Zug um Zug kommt der Tod
Blindspiel"Blindspiel" von Max Seeck ist ein intelligenter Thriller, der den Leser auf eine fordernde Weise in die Welt des Schachspiels mitnimmt und bei Lübbe erschienen ist.
Ein junger Mann versucht durch den ...
"Blindspiel" von Max Seeck ist ein intelligenter Thriller, der den Leser auf eine fordernde Weise in die Welt des Schachspiels mitnimmt und bei Lübbe erschienen ist.
Ein junger Mann versucht durch den Diebstahl einer Aktentasche zu Geld zu kommen, aber das misslingt und kurze Zeit später ist er tot. Wenig später wird die Leiche einer komplett weiß bemalten Frau gefunden. Die Kripo Helsinki vermutet einen Serientäter und schaltet den Profiler Milo ein. Als eine bei der Leiche gefundene Notiz darauf hinweist, dass es um Schachspielen gehen könnte, weiß Milo, dass er die Hilfe des Expartners seiner Mutter benötigt, denn dieser ist ein versierter Schachspieler und noch mehr. Er hatte ihn eigentlich nie wieder sehen wollen.
Obwohl die Inhaltsangabe und auch das Cover auf einen Thriller hinweisen, hatte ich bei den ersten Kapiteln nicht das Gefühl und habe mich durch das Geschehen durchgekämpft. Über die langen Passagen über das Privatleben von Milo Perho übersieht man fast das Auffinden der ersten Leiche. Erst ab Kapitel 32 kam Schwung in das Geschehen Die Figuren sind gut und authentisch beschrieben und auch wenn sie sich nicht immer verstehen, arbeiten sie wunderbar zusammen. Es wird schnell klar, dass das Verbrechen mit einem Vorfall aus der Vergangenheit zu tun hat. Doch die Lösung ist dennoch überraschend und doch plausibel.
Mir hat die Geschichte zwar gefallen,, doch ich habe sie nicht wirklich als Thriller empfunden. Auch wenn die Vergangenheit zum Fall gehörte, waren die Schilderungen einfach zu langatmig und einiges hätte weggelassen werden können wie z.. B. die privaten Probleme von Milo und seiner Frau. Es endet sozusagen wie es anfing bei Milo.
Wer einen unterhaltsamen Krimi sucht, für den ist das Buch auf jeden Fall richtig und auch Schachspieler kommen auf ihre Kosten.