Profilbild von coffee2go

coffee2go

Lesejury Star
offline

coffee2go ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit coffee2go über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.10.2025

etwas zu actionlastig für meinen Geschmack

Emma
0

Der Thriller beginnt ruhig und beschreibend und führt gut in das Thema ein, sodass man sich als Leser*in wohlfühlt und bereit fühlt, danach werden die Spannungselemente eingeführt und bis zum Schluss hin ...

Der Thriller beginnt ruhig und beschreibend und führt gut in das Thema ein, sodass man sich als Leser*in wohlfühlt und bereit fühlt, danach werden die Spannungselemente eingeführt und bis zum Schluss hin gesteigert. Da ich den Autor auch schon von Filmen kenne, war die Erwartungshaltung diesbezüglich gespannt. Emma bewegt sich in gefährlichen Spionage-Szenen, wobei diese nicht immer realistisch dargestellt wurden, sondern teilweise übertrieben. Ihr Charakter ist vielschichtig, sowohl was ihre Vergangenheit betrifft, aber auch ihre aktuellen Aktionen, dennoch fehlte mir die emotionale Tiefe. Ich hätte mir mehr Gedankengänge, Emotionen, Gefühle und etwas weniger Action gewünscht, dann wäre es eine gelungene Kombination geworden.

Veröffentlicht am 02.10.2025

Schuld verjährt nicht

Aschezeichen
0

Der zweite Teil der Reihe mit Liv, diesmal als freiberufliche Ermittlerin, die die Polizei unterstützt und die wichtigen Hintergrundarbeiten liefert, ist genauso spannend wie der erste Teil. Neben Liv ...

Der zweite Teil der Reihe mit Liv, diesmal als freiberufliche Ermittlerin, die die Polizei unterstützt und die wichtigen Hintergrundarbeiten liefert, ist genauso spannend wie der erste Teil. Neben Liv finde ich auch Hannah sehr sympathisch und momentan sowohl beruflich als auch privat hin- und hergerissen, wie sie sich weiterentwickeln und wofür oder wogegen entscheiden soll, und gerade dadurch sehr authentisch.
Der aktuelle Fall bewegt einerseits durch die aktuellen grausamen Taten, wobei ich am Ende gar nicht glauben wollte, wer als Täter*in in Frage kommt, aber mehr möchte ich hier nicht verraten. Auch der Bezug in vergangene Geheimnisse und brutale Aktionen ist erschreckend, vor allem auch in Hinblick, dass die Täter von damals bis jetzt ungeschoren davongekommen sind und ob es diesmal eine Anklage geben wird, mit vagen Beweisen und fehlenden Ermittlungszeiten und Budget, ist ebenso fraglich. Schuld verjährt nicht.
Ich freue mich schon sehr auf den dritten Teil!

Veröffentlicht am 27.09.2025

Wie viele Geheimnisse verträgt eine Familie?

Das Flüstern der Marsch
0

Drei Generationen, eine Großfamilie und viele unausgesprochene Geheimnisse – das sind die Zutaten für diesen wunderschönen, sprachlich ausdrucksstarken Roman. Als Leser*in fühlt man sich sofort wohl und ...

Drei Generationen, eine Großfamilie und viele unausgesprochene Geheimnisse – das sind die Zutaten für diesen wunderschönen, sprachlich ausdrucksstarken Roman. Als Leser*in fühlt man sich sofort wohl und wir langsam in die Familiengeschehnisse integriert. Was zu Beginn wie das normale Alltagschaos einer Großfamilie aussieht, entwickelt mit der Zeit immer ernstere Töne und auch unangenehme Themen kommen ans Tageslicht. Generell wird in dieser Familie gerne verdrängt, verschwiegen und mit der Tagesordnung weitergemacht, aber irgendwann kommen die längst angestauten Gefühle, die unter der Oberfläche brodeln heraus. Hier geschieht es rund um die Planungsfeier zum 80. Geburtstag. Interessant ist auch, dass die nächste Generation die Fehler der vorigen zwar kritisiert, aber selbst auch mindestens gleich viele Fehler begeht. Am Ende kommt es zur großen Aussprache und viele der Themen, vor allem, was die Kinder und glückliche oder weniger glückliche Beziehungen betrifft, kommen auf den Tisch. Interessant zu sehen ist, dass die Frauen der Familie besser damit klarkommen zu scheinen und die Männer am liebsten weiter verdrängen würden. Nun liegt es an Mona, die stellvertretend für die dritte und junge Generation neue Wege bestreiten kann und aus den Fehlern ihrer Vorfahren das Positive herausholen und es selbst besser machen kann.

