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Veröffentlicht am 12.03.2026

spannender Cold Case - aber schon wieder unverantwortlicher Umgang mit dem Baby

Das letzte Experiment
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Im dritten Teil ermittelt Hedi in einem Cold Case Fall, bei dem vor fünf Jahren eine Schülerin ermordet wurde und die vermeintliche Täterin seitdem ebenfalls spurlos verschwunden blieb.
Hedi Voss ermittelt ...

Im dritten Teil ermittelt Hedi in einem Cold Case Fall, bei dem vor fünf Jahren eine Schülerin ermordet wurde und die vermeintliche Täterin seitdem ebenfalls spurlos verschwunden blieb.
Hedi Voss ermittelt inoffiziell, während ihrer Karenzzeit und mit Baby Riko im Schlepptau und zusätzlich gibt es einen True-Crime Podcast, der auch Einblicke in die Sichtweisen der beiden Podcast-Erzählerinnen gibt sowie die öffentliche Meinung widerspiegelt. Dadurch ist die Erzählweise sehr aufgelockert und authentisch.
Die damaligen Ermittlungen sind nicht optimal verlaufen, die Hauptverdächtige ist verschwunden, Zeug*innen gab es keine und die Handys blieben verschwunden, sodass der Fall bald zum Cold Case wurde und Hedi vertreibt sich ihre Langeweile, indem sie nun versucht, den Fall neu aufzurollen, mit ihren begrenzten Möglichkeiten.
Gut gefallen hat mir, dass Hedi gewisse Dinge des Lebens nicht so ernst nimmt und auch Ideen aus ihrem Umfeld gut annehmen kann. Was mir gar nicht gefallen hat ist ihr Umgang mit dem Baby im Krabbelalter, der grob fahrlässig ist. Ich weiß, dass gewisse Situationen oder Herangehensweisen von unterschiedlichen Elterntypen unterschiedlich betrachtet werden, aber wenn es um Sicherheit geht, darf man nicht diskutieren oder nachlässig sein. Mehrmals fährt Hedi mit ihrem Baby ungesichert, vergisst die Babyschale anzuschnallen, vergisst ihr Baby im Auto, lässt es unbeaufsichtigt im Café oder öffentlichen Räumen herumkrabbeln und hofft, dass andere Personen einschreiten werden, wenn es in eine Gefahrensituation kommt, das geht gar nicht. Ich würde es als Autorin auch gar nicht im Buch schreiben, um andere nicht zum Nachahmen zu animieren, denn das kann schlimm enden. Dies ist mir leider auch schon im vorigen Teil negativ aufgefallen.
Lustig wiederum finde ich ihre Sichtweise auf die breite Palette an Baby-Kursangeboten, von musikalischer Früherziehung über Babyschwimmen, die sie alle mit ihrer Freundin Brit und Baby Maike ausprobiert hat, aber keinen Gefallen daran gefunden hat oder sogar aus der Gruppe verbannt wurde. Super finde ich, dass Hedi in Itzi so eine großartige Babysitterin gefunden hat, so kann sie Baby Riko auch zukünftig in Itzis Obhut geben und sich selbst in einen Ermittlungsfall stürzen oder eine Auszeit nehmen, dann wird sie sich bestimmt auch bald besser in ihrer Mutterrolle einfinden.

Veröffentlicht am 11.03.2026

Antiaggressionstraining

Gelbe Monster
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Der Roman liest sich trotz des anspruchsvollen und ernsten Themas frisch, locker, jung, fast wie ein Gespräch mit einer guten Freundin, sodass ich am Ende auch ein wenig traurig war, dass er zu Ende war. ...

