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Veröffentlicht am 19.12.2025

Alte Morde führen manchmal zu neuen

Manche Schuld vergeht nie
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"Manche Schuld vergeht nie" von Elly Griffiths ist ein Kriminalroman mit Fantasietouch, der 2025 Tropenverlag erschienen ist.
Ali Dawson ist Kriminalbeamtin, dennoch führt sie ein Leben, das alles andere ...

"Manche Schuld vergeht nie" von Elly Griffiths ist ein Kriminalroman mit Fantasietouch, der 2025 Tropenverlag erschienen ist.
Ali Dawson ist Kriminalbeamtin, dennoch führt sie ein Leben, das alles andere als normal ist. Sie arbeitet für eine Ermittlungseinheit, die alte Fälle bearbeitet und zwar keine gewöhnlichen Cold Cases. Ihre Fälle liegen sehr weit zurück. Ihr neuester Auftrag führt sie ins viktorianische Zeitalter, um dort den Mord an einer jungen Frau aufzuklären. Doch dieses Mal geht die Zeitreise schief und nicht nur das, auch ihr Leben in der Gegenwart gerät aus den Fugen, denn plötzlich ist ihr Sohn in einen Mord verwickelt.
Ali Dawson ist eine Frau, die weiß was sie will und genau das strahlt sie auch aus. Sie ist Kriminalbeamtin in einer geheimen Ermittlungseinheit, da es sich um Ermittlungen in Mordfällen aus der Vergangenheit handelt und sie diese mittels Zeitreisen direkt am Ort des Geschehens vornimmt. Sie ist gut vorbereitet, die Kleidung passt, das Verhalten passt beinahe und doch ist es dieses Mal anders, denn sie ist länger in der Vergangenheit als geplant. Was die Geschichte wunderbar auflockert ist Alis Kater. Dieses Tier ist einmalig und zeigt seine Gefühle sehr deutlich. Ali und ihr Team arbeiten gut zusammen und jeder einzelne Charakter ist gut herausgearbeitet. Ihr Sohn ist gottlob schon erwachsen, allerdings hatte sie ihn bisher nicht eingeweiht, nicht mal jetzt, als sie im Auftrag seines Chefs in die Vergangenheit geschickt wird. Das ist schon schade, aber verständlich. Natürlich gibt es auch einen Geheimbund, der muss in einer solchen Geschichte einfach sein. In diesem Fall handelt es sich um die Collectors, die angeblich einen Mord fordern, wenn man aufgenommen werden will.
Die Geschichte ist gut recherchiert und wirklich glaubwürdig und vorstellbar, auch wenn es noch keine Zeitreisen gibt. Beim Lesen überfiel mich manchmal der Gedanke, ob man bei solchen Zeitreisen nicht die Vergangenheit ändert und damit auch in die Zukunft eingreifen würde. Aber mir hat die Geschichte gefallen. Wer Krimis mag und auch Fantasiegeschichten nicht abgeneigt ist, für den ist dieses Buch ideal. Ich kann es nur wärmstens empfehlen.
Ich freue mich jetzt schon auf weitere Geschichten mit Ali, dem Kater und ihrem Team.

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Veröffentlicht am 16.12.2025

Zauberhafte Geschichten aus einem magischen Buch

Als mir der Westwind Geschichten erzählte – Weihnachtsabenteuer zum Vorlesen
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„Als mir der Westwind Geschichten erzählte - …“ ist ein bezauberndes Geschichtenbuch für Kinder ab 6 und wurde von Christoph und Julia Nörr geschrieben. Erschienen ist es im Oktober 2025 bei Karibu.

Ein ...

„Als mir der Westwind Geschichten erzählte - …“ ist ein bezauberndes Geschichtenbuch für Kinder ab 6 und wurde von Christoph und Julia Nörr geschrieben. Erschienen ist es im Oktober 2025 bei Karibu.

Ein schusseliger Zauber hat ein magisches Buch mit leeren Seiten auf seinem Dachboden vergessen. Da liegt es nun und wartet darauf entdeckt zu werden, denn es hätte doch zu gern gefüllte Seiten, am liebsten mit spannenden Geschichten. Die Kochbücher, die seine einzige Gesellschaft sind, langweilen es furchtbar. Doch eines Tages weht der Westwind zum Turmfenster herein. Er kennt die spannendsten Geschichten, weht er doch überall hin und so beginnt er dem Buch Geschichten aus dem Wald zu erzählen direkt vor dem Turm zu erzählen und auf ein Mal weiß das magische Buch ganz genau, dass es ein Geschichtenbuch sein möchte.

Schon das liebevoll gestaltete Cover verrät, dass hier ein wunderbares Buch zum Vorlesen vor einem liegt und genau das ist auch. Der Westwind erzählt dem Buch Geschichten über Freundschaft, Verständnis, Hilfsbereitschaft und Zusammenhalt und so erfahren die Kinder auch einiges über die Natur. Am Ende sind die Seiten des Buch gefüllt und am Weihnachtsabend sitzen alle zusammen und … aber das verrate ich jetzt nicht.
Es sind wunderbare kurze Geschichten zum selber lesen aber auch zum Vorlesen, aber weihnachtlich wird es erst am Ende. Das erwähne ich deshalb, weil das der einzige Kritikpunkt meiner Zuhörer war. Man muss die Figuren einfach gern haben – den Igel, der Winterschlaf machen, genauso wie den Grmpf, der eigentlich gar nicht grummelig ist. Dass der Zauberer etwas schusselig ist, macht ihn nur umso liebenswerter.

