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Veröffentlicht am 17.04.2026

Weibliche Unsichtbarkeit: Origineller Debütroman

Mit anderen Augen
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Tilda Finch, 52 Jahre alt, geschieden, Mutter von erwachsenen Zwillingstöchtern und eine erfolgreiche Unternehmerin, kann es nicht glauben: Eines Tages ist plötzlich ihr kleiner Finger verschwunden. Als ...

Tilda Finch, 52 Jahre alt, geschieden, Mutter von erwachsenen Zwillingstöchtern und eine erfolgreiche Unternehmerin, kann es nicht glauben: Eines Tages ist plötzlich ihr kleiner Finger verschwunden. Als auch eines ihrer Ohren nicht mehr zu sehen ist, geht sie zu ihrer Hausärztin, die ihr diagnostiziert: sie leidet an Unsichtbarkeit. Eine Krankheit, die vorwiegend Frauen ab 50 Jahren betrifft - und die zu Tildas Entsetzen nicht heilbar ist.
Doch zum Glück hat Tilda zwei beste Freundinnen, die ihr zur Seite stehen und sie ermutigen, gegen ihr Schicksal anzukämpfen. Anfangs widerwillig, geht Tilda zu einer Selbsthilfegruppe und einer Therapeutin, beginnt zu meditieren ... und tatsächlich beginnt sie, sich selbst und die Welt mit anderen Augen zu betrachten.

„Tilda ließ das Buch sinken und dachte darüber nach, wie sie sich der Welt präsentierte. Sie strahlte Gelassenheit aus, wirkte selbstbewusst und erfolgreich. Und doch hatte sie sich hinter verschlossenen Türen mit einer Beziehung arrangiert, die sie schon seit Jahren als destruktiv erkannt und die Stück für Stück ihr Selbstwertgefühl untergraben hatte. Der Grund, dass sie diesem Mann eine so entscheidende Rolle in ihrem Leben eingeräumt hatte, lag darin, dass sie überzeugt war, nichts Besseres zu verdienen. Sie glaubte nicht, dass sie einen Mann verdiente, der sich klar für sie entschied, der immer da war und sie wirklich liebte. Mit Entsetzen stellte Tilda fest, dass sie sich jahrelang darum gesorgt hatte, wie Tom sie wohl sah, aber nie darum, wie sie selbst sich sah. Sie hatte nicht auf ihre eigenen Bedürfnisse geachtet. Sich nie Zeit für sich genommen. Ihre Sehnsucht nach kreativem Ausdruck ignoriert. Den Krieg in ihrem Kopf nicht beachtet. Für Tom hatte sie ihre Seele entkernt, aber ihm war das trotzdem nicht genug. Er hatte sein Desinteresse auf tausend verschiedene Weisen gezeigt, aber seine Meinung von ihr war ihr trotzdem so wichtig geblieben, dass sie ihre eigene aus dem Blick verloren hatte. Sie hatte sich selbst aus dem Blick verloren.“

Die Idee des Romans hatte mich sofort begeistert, auch wenn sie sich für manche*n absurd anhören mag. Aber ist es nicht so, dass wir Frauen (besonders ab einem gewissen Alter), oft übersehen, nicht gesehen werden?
Jane Tara hat dieses Thema hier in einer wirklich fantasievollen und schönen Geschichte gepackt, ein wahres Lesevergnügen!
Sehr gut gefallen haben mir auch die Zitate zu Beginn der Kapitel, die sich viel um das Thema „gesehen werden“ bzw. „sich selbst sehen“ drehen.

Ein paar kleine Kritikpunkte habe ich: Der Roman ist teilweise leider recht klischeebeladen, manche Entwicklungen waren recht vorhersehbar für mich. Der Schreibstil von Jane Tara gefällt mir aber ausgesprochen gut.

Insgesamt ist „Mit anderen Augen“ ein wirklich kluger, inspirierender Roman mit dem richtigen Mix aus Humor und Tiefe. Ich empfehle ihn allen Frauen, denn: Wir müssen uns selbst sehen, um gesehen zu werden!

Vielen Dank an den Diogenes Verlag und an NetGalley für dieses Rezensionsexemplar! 📚💚

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Veröffentlicht am 17.04.2026

Kluger, persönlicher Essay über die Macht der Sprache

Sprechen
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Mit ihrem Essay „Sprechen“ erzählt die Autorin Daniela Dröscher eine sehr persönliche Geschichte über ihr „Drama mit dem Sprechen“. Dabei geht sie zum einen auf ihre soziale Herkunft ein, auf die Erfahrungen ...

Mit ihrem Essay „Sprechen“ erzählt die Autorin Daniela Dröscher eine sehr persönliche Geschichte über ihr „Drama mit dem Sprechen“. Dabei geht sie zum einen auf ihre soziale Herkunft ein, auf die Erfahrungen ihrer Mutter als Zugezogene und Kind schlesiendeutscher Eltern sowie auf die Bedeutung von Missverständnissen.

„Oft ist es gar kein radikal unverständliches, sondern schlicht ein falsch verstandenes Wort oder ein nicht eingehaltener Code wie eine ausbleibende Entschuldigung, die ganze Kriege entfachen können: zwischen Freunden, im Beruf. Innerhalb von Familien. Dazu müssen Menschen nicht einmal unterschiedliche Sprachen sprechen.“

Dieser Essay ist ein Bericht über eine Frau, die es geschafft hat, ihr Schweigen hinter sich zu lassen und offen sprechen zu können. Der Text war sehr lesenswert und bietet viel Stoff zum Nachdenken über Sprache, Zuhören, nonverbale Konversation, Schweigen, Sprechen und Missverständnisse.

„Sprache - darüber darf und soll das Missverständnis nicht hinwegtäuschen - ist Macht. Wer Sprache hat, hat die Macht. Umgekehrt gilt aber auch: Wer zu sprechen wagt, ist weniger ohnmächtig.
Niemand kommt als mündiger Mensch auf die Welt. Mündigkeit kann, nein, muss man lernen, sie ist eine Praxis. Aber wie? Indem wir uns trauen, freier zu sprechen. Allen etwaigen Missverständnissen und aller Fehlerhaftigkeit zum Trotz.“

„Wenn die menschliche Sprache das sein soll, was den Menschen zum Menschen macht, so wünsche ich mir für das 21. Jahrhundert, dass wir lernen, sie auf eine Weise zu gebrauchen, die unserer Menschlichkeit gebührt. Das aber gelingt nur, wenn wir das Missverständnis nicht nur in Kauf nehmen, sondern geradezu umarmen, als eine der vielen Grundbedingungen allen Sprechens. Wer spricht, muss bereit sein, sich zu blamieren, zu riskieren. Das ist der Preis der Arena. Das Versprechen der geopferten Perfektion ist eine Gemeinschaft der Mündigkeit. Diese funktioniert nur, wenn wir einander wohlwollend begegnen. Wenn wir lernen, von unserem eigenen Befinden immer wieder reflexiv Abstand zu nehmen.“

Vielen Dank an den Hanser Verlag und an NetGalley für dieses Rezensionsexemplar! 📚💚

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Veröffentlicht am 16.04.2026

Drei Vögel und ein Störstein: Absolutes Highlight!

Pina fällt aus
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Pina ist alleinerziehende Mutter. Ihr zwanzigjähriger Sohn Leo lebt in seiner ganz eigenen Welt, die außer ihm nur Pina kennt. Daher gilt Pinas erster Gedanke natürlich auch Leo und seiner Versorgung, ...

Pina ist alleinerziehende Mutter. Ihr zwanzigjähriger Sohn Leo lebt in seiner ganz eigenen Welt, die außer ihm nur Pina kennt. Daher gilt Pinas erster Gedanke natürlich auch Leo und seiner Versorgung, als sie eines Tages mitten auf der Straße zusammenbricht. Doch erstmal liegt sie hilflos auf der Intensivstation – was soll nun aus Leo werden?
Der war zur Zeit des Unfalls bei der 89jährigen Rentnerin Inge ungebracht, für die Pina einkaufen wollte. Inge ist mit Leos Rhythmus ebenso überfordert wie der isoliert lebende Wojtek und die 16jährige Schualbbrecherin Zola. Es kann doch nicht sein, dass diese Hausbewohner sich nun um Leo kümmern sollen? Doch Leo braucht sie – und nach und nach und nach merken sie, dass auch sie Leo brauchen.

„Es ist eine Aufgabe, denkt Inge. Es ist eine große Aufgabe, die Welt für jemanden passend zu machen, die nicht für ihn geschaffen ist. Und da sind sie nun. Eine alte Frau, ein wütendes Mädchen und ein Einsiedler, das ist alles, was diesem Jungen bleibt. Drei schräge Vögel.“

„Pina fällt aus“ ist ein Roman, der meine Erwartungen bei weitem übertroffen hat. Man schwankt beim Lesen permanent zwischen Lachen und Weinen. Vera Zischke hat mich mit ihrem klugen Roman und dieser spürbaren Warmherzigkeit total begeistert! Sie schreibt so kluