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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.04.2020

Gute Grundlagenvermittlung

LebeR Gesund
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Mit klarer Struktur, einfach, verständlich und mit beängstigender Klarheit werden dem Laien medizinische Grundkenntnisse über Leber- und Darmgesundheit in diesem Buch vorgestellt. Auch ich, die ich mich ...

Mit klarer Struktur, einfach, verständlich und mit beängstigender Klarheit werden dem Laien medizinische Grundkenntnisse über Leber- und Darmgesundheit in diesem Buch vorgestellt. Auch ich, die ich mich schon selbst intensiver mit diesem Thema beschäftigt habe, konnte noch neue Dinge hinzulernen.
Neben medizinischen Grundlagen gibt es gleich Tests und Tipps, um beide Organe wieder auf Vordermann zu bringen.
Abgerundet wird das Buch in der zweiten Hälfte mit einer ganzen Reihe Rezepte, die ohne viele exotische Zutaten und mit wenig Zeitaufwand zubereitet werden können.

Veröffentlicht am 28.03.2020

Amüsanter Roadtrip

Maike, Martha und die Männer
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Ein Buch zwischen Kühen und Eiffelturm?
Ja, eine herrliche Kombination in diesem Werk von Birgit Schlieper, das ich als Rezensionsexemplar lesen durfte.

Maike, Anfang 20, wird während des Urlaubs mit ...

Ein Buch zwischen Kühen und Eiffelturm?
Ja, eine herrliche Kombination in diesem Werk von Birgit Schlieper, das ich als Rezensionsexemplar lesen durfte.

Maike, Anfang 20, wird während des Urlaubs mit ihrem Freund Arne von diesem mitten im tiefsten Schwarzwald bei dessen Oma Martha sitzengelassen, während der meint, sich anderweitig zu vergnügen. Doch hat das "intelligenzfreie Muskelpaket" die Rechnung ohne Maike und seine Oma gemacht, die dieses Spiel zur Genüge kennt und sich als rüstige Draufgängerin entpuppt. In Maike findet sie nämlich eine Verbündete, und so beschließen beide kurzerhand, die gemeinsame Zeit in Frankreich zu verbringen. Männliche Begleitung darf auf der Reise nicht fehlen, sodass ein ungleiches, aber nicht minder lustiges Quartett die Straßen quer durch Frankreich unsicher macht. Abenteuer gibt es währenddessen genug zu bestehen.

Der Schreibstil ist so locker-flockig und frech, dass die Seiten nur so fliegen, und ich das Buch in einem Rutsch gelesen habe. Die Schilderungen der Orte und Personen sind auf den Punkt, ohne dabei ein Blatt vor den Mund zu nehmen, genauso wie die Dialoge, wodurch sich zwischendurch immer wieder ein Schmunzeln oder Lachen einstellt. So hat man die Charaktere, allen voran Oma Martha, recht schnell ins Herz geschlossen.

Ein Gute-Laune-Buch, das für ein paar Stunden vom momentanen Weltgeschehen ablenkt.
Dadurch, dass Maike nicht völlig von Arne lassen kann, das viele Hickhack und unnötige Drama am Ende sowie die unpassenden Seitenhiebe auf die sächsischen Mitmenschen, gibt's nicht die volle Sternzahl.

  • Einzelne Kategorien
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 24.03.2020

Seichtes Geplänkel

Zeit des Sturms
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Wer den Vorgängerband nicht kennt, wird vermutlich wie ich Mühe haben, in die Geschichte zu finden. Es fehlen einfach zu viele Hintergründe über einzelne Personen, um deren mitunter hanebüchenen Entwicklungen ...

Wer den Vorgängerband nicht kennt, wird vermutlich wie ich Mühe haben, in die Geschichte zu finden. Es fehlen einfach zu viele Hintergründe über einzelne Personen, um deren mitunter hanebüchenen Entwicklungen nachzuvollziehen. Aber 3x die gleiche oder ähnliche Geschichte möchte ich als Leser auch nicht unbedingt lesen, zumindest nicht in dieser Form...

Die Personen bleiben allesamt das gesamte Buch über ohne Tiefgang und ohne Entwicklung. Dabei hätten sie durch die vielen Zeitsprünge genug Möglichkeiten gehabt, erwachsen zu werden. So wirken sie nur wie blasse Statisten, die durch die Zeitgeschichte geschoben werden.
Auch sind die sonstigen Schilderungen so flach, dass weder Bilder zu den Personen entstehen, noch die bedrohliche Atmosphäre der damaligen Zeit rüberkommt.
Neben den Zeitsprüngen sorgen auch die vielen kurzen Sätze nicht wirklich für einen Lesefluss. Das Lesen gestaltet sich holprig, unrund und in gewisser Weise auch gehetzt.

Bloß gut, dass ich das Buch als Rezensionsexemplar erhalten habe und nur meine Zeit, aber nicht noch Geld dafür geopfert habe. Nur deshalb habe ich es überhaupt zu Ende gelesen. Da gibt es wirklich fesselndere Bücher.

Veröffentlicht am 08.03.2020

Sehr gelungenes Debüt einer jungen Autorin

Lonely
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Ein schlichtes, aber deswegen nicht minder schönes Cover mit einigen Eiskristallen und verschnörkelter Schrift geben schon einen kleinen Hinweis auf den Inhalt dieses Buches.

Es handelt von Aylin (14 ...

Ein schlichtes, aber deswegen nicht minder schönes Cover mit einigen Eiskristallen und verschnörkelter Schrift geben schon einen kleinen Hinweis auf den Inhalt dieses Buches.

Es handelt von Aylin (14 Jahre), die mit dem Tod ihres über alles geliebten Großvaters konfrontiert wird und dadurch den Halt im Leben verliert. Er, der große Eishockeystar war es, der sie auf ihrem Weg beim Eishockey begleitet und gefördert hat. Weder ihr Vater kann sie richtig auffangen, denn die Beziehung der beiden ist milde ausgedrückt äußerst schwierig (er vergisst sie z. B. einfach während eines gemeinsamen Ausflugs), noch hat sie Freunde in der Schule oder beim Sport. Denn wie lautet ein Satz im Buch: "Sie war Lonely, die irgendeine Krankheit gegen sozialen Kontakt hatte."
So erweckt es großes Misstrauen in ihr, als sich ihr Klassenkamerad Roy plötzlich für sie interessiert, sich beide dadurch mit ambivalenten Gefühlen füreinander konfrontiert sehen, und die Geschehnisse ihren Lauf nehmen...

Dieses Wechselbad der Gefühle der Personen oder auch innere Zwiespalte, sind sehr ausführlich und einfühlsam dargestellt, denn in die Schilderung des Außenerzählers fließen häufig Sätze ein, die aus Ich-Perspektiven geschrieben sind. So sind die Personen realistisch und nachvollziehbar, wodurch man ihnen sehr schnell nah ist. Man entdeckt mitunter Parallelen zur eigenen Schulzeit oder auch zu Menschen im späteren Leben, denn schließlich muss man nicht mehr in die Schule gehen, um so zu empfinden. Ähnliche Problemstellungen gibt es auch als Erwachsener, weswegen ich das Buch nicht als reines Jugendbuch sehe.

Der Schreibstil ist durchweg flüssig und trotz der doch schwierigen Gefühlslagen der Protagonisten fliegen die Seiten nur so dahin. Außerdem möchte man auch wissen, wie es mit Aylin/Lonely und ihren Weggefährten weitergeht.

Veröffentlicht am 08.03.2020

Sehr gefühlvoll

Roy
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Der Wiedererkennungseffekt zu "Lonely", dem ersten Buch der Trilogie, ist ganz klar vorhanden. Wieder ein schlichtes Cover, diesmal mit verwobenen Herzen und somit dem kleinen Verweis auf den Inhalt, und ...

Der Wiedererkennungseffekt zu "Lonely", dem ersten Buch der Trilogie, ist ganz klar vorhanden. Wieder ein schlichtes Cover, diesmal mit verwobenen Herzen und somit dem kleinen Verweis auf den Inhalt, und der verschnörkelten Schrift.
Der zweite Teil soll auch eigenständig gelesen werden können, was durch teilweise Rückblenden erleichtert wird. Ich habe jedoch die Erfahrung gemacht, dass es schöner ist, der Reihe nach zu lesen, denn so ist man den Protagonisten noch näher, weil man sie lieb gewonnen hat oder manche auch nicht, und kann besser mitfühlen/-leiden. Zudem setzt dieser Band nahtlos am Vorgänger an.

Aylin/Lonely kämpft sich weiterhin nach dem Tod ihres über alles geliebten Großvaters zurück in ihr Eishockeyleben, auch um dessen Erbe zu erfüllen. Daneben stehen familiäre Änderungen an. Die größte Baustelle sind aber sicher ihre ambivalenten Gefühle gegenüber ihrem Eishockeykameraden Jake, der inzwischen auch ihr Freund ist, und gegenüber Roy, mit dem sie eine Freundschaft oder auch mehr verbindet. Das sorgt immer wieder für Spannungen.
Gerade Roy spielt in diesem Buch eine tragende Rolle, denn plötzlich verliert der den Halt und ist lonely. Er kämpft dabei mit schulischen Problemen, Drogen und einer ungeklärten Herkunft.

Innere Zwiespalte, Unsicherheit über die eigenen Gefühle, Selbstzweifel und die Suche nach Aufmerksamkeit und Liebe, oder auch Konflikte mit sich und der Außenwelt sind sehr ausführlich und einfühlsam dargestellt, denn in die Schilderung des Außenerzählers fließen häufig Sätze ein, die aus Ich-Perspektiven geschrieben sind. So sind die Personen realistisch und nachvollziehbar, wodurch man ihnen sehr schnell nah ist. Man entdeckt mitunter Parallelen zur eigenen Schulzeit oder auch zu Menschen im späteren Leben, denn schließlich muss man nicht mehr in die Schule gehen, um so zu empfinden. Ähnliche Problemstellungen gibt es auch als Erwachsener, weswegen ich das Buch nicht als reines Jugendbuch sehe.

Der Schreibstil ist durchweg flüssig und trotz der doch schwierigen Gefühlslagen der Protagonisten fliegen die Seiten nur so dahin. Außerdem möchte man auch wissen, wie es Aylin/Lonely und ihren Weggefährten auf dem spannenden Lebensweg ergeht.