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Veröffentlicht am 26.02.2020

Cooler, magischer Mädchenspaß

Vier zauberhafte Schwestern. Das Original-Hörspiel zum Film
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Cantrip Towers ist kein gewöhnliches altes Haus, nein in seinem Keller wohnt die Quelle der Magie, die Quelle des Elbenstaubs, die Macht über die vier Elemente hat. Sobald vier Geschwister dieses Haus ...

Cantrip Towers ist kein gewöhnliches altes Haus, nein in seinem Keller wohnt die Quelle der Magie, die Quelle des Elbenstaubs, die Macht über die vier Elemente hat. Sobald vier Geschwister dieses Haus bewohnen und das jüngste Kind 9 Jahre alt wird, ist die Kraft vollständig erwacht, sofern die vier Geschwister zusammen halten. In der Vergangenheit wohnte dort die pinkhaarige Brenda, die stärkere Kräfte hatte, als die anderen der Familie und alle Macht an sich reißen wollte. So funktioniert Magie nicht und die Quelle versiegte, bis eine neue Familie dort ihr Heim einrichtete. Die Schwestern Flame, Marina, Flora und Sky verstehen sich super und harmonieren auch beim Singen bestens zusammen, weshalb sie ihre Acappella Formation Sista Magic nennen. Am 9. Geburtstag der Jüngsten haben sie einen Auftritt bei einem Gesangswettbewerb und Sky entdeckt ihre Magie. Doch auch Brenda bleibt das Wiedererwachen des Zaubers nicht verborgen und sie versucht mit allem, was in ihrer Macht steht, bzw. worüber sie Magie hat, Cantrip Towers und die Elbenstaub Quelle in ihren Besitz zu bekommen. Hierfür ist ihr jedes Mittel recht und sie streut Zwietracht....

Wir kennen die Buchvorlage nicht, so dass wir nicht beurteilen können, inwiefern der Film mit dem Buch korrespondiert. Aber alle Mädels die bei mir im Auto mithörten (12, 11 und 10) fanden es cool und wollten es gleich ausleihen... Das Hörbuch zum Film enthält auch alle Filmsongs, wobei diese bis auf den Schlusssong gekürzt sind. Sie kommen aber dennoch bei der Zielgruppe gut an und ich konnte auch mit ihnen leben: kein Autoverbot! Gefällig harmonischer Pop mit deutschen Texten zu Themen von Kindern an der Schwelle zur Pubertät.

Die Mitschnitte vom Film mit den Originalstimmen u.a. von Katja Riemann als Brenda und Justus von Dohanyi als ihr verhexter Chauffeur wider Willen, sowie Anna Thalbach als der ehemaligen Haushälterin von Cantrip Towers Mrs. Duggery sind lebendig, können einem aber nur den Film vor Augen führen, dank Erzählerin Inga Reuters, die für die Ohren die Lücken dessen füllt, was man ihm Film sehen, aber nicht hören kann. Das macht sie sehr geschickt, so dass man den Film zu sehen scheint, ohne dass sie sich ins Bewusstsein drängt.

Neben der Magie und der Spannung sorgt ein wenig Slapstick für Aufheiterung, ohne allzusehr ins Klamaukfach abzudriften. Es ist eine sehr Youngster-gerechte Dosis, damit das Kichern die Spannung lockert. Diese Schwestern sind einfach magisch, aber das ist gar nicht mal so sehr das Besondere an ihnen, sondern vielmehr, dass sie so gut miteinander harmonieren, nicht nur stimmlich. Sie streiten sich kaum, haben sie selben Ziele und streben so einen Sieg mit selbstkomponierten Songs im Talentwettbewerb an. Ja, Schwestern, die nicht streiten sind schon eine Seltenheit. Allerdings kann Brenda das so nicht lassen, doch letztlich wissen die vier was sie aneinander haben und was ihre Prioritäten sind. Das ist schon beeindruckend, wie sie sich letztendlich entscheiden.

Hörkino für Kids mit eingängiger Musik und einer magischen Geschichte um Zusammenhalt.

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Veröffentlicht am 26.02.2020

Spannender, gruseliger Einstieg in die Bestsellerreihe

Amulett #1
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Dieser #1 New York Times Bestseller ist bereits mit sechs Bänden in den USA in den Bestsellerlisten vertreten, nun ist der Auftaktband dieser Graphic Novel Reihe ab 10 Jahren auch in Deutschland erhältlich.

In ...

Dieser #1 New York Times Bestseller ist bereits mit sechs Bänden in den USA in den Bestsellerlisten vertreten, nun ist der Auftaktband dieser Graphic Novel Reihe ab 10 Jahren auch in Deutschland erhältlich.

In einer frostigen Winternacht verunglückt das Auto mit Emily und ihren Eltern, der Vater stirbt. Ohne ihn, hat die Mutter es schwer sich und die Kinder Emily und Navin alleine durchzubringen. Die Mieten in der Stadt sind einfach zu hoch. Als Ausweg ziehen sie in das seit Jahren verlassene Haus von Emilys Urgroßvater Silas, der nach dem Tod seiner Frau spurlos verschwand. Als sie in der Kleinstadt ankommen, stellen sie fest, dass das Haus nicht nur unglaublich dreckig, sondern auch echt unheimlich ist. Sie fühlen sich irgendwie beobachtet. In der Bibliothek des Hauses findet Emily in einem Geheimversteck ein geheimnisvolles Amulett, das sie sich gleich umhängt. Navin schwankt zwischen Neid und Grusel. Als sie gemeinsam in den Keller des Hauses gehen, wird ihre Mutter von einem ekeligen Monster entführt. Das Amulett spricht nun Emily an, dass sie und ihr Bruder unbedingt zusammen bleiben müssen und ihr folgen, wenn sie ihre Mutter noch mal wieder sehen wollen. Völlig überfordert nehmen die zwei die Verfolgung auf und landen in einer unbekannten Welt voller Gefahren und unheimlicher Wesen.

Für meine Tochter (10) und mich, war es unsere erste Graphic Novel, aber da sie nicht gerne liest, dachte ich mir, probieren wir es mal. Tatsächlich hat sie Amulett ohne zu Mnurren binnen zwei Tagen beendet. Da war ich dann doch auch neugierig. Es ist wirklich eine Graphic Novel, das heißt, dass ein Großteil der Geschichte nur über die Bilder und ohne Text erzählt wird. Dafür sind die Illustrationen auch wirklich ausdrucksstark und ausgearbeitet, nicht unbedingt die Gesichter, aber die Umgebung, mit all seinem Grusel. Die düstere Stimmung wird unglaublich eindrücklich eingefangen und auch sonst merkt man, dass auf die Illustration viel Wert gelegt wird. Viele Comic-Romane finde ich etwas lieblos illustriert, hier merkt man, dass diese gerade im Vordergrund steht und die Gefühle erzeugen soll.
Die Geschichte ist richtig unheimlich, geheimnisvoll und gruselig. Empfohlen wird sie ab 8 Jahren, das finde ich doch etwas früh, 10 Jahre fände ich besser. Meine Tochter, die Bilderbücher liebt und auch sonst recht schreckhaft ist, hatte allerdings erstaunlicherweise keinerlei Probleme mit den zum Teil recht grausamen Szenen. Das rosa Kaninchen auf dem Cover führt einen da vielleicht etwas in die Irre, die Tentakel die sich ihren Weg durch die sich öffnende Tür bahnen, unterhalb des Titels, treffen die Stimmung der Geschichte besser. Übrigens handelt es sich bei dem rosa Wesen nicht um das Plüschtier eines der Kinder, sondern um einen hochkomplexen Computerassistenten: sehr hilfreich, aber nicht niedlich.

Mit diesem Band beginnt das Abenteuer in der unbekannten Welt von Alledia und es endet mit einem Cliffhanger, der alles offen lässt, für die Folgen der Entscheidung, die Emily als die neue Hüterin des Steins gerade getroffen hat.

Meine Tochter fand es super. Sie klappte den Deckel zu und meinte gleich: Und jetzt Band 2. Der erscheint aber erst Ende März. Den darf sie auch lesen, ein richtiges Buch mit mehr Text wäre mir aber lieber. Die Sätze sind recht kurz, oft werden nur Geräusche dargestellt und die Rahmenerzählung wird komplett von der Grafik übernommen. Sehr spannend, sehr gruselig, ein guter Einstieg in die Welt der Graphic Novels, aber ich persönlich mag Bücher mit komplexerer Sprache lieber. Dennoch war ich sehr beeindruckt, wie konzentriert meine Tochter vor dem Buch sitzen blieb, die Seiten betrachtete und der Geschichte folgte.

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Veröffentlicht am 21.02.2020

Magisch, rasant, intrigant mit Wortwitz

Spellslinger – Karten des Schicksals, Teil 1
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Kellen gehört einem mächtigen, magischen Volk an und sein Vater ist einer der Clanlords und höchsten Magiermeister mit Hoffnung Nachfolger des kinderlosen Fürsten zu werden. Doch Kellen hat ein Problem, ...