Wer Kinder im Alter von 6 Jahren hat, der sollte sich dieses Buch unbedingt holen und wenn möglich, gemeinsam mit den Kindern lesen. Ich kann es nur empfehlen.

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Veröffentlicht am 04.11.2025

Verschwinden heißt manchmal Verleugnen, dass etwas da ist

Protokoll eines Verschwindens
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"Protokoll eines Verschwindens" von Alexander Rupflin ist ein True-Crime-Roman, der 2025 bei Harper Collins erschienen ist.

Gabriel, ein junger Mann, verlässt zusammen mit seiner Schwester Rio, um in ...

"Protokoll eines Verschwindens" von Alexander Rupflin ist ein True-Crime-Roman, der 2025 bei Harper Collins erschienen ist.

Gabriel, ein junger Mann, verlässt zusammen mit seiner Schwester Rio, um in Deutschland ein neues Leben anzufangen, fernab von seiner dominanten Mutter. In seiner neues Heimatstadt Hamburg läuft zunächst alles gut, er findet Arbeit, er verliebt sich und dann ist er plötzlich verschwunden.
Zur gleichen Zeit lebt der als Pfleger arbeitende Fabio sein unauffällliges Leben in Hamburg und vermietet ein Zimmer seiner Wohung unter, um sich Geld dazu zu verdienen. Doch seit einiger Zeit ist dieses Zimmer, sein Gästezimmer, belegt von einem unangenehmen Zeitgenossen - einer langsam verwesenden Leiche.
Alexander Rupflin hat durch liebevolle Recherche versucht, die einzelnen Stationen des Verschwindens von Gabriel nach zu zeichen - was hat seine Familie gefühlt? Wie kam es dazu, dass er verschwand und hat die Polizei richtig gehandetlt? Gabriel ist gerade frisch verliebt, hat aber nicht viele Freunde und nur so ist es zu erklären, dass er mit ihm fremden Leuten herumzieht und feiert. Fabio versucht sein Leben so unauffällig wie möglich zu leben, hofft auf eine Beziehung mit seinem Freund, der darin allerdings mehr als zurückhaltend ist. Da Fabio kein Kind von Traurigkeit ist, hat er keine Hemmungen mit anderen zu schlafen, denn er ist ja nicht in einer festen Beziehung oder doch? Zumindest scheint er nicht immer darauf zu warten, dass die Männer freiwillig mit ihm das Bett teilen. Alles das ist seinem Freund unbekannt und auch Gabriel weiß nicht, auf was er sich einlässt, als er mit eben diesem Fabio feierngeht.
Rupfin zeigt, wie sehr die Familie unter dem Verschwinden und der Unsicherheit leidet und auch darunter, dass die Polizei keine Ergebnisse erzielt. Die Nachbarn riechen zwar den Gestank, doch keine beschwert sich. Nicht einmal sein Freund bemerkt etwas. Fabion verdrängt seine Tat, und zwar so sehr, dass er bis zum Schluss immer noch der Meinung ist, er habe nichts getan. Ich persönlich nehme ihm das nicht ab und es ist mir schwergefallen, zu glauben, dass niemand etwas gemerkt hat,
Man merkt auf jeden Fall wieviel Mühe Rupflin in die Recherche gesteckt und auch seine Zweifel an den Aussagen des Mörders kommen sehr gut rüber, obwoh er immer versucht, so neutral wie möglich zu bleiben. Es ist ihm gelungen, dass einem die Familie von Gabriel näher kommt und auch der Mörder selbst beibt kein unbekannter, doch das Opfer Gabriel ist mir bis zum Ende fremd geblieben. Mir hat das Buch gefallen, doch ich fand es etwas zu emotionslos, auch wenn es mehr ein Sachbuch ist. Trotzdem kann ich es empfehlen, wenn man True Crime mag.

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Veröffentlicht am 09.10.2025

Rache eiskalt serviert

Die Sättigung
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"Die Sättigung" von Elias Haller ist ein Arne-Stiller-Thriller mit Tiefgang und Spannung, der 2025 bei Edition M erschienen ist.
Es ist Karnevalszeit und Dresden ist im Karnevalsfieber, aber nicht für ...

