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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.11.2024

Familiensekte und Unglückshaus

Aus dem Haus
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Der Roman wird aus Sicht einer Ich-Erzählerin geschildert, die als Tochter ihre Wahrnehmung zum Auszug der Eltern aus dem vor längerer Zeit selbst gebauten Haus schildert. Die Grundstimmung ist durchgehend ...

Der Roman wird aus Sicht einer Ich-Erzählerin geschildert, die als Tochter ihre Wahrnehmung zum Auszug der Eltern aus dem vor längerer Zeit selbst gebauten Haus schildert. Die Grundstimmung ist durchgehend trostlos, negativ, unglücklich und man hat als Leser*in das Gefühl in diese Unglücksspirale mit hineingezogen zu werden. Für mich war kein roter Faden oder kein Höhepunkt im Roman erkennbar, was ich sehr schade finde. Die Erzählung plätschert so dahin, teilweise werden Anekdoten über die Familie erzählt, die lustig und überzogen wirken, aber häufig werden auch Situationen über Personen, die weiter nicht relevant sind oder über Ortschaften so ausführlich abgehandelt, dass ich schon in Versuchung war, das Buch wegzulegen. Zu Beginn erfährt man den aktuellen Stand der Geschehnisse, zwischenzeitlich Rückblenden und am Ende fehlt mir ein Abschluss. Außerdem hätte ich mir mehr Bezug zur aktuellen Situation gewünscht, vielleicht auch mehr Einbezogenheit der Ich-Erzählerin. So ist der Roman leider sehr oberflächlich geblieben, ich konnte kaum Kontakt zu den Charakteren herstellen und bis auf wenige satirische oder lustige Situationen hat es mir nicht besonders gefallen. Es wird schon in der Kurzbeschreibung der gesamte Inhalt gut zusammengefasst und pointiert erzählt.

Veröffentlicht am 09.11.2024

es gibt noch Luft nach oben

Love Letters to a Serial Killer
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Der Roman ist in einfacher, leicht und schnell zu lesender Sprache verfasst und beschreibt die Geschichte aus der Sichtweise von Hannah, die sich in einen „Serienkiller“ verliebt. Die Verträumtheit und ...

Der Roman ist in einfacher, leicht und schnell zu lesender Sprache verfasst und beschreibt die Geschichte aus der Sichtweise von Hannah, die sich in einen „Serienkiller“ verliebt. Die Verträumtheit und Verliebtheit von Hannah ist zentrales Thema und beschäftigt und prägt ihren gesamten Tagesablauf, sodass sie sogar in ihrem Job gekündigt wird und sich von ihren Freundinnen distanziert. Die Briefe, die sie an William ins Gefängnis schickt sind einerseits interessant, aber bleiben leider recht oberflächlich. Hier hätte ich mir tiefgreifendere Gespräche gewünscht, von beiden Seiten. Gleichzeitig tauscht sich Hannah in einem Forum für Gleichgesinnte aus, die sich auch mit den Mordfällen und den Gerichtsverhandlungen von William interessieren aus. Auch hier werden nur kurz Vermutungen angestellt, aber keine wirklichen Erkenntnisse oder relevante Inhalte ausgetauscht. Für ein True-Crime-Forum hätte ich mir mehr Aktivität und Recherche sowie Ergebnisse gewünscht, was leider nicht der Fall war. Hannah wird als unsichere, wenig selbstbewusste und naive Frau dargestellt, was mir nicht so gefallen hat, sie hätte vielschichtiger dargestellt werden können. Außerdem werden ziemlich viele Klischees bedient und auch der Schluss war für mich vorhersehbar. Aus dem Thema hätte man noch mehr herausholen können, es gibt noch Luft nach oben.

Veröffentlicht am 09.11.2024

spannende Hintergrundgeschichten

Der stille Vogel
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Der dritte Teil der Reihe ist von Beginn an sehr spannend geschrieben und setzt dort an, wo der zweite Teil geendet hat. Nachdem ich die Vorgänger-Kriminalromane kenne, war ich schon mit den Hauptcharakteren ...