Kellen gehört einem mächtigen, magischen Volk an und sein Vater ist einer der Clanlords und höchsten Magiermeister mit Hoffnung Nachfolger des kinderlosen Fürsten zu werden. Doch Kellen hat ein Problem, er ist clever und wortgewandt, schafft es immer sich überall durchzumogeln, doch seine magischen Kräfte schwinden, statt zu wachsen. Er hat keine Ahnung woran das liegt. Er weiß nur, wenn er nicht bald die Magierprüfungen besteht, wird er zu seinem 16. Geburtstag in wenigen Tagen nicht seinen Magiernamen bekommen, sondern aller Magie beraubt werden und fortan dem Dienervolk angehören und niedere, unwürdige Aufgaben übernehmen müssen. Mit List und ohne Magie besteht er seine erste Prüfung, doch seine hochbegabte, jüngere Schwester Schalla entlarvt ihn und in ihrem irregeleiteten Vertrauen auf seine vermeintlichen magischen Fähigkeiten bringt sie ihn an den Rand des Todes. Keiner der umstehenden Magier und Magierinnen/Heilerinnen vermag es ihn zurück ins Leben zu holen. Da taucht auf einmal Ferius Parfax, eine Kartenspielerin mit roter Wallemähne und ohne jegliche Magie auf und schafft, was allen anderen nicht gelingt. Dennoch sind alle außer Kallen misstrauisch ihr gegenüber und halten sie für eine Spionin. Als sich die Lage für Kellen immer mehr zuspitzt, schließt er sich Ferius und der gefürchteten Baumkatze Reichis an, um den ihn bedrohenden Geheimnissen auf den Grund zu gehen.
Dies ist der Auftakt zu einer Fantasyreihe, die im Englischen bereits mit allen 6 Bänden vollständig erschienen ist. Sie entführt in eine Welt der Magie, der Intriegen, des Verrats, der Stände und der Volksdünkel. Toleranz gegenüber scheinbar unterlegenen Völkern oder Ständen ist nicht vorgesehen. Es ist der Nährboden für Krieg und Untergang. Aber erst einmal lernt man diese Welt kennen, Kellen, den Unglücksraben innerhalb eines der mächtigsten Clans, seine Familie, seine Freunde seine Feinde und lernt damit auch indirekt die Eigenheiten dieser Welt kennen. Auch wenn seine Magie zu wünschen übrig lässt, so doch nicht sein Geschick mit Worten und seine Fingerfertigkeit. Es lässt schmunzeln, dass ausgerechnet ein Volk, dass der Magie vertraut, Karten gegenüber so misstrauisch ist. Kellens Geschick mit seiner Zunge sind daher auch mit die besten Pointen zu verdanken, wobei ich Feirius trockene Art auch immer wieder einfach cool finde. Kellens Schwester Shalla ist da ganz anders, als ihr verunsicherter Bruder. Sie ist so überzeugt von sich und ihrer außerordentlichen Begabung, dass sie es nicht schafft, sich die Probleme ihres Bruders auch nur ansatzweise vorzustellen. In dieser Hinsicht ist Kellen ihr weit überlegen und so lernt man mit ihm viele mächtige Persönlichkeiten kennen, die allein der Kraft seines Verstandes vertrauen und ihm die Macht dieser seiner Gabe zeigen. Das macht ihn unglaublich sympathisch, auch wenn viele ihnen als Loser verachten. Doch sein Mut lernt sie das Fürchten. Wenn man sich ganz auf die Geschichte einlässt, merkt man, dass sie auch eine Menge Gesellschaftskritik über Privilegierung, Gleichheit und Toleranz enthält, denn es geht um Macht und Unterdrückung. Eine interessante Kombination aus Spannung, Action, Charakter- & Weltenstudie und Wortwitz prägt diesen Auftaktband, ab 12 Jahren.
Dirk Petrick klingt jung und hat eine emotional ausdrucksstarke und wunderbar wandelbare Stimme. Mal klingt er erstaunt, verunsichert, verängstigt oder entschlossen. Man hört es ihm an und nicht nur den von ihm erzählten Worten, besonders den trockenen Humor vermag er geschickt zu vermitteln.
Die schlanke Pappklapphülle ist ein echter Hingucker. Die Spielkarte auf dem Cover zeigt die beiden Protagonisten dieses Bandes und durch ihre Anordnung auf dem Blatt, erkennt man, dass es sich nicht um ein gewöhnliches Kartenspiel handelt. Natürlich hat es mir ganz besonders das abgedruckte Zitat von Ferius Parfax angetan „Ich bin eine Frau, mein Junge. Wahrscheinlich bist Du in diesem zurückgebliebenen Kaff noch nie einer begegnet. Aber eine Frau ist genauso wie ein Mann, bloss schlauer und mit mehr Mumm.“ Auf diese besondere Frau trifft es absolut zu, eine starke Heldin und Antiheldin zugleich.
Ein spannendes Abenteuer in einer fremden Welt, voller Magie, Ungleichheit und Verrat. Spannend und wortwitzig, nicht nur für Kartenspieler.

