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Veröffentlicht am 25.05.2025

spannend, aber es zieht sich

Die unsichtbare Hand
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„Die unsichtbare Hand“ war mein erstes Buch von Julie Clark. Ihre anderen Bücher klangen schon vielversprechend, ich bin bisher nur noch nicht dazu gekommen, sie zu lesen. Umso gespannter war ich auf dieses ...

„Die unsichtbare Hand“ war mein erstes Buch von Julie Clark. Ihre anderen Bücher klangen schon vielversprechend, ich bin bisher nur noch nicht dazu gekommen, sie zu lesen. Umso gespannter war ich auf dieses Buch, wobei man im Hinterkopf behalten sollte, dass es als „Roman“ deklariert ist. Als Thriller würde ich es nämlich nicht bezeichnen.

Aber worum geht es eigentlich?

Olivia Dumont ist eine erfolgreiche Ghostwriterin, die bereits für viele prominente Persönlichkeiten Bücher geschrieben hat. Nachdem sie sich in einem Interview negativ über einen Kollegen äußert, wird sie zu einer hohen Schadensersatzzahlung verurteilt und wird für weitere Aufträge nicht mehr gebucht. Plötzlich steht sie vor finanziellen Problemen und muss möglicherweise sogar ihr geliebtes Zuhause verkaufen.
Da kommt ein neuer Auftrag gerade recht, auch wenn Olivia ihn nur widerwillig annimmt. Sie soll die Memoiren ihres eigenen Vaters schreiben, den sie seit ihrer Jugend nicht mehr gesehen hat. Er galt einst als Hauptverdächtiger im Mordfall an seinen beiden Geschwistern, konnte jedoch nie überführt werden. Nun soll Olivia seine Geschichte aufschreiben.

Das Cover hat mich sofort angesprochen. Es ist wie ein altes Foto gestaltet, das ein Haus unter bedrohlichen Wolken zeigt. Unheimlich und atmosphärisch und passend zur Geschichte, wenn man sie gelesen hat.
Mit der Geschichte selbst hatte ich anfangs etwas zu kämpfen. Die ersten 100 Seiten lasen sich ziemlich zäh, und ich habe mich wirklich schwergetan, in die Handlung hineinzufinden. Erst als ich mir einen Ruck gegeben habe und das Buch innerhalb von zwei Tagen zu Ende gelesen habe, hat es mich doch noch gepackt.
Wie schon gesagt: Es ist ein Roman. Wer einen klassischen Spannungs-Thriller erwartet, wird vielleicht enttäuscht. Mir persönlich hat es manchmal an Tempo und Spannung gefehlt, auch wenn die Handlung grundsätzlich interessant war. Viele Abschnitte ziehen sich leider etwas in die Länge.

Erzählt wird die Geschichte auf mehreren Zeitebenen und aus verschiedenen Perspektiven. Wir begleiten Olivia in der Gegenwart, lesen Auszüge aus den Erinnerungen ihres Vaters und bekommen auch einen Blick in die Vergangenheit aus der Sicht von Poppy, seiner ermordeten Schwester. Das bringt Tiefe in die Handlung, führt aber auch dazu, dass sich einiges wiederholt und die Spannung nicht immer konstant bleibt.

Trotz allem hat mich das Buch nicht losgelassen. Ich wollte unbedingt wissen, was damals wirklich passiert ist, und habe ständig mitgerätselt. Das hat auf jeden Fall Spaß gemacht.
Wenn man sich darauf einstellt, dass es sich um einen ruhigeren Roman mit Familiendrama und dunklen Geheimnissen handelt, bekommt man eine atmosphärisch dichte und durchdachte Geschichte mit Tiefgang.

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Veröffentlicht am 17.05.2025

Hunchback

Hunchback
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„Hunchback“ ist der Debütroman der japanischen Autorin Saou Ichikawa und ist 2023 in Japan erschienen, 2025 dann auf Deutsch. Das Buch wurde mit dem Akutagawa-Preis ausgezeichnet, wobei Ichikawa als erste ...

