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Veröffentlicht am 09.03.2025

"Meinen großen wortlosen Schmerz...." - Heftiges Thema, Umsetzung konnte mich leider nicht berühren

Muskeln aus Plastik
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In „Muskeln aus Plastik“ von Selma Kay Matter geht es um Kay. Kay kämpft mit den Folgen von Long Covid, in der Kindheit gab es auch schon andere Krankheiten, unter anderem Magersucht, was auch bis jetzt ...

In „Muskeln aus Plastik“ von Selma Kay Matter geht es um Kay. Kay kämpft mit den Folgen von Long Covid, in der Kindheit gab es auch schon andere Krankheiten, unter anderem Magersucht, was auch bis jetzt noch das Leben beeinflusst. Außerdem ist Kay trans und queer. Und hat Schmerzen, fast schon das ganze Leben lang.

“Ich hätte lieber Schmerzen gehabt, die positive Aufmerksamkeit brachten; einen Knochenbruch, eine Platzwunde; stattdessen wurde ich früh mit den Stigmata langsamer Erkrankungen versehen; Neurodermitis, Depression, Migräne, Allergien.”

Das Buch beschäftigt sich mit chronischer Erkrankung und mit Transness/Queerness, und es geht auch um dier Art und Weise, wie unsere Gesellschaft über „gesunde“ Körper nachdenkt und spricht.

"Ich frage, ob es überhaupt etwas anderes gibt als die bloße Abwesenheit von Schmerzen. Ich meine eine Art Nicht-Schmerz, der mehr ist als ein Negativ."

Ich finde es einigermaßen schwer dieses Buch zu bewerten, da es offensichtlich autofiktional bzw. (großteils) autobiografisch ist.
Das Thema an sich ist heftig und das Buch sehr persönlich.
Die Umsetzung konnte mich jedoch leider nicht wirklich begeistern.
Ich fand das Buch sehr, sehr anstrengend zu lesen. Schon der Schreibstil an sich ist nicht einfach, dazu störte für mein persönliches Empfinden die Tatsache, dass ständig zwischen Deutsch und Englisch gewechselt wird, zwar meist mit Übersetzung; aber fast jede Seite enthielt zudem zahlreiche Fußnoten, die das Lesen sehr anstrengend machten.
Ich hatte mir das Buch wahrscheinlich anders vorgestellt bzw etwas anderes erwartet. So bleibt zu sagen, dass das eine heftige persönliche Lebensgeschichte ist, die mich als Roman jedoch nicht wirklich überzeugen konnte. Vielleicht ist es auch mehr als Essay zu betrachten. So oder so fiel es mir leider sehr schwer, Sympathien bzw. Nähe zurzum Autorin herzustellen.
Dennoch meine Hochachtung, dass trotz einer chronischen Erkrankung die Umsetzung dieses Buches möglich war.

"Dieser Text beziehungsweise der Umstand, dass er noch nicht fertig ist, gehört definitiv zu den Dingen, die mich in den besonders aussichtslosen Phasen meiner Erkrankung davon abgehalten haben, die Hoffnung komplett aufzugeben. Darauf, dass ich nicht doomed bin. Darauf, dass es irgendwo für mich eine Zukunft gibt, in der mein Leben okay ist."

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Veröffentlicht am 07.03.2025

3 Frauen, 3 Länder, 3 Generationen - konnte mich leider nicht komplett begeistern

Die Summe unserer Teile
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„Die Summe unserer Teile“ von Paola Lopez ist ein Roman über drei Frauen, drei Generationen, deren Leben sich über drei Länder verteilt hat. Die Geschichte umfasst den Zeitraum von 1944 bis 2014, hier ...

„Die Summe unserer Teile“ von Paola Lopez ist ein Roman über drei Frauen, drei Generationen, deren Leben sich über drei Länder verteilt hat. Die Geschichte umfasst den Zeitraum von 1944 bis 2014, hier gibt es immer wieder Zeitsprünge, was die Spannung aufrechterhält.
Lyudmiła musste damals aus Polen fliehen und wurde Wissenschaftlerin/Chemikerin im Libanon. Ihre Tochter, Daria, studierte Medizin in München und bekam eine Tochter, Lucy. Sie bricht nach einem Streit den Kontakt zu Lyudmiła ab. Auch Lucy bricht mit ihrer Mutter und zieht nach Berlin, wo sie studiert und mehr über die Vergangenheit ihrer Großmutter herausfinden möchte. Dazu macht sie sich auf die Reise nach Polen und muss sich überwinden, wieder mit ihrer Mutter zu reden.

Ich bin etwas zwiegestalten bei diesem Buch. Einerseits fand ich die Geschichte der drei Frauen dieser polnisch-libanesisch-deutschen Familie unheimlich interessan. Besonders was Lyudmiła und Daria in ihrem Leben alles erlebt haben, war sehr lesenswert. Trotzdem konnte ich mit den Figuren und der Geschichte leider nicht so ganz warm werden; ich weiß nicht ob es am Schreibstil lag, alles blieb irgendwie ein wenig distanziert. Vor allem mit Lucy hatte ich ziemliche Probleme, ich fand sie sehr ichbezogen und, wie soll ich sagen, verwöhnt; sie kam eher unsympathisch rüber. Das Ende des Buchs ist recht offen, was ich grundsätzlich nicht schlecht finde, aber ich hatte insgesamt einfach mehr erwartet von diesem Roman.
Mein Fazit: Eine durchaus interessante Geschichte, die mich aber leider nicht restlos überzeugen konnte.

"Auch als Mensch ist man das Produkt der Fürsorge, die einem entgegengebracht wurde, denkt Lucy."

"Ihre Mutter war nie nur eine Person, sie war schon immer mehrere gewesen. Sie selbst sagte häufig: "Wir sind mehr als die Summe unserer Teile", und als Kind tat Daria so, als verstünde sie, was ihre Mutter damit meinte."

"Nichts war so zweidimensional wie die lieblichen Bilderbücher mit ihren simplen Farbflächen. Am allerwenigsten die Menschen. Ihre Mutter zum Beispiel veränderte ständig ihre Beschaffenheit."

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Veröffentlicht am 07.03.2025

3 Frauen, 3 Länder, 3 Generationen - konnte mich leider nicht komplett begeistern

Die Summe unserer Teile
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„Die Summe unserer Teile“ von Paola Lopez ist ein Roman über drei Frauen, drei Generationen, deren Leben sich über drei Länder verteilt hat. Die Geschichte umfasst den Zeitraum von 1944 bis 2014, hier ...

„Die Summe unserer Teile“ von Paola Lopez ist ein Roman über drei Frauen, drei Generationen, deren Leben sich über drei Länder verteilt hat. Die Geschichte umfasst den Zeitraum von 1944 bis 2014, hier gibt es immer wieder Zeitsprünge, was die Spannung aufrechterhält.
Lyudmiła musste damals aus Polen fliehen und wurde Wissenschaftlerin/Chemikerin im Libanon. Ihre Tochter, Daria, studierte Medizin in München und bekam eine Tochter, Lucy. Sie bricht nach einem Streit den Kontakt zu Lyudmiła ab. Auch Lucy bricht mit ihrer Mutter und zieht nach Berlin, wo sie studiert und mehr über die Vergangenheit ihrer Großmutter herausfinden möchte. Dazu macht sie sich auf die Reise nach Polen und muss sich überwinden, wieder mit ihrer Mutter zu reden.

Ich bin etwas zwiegestalten bei diesem Buch. Einerseits fand ich die Geschichte der drei Frauen dieser polnisch-libanesisch-deutschen Familie unheimlich interessan. Besonders was Lyudmiła und Daria in ihrem Leben alles erlebt haben, war sehr lesenswert. Trotzdem konnte ich mit den Figuren und der Geschichte leider nicht so ganz warm werden; ich weiß nicht ob es am Schreibstil lag, alles blieb irgendwie ein wenig distanziert. Vor allem mit Lucy hatte ich ziemliche Probleme, ich fand sie sehr ichbezogen und, wie soll ich sagen, verwöhnt; sie kam eher unsympathisch rüber. Das Ende des Buchs ist recht offen, was ich grundsätzlich nicht schlecht finde, aber ich hatte insgesamt einfach mehr erwartet von diesem Roman.
Mein Fazit: Eine durchaus interessante Geschichte, die mich aber leider nicht restlos überzeugen konnte.

"Auch als Mensch ist man das Produkt der Fürsorge, die einem entgegengebracht wurde, denkt Lucy."

"Ihre Mutter war nie nur eine Person, sie war schon immer mehrere gewesen. Sie selbst sagte häufig: "Wir sind mehr als die Summe unserer Teile", und als Kind tat Daria so, als verstünde sie, was ihre Mutter damit meinte."

"Nichts war so zweidimensional wie die lieblichen Bilderbücher mit ihren simplen Farbflächen. Am allerwenigsten die Menschen. Ihre Mutter zum Beispiel veränderte ständig ihre Beschaffenheit."

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Veröffentlicht am 06.03.2025

Fragwürdige Botschaft für junge Frauen

Only Margo
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"Only Margo" hatte mich vom Cover her irgendwie angesprochen und das Thema einer jungen Frau, die ungeplant von ihrem Professor schwanger wird und dadurch in finanzielle Nöte gerät, fand ich ganz interessant ...

"Only Margo" hatte mich vom Cover her irgendwie angesprochen und das Thema einer jungen Frau, die ungeplant von ihrem Professor schwanger wird und dadurch in finanzielle Nöte gerät, fand ich ganz interessant für ein Buch. Doch leider konnte mich die Umsetzung dann überhaupt nicht überzeugen.
Da ist zuerst der Schreibstil, der mich leider gar nicht begeistern konnte. Es störte den Lesefluss sehr, dass die Autorin im Wechsel in der 1. und 3. Person schreibt, wozu soll das gut sein? Ich fand das nicht besonders gelungen.
Insgesamt fand ich die Ausführung eher unrealistisch. Besonders zu Beginn fand ich die Protagonistin unglaublich dumm und naiv. Sie wird schwanger, weil sie zu nichts nein sagen kann, was ist das für ein Argument? Dann entscheidet sie, das Kind zu behalten, ist aber völlig naiv und ohne Plan, wie sie das schaffen soll. Sie macht sich keine Gedanken vorher, wie es mit Arbeit und Kinderbetreuung klappen könnte bzw. wie ein Leben mit Baby/Kind überhaupt aussehen würde. Das finde ich ziemlich blauäugig und unrealistisch, vor allem in der heutigen Zeit, wo es genügend Aufklärung und Zugang zu Informationen gibt.
Und genauso geht es weiter, sie trifft naive Entscheidungen und denkt immer zu kurz. Erst gegen Ende macht Margo immerhin eine gewisse Entwicklung, wird etwas reifer und übernimmt mehr Verantwortung für ihr Kind und ihr Leben. Aber das war mir nicht genug, um das Buch gut zu finden.
Auch wenn ich grundsätzlich niemanden für seine Lebensentscheidungen verurteile (im echten Leben), finde ich es keine gute Botschaft, dass es für Frauen okay sein sollte, mit ihrem Körper und Selbstdarstellungen im Internet Geld zu verdienen. Als Feministin sträuben sich mir da die Nackenhaare.
Welche Botschaft möchte dieses Buch vermitteln?
Ich finde es moralisch eher fragwürdig und finde, es werden hier ungute Werte vermittelt.
Außerdem bin ich kein Fan von KI und (zu viel an) Social Media. Geld übers Internet zu verdienen mit Selbstdarstellung ist nicht meine Welt; „Content Creating“ oder Selbstdarstellung über YouTube und andere Plattformen ist keine Arbeit, die ich als solche bezeichnen würde, auch wenn das anderen vielleicht altmodisch vorkommen mag. Nichts gegen Fortschritt und Veränderung, da bin ich voll dabei - dennoch gehen leider auch einige gute Werte verloren.
Das ist natürlich eine persönliche Meinung; aber von mir bekommt das Buch aufgrund seiner fragwürdigen Botschaft keine Empfehlung.

