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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.01.2020

gemütlich und visiert ans Ziel

Wisting und der fensterlose Raum
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Meine Meinung zum Buch:
An diesem Buch haben mir die beiden Charaktere Wisting, der eine Ruhe und Gelassenheit ausstrahlt, aber trotzdem dranbleibt, wenn er an einer Sache interessiert ist und seine Tochter, ...

Meine Meinung zum Buch:
An diesem Buch haben mir die beiden Charaktere Wisting, der eine Ruhe und Gelassenheit ausstrahlt, aber trotzdem dranbleibt, wenn er an einer Sache interessiert ist und seine Tochter, die als Journalistin arbeitet und mit neuen, frischen Ideen und mutig an die Sache herangeht, sehr gut gefallen. Die Beiden sind ein gutes, eingespieltes Team, das spürt man auch in der Zusammenarbeit, obwohl sich Line ihren Stand bei ihrem Vater hart erkämpfen musste und auch laufend darauf achten muss, dass sie nicht als Tochter in die untergeordnete Rolle rutscht.
Die Geschichte, die es zu enträtseln gilt, ist ein Cold Case und natürlich sind die Spuren des Geldes von damals nicht mehr so einfach aufzuspüren. Es wurde in den Ermittlungen unsauber gearbeitet und auch noch ein paar weitere Missgeschicke spielten eine Rolle. Durch das erneute Stochern im Wespennest werden aber einige Beteiligte unruhig und versuchen Line einzuschüchtern, indem sie angegriffen wird. Aber am Ende kommt Wisting mit seinem Team durch gezielte Schachzüge und aufmerksame Recherchen und Undercover-Einsätze auch ans Ziel. Mir gefällt die ruhige Aufklärungsarbeit, bei der jeder Stein mehrmals umgedreht wird.


Mein Fazit:
Das Buch überzeugt aufgrund seiner authentischen Charaktere und einer soliden Ermittlungsarbeit sowie journalistischem Ehrgeiz, allerdings ist es eher ein gemütlicher Krimi mit einem gemütlichen Ermittler, der alles mit Ruhe und Bedacht angeht.

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Veröffentlicht am 23.01.2020

durchwachsener Krimi

Tod und kein Erbarmen
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Meine Meinung zum Buch:
Die Geschichte der verschwundenen Violetta und die missglückten Ermittlungen dazu finde ich sehr spannend und auch die Aufrollung des alten Falles Jahre später. Kommissar Donner ...

Meine Meinung zum Buch:
Die Geschichte der verschwundenen Violetta und die missglückten Ermittlungen dazu finde ich sehr spannend und auch die Aufrollung des alten Falles Jahre später. Kommissar Donner und Sokrates Vogel sind eigenwillige Charaktere, die stark übertrieben dargestellt werden, da hat es auch Vogels neue Assistentin nicht leicht, die mir einen sehr netten und kompetenten Eindruck macht. Ärgerlich und überzogen finde ich den Verdacht, dass Donner in die Mordsache verwickelt wurde und die gesamte Überstellungs- und Rettungsaktion bei brisanter Schneelage hat mir nicht so gut gefallen. Der zweite Handlungsstrang, in dem Vogel und seine Assistentin auf eigener Ebene versuchen, den alten Fall zu lösen, finde ich spannender und interessanter. Insgesamt also ein durchwachsener Krimi, der mich gut unterhalten hat, aber bei dem mir „das Besondere“ gefehlt hat.

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Veröffentlicht am 23.01.2020

harte Knochenarbeit

Knochengrab (Ein Sayer-Altair-Thriller 2)
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Meine Meinung zum Buch:
Der Einstieg in das Buch ist von Anfang an spannend und rasant – es wird eine Sammelstelle unzähligen alten menschlichen Knochen gefunden und gleich darauf auch noch ein recht ...


Meine Meinung zum Buch:
Der Einstieg in das Buch ist von Anfang an spannend und rasant – es wird eine Sammelstelle unzähligen alten menschlichen Knochen gefunden und gleich darauf auch noch ein recht junges Skelett. Die Geschichte hat mich sofort in den Bann gezogen. Besonders spannend wird die Verschleierung des Täters gehandhabt, man wird als LeserIn am Anfang im Unklaren gelassen und es könnten sich mehrere Spuren als richtig herausstellen, aber im letzten Drittel war dann alles klar. Die brutale Vorgehensweise der Taten und wie Mütter und Kinder ausgewählt und unter Druck gesetzt werden, war noch ein zusätzlicher emotionaler Kick.
Die Ermittlungsarbeiten gestalten sich äußerst schwierig, einerseits aufgrund der Wetterbedingungen, aber auch, weil das Team neu zusammenarbeitet und recht wenige Ressourcen zur Verfügung gestellt werden. Die bürokratischen Hintergründe werden auch als ein Nebenstrang erörtert. Der dritte Nebenstrang mit der Forschungsarbeit von Sayer Altair war mir dann schon um eine Handlungsidee zu viel, da es am Ende auch nicht wirklich ein Ergebnis gab und wer sich hinter dem mächtigen Probanden versteckt, bleibt auch unbeantwortet. Hier hätte ich mir entweder einen direkteren Zusammenhang zum Fall gewünscht sowie eine Aufklärung, ansonsten hätte dieser Handlungsstrang auch weggelassen werden können.

