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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.10.2025

gute Freunde, oder?

Das Dinner – Alle am Tisch sind gute Freunde. Oder?
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Der Thriller beginnt mit einem Treffen von Freunden in einer abgelegenen Location zu einem Krimidinner. Dieses Gedankenspiel hat mir sehr gut gefallen, ein begrenzter Raum ohne Auswegmöglichkeiten, gutes ...

Der Thriller beginnt mit einem Treffen von Freunden in einer abgelegenen Location zu einem Krimidinner. Dieses Gedankenspiel hat mir sehr gut gefallen, ein begrenzter Raum ohne Auswegmöglichkeiten, gutes Essen und viel Alkohol, da wird bestimmt das eine oder andere Geheimnis ans Tageslicht kommen. Der fiktive Kriminalfall ähnelt sehr stark den Personen und dem Geschehen vor fünf Jahren, als ihre gemeinsame Freundin auf einem Festival plötzlich verschwunden und nie wieder aufgetaucht ist. Schnell ist klar, dass der oder die Mörderinnen auch unter den heute anwesenden sein muss/müssen. Es wird spannend, denn nun beginnt jede/r jede/n zu verdächtigen und die Ereignisse auf dem Festival werden in kleine Zeitabschnitte aufgeteilt und alle Erinnerungen zusammengetragen. Wer war wann mit wem wo? Welche Erinnerungen trügen oder wer lügt sogar? Schon bald ist die Stimmung mehr als nur angespannt und gereizt und beginnt zu eskalieren. Ob der alte Fall aufgeklärt werden kann oder nicht, möchte ich hier an dieser Stelle nicht verraten, aber es geht hitzig her und viele unbekannte Details werden aufgedeckt. Nach dem Dinner sind die Beziehungen der Freundinnen untereinander nicht mehr wie vorher.

Veröffentlicht am 27.10.2025

Identität

Ostfriesennebel
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In diesem Fall ermittelt Ann Kathrin in einem mysteriösen Fall, bei dem eine Frau behauptet, ihr Ehemann sei tot und der Mann, der bei ihr lebt, sei nicht ihr Ehemann. Kurz darauf wird eine weibliche Leiche ...

In diesem Fall ermittelt Ann Kathrin in einem mysteriösen Fall, bei dem eine Frau behauptet, ihr Ehemann sei tot und der Mann, der bei ihr lebt, sei nicht ihr Ehemann. Kurz darauf wird eine weibliche Leiche gefunden, hat sie auch damit zu tun? Generell ist die Stimmung in diesem Teil interessant, da man als Leser*in nicht genau einordnen kann, womit man es zu tun hat. Hat die Frau recht? Ist sie psychisch krank oder erkennt ihren Mann nicht oder wird sie sogar bedroht? Es geht viel um das Thema Identität, das finde ich persönlich spannend, auch um Identitätsdiebstahl und Täuschung, sodass der Krimi neben dem regionalen Touch auch eine psychologische Tiefe erhält. Wenn man schon weitere Teile gelesen hat, so sind die Hauptcharaktere bekannt und man kann sich voll und ganz auf den neuen Fall einstellen, der mir diesmal wirklich gut gefallen hat, spannend von Anfang bis zum Ende.

Veröffentlicht am 24.10.2025

Wird der Fall nicht zu komplex?

Bornholmer Geheimnis
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Der Kriminalroman ist der fünfte Teil der Ermittlungsserie mit Sarah Pirol, kann aber unabhängig von den anderen Teilen gelesen werden. Eine Alterspflegerin wird ermordet aufgefunden, allerdings erscheinen ...

