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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.04.2026

Sehr berührend

Little Hollywood
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Für Leo beginnt ein ungewöhnlicher Sommer, denn sie hat das Abitur in der Tasche und ein Neubeginn steht in Aussicht. Der ist auch dringend nötig, denn Olli hat sie erst geküsst und dann sitzengelassen, ...

Für Leo beginnt ein ungewöhnlicher Sommer, denn sie hat das Abitur in der Tasche und ein Neubeginn steht in Aussicht. Der ist auch dringend nötig, denn Olli hat sie erst geküsst und dann sitzengelassen, ihren Vater hat sie angezeigt und für ihre Mama und ihren kleinen Bruder versucht sie die Familie notdürftig zusammenzuhalten.
Zum Glück gibt es die Videothek an der Ecke, an der sie quasi jeden Tag einen Film ausleiht. Und dort arbeitet Jo, der sie viel besser zu verstehen scheint als alle anderen.
Der Coming of Age-Roman hat es in sich. Zum einen konnte ich mich sehr gut mit der Protagonistin identifizieren, zum anderen ist man sofort in ihrer Welt angekommen und fühlt mit Leo mit. Der Schreibstil ist locker und sehr treffend. Viele Sätze sind sehr berührend und bedacht gewählt. Einige Gefühle kennt man noch aus seiner eigenen Jugend, andere kann man einfach gut nachempfinden. Die Figuren sind authentisch beschrieben. Besonders zu ihrem kleinen Bruder hat Leo eine gute und besondere Beziehung. Der Roman ist mir ans Herz gegangen, ich habe mitgefiebert und mit Leo mitgelitten. Speziell für den Sommer oder die Vorfreude darauf eine gute Lektüre und für mich eines der besten Bücher der letzten Jahre.

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Veröffentlicht am 29.03.2026

Umfassend

Frei und trotzdem verbunden
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Der Ratgeber beschäftigt sich mit den Themen Freiheit und Beziehung und wie man diese vereinen kann. Anfangs erfahren wir aus der psychologischen Perspektive von den verschiedenen Bindungsstilen und den ...

Der Ratgeber beschäftigt sich mit den Themen Freiheit und Beziehung und wie man diese vereinen kann. Anfangs erfahren wir aus der psychologischen Perspektive von den verschiedenen Bindungsstilen und den speziellen und gängigen Formen des Verlustängstlers und des Bindungsvermeiders. Alles ist fundiert beschrieben und mit Hintergrundinfos gespickt. Zudem sind natürlich Tipps aufgeführt, wie man mit seinen Anteilen und Ausprägungen besser umgehen kann. Danach lesen wir von den verschiedenen Schritten vom Dating bis hin zu einer Beziehung und worauf man dabei achten kann. Desweiteren werden typische Alltagsbereiche beleuchtet, beispielsweise Sexualität, Kommunikation, Konflikte, Eifersucht, Familiengrünung etc. Dabei werden immer wieder Praxisbeispiele vorgestellt, sodass man einen Einblick in die Probleme und die damit verbundenen Lösungswege anderer Menschen erhält. Immer wieder gibt es Tipps, wie man an seiner eigenen Beziehung arbeiten kann. Ich denke, das Buch eignet sich sowohl für Singles als auch für Leser, die sich bereits in einer Beziehung befinden, da alle Schritte und Bereiche beleuchtet werden und man sowohl präventiv als auch aktiv daran arbeiten kann, wie man die Beziehung führt, die man gerne führen würde.

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Veröffentlicht am 29.03.2026

Bezaubernd

Flora Brimble und der verlorene Frühling
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Der Roman erzählt eine bezaubernde und vielschichtige Handlung rund um das Mädchen Flora Brimble, die es liebt, sich spannende Geschichten auszudenken. Doch da der Frühling verschwunden ist, begibt sie ...