"Die Sättigung" von Elias Haller ist ein Arne-Stiller-Thriller mit Tiefgang und Spannung, der 2025 bei Edition M erschienen ist.
Es ist Karnevalszeit und Dresden ist im Karnevalsfieber, aber nicht für lange, denn ein maskierter Mörder treibt sein Unwesen und sorgt für blankes Entsetzen. Er foltert seine Opfer auf furchtbare Art und Weise. Schon der Anblick am ersten Tatort macht Arne Stiller fassungslos. Der Tote, ein Imbissbesitzer, ist entsetzlich verstümmelt. Am Tatort blieb als einzige Botschaft des Mörders ein harmloses Foto zurück. Arne Stiller weiß, der Mörder wird weitermachen. Ihm bleibt nicht viel Zeit vor dem nächsten Opfer oder gehört der vermisste Karnevalsprinz bereits dazu?
Das gelungene Cover mit dem blutverschmierten Teller passt hervorragend zum dem Buch, auch wenn es nur entfernt ums Essen geht. Arne Stiller, der ja ein Anhänger von Armakuni ist, schlägt sich gerade mit seinem Kollegen Horst Plattner herum, der eigentlich für den Fall eines verschwundenen Karnevalsprinzen zuständig ist. Da wird er zum Tatort eines grauenvollen Mordes gerufen und ab da, ist es nicht mehr möglich, das Buch aus der Hand zu legen. Die Szenen zwischen Mörder und Opfer sind absolut gelungen und die Inszenierung der Tatorte hat mir eiskalte Schauer über den Rücken gejagt. Dank der Weisheiten von Armakuni ist es aber alles gut zu ertragen. Aus Rückblenden erfährt man, worum es dem Mörder geht - Rache, eiskalte Rache und man erfährt auch das Warum, denkt man zumindest. Und was man vorher nur vermutet hat, wird Gewissheit, Horst Plattner ist ein A... Elias Haller hat hier einen rundum gelungen Thriller vorgelegt, der allerdings nichts für zartbeseitete ist.
Das Ende passt und ist stimmig und es hat mich überrascht. Ich muss zugeben, ich habe das Buch mit einem lachenden und einem weinenden Auge zugeklappt, aber auch mit einem Gefühl von Zufriedenheit. Für Thrillerfans ist dieses Buch ein absolutes Muss.

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Veröffentlicht am 19.08.2025

Manchmal ist alles anders als es scheint

Gerächt sein sollst du
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„Gerächt sein sollst du“ von Kaisu Tuokko ist ein aufwühlender Kriminalroman, der 2025 bei atb erschienen ist.
Im Küstenort Kristinestad wird die Leiche eines jungen Mannes angespült. Es handelt sich ...

„Gerächt sein sollst du“ von Kaisu Tuokko ist ein aufwühlender Kriminalroman, der 2025 bei atb erschienen ist.
Im Küstenort Kristinestad wird die Leiche eines jungen Mannes angespült. Es handelt sich um den siebzehjährigen Jonas Snellman. Sein Tod erschüttert die kleine Gemeinde und schnell gerät ein gleichaltriger Junge unter Verdacht. Offenbar waren sie Klassenkameraden und besuchten das örtliche Gymnasium. Kriminalkommissar Mats Bergholm, der zufällig in seinem Ferienhaus in der kleinen Gemeinde weilt, wird mit den Ermittlungen beauftragt, da anfangs nicht klar ist, ob es sich um ein Verbrechen handelt oder nicht. Er trifft hier auf die Journalistin Eevi Manner, seine Jugendliebe, die ebenfalls in dem Fall recherchiert. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach der Wahrheit über Jonas ´Tod.
Der wunderbare Erzählstil von Kaisu Tuokko lässt einem die Geschichte fast bildlich miterleben – vom Auffinden des Jungen bis hin zur Aufklärung. Kriminalkommissar Mats Bergström wirkt mit seiner gelassenen ruhigen Art absolut authentisch und kompetent und seine Jungendliebe Eevi Manner ergänzt ihn perfekt mit ihrem Engagement für einen guten Artikel. Eevi Manner macht zuerst den Eindruck als würde sie für einen guten Artikel über Leichen gehen, doch das täuscht. Sie kennt ihre Rechte als Journalistin und verfügt auch über entsprechendes Taktgefühl. Ihre erfolglosen Versuche Mutter zu werden, lassen sie noch menschlicher Erscheinen. Sie kommt an Informationen, an die die Polizei nicht so schnell käme und sie nutzt das, um der Polizei zu helfen, aber natürlich auch, um einen guten Artikel schreiben zu können. Was sie gemeinsam herausfinden, lässt den Leser mehr als einmal in menschliche Abgründe blicken.
Besonders gefallen hat mir die einfühlsame Art, in der die Ermittlungen geführt wurden. Natürlich gibt es auch einen sehr eifrigen Polizisten, der aber in die Ermittlungstruppe aufgenommen wird und so sich doch bessert und dazu lernt. Nicht unerwähnt lassen möchte ich die wunderschöne liebevolle Covergestaltung, die ich bisher so bei einem Taschenbuch noch nicht gesehen habe.
Die Auflösung des Falles ist eine Überraschung und auch irgendwie nicht. Eines wird auf jeden Fall klar, das Internet kann täuschen und es vergisst nie. Was zum Tod des Jungen geführt hat, ist mehr als tragisch und es wird einfühlsam und glaubwürdig aufgeklärt. Am Ende wird der Sinn des Buchtitels mehr als deutlich.
Für jeden der Krimis liebt, ist das Buch ein absolutes Muss. Ich bin sicher, es wird ihn ebenso begeistern wie mich.

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