„Hunchback“ ist der Debütroman der japanischen Autorin Saou Ichikawa und ist 2023 in Japan erschienen, 2025 dann auf Deutsch. Das Buch wurde mit dem Akutagawa-Preis ausgezeichnet, wobei Ichikawa als erste Autorin mit körperlicher Behinderung diesen Preis erhielt.

Die Geschichte ist sehr kurz (knapp 100 Seiten) und erzählt von Shaka Izawa, einer jungen Frau mit einer angeborenen Muskelerkrankung. Sie lebt in einem Pflegeheim außerhalb Tokios, studiert online und schreibt erotische Geschichten, die sie im Internet veröffentlicht. Die Handlung spielt während der Corona-Pandemie. Wir begleiten Shaka in ihrem Alltag, erleben ihre Gedanken und erfahren von ihrem Wunsch, schwanger zu werden, um danach eine Abtreibung vornehmen zu lassen. Einfach, weil sie das erleben möchte. Genauso wie eine gesunde Frau.

Man sollte vor dem Lesen vielleicht wissen, dass japanische Literatur manchmal sehr ungewöhnlich sein kann. Auch Hunchback ist kein typischer Roman. Shaka ist eine besondere Protagonistin mit einem starken Willen und fernab jeder Klischeevorstellung einer Frau mit Behinderung.

Themen wie Selbstbestimmung, Körperlichkeit und gesellschaftliche Wahrnehmung stehen im Mittelpunkt.
Ein Buch, das man in wenigen Stunden lesen kann und das man so schnell nicht vergisst.

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Veröffentlicht am 16.05.2025

Eins seiner besseren Bücher

Das Treffen
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Ich habe schon viele Bücher von Richard Laymon gelesen und jedes Mal freue ich mich wieder auf den nächsten Titel. Dieses Mal war es „Das Treffen“ und ich finde, es gehört definitiv zu seinen stärkeren ...

Ich habe schon viele Bücher von Richard Laymon gelesen und jedes Mal freue ich mich wieder auf den nächsten Titel. Dieses Mal war es „Das Treffen“ und ich finde, es gehört definitiv zu seinen stärkeren Büchern. Auch wenn Laymons Romane oft ziemlich dick sind (dieses hier hat rund 560 Seiten), fliegen sie nur so dahin.

Worum geht’s?
Die Protagonistinnen kennen sich seit dem College und sind seitdem eng befreundet. Nach dem Studium haben sich ihre Wege zwar getrennt, aber einmal im Jahr treffen sie sich zu einem gemeinsamen Kurzurlaub – jedes Mal organisiert von einer anderen aus der Gruppe. Diesmal ist Helen an der Reihe, und sie führt die Freundinnen an einen abgelegenen Ort, wo ein verlassenes Hotel steht. Mitten im Nirgendwo. Dort soll sich vor einiger Zeit etwas Schreckliches abgespielt haben… und vielleicht ist das Hotel gar nicht so verlassen, wie es scheint..

Ich liebe Laymons Bücher einfach! Sein Schreibstil ist angenehm einfach, die Kapitel sind kurz, und man merkt gar nicht, wie schnell man durch die Seiten fliegt. Die Geschichten sind oft etwas trashig, und die Figuren verhalten sich nicht immer logisch, aber genau das macht für mich den Reiz aus. Es ist spannend, überzogen, manchmal absurd, aber immer unterhaltsam.

Dass das Buch im Original schon 1992 erschienen ist, merkt man kaum. Viele Themen, die behandelt werden, sind auch heute noch absolut aktuell. Für Fans von Laymon, oder alle, die es werden wollen, ist „Das Treffen“ auf jeden Fall ein lesenswerter Titel.