Der Kriminalroman ist der fünfte Teil der Ermittlungsserie mit Sarah Pirol, kann aber unabhängig von den anderen Teilen gelesen werden. Eine Alterspflegerin wird ermordet aufgefunden, allerdings erscheinen bei genauerer Betrachtung einige Dinge mysteriös. Steckt mehr dahinter? Schon bald wird der Fall komplexer und es gleitet ab in Intrigen und größere Skandale, die untypisch sind für die ansonsten recht beschauliche Insel. Sarah hatte bis jetzt auch noch nie mit so einem kniffeligen und umfangreichen Fall zu tun. Wird ihr das nicht eine Nummer zu groß? Am Ende lassen sich alle offenen Fragen aufklären und es gibt einen runden Abschluss. Die Beschreibung der örtlichen Begebenheiten und die Landschaftsbilder haben mir sehr gut gefallen, diese empfinde ich als schöne Ergänzung zum Ermittlungsfall.

Veröffentlicht am 24.10.2025

brutal und nicht ganz mein Thema

Der Jäger
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Der Thriller ist gleich zu Beginn brutal und schockiert mit zahlreichen grausamen Details. Nachdem ich bereits „Der Mentor“ gelesen habe, habe ich damit auch schon gerechnet. Es geht aber auch temporeich ...

Der Thriller ist gleich zu Beginn brutal und schockiert mit zahlreichen grausamen Details. Nachdem ich bereits „Der Mentor“ gelesen habe, habe ich damit auch schon gerechnet. Es geht aber auch temporeich weiter, sodass man als Leserin zwischenzeitlich kaum zum Nachdenken hat. Laufend passieren neue Wendungen, werden weitere brutale Szenen beschrieben. Das Thema rund um die Geschichte der Wölfe, hat mich nicht so angesprochen und da es doch einen zentralen Part ausmacht, konnte ich mich mit dem Inhalt nicht so gut beschäftigen wie mit dem vorigen Teil. Die Ermittlerinnen sind alle selbst mit vielen Schicksalen behaftet und wirken somit nahbar und menschlich, was mir sehr gut gefällt. Sprachlich ist der Thriller einerseits brutal, aber auch ehrlich und detailliert, sodass mir das Niveau sehr gut gefällt.
Ich würde sehr gerne weitere Thriller von der Autorin lesen, allerdings zu anderen Fachbereichen oder Themen, diesmal hat es thematisch leider nicht meinen Geschmack getroffen.

Veröffentlicht am 23.10.2025

Traue niemandem, außer dir selbst

Düsteres Tal
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Der dritte Teil der Reihe mit Clara Lofthus ist im Vergleich zu den beiden Vorgängern noch temporeicher und vollgepackt mit Überraschungsmomenten. Man fühlt sich als Leser*in sofort in die Geschichte hineingezogen ...

Der dritte Teil der Reihe mit Clara Lofthus ist im Vergleich zu den beiden Vorgängern noch temporeicher und vollgepackt mit Überraschungsmomenten. Man fühlt sich als Leser*in sofort in die Geschichte hineingezogen und kommt nicht mehr weg, egal wie viele unglückliche Unfälle rund um Clara passieren. Die Zeit in Nairobi geht dramatisch zu Ende und Clara wird wieder für das Amt als Justizministerin angeworben. Dadurch stehen sie und ihre Familie wieder im Fokus der Medien und es besteht die Gefahr, dass Journalisten, allen voran das neue Podcast-Team in ihrer Vergangenheit wühlen und ungünstige Geschehnisse ausgraben und in Verbindung mit aktuellen bringen. Clara wirkt als Charakter in diesem Teil sehr unnahbar und war mir nicht sympathisch, vor allem auch ihrer Familie gegenüber verhält sie sich respektlos. Alex, der sich um den Haushalt und Claras Söhne kümmert, wird von ihr nicht für voll genommen und tut mir schon ein wenig leid. Da es der abschließende Teil der Serie ist, hatte ich schon etwas höhere Erwartungen, diese werden zum Großteil erfüllt, indem alle vergangenen Fälle abgeschlossen und nochmals kurz erwähnt werden. Was mir nicht ganz so gut gefallen hat, war wie sich Clara charakterlich zum Negativen verändert hat. In diesem Teil konnte sie alle Hindernisse und Probleme nur noch mit Morden lösen, das war stark überzogen. Wem kann sie noch vertrauen? Da stimmt der Satz, den ihr Vater ihr mitgegeben hat: „Traue niemandem, außer dir selbst!“