Der Roman liest sich trotz des anspruchsvollen und ernsten Themas frisch, locker, jung, fast wie ein Gespräch mit einer guten Freundin, sodass ich am Ende auch ein wenig traurig war, dass er zu Ende war. Erzählt wird aus der Perspektive von Charlie, somit bekommen wir als Leser*innen ihre subjektiven Wahrnehmungen präsentiert, die sich durchaus von anderen unterscheiden könnten. Der Aufbau ist bewusst sprunghaft, man erfährt in den einzelnen Bereichen die aktuelle Lebenssituation von Charlie und dazwischen immer wieder Rückblenden, wie es bis zum Punkt der Eskalation gekommen ist. Charlie befand sich zu diesem Zeitpunkt in einer toxischen Beziehung mit Valentin, sie beide hatten unterschiedliche Vorstellungen von Liebe und Zusammenleben und Valentin hing noch sehr an seiner Ex-Freundin. Charlie steigert sich in die Beziehung und macht sich selbst und ihr Glück von ihrem Partner abhängig, es entsteht eine emotionale Abhängigkeit, sie versucht Valentin mit physischer und psychischer Gewalt an sich zu binden. Aus der Spirale aus Wut, Schmerz, Scham, Verletzung, Verzeihung und wieder von vorne, kommt Charlie nicht wieder heraus, bis es zu der einen Situation kommt, die Charlie explodieren lässt. Charlie hat das Glück mit Ella eine sehr gute Freundin zu haben, die sie auch in harten Zeiten bei sich aufnimmt und unterstützt und sie zu einem Antiaggressionstraining für Frauen schickt. In der Gruppe sieht man, wie unterschiedlich Gewalt von den einzelnen Personen wahrgenommen wird und welche Formen sie annehmen kann. Das Training hat Charlie bestimmt gutgetan, noch wichtiger aber finde ich, dass sie selbst für sich reflektiert und weiterhin am Thema dranbleibt und an sich arbeitet. Der körperliche Ausgleich in der harten Freiwilligenarbeit ist schon ein guter Anfang, aber sie braucht auch weiterhin noch viel Unterstützung, Reflexion und Ausgleich in ihrem Leben. Auch wenn Charlie am Ende des Romanes schon viel ausgeglichener wirkt, ist noch immer sehr verletzlich und anfällig für weitere Gewaltsituationen, sich selbst oder ihren Mitmenschen gegenüber.

Veröffentlicht am 10.03.2026

es fehlt die Leichtigkeit

Zorn – Die Akte Heinlein
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Der Thriller ist bereits der 15. Teil der Serie, obwohl ich diesen Teil nicht als Thriller bezeichnen würde, sondern eher als Kriminalroman. Nachdem ich die vorigen Teile auch gelesen habe, war ich mit ...

Der Thriller ist bereits der 15. Teil der Serie, obwohl ich diesen Teil nicht als Thriller bezeichnen würde, sondern eher als Kriminalroman. Nachdem ich die vorigen Teile auch gelesen habe, war ich mit den Hauptakteurinnen wie Zorn, Schröder, Frida schon vertraut, auch Heinlein, der in diesem Teil einen Hauptpart eingenommen hat, ist schon des Öfteren in den Vorgängern vorgekommen. Für Neueinsteigerinnen wird es schwierig die Zusammenhänge und Hintergründe zu durchblicken, vor allem, da dieser Teil auch wirr und sprunghaft wirkt. Als Leser*in ist man zwar schnell mitten im Geschehen drinnen, danach entwickeln sich die Ermittlungsarbeiten und die Kapitel im Delirium etwas unübersichtlich und gewöhnungsbedürftig. Meinen Geschmack hat es diesmal nicht ganz getroffen. Die Wortwitze zwischen Zorn und Schröder waren mir Großteils auch schon bekannt und Frida wirkt diesmal auch verändert und unsympathisch. Die gesamte Grundstimmung ist bedrückend und düster, es fehlt mir im Vergleich zu den vorigen Teilen zumindest an gewissen Stellen die Leichtigkeit, die auch Dackel Dumbo nicht hineinbringen kann, leider. Für den nächsten Teil wünsche ich mir wieder ein paar positive Vibes und etwas Leichtigkeit, neue charmante Wortwitze und Beziehungsarbeit zwischen Frida und Zorn.