Der Roman erzählt eine bezaubernde und vielschichtige Handlung rund um das Mädchen Flora Brimble, die es liebt, sich spannende Geschichten auszudenken. Doch da der Frühling verschwunden ist, begibt sie sich auf die geheimnisvolle Reise zu der Maikönigin, um diesen zurückzuholen. Mit auf der Reise sind ein Kobold und ein Eichhörnchen. Alle Figuren sind vorstellbar beschrieben. Die Gefährten des Mädchens verhalten sich loyal und das Abenteuer der drei ist mit Humor gespickt. Der Plot ist unvorhersehbar. Der Schriftsteller Marcus Raffel bedient sich dabei vieler verschiedener Erzählebenen und verflechtet diese virtuos. So ist die Handlung stets spannend und abwechslunsgreich. Die Erzählung ist zudem magisch und zeigt, wie wichtig Freundschaft und Hoffnung sind. Der Erzählstil erinnert mich ein wenig an den von Walter Moers, nur für Kinder. Ich habe das Buch sehr gern gelesen und finde das Cover auch sehr gelungen.

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Veröffentlicht am 10.03.2026

Nah am Geschehen

TINTE und SCHWERT, Sonderedition
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Im Herbst 1618 beginnt der Dreißigjährige Krieg im Bistum Würzburg. Aus verschiedenen Perspektiven lesen wir vom Krieg und von den Lebensumständen der Menschen in dieser Zeit. Eine der Personen ist der ...

Im Herbst 1618 beginnt der Dreißigjährige Krieg im Bistum Würzburg. Aus verschiedenen Perspektiven lesen wir vom Krieg und von den Lebensumständen der Menschen in dieser Zeit. Eine der Personen ist der junge Priesteranwärter Jacob Wolffen, der von Söldnern verschleppt wird. Um ihn geht es hauptsächlich in dem Roman. Dazu kommt noch die Heilerin Anna Dillenberger, mit der er sich schließlich verbündet. Dennoch erfahren wir auch aus anderen Sichtweisen vom Kriegsgeschehen - mal wird dieser positiv, mal negativ betrachtet.
Der Schreibstil ist angenehm und flüssig und man bekommt durch die genauen Schilderungen ein sehr deutliches Bild von den Gräueltaten des Krieges und der Folgen. Die Perspektivenwechsel machen das Ganze spannender und abwechslungsreicher. Alles in allem finde ich die Beschreibungen sehr gelungen und war stets gefesselt beim Lesen. Dennoch ist es natürlich harter Tobak, weshalb ich nicht so viele Kapitel am Stück lesen konnte. Das Buch ist Band 1 einer Reihe.

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Veröffentlicht am 27.02.2026

Distanziert

Grüne Welle
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Nach einem Kinobesuch mit ihrer besten Freundin fährt eine Frau in ihrem Auto nach Hause. Doch eine Umleitung bringt sie auf eine andere Straße und andere Gedanken. Und so wird der Weg vor ihr zu einem ...

Nach einem Kinobesuch mit ihrer besten Freundin fährt eine Frau in ihrem Auto nach Hause. Doch eine Umleitung bringt sie auf eine andere Straße und andere Gedanken. Und so wird der Weg vor ihr zu einem Weg zu sich selbst zurück. Und sie fragt sich, warum sie sich selbst verloren hat und sucht Umwege, um nicht zu ihrem Mann nach Hause zurückzukehren. Es entwickelt sich eine Art Roadtrip, wobei die Protagonistin die meiste Zeit alleine ist. Wir tauchen zwar in ihre Gedankenwelt und Erinnerungsfetzen ab, doch bleibt die Erzählstimme stets distanziert. Der Leser weiß nicht so recht, was passiert, denn die Frau handelt impulsiv.
Der Debütroman von Esther Schüttpelz hat mir wahnsinnig gut gefallen, daher wollte ich dieses zweite Buch von ihr unbedingt lesen. Man merkt schon, dass es ihr Stil ist, obgleich sie hier erzählerisch etwas Neues probiert. Dennoch konnte mich der Roman nicht ganz überzeugen, da für mich etwas Tiefe fehlt. Das Ende stört mich in dieser Form nicht, aber insgesamt findet doch wenig Reflexion der Frau statt. Zwar ist der Plot ungewöhnlich und zugleich gelungen, doch fehlte mir einfach die Nähe zur Protagonistin und die Nähe der Protagonistin zu sich selbst.

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