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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.08.2025

liest sich wie eine gute Freundin

Die Hummerfrauen
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Der Roman macht zuallererst mit dem wunderschönen, äußerst ästhetisch gestalteten Cover auf sich aufmerksam. Danach fällt der angenehme Schreibstil auf, man hat als Leserin das Gefühl, wie mit einer Freundin ...

Der Roman macht zuallererst mit dem wunderschönen, äußerst ästhetisch gestalteten Cover auf sich aufmerksam. Danach fällt der angenehme Schreibstil auf, man hat als Leserin das Gefühl, wie mit einer Freundin über die anderen Personen zu sprechen oder auch Teil der Gesellschaft zu sein, da es persönlich und direkt formuliert ist. Mir haben die Lebensgeschichten der drei unterschiedlichen Frauen, die zufällig aufeinandertreffen und die dann doch mehr verbindet als zuvor angenommen, sehr beeindruckt. Vor allem das Fischereigeschäft, das eigentlich eine Männerdomäne ist, ist keine leichte Aufgabe für Frauen. Der Zusammenhalt und die gegenseitige Unterstützung, egal bei welchen Problemen, ohne groß zu fragen oder zu verurteilen, finde ich bewundernswert. Die Charaktere werden sehr gut beschrieben, vor allem auch aufgrund des Umfanges des Romanes ist dies gut möglich, sodass sie vielschichtig und authentisch dargestellt werden, mit all ihren Stärken und Schwächen. Mir hat auch der Bezug in zur Vergangenheit sehr gut gefallen, so sind gewisse Reaktionen und Handlungsweisen verständlicher und auch die Diskrepanz zwischen den Inselbewohnerinnen und den Sommergästen ist aus der jeweiligen Sichtweise verständlich.

Veröffentlicht am 29.08.2025

Wendepunkte im Leben

Wedding People (deutsche Ausgabe)
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Der Roman hat mich zuerst aufgrund des farbenfrohen und erfrischenden Covers angesprochen und auch stilistisch ist er sehr gut und einfach zu lesen, mit einer gewissen Ironie, aber teilweise auch mit ernsteren ...

Der Roman hat mich zuerst aufgrund des farbenfrohen und erfrischenden Covers angesprochen und auch stilistisch ist er sehr gut und einfach zu lesen, mit einer gewissen Ironie, aber teilweise auch mit ernsteren Passagen. Er handelt von zwei komplett unterschiedlichen Frauen, die sich an verschiedenen Wendepunkten in ihrem Leben befinden und deren Leben sich durch eine schicksalhafte Begegnung miteinander verknüpfen. Phoebe reist in das schicke Hotel, um ihr Leben zu beenden und crasht mitten in Lilas Hochzeitsfeier, die ihren schönsten Tag im Leben perfekt geplant hat. Mir gefällt es, dass die Hauptcharaktere sehr tiefgründig und vielschichtig beschrieben werden, dies ist aufgrund des Umfangs des Buches und des Handlungsradius auch sehr gut möglich. Es ist viel Platz für Gefühle und Gedanken und tiefgreifende Gespräche, aber trotzdem kommt auch der Humor nicht zu kurz.

Veröffentlicht am 29.08.2025

es fehlt ein Höhepunkt

Ja, nein, vielleicht
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Der Roman beschreibt das Älterwerden von Frauen und die Selbstzufriedenheit mit der Selbstbestimmung im Alter, ohne die Verantwortung für kleine Kinder und ohne sich an einen Mann anzupassen. Auf der einen ...