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Veröffentlicht am 16.05.2025

Dramen und Geheimnisse

Das Wochenende
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Das Cover von „Das Wochenende“ hat mich direkt neugierig gemacht. Man sieht ein beleuchtetes Zelt, das bedrohlich nah an wildem Wasser steht, darüber ein dunkel bewölkter Himmel. Die Stimmung ist düster ...

Das Cover von „Das Wochenende“ hat mich direkt neugierig gemacht. Man sieht ein beleuchtetes Zelt, das bedrohlich nah an wildem Wasser steht, darüber ein dunkel bewölkter Himmel. Die Stimmung ist düster und unheilvoll. Genau die Art von Atmosphäre, die ich bei sogenannten „Locked-Room“-Geschichten liebe.
Max und Annie Kingsley haben sich gemeinsam mit ihrem Sohn Kip den Traum von einem luxuriösen Campingplatz erfüllt. Zur Eröffnung laden sie ihre alten Freunde samt Familien ein, um gemeinsam ein schönes Wochenende zu verbringen. Doch wie so oft bei solchen Treffen kommen schnell alte Konflikte hoch, Spannungen entstehen und dann zieht auch noch ein heftiger Sturm auf. Als plötzlich ein Kind verschwindet, kippt die Stimmung komplett.
Mir hat das Buch insgesamt sehr gut gefallen. Anfangs fand ich es etwas schwierig, die vielen Personen auseinanderzuhalten. Wer gehört zu wem, welches Kind zu welcher Familie, und so weiter. Aber mit der Zeit wurde es klarer, und ab da konnte ich richtig in die Geschichte eintauchen. Erzählt wird aus mehreren Perspektiven und auf verschiedenen Zeitebenen. Das macht das Ganze zwar spannend, aber auch etwas komplexer. Deshalb würde ich empfehlen, das Buch möglichst am Stück oder in kurzen Abständen zu lesen, sonst kann man leicht durcheinanderkommen.
Zwischendurch plätscherte die Handlung etwas vor sich hin, und ich hätte mir an einigen Stellen mehr Spannung gewünscht. Trotzdem wollte ich das Buch nicht zur Seite legen, denn die vielen Geheimnisse und unterschwelligen Konflikte haben mich sehr interessiert.

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Veröffentlicht am 16.05.2025

Sehr gutes Buch

Frauen haben anders Darm
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Auf ein Buch wie „Frauen haben anders Darm“ habe ich wirklich gewartet! Schon seit meiner Kindheit leide ich unter wiederkehrenden Bauchschmerzen – oft ohne zu wissen, woher sie kommen. Jetzt, mit Mitte ...

Auf ein Buch wie „Frauen haben anders Darm“ habe ich wirklich gewartet! Schon seit meiner Kindheit leide ich unter wiederkehrenden Bauchschmerzen – oft ohne zu wissen, woher sie kommen. Jetzt, mit Mitte 30, zeigen sich bei mir viele Symptome von PCOS, und ich wollte meine Ernährung längst umstellen, wusste aber nie so recht, wie ich das am besten angehen soll.

Dieses Buch ist randvoll mit wertvollem Wissen über den weiblichen Darm – verständlich erklärt und mit vielen hilfreichen Lösungsansätzen. Besonders gut gefällt mir die Tabelle mit empfehlenswerten Lebensmitteln und Getränken sowie denen, die man besser meiden sollte. Das ist super übersichtlich und direkt anwendbar.

Auch die Rezepte sind ein echtes Highlight: Sie klingen nicht nur lecker, sondern sind auch einfach nachzukochen. Zu jedem Gericht gibt es ein Bild, eine Zutatenliste, die Nährwerte und Hinweise, ob es glutenfrei und/oder histaminarm ist.

Ein tolles Buch für alle Frauen, die unter Bauchschmerzen, PCOS, Blähbauch, Histaminintoleranz oder Reizdarm leiden. Ich werde definitiv viele der Rezepte ausprobieren und sicher immer wieder zu diesem Buch greifen.

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