rückwärtsgehen
ZitronenDas erste Kapitel war sehr verwirrend geschrieben, sprunghaft und voller Andeutungen, sodass ich mich beim Lesen erst einfinden musste, aber das Gefühl hatte, durch das Tempo und die Sprünge mir nicht ...
Das erste Kapitel war sehr verwirrend geschrieben, sprunghaft und voller Andeutungen, sodass ich mich beim Lesen erst einfinden musste, aber das Gefühl hatte, durch das Tempo und die Sprünge mir nicht die Zeit dafür nehmen zu können. Dies finde ich schade, da ich somit in die Geschichte hineingestolpert bin. Auch das Thema rund um die Apfelbäume war für mich zu präsent im Vordergrund. Danach wurden die Erzählungen stringenter und nachvollziehbar für mich. Manche Äußerungen und Erlebnisse sind dramatisch und wie angekündigt, der Sprachstil sprachgewaltig, sodass man als Leser*in häufig den Atem anhalten und in sich gehen muss. August wächst in einer völlig zerrütteten Familie auf, seine Mutter leidet am Münchhausen-Stellvertretersyndrom und somit verbringt August seine halbe Kindheit krank bzw. krankgemacht. In seiner Zeit als junger Erwachsener ist er bindungsunfähig, sodass auch seine Ehe schnell in die Brüche geht. Am Ende werden viele Dinge aus der Vergangenheit aufgeklärt und die Situation spitzt sich zu, mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten.