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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.01.2026

wirkt in jeder Hinsicht authentisch

Was ich von ihr weiß
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Der Roman beeindruckt durch eine stilvolle, poetische Erzählweise, die trotzdem nicht abgehoben oder überzogen wirkt, sondern dadurch, dass sie sehr bildhaft ist, nahbar und verständlich bleibt. Die Emotionen ...

Der Roman beeindruckt durch eine stilvolle, poetische Erzählweise, die trotzdem nicht abgehoben oder überzogen wirkt, sondern dadurch, dass sie sehr bildhaft ist, nahbar und verständlich bleibt. Die Emotionen werden sehr gut vermittelt, die Erzählungen sind nie oberflächlich, sondern immer detailliert und mit Tiefgang. Mir gefällt außerdem, dass es in Italien im 20. Jahrhundert spielt und dies wird recht authentisch vermittelt. Inhaltlich geht es um große Themen, wie Liebe und Freundschaft, aber auch soziale und politische Umbrüche, Weltkriege und gesellschaftliche Normen wirken mit ein. Die Charaktere sind gegensätzlich und laden zu Diskussion ein, sie sind so unterschiedlich, dass man als Leserin seine/n Favoriten finden kann, egal welche Vorlieben man hat. Mir persönlich hat Viola sehr gut gefallen, da sie sich in der damaligen Zeit nicht den Normen und Konventionen gebeugt hat, sondern eine emanzipierte Frau war, die zu ihren Gedanken und Taten steht.
Der Roman passt sehr gut für Leser
innen, die gerne poetische Sprache mögen, auch Kunst und Kultur und das Historische lieben und natürlich fehlen auch bewegende Liebes- und Freundschaftsgeschichten nicht.

Veröffentlicht am 02.01.2026

mystische Atmosphäre

Die Brandung – Moorengel
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Der erste Teil der Serie ist der Beginn einer Ostsee-Krimireihe mit der dänischen Archäologin Fria und dem deutschen Kommissar Ohlsen und seinem Ermittlungsteam. Beim Lesen spürt man das besondere Ostsee-Flair ...

Der erste Teil der Serie ist der Beginn einer Ostsee-Krimireihe mit der dänischen Archäologin Fria und dem deutschen Kommissar Ohlsen und seinem Ermittlungsteam. Beim Lesen spürt man das besondere Ostsee-Flair und die typischen Gewohnheiten der Bewohner*innen sowie deren Eigenheiten, was charismatisch und authentisch wirkt. Die Leseatmosphäre empfinde ich als angenehm, es wird langsam gestartet, die Hauptcharaktere und die Schauplätze werden eingeführt und mit der Zeit steigt auch die Spannung kontinuierlich an. Die Charaktere haben ihre Gewohnheiten und vor allem Kommissar Ohlsen ist nicht zu unterschätzen, obwohl er sich teilweise recht wortkarg gibt und nicht in die Karten blicken lässt. Gut gelungen finde ich auch die Stimmung, vor allem, wenn ein Moor im Spiel ist, hat es immer einen besonderen Spannungsfaktor für mich, da es so unberechenbar ist und Fehler nicht verzeiht.
Ich bin gespannt, auf die nächsten Teile der Reihe und freue mich vor allem auf eine Weiterentwicklung der Hauptcharaktere oder auch darauf, sie besser kennenzulernen, denn allzu viel haben sie bis jetzt noch nicht preisgegeben und auf einen nächsten spannenden Ermittlungsfall.

Veröffentlicht am 01.01.2026

innere Konflikte und Anspannung

Wo der Tod wartet
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Der Psychothriller lebt vor allem aufgrund der angespannten, unheilvollen Leseatmosphäre, bei der ich ständig das unterschwellige Gefühl habe, dass jeden Moment etwas passieren wird. Tessa wirkt für mich ...

Der Psychothriller lebt vor allem aufgrund der angespannten, unheilvollen Leseatmosphäre, bei der ich ständig das unterschwellige Gefühl habe, dass jeden Moment etwas passieren wird. Tessa wirkt für mich als Charakter ziemlich angeschlagen und psychisch instabil und ich kann es schwer nachvollziehen, dass sie sich noch einmal an den Ort der Geschehnisse zurückwagt. Auch diesmal kämpft sie wieder mit Angst und mit ihren inneren Dämonen, sodass ständig das beklemmende Gefühl von Tessa auf die Leser*innen übertragen wird. Mir haben die inneren Konflikte und Gedanken von Tessa am besten gefallen. Die Spannung bleibt somit von Beginn an bis zum Schluss hochgehalten, wobei tatenmäßig am Anfang eher wenig passiert und dann am Schluss überhäufen sich die Ereignisse, dermaßen, dass man Mühe hat, mit dem schnellen Verlauf mitzukommen. Hier hätte ich eine Dosierung über das gesamte Buch hinweg besser gefunden und der Schluss wäre auch realitätsnaher möglich gewesen, so war es mir too much.

Veröffentlicht am 01.01.2026

Wird alles gut?

Wie wir waren
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Alles wird gut! – oder diesmal doch nicht? Um diese zentrale Frage dreht sich die jahrelange und intensive Freundschaft von zwei unterschiedlichen Frauen, Paula und Zett, die schon seit den 1980er Jahren ...

Alles wird gut! – oder diesmal doch nicht? Um diese zentrale Frage dreht sich die jahrelange und intensive Freundschaft von zwei unterschiedlichen Frauen, Paula und Zett, die schon seit den 1980er Jahren besteht. Die Schilderungen sind bildhaft und authentisch beschrieben, man fühlt sich als Leserin wie ein Teil der beiden Freundinnen, kann ihre Höhen und Tiefen miterleben und lernt ihre Charaktere mit der Zeit immer besser kennen, auch ihre Entwicklungen über die Jahre hinweg. Teilweise hat mich die emotionale Tiefe berührt, es sind bewegende und persönliche Geschichten aus den Leben der beiden Frauen, dann wiederum waren einige Szenen, die etwas oberflächlich waren, hier hätte ich mir auch tiefgreifendere Sichtweisen gewünscht. In den meisten Situationen konnte ich mich sehr gut in Paula oder Zett hineinversetzen und konnte mit ihnen mitfühlen, mit ihnen mitleiden oder mich mit ihnen freuen. Der Roman hat eine emotionale Sogwirkung, in die man als Leserin automatisch hineingezogen wird, der berührt und auch nach dem Lesen noch nachwirkt.

Veröffentlicht am 01.01.2026

unterschwellige Bedrohungen

The Florist
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Zu Beginn wird man als Leserin in das Alltagsleben von Amy McKenzie eingeführt, erfährt über ihre Leidenschaft als Floristin und über ihre beruflichen Pläne. Der Einstieg ist ruhig, erzählend, aber schon ...

Zu Beginn wird man als Leserin in das Alltagsleben von Amy McKenzie eingeführt, erfährt über ihre Leidenschaft als Floristin und über ihre beruflichen Pläne. Der Einstieg ist ruhig, erzählend, aber schon bald verändert sich die Stimmung und es treten überraschende Wendungen auf. Als Amy in das Visier der Ermittlungen gerät, erkennt man auch, dass sie Dinge vor der Öffentlichkeit verborgen hat, die nicht ohne Grund so bleiben sollten. Amys Charakter ist vielschichtig und sie zeigt einige ihrer Facetten, lässt auch in ihre Gefühlswelt einblicken, aber trotzdem kann ich sie nicht gut einschätzen, sie bleibt für mich bis zum Schluss geheimnisvoll und unnahbar. Das große Thema rund um den Blumenladen und die damit verbundenen Aufträge ist für Blumenliebhaberinnen bestimmt schön zu lesen, für meinen Geschmack war es etwas zu ausführlich und präsent, das hat für mich die Spannung etwas gemindert. Insgesamt fühlte ich mich aber gut unterhalten, war von einigen Wendungen überrascht, hatte andere wiederum kommen sehen. Mir gefällt es, dass weniger brutale actionreiche Szenen vorkommen, sondern mit subtiler Spannung und mit unterschwelligen Bedrohungen gespielt wird.