Das Fundbüro der verlorenen Träume" von Helen Frances Paris ist im März 2022 als Taschenbuch mit 368 Seiten bei dtv erschienen.

Das Cover ist wunderschön gestaltet, fällt sofort ins Auge und passt perfekt zum Inhalt des Buches.

Helen Frances Paris erzählt hier auf ganz zauberhafte, detaillierte und farbenfrohe Weise die Geschichte von Dorothea "Dot" Watson, die sich ihrem Job im Fundbüro voll und ganz verschrieben hat. Dot ist immer die Erste im Büro, sie geht voll darin auf, Gegenstände zu kategorisieren und in die Regale einzuordnen. Noch mehr aber liebt sie es, verlorene Fundstücke ihren Besitzern wieder zurückgeben zu können. Leider konzentriert sie sich dabei zu wenig auf ihr eigenes Leben und vergräbt sich förmlich im Fundbüro, um die Trauer nicht allgegenwärtig werden zu lassen. Um wen? Das wirst Du beim lesen des Buches herausfinden!

Doch eines Tages bekommt Dot einen neuen Chef, und damit ändert sich alles...

Dot ist eine tolle Frau, die alte Werte verinnerlicht hat und die jeden Gegenstand im Fundbüro wertschätzt, weil er irgendjemandem etwas bedeutet...!

Dot hat wirklich viel Pech gehabt in ihrem Leben und ist komplett in ihrer Trauer gefangen - diese und das Fundbüro sind ihr ganzer Lebensinhalt.

Anita, Dots Kollegin, finde ich ziemlich gut. Sie ist eine treue Seele und versucht, Dot ein bisschen aus ihrem Trott zu reißen, ohne sie irgendwie zu verurteilen dafür, dass sie anders ist als die meisten. Im Gegensatz dazu ist es schwierig, sich mit Dots ältere Schwester Philippa anzufreunden- sie ist herrisch und versucht, über Dots Leben zu bestimmen...

Absolut großartig finde ich die Kapitelüberschriften in Form der im Fundbüro an Fundstücken befestigten Dijon-Anhängern - zu schade, dass man die Farbe nicht ins Buch aufgenommen hat.

Als Dot immer mehr ins Straucheln gerät, konzentriert sie sich ganz darauf, die verlorene Tasche von Mr. Applaby zu finden und ihm diese wieder zukommen zu lassen - und dabei findet sie ganz allmählich immer mehr von sich selbst...

Die Autorin hat hier die Lebensgeschichte einer herzensguten Seele geschrieben, die es ganz und gar nicht immer leicht hat und der bei dem Versuch, ihren Alltag einfach ganz normal zu meistern, immer wieder Steine in den Weg geworfen werden. So erkennt man sich auf die ein oder andere Weise wieder und die Story wirkt absolut authentisch.

"Das Fundbüro der verlorenen Träume" ist eine wundervolle Geschichte , die sehr emotional ist, bisweilen rührend, aber keineswegs kitschig oder klischeehaft.

Ich liebe dieses Buch!

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