Der dritte Teil der Reihe ist von Beginn an sehr spannend geschrieben und setzt dort an, wo der zweite Teil geendet hat. Nachdem ich die Vorgänger-Kriminalromane kenne, war ich schon mit den Hauptcharakteren vertraut und konnte somit sehr schnell in die Geschichte hineinfinden. Neben der Aufklärung des tragischen Mordfalles an zwei Jungen, der schon vor sehr langer Zeit begangen wurde, aber nun durch die Knochenfunde wieder aufgenommen wird, kommen auch andere Dinge ans Tageslicht. Man merkt, dass die Stimmung der kleinen Dorfgemeinschaft sehr schnell kippt und bei vielen die Nerven blankliegen. Neben der Aufklärung des Falles hat mir aber vor allem die Situation von Nicole sehr leidgetan. Nach dem tragischen Verlust ihres Vaters im vorigen Teil hat sie nun mit John eine Vertrauensperson gefunden und dies soll sich nun wieder ändern und Nicole zu neuen Pflegeeltern kommen. Dieses persönliche Schicksal hat mich sehr berührt.
Gut gelungen finde ich vor allem im letzten Teil auch die unerwarteten Wendungen, wenn es um die Suche nach potenziellen Mörder*innen geht und den stimmigen Schluss, sodass alles aufgeklärt wird und wieder Ruhe einkehren kann. Über einen folgenden Teil würde ich mich sehr freuen.

Veröffentlicht am 09.11.2024

spannende Hintergrundgeschichten

Der stille Vogel
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Der dritte Teil der Reihe ist von Beginn an sehr spannend geschrieben und setzt dort an, wo der zweite Teil geendet hat. Nachdem ich die Vorgänger-Kriminalromane kenne, war ich schon mit den Hauptcharakteren ...

Der dritte Teil der Reihe ist von Beginn an sehr spannend geschrieben und setzt dort an, wo der zweite Teil geendet hat. Nachdem ich die Vorgänger-Kriminalromane kenne, war ich schon mit den Hauptcharakteren vertraut und konnte somit sehr schnell in die Geschichte hineinfinden. Neben der Aufklärung des tragischen Mordfalles an zwei Jungen, der schon vor sehr langer Zeit begangen wurde, aber nun durch die Knochenfunde wieder aufgenommen wird, kommen auch andere Dinge ans Tageslicht. Man merkt, dass die Stimmung der kleinen Dorfgemeinschaft sehr schnell kippt und bei vielen die Nerven blankliegen. Neben der Aufklärung des Falles hat mir aber vor allem die Situation von Nicole sehr leidgetan. Nach dem tragischen Verlust ihres Vaters im vorigen Teil hat sie nun mit John eine Vertrauensperson gefunden und dies soll sich nun wieder ändern und Nicole zu neuen Pflegeeltern kommen. Dieses persönliche Schicksal hat mich sehr berührt.
Gut gelungen finde ich vor allem im letzten Teil auch die unerwarteten Wendungen, wenn es um die Suche nach potenziellen Mörder*innen geht und den stimmigen Schluss, sodass alles aufgeklärt wird und wieder Ruhe einkehren kann. Über einen folgenden Teil würde ich mich sehr freuen.

Veröffentlicht am 04.11.2024

Wer lügt nicht?

Wer zuerst lügt
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Evie und Ryan sind beide sehr starke Charaktere bleiben sich gegenseitig nichts schuldig. Sie geben nur jeweils das preis, was sie preisgeben möchten, und glauben sich beide in der überlegenen Position. ...

Evie und Ryan sind beide sehr starke Charaktere bleiben sich gegenseitig nichts schuldig. Sie geben nur jeweils das preis, was sie preisgeben möchten, und glauben sich beide in der überlegenen Position. Genau deshalb ist das Machtspiel der beiden so spannend und birgt auch einige überraschende Wendungen, die das gesamte geplante Konstrukt wieder durcheinander wirbeln. Zwischenzeitlich wird es vor allem für Evie sehr eng, ob sie sich aus dem Schlamassel wieder hinausmanövrieren kann und auch wer ihre Freunde und wer ihre Gegner sind. Das Spannungslevel ist fast durchgehend hoch, doch die Auflösung am Ende war mir etwas zu wenig ausführlich und glaubwürdig, im Vergleich zu den vorangegangenen Passagen, die allesamt sehr detailliert beschrieben waren.