Veröffentlicht am 26.09.2025

Lilys persönlichsten Fälle

Wer mit den Wölfen heult
0

Der Roman ist für mich eine Steigerung zum vorigen Teil der Reihe, obwohl mir auch der erste Teil schon gut gefallen hat. Die Themenbereiche sind spannend ausgewählt und in Kombination eine echte Herausforderung ...

Der Roman ist für mich eine Steigerung zum vorigen Teil der Reihe, obwohl mir auch der erste Teil schon gut gefallen hat. Die Themenbereiche sind spannend ausgewählt und in Kombination eine echte Herausforderung für Lily als Therapeutin. Auf der einen Seite versucht sie die Mobbing-Fälle in Polizeikreisen aufzudecken, auf der anderen Seite unterstützt sie eine junge schwangere Frau, deren Baby an plötzlichem Kindstod verstorben ist. Ich finde Lily, wenn es um Ermittlungen und Zusammenhänge geht, schlau, sie kombiniert gut und schnell. Als Therapeutin passt sie für mich aber gar nicht, da sie die Fälle zu stark persönlich an sich heranlässt und persönlich beleidigt ist, wenn eine Klientin ihre Ratschläge nicht befolgt. Außerdem hat sie bis jetzt kaum Therapieerfolge vorzuweisen, ihre Therapien enden allesamt in einem Chaos und Lily hat es nicht vorhergesehen, nicht vermutet und die Lügen, die man ihr erzählt, nicht gecheckt. Zudem verschiebt sie andauern aufgrund von privaten Terminen und Belangen ihre Termine mit den Klient*innen oder lässt häufig Arbeitstage ausfallen, das wirkt für mich unprofessionell und geht so gar nicht. Im Privatleben hat es Lily nicht einfach in ihrer Beziehung zu Dan, der ein Kind mit seiner Noch-Ehefrau erwartet. Hier bin ich gespannt, wie sie dies nach der Geburt des Babys hinbekommen werden, noch dazu, aufgrund ihres eigenen starken Kinderwunschs. Ich bin gespannt, was mich im hoffentlich bald erscheinenden nächsten Teil erwartet.

Veröffentlicht am 24.09.2025

karoshi

Junge Frau mit Katze
0

Ela steht kurz vor ihrer Promotion als ihr Körper plötzlich verrücktspielt und ihre innere Zerrissenheit und Verbundenheit mit ihrer Mutter spiegelt. Anstatt sich auf die mündliche Verteidigung ihrer Arbeit ...

Ela steht kurz vor ihrer Promotion als ihr Körper plötzlich verrücktspielt und ihre innere Zerrissenheit und Verbundenheit mit ihrer Mutter spiegelt. Anstatt sich auf die mündliche Verteidigung ihrer Arbeit zu konzentrieren, beschäftigt sich Ela nun mit ihren zahlreichen Krankheitsbildern und Recherchen über Ärzte. Die tiefergreifenden Themen kommen erst etwa ab der Mitte zum Vorschein, indem sich Ela auch mit sich selbst, ihrer Beziehung zu ihrer Mutter und ihrem Bruder und ihren Freundschaften und Beziehungen auseinandersetzt. Bis dahin war mir das Buch zu krankheitslastig und zu intensiv darüber berichtet, sodass mir der innere Monolog von Ela und auch der zwischenmenschliche Austausch etwas gefehlt haben. Ab dem Zeitpunkt, an dem Ela das Zusammenspiel erkennt, wird es spannender und vielschichtiger, sodass ich mich mit der Geschichte wohlfühlen konnte. Somit hatte ich ein durchwachsenes Leseerlebnis, wobei mir die erste Hälft nicht so gut gefallen hat und nicht fesseln konnte, den zweiten Teil und den Abschluss finde ich allerdings rund und gelungen.