Der Roman beschreibt das Älterwerden von Frauen und die Selbstzufriedenheit mit der Selbstbestimmung im Alter, ohne die Verantwortung für kleine Kinder und ohne sich an einen Mann anzupassen. Auf der einen Seite bedeutet es für die Ich-Erzählerin Freiheit, aber in gewissen gesellschaftlichen Situationen sehnt sie sich dennoch nach einem Mann an ihrer Seite. Mir hat die Dramatik gut gefallen, die mit einem kaputten Zahn und Parodontose beginnt und sich dann hochschaukelt. Das Thema der anstehenden Hochzeit ihrer besten Freundin beschäftigt die Ich-Erzählerin auch stark und vor allem stellt sie sich selbst die Frage, nachdem sie ihre alte Jugendliebe wieder trifft, ob sie sich noch einmal auf eine Beziehung einlassen möchte, mit all ihren Vorteilen, aber auch negativen Aspekten und Anpassungen. Nicht ganz überzeugen konnte mich der Schreibstil, an manchen Stellen war es mir zu wenig frisch, sondern langatmig und es fehlte mir ein spannender Höhepunkt, auf den alles hinausläuft, somit plätscherte die Erzählung geradlinig dahin. Auch die Verallgemeinerung, dass nahezu alle Männer gleich wären, und hauptsächlich negativ besetzt, nach allen vorrätigen Klischees, hat mir nicht so zugesagt. Am Ende ist der Zusammenhalt und die Beziehung zu Freunden und Nachbarn im Fokus, somit ein runder Abschluss, aber insgesamt hat mir etwas gefehlt, Spannung wollte nicht so richtig aufkommen.

Veröffentlicht am 28.08.2025

tabuisiertes Thema

Something happened to Ally
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Der Jugendroman behandelt ein tabuisiertes Thema, sexualisierte Gewalt und der Umgang damit. Wie verhalten sich Mitwisser? Welche Folgen gibt es? Ally ist verliebt in Sean und dieser versteht ihre Signale ...

Der Jugendroman behandelt ein tabuisiertes Thema, sexualisierte Gewalt und der Umgang damit. Wie verhalten sich Mitwisser? Welche Folgen gibt es? Ally ist verliebt in Sean und dieser versteht ihre Signale falsch und akzeptiert ihr Nein nicht, dies ist schon zu Beginn des Buches klar, danach wird aufgerollt, was, wie, warum passiert ist. Interessant finde ich, dass auch Allys Sichtweise und ihre Gefühle geschildert werden und wie die anderen damit umgehen. Wie die Schuldzuweisungen weitergeschoben werden und wer am Ende die Macht und die Unterstützung auf seiner Seite hat. Ich finde das Buch passend für die Zielgruppe, aber auch spannend für Erwachsene, die sich mit dem Thema beschäftigen möchten. Das Cover finde ich auffällig und optisch sehr gelungen.

Veröffentlicht am 28.08.2025

etwas unpersönlich und wiederholend

Mit kalter Hand
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Nachdem ich die ersten beiden Teile sehr gut gefunden habe, habe ich mich schon auf den dritten Teil gefreut, aber ich muss leider gestehen, dass der aktuelle Teil mit nicht ganz so gut gefallen hat, wie ...

Nachdem ich die ersten beiden Teile sehr gut gefunden habe, habe ich mich schon auf den dritten Teil gefreut, aber ich muss leider gestehen, dass der aktuelle Teil mit nicht ganz so gut gefallen hat, wie seine Vorgänger. Einerseits liegt dies daran, dass die Spannung bis etwa zur Mitte des Buches nicht richtig aufkommen wollte, der Handlungsstrang mit den getöteten Pferden war mir zu ausführlich, wiederholend und insgesamt zu lang, vor allem in Bezug auf die exakte Ausführung der Stiche, sodass der zweite Handlungsstrang fast daneben untergegangen ist. Erst ab der Hälfte des Buches ist für mich Spannung aufgekommen. Zweitens finde ich den Wortwechsel, vor allem die direkten Dialoge und E-Mails teilweise sehr gestelzt und übertrieben ausgedrückt. Drittens fehlt mir in diesem Teil komplett das Persönliche, vor allem von Sabine Yao, ihrer Schwester Malin und ihre beiden Töchter. Diese wurden zwar kurz erwähnt, aber spielten keine große Rolle und auch ansonsten war aus persönlicher Sicht wenig bis gar nichts dabei, das finde ich sehr schade. Mir gefällt eine gelungene Kombination aus Ermittlungsfällen und privatem Kontext, da die Charaktere so authentischer wirken. Ich hoffe, dass der nächste Teil mich wieder überzeugen kann!