Mein Fazit:
Ein sehr spannender Fall mit alten und neuen Geschichten, die sich am Ende verknüpfen und auflösen – von mir gibt es eine Leseempfehlung, alleine schon wegen dem liebenswürdigen Ermittlungsteam.

Veröffentlicht am 20.01.2020

Unterschiede und Gemeinsamkeiten

Geteilt durch zwei
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Meine Meinung zum Buch:
Nadja ist als Charakter facettenreich und sehr authentisch beschrieben. Man merkt ihr an, dass sie in ihrem Leben ständig auf der Suche ist, dass ihr etwas fehlt, aber sie nicht ...

Meine Meinung zum Buch:
Nadja ist als Charakter facettenreich und sehr authentisch beschrieben. Man merkt ihr an, dass sie in ihrem Leben ständig auf der Suche ist, dass ihr etwas fehlt, aber sie nicht genau benennen kann, warum sie sich so fühlt. Dass sie adoptiert wurde, war ja kein Geheimnis, dass sie eine Zwillingsschwester hat, allerdings lange Zeit schon. Ich finde es verständlich, dass Nadja ihre Zwillingsschwester kennenlernen möchte und so ergibt ein Schritt den nächsten. Die Erzählungen über ihre Mutter haben mich sehr berührt, sie war damals noch so jung und unbeholfen und wurde mit ihrem Schicksal alleine gelassen.
Mir haben die unterschiedlichen Erzählperspektiven sehr gut gefallen – so hat man teilweise auch ein und dasselbe Erlebnis aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten können. Gut erkennbar wurde dadurch auch, dass die beiden Zwillingsschwestern einige Gemeinsamkeiten haben, aber dass sie eben auch sehr viele Unterschiede aufweisen, sowie von den jeweiligen Familien geprägt wurden, in denen sie aufgewachsen sind.
Ohne zu viel zu verraten, der Schluss hat mir persönlich nicht so gut gefallen. Ich hätte mir eine andere Wende gewünscht oder zumindest, dass nicht alles so glatt läuft, wie es der Fall war. Ansonsten hat mir das Buch sehr gut gefallen, da es mit viel Gefühl und sehr facettenreich geschrieben wurde.

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Veröffentlicht am 18.01.2020

Mama-Power und gesellschaftskritischer Spiegel

Solange du noch lebst
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Meine Meinung zum Buch:
Die Autorin spielt geschickt mit den Gefühlen der LeserInnen und bei mir ist dieser Schachzug komplett aufgegangen– wenn es um das Leben eines Kindes geht, dann habe ich vollstes ...

Meine Meinung zum Buch:
Die Autorin spielt geschickt mit den Gefühlen der LeserInnen und bei mir ist dieser Schachzug komplett aufgegangen– wenn es um das Leben eines Kindes geht, dann habe ich vollstes Verständnis für jegliches Verhalten der betroffenen Eltern. Der kleine Ethan hat mir sehr leidgetan, er ist nicht nur Opfer der Entführung geworden, er war auch vorher schon in seiner Klasse der Außenseiter und im Scheidungskonflikt seiner Eltern ist er auch zwischen die Fronten geraten. Zudem wird man als LeserIn in die Irre geführt, wer als möglicher Täter in Frage kommt. War es der Ex-Mann und Vater oder doch jemand anderes? Zudem bietet die Verwechslung der beiden Jungen einen zusätzlichen Spannungsfaktor. Dass die beiden Mütter um ihre Kinder kämpfen und sie zu schützen versuchen, mit all ihren Mitteln, finde ich natürlich und selbstverständlich. Mir hat der Esoterik-Einschlag der Oma nicht so gut gefallen, ansonsten war sie eine Bereicherung für die Familie in ihrer Konfliktsituation. Gut gelungen ist auch der gesellschaftliche Spiegel, der zeigt, wie sich die „angeblichen Freunde“, in diesem Fall die Eltern der Schulkolleginnen abwenden, sobald ein Unglück geschieht und man schnell vorverurteilt wird und selbst die Schuld zugeschoben bekommt.