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Veröffentlicht am 06.03.2025

Fragwürdige Botschaft für junge Frauen

Only Margo
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"Only Margo" hatte mich vom Cover her irgendwie angesprochen und das Thema einer jungen Frau, die ungeplant von ihrem Professor schwanger wird und dadurch in finanzielle Nöte gerät, fand ich ganz interessant ...

"Only Margo" hatte mich vom Cover her irgendwie angesprochen und das Thema einer jungen Frau, die ungeplant von ihrem Professor schwanger wird und dadurch in finanzielle Nöte gerät, fand ich ganz interessant für ein Buch. Doch leider konnte mich die Umsetzung dann überhaupt nicht überzeugen.
Da ist zuerst der Schreibstil, der mich leider gar nicht begeistern konnte. Es störte den Lesefluss sehr, dass die Autorin im Wechsel in der 1. und 3. Person schreibt, wozu soll das gut sein? Ich fand das nicht besonders gelungen.
Insgesamt fand ich die Ausführung eher unrealistisch. Besonders zu Beginn fand ich die Protagonistin unglaublich dumm und naiv. Sie wird schwanger, weil sie zu nichts nein sagen kann, was ist das für ein Argument? Dann entscheidet sie, das Kind zu behalten, ist aber völlig naiv und ohne Plan, wie sie das schaffen soll. Sie macht sich keine Gedanken vorher, wie es mit Arbeit und Kinderbetreuung klappen könnte bzw. wie ein Leben mit Baby/Kind überhaupt aussehen würde. Das finde ich ziemlich blauäugig und unrealistisch, vor allem in der heutigen Zeit, wo es genügend Aufklärung und Zugang zu Informationen gibt.
Und genauso geht es weiter, sie trifft naive Entscheidungen und denkt immer zu kurz. Erst gegen Ende macht Margo immerhin eine gewisse Entwicklung, wird etwas reifer und übernimmt mehr Verantwortung für ihr Kind und ihr Leben. Aber das war mir nicht genug, um das Buch gut zu finden.
Auch wenn ich grundsätzlich niemanden für seine Lebensentscheidungen verurteile (im echten Leben), finde ich es keine gute Botschaft, dass es für Frauen okay sein sollte, mit ihrem Körper und Selbstdarstellungen im Internet Geld zu verdienen. Als Feministin sträuben sich mir da die Nackenhaare.
Welche Botschaft möchte dieses Buch vermitteln?
Ich finde es moralisch eher fragwürdig und finde, es werden hier ungute Werte vermittelt.
Außerdem bin ich kein Fan von KI und (zu viel an) Social Media. Geld übers Internet zu verdienen mit Selbstdarstellung ist nicht meine Welt; „Content Creating“ oder Selbstdarstellung über YouTube und andere Plattformen ist keine Arbeit, die ich als solche bezeichnen würde, auch wenn das anderen vielleicht altmodisch vorkommen mag. Nichts gegen Fortschritt und Veränderung, da bin ich voll dabei - dennoch gehen leider auch einige gute Werte verloren.
Das ist natürlich eine persönliche Meinung; aber von mir bekommt das Buch aufgrund seiner fragwürdigen Botschaft keine Empfehlung.

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