 

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Veröffentlicht am 20.02.2020

Ein Hoch auf die Geschwister!

Hilfe, ich habe meinen Bruder im Internet getauscht!
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Jonny, (9, fast 10 Jahre) ist frustriert. Sein großer Bruder Ted (13) kann alles besser und zeigt ihm deutlich wie genervt er von ihm ist. Seit er nun 13 ist, will er auch nicht mehr mit ihm Spielen, so ...

Jonny, (9, fast 10 Jahre) ist frustriert. Sein großer Bruder Ted (13) kann alles besser und zeigt ihm deutlich wie genervt er von ihm ist. Seit er nun 13 ist, will er auch nicht mehr mit ihm Spielen, so wie früher, sondern wimmelt ihn mit Sprüchen ab, oder zeigt ihm offen seine Überlegenheit, ganz besonders beim Klettern. Seit der Trennung ihrer Eltern, war Ted ihm ein großer Halt gewesen, aber irgendwie hat sich das geändert. Sein bester Freund George ist Einzelkind und kann Jonnys Frust nicht so ganz verstehen. Aber dann entdeckt Jonny die Internetplattform „Geschwistertausch.com“. Das scheint die Lösung zu sein, sagt er sich, als er sich von Ted mal wieder besonders gedemütigt fühlt. Er kann sich nun einen Bruder wünschen und wenn er ihm nicht gefällt einfach wieder umtauschen! Am besten sollte er etwas jünger sein als er, damit er sich auch mal überlegen fühlen kann! Aber so ganz hat er nicht alles bedacht, was er hätte anklicken können, was sich ziemlich schnell zeigt, als Ted auf einmal weg ist und ein freundlicher neuer Bruder namens Mervyn vor der Tür steht. Auch wenn sie viele Gemeinsamkeiten zu haben scheinen, muss sich jetzt erstmals Jonny um einen Bruder kümmern und sorgen und nicht umgekehrt. Eine lange Schar neuer, potenzieller Brüder gibt sich fortan die Klinke in die Hand!
Welches Geschwisterkind träumt nach einem Streit nicht davon, Einzelkind zu sein oder „bessere“ Geschwister zu haben, die einfach irgendwie anders sind, mehr so wie man selbst. Als sich dieser Wunsch erfüllt, stellt Jonny fest, dass die Erfüllung eines Wunsches auch echt Nachteile haben kann und sein Wunsch wird mit jedem neuen „Bruder“ kleiner und unbedeutender….. Die Ausgangslage hat ein wirklich hohes Identifikationspotenzial für die Zielgruppe, egal ob ältere oder jüngere Geschwister. Niemand kennt einen so gut, wie die eigene Familie und kann einen daher so effizient nerven/ärgern/provozieren/demütigen… aber immerhin weiß man auch ganz genau, was man erwarten kann. Diese neuen Verwandten können einen ganz schön überraschen und das kann ganz schön peinlich werden, für Jonny und witzig für den Leser. Wobei man nicht fies und schadenfroh lacht, man fühlt schon mit ihm, aber einige Situationen sind einfach zu absurd!
Im Mittelteil zeigten sich bei mir dennoch Ermüdungserscheinungen, wenn auch nicht bei meiner Tochter. Ich dachte, dass ein paar „Brüder“ weniger schon gereicht hätten, um das Prinzip zu verstehen, das sei doch nun etwas übertrieben. Aber nein, die Anzahl der Brüder und auch ihre schrägen Macken, kann man nicht missen, es ist kein unnötiges In-die-Länge-ziehen der Geschichte. Alle werden gebraucht, versprochen! Ja, Jonny erlangt eine überraschende Einsicht und es gibt ein Happy End, aber eines, dass für meine Tochter (10) völlig überraschend kam, wobei ich nicht meine, dass Jonny seinen Bruder wieder zu schätzen weiß. Während es zuerst vor allem witzig war, wird es letztendlich spannend und dramatisch! Gut, witzig bleibt es dennoch, auch weil einige Elemente immer wieder in neuem Kontext auftauchen und dadurch sowohl überraschen, als auch amüsieren.
Die Geschichte richtet sich an eine Leserschaft von 9 – 11 Jahren und auch wenn das Buch immerhin rund 300 Seiten umfasst, ist es gut zu schaffen. Die Kapitel sind angenehm kurz und werden mit einer witzigen Kapitelansage angekündigt. Die zahlreichen Illustrationen sind zwar schwarzweiß und ziemlich überzogen, aber sie lassen schmunzeln und drücken sehr gut nicht nur Jonnys Gefühle, sondern auch den Spaß an der Geschichte aus! Die Sätze sind gut verständlich, die Schriftgröße angenehm und in Kombination mit dem komfortablen Zeilenabstand perfekt für die Zielgruppe. Aufgelockert wird das Druckbild zudem durch immer wieder fettgedruckte und hervorgehobene Emotions- oder Lautausdrücke.
Eine witzige spritzige Geschichte, die jedem klar macht, dass Geschwister das beste sind, was einem passieren kann!

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Veröffentlicht am 20.02.2020

Kinderleicht, süß und witzig!

Witzige Tiere zeichnen
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Witzige Tiere zeichnen. Von Alpaka bis Waschbär – mit vielen individuellen Varianten – für Comic-, Cartoon und Handlettering- Fans, Heegyum Kim, Bassermann Verlag

Auf der Suche nach einem Zeichenbuch ...

Witzige Tiere zeichnen. Von Alpaka bis Waschbär – mit vielen individuellen Varianten – für Comic-, Cartoon und Handlettering- Fans, Heegyum Kim, Bassermann Verlag

Auf der Suche nach einem Zeichenbuch für Mangafans bin ich über dieses Werk hier gestolpert und ich fand es so süß, dass ich ganz sicher war, dass es bei uns Fans finden würde. Zum einen, weil die eine Tochter gerne zeichnet und zum anderen, weil die andere überzeugt ist, es nicht zu können, es jedoch gerne könnte. Hier wird auf 128 Seiten Schritt für Schritt erst gezeigt wie man mit wenigen, einfachen Strichen die typischen Merkmale eines Tieres einfängt und auf der nächsten gibt es dann Beispiele wie man dieses Grundmuster einfach und witzig abändern kann.

Die Auswahl an Tieren ist wirklich riesig und es sind auch Arten dabei, wie z.B. das Schnabeltier oder der Narwal, auf die ich nie gekommen wäre. Ja, ich gebe zu, dass es gerade das Faultier und das Erdmännchen auf dem Cover waren, die mich reizten, aber alle Beispiele haben ihren Charme und so war ich auch wirklich erstaunt über die erste Auswahl, die meine Tochter (12) traf. Wir waren alle von ihren Versuchen beeindruckt, sie hat es mit der Anleitung ganz genau geschafft, den vorgegebenen Ausdruck zu treffen. Mit etwas mehr Übung wird sie dieses Tier auch bald aus dem Kopf doodeln und abwandeln können. Es hat ihr richtig viel Spaß gemacht, auch das schnelle Erfolgserlebnis, mit dem wirklich schönen Resultat.
Dieser Zeichenband ist wirklich ansprechend aufgebaut, jeder (sogar die Kunstlehrerfreundin) nimmt es sofort in die Hand, blättert es durch und man hört: oh wie süß! Ist ja eigentlich gar nicht so schwer! Aber wie willst Du das denn rezensieren?
Ganz einfach: Ausprobieren, nur der Selbsttest kann mir verraten, ob es überzeugt oder nicht!
Weil es so einfach ist, stärkt es auch schnell das Selbstbewusstsein derer, die bislang dachten über keinerlei Zeichentalent zu verfügen.
Für ganz Eilige lässt jedes Tier auch noch einen kleinen Freiraum, um es unmittelbar daneben zu zeichnen, damit man immer gut die einzelnen Schritte im Blick hat.

Die Autorin zeichnet selbst seit frühester Kindheit, hat aber inzwischen einen Abschluss in Kommunikationsdesign einer renommierten New Yorker Schule und kocht nun in ihrer Freizeit, wenn sie nicht mit ihrem Corgi unterwegs ist.

Fazit: für uns eine super neue Beschäftigungsidee für die Ferien und ich bin sicher, dass ich diese süßen kleinen Kerlchen sicherlich demnächst auch noch auf diversen Schulheften wiedersehen werde. Ein Eindruck der haften bleibt und Werke, die stolz machen!


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