Veröffentlicht am 09.03.2026

no vacancy

Hotel Ambrosia - Du. Entkommst. Nicht.
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Der Thriller ist sehr spannend und abwechslungsreich geschrieben und nicht nur für Jugendliche interessant, sondern auch für junggebliebene Erwachsene. Beim Lesen entwickelt sich eine richtige Sogwirkung, ...

Der Thriller ist sehr spannend und abwechslungsreich geschrieben und nicht nur für Jugendliche interessant, sondern auch für junggebliebene Erwachsene. Beim Lesen entwickelt sich eine richtige Sogwirkung, sodass man immer weiterlesen muss. Spannend finde ich, dass Ruby direkt gegenüber vom Hotel wohnt und somit einen direkten Einblick in die Fenster und Zimmer der Hotelgäste bekommt. Da sie aufgrund ihrer Erkrankung immer zuhause ist, hat sie somit eine spannende Tagesbeschäftigung und ihr detektivischer Spürsinn erwacht, wenn sie mysteriöse Umstände beobachtet.
Die Konstellation mit AJ als ihren Komplizen, der dann direkt vor Ort ermittelt, finde ich als Bereicherung und die Recherchen zum True Crime Podcast wirken teilweise gut geplant, teilweise improvisiert, aber im Duo sind Ruby und AJ unschlagbar, auch wenn einige verdeckte Ermittlungen schieflaufen.
Bemerkenswert finde ich, dass Ruby, trotz ihrer starken körperlichen Einschränkungen ihren Lebensmut und ihre Neugier nicht verliert, im Gegenteil, sie ist ein tolles Vorbild für Jugendliche, die vielleicht auch gerade mit der einen oder anderen Einschränkung hadern. Die Perspektive ist auch gut gewählt, man blickt als Leser*in direkt von Rubys Fenster in die Zimmer der Hotelgäste und kann das Gesehene mit Fantasie beflügeln, sodass eigene Geschichten entstehen.
Die Hauptaktionen ereignen sich allerdings geballt im letzten Drittel des Buches etwa, hier hätte man etwas besser dosieren können, ansonsten hat mich der Jungendthriller sehr gut unterhalten.

Veröffentlicht am 05.03.2026

Potenzial nicht ausgeschöpft

Zwei in einem Bild
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Die Idee einer Liebesgeschichte in Verbindung mit Kunst, in diesem Fall in einem Bild, finde ich märchenhaft und ich hatte vor dem Lesen eine romantische Vorstellung über den Verlauf der Geschichte. Meine ...

Die Idee einer Liebesgeschichte in Verbindung mit Kunst, in diesem Fall in einem Bild, finde ich märchenhaft und ich hatte vor dem Lesen eine romantische Vorstellung über den Verlauf der Geschichte. Meine Erwartungen wurden nur teilweise erfüllt, der Beginn war bezaubernd, die Leseatmosphäre angenehm und ruhig, die Beschreibung bildhaft und schön, sodass man sich als Leser*in die Geschichte von Jean und Claire hineinträumen kann. Der Ort des Geschehens, das Museum, hat für mich generell eine gewisse Faszination und die Idee, dass jemand in einem Gemälde lebt und auch mit der realen Welt in Kontakt treten kann, finde ich spannend. Der Aufbau der Beziehung zwischen Jean und Claire war auch sehr spannend zu lesen, danach flacht die Geschichte inhaltlich und emotional leider etwas ab, wird vorhersehbar und bleibt oberflächlich, eine emotionale Tiefe kann ich nicht nachempfinden. Schade, die Geschichte hätte das Potenzial zu einer dramatischen und emotionalen Geschichte, aber das Potenzial wurde hier, vor allem in der zweiten Hälfte, leider nicht ausgeschöpft.