an zwei Strandnachmittagen verschlungen!
Wedding People (deutsche Ausgabe)In „Wedding People“ von Alison Espach begleiten wir fast eine komplette Woche Phoebe, eine Professorin aus St Louis, die von ihrem Mann verlassen wurde und sich für eine Nacht im Nobelhotel „Cornwall Inn“ ...
In „Wedding People“ von Alison Espach begleiten wir fast eine komplette Woche Phoebe, eine Professorin aus St Louis, die von ihrem Mann verlassen wurde und sich für eine Nacht im Nobelhotel „Cornwall Inn“ in Newport eingemietet hat, um sich von ihrem alten Leben zu verabschieden. Für immer.
Sie plant, sich in dieser Nacht umzubringen.
Womit sie nicht gerechnet hat: Das komplette Hotel ist von einer Hochzeitsgesellschaft belegt. Als sie die Braut Lila kennenlernt, entwickelt sich eine Art Freundschaft und Phoebe wird auf unverhoffte Weise Teil der Hochzeitsfeier. Welche Rolle der bereits verwitwete Bräutigam (Gary) und seine Tochter in dieser Geschichte spielen, warum alle Jim heißen, was es mit den Reden der Trauzeugen auf sich hat und was eine Winterwartin macht, liest du am besten selbst.
Erst war ich mir nicht sicher, ob die Not, in der Phoebe sich befindet und in der sie einen Selbstmord (mit den Schmerzmitteln ihrer Katze!) plant, zu sehr auf die leichte Schulter genommen wird. Aber so locker der das Buch auf vielen Seiten vom Ton daherzukommen scheint, so ernst und nachdenklich ist es in anderen Passagen.
Phoebe trifft im richtigen Moment auf die richtige Konstellation von Menschen und es wird deutlich, dass sich damit nicht schlagartig ihr Leben verbessert und sie alles wieder im Griff hat, aber dass sie das Leben langsam und in kleinen Schritten wieder bejaht und sich selbst immer besser kennenlernt.
Ich mochte den oft flapsigen Ton (Hoher Dutt und Nackenkissen!) und ja klar, es war ein bisschen romantisch-kitschig im Abgang (obwohl die Wendung im Detail eine andere ist, als ich vermutet hatte), aber eben nie zu viel und in den Dialogen sehr authentisch.
Unterhaltsam im besten Sinne, auch wenn es die ersten Seiten nicht vermuten lassen. Eine lebensbejahende Geschichte!
„Zwei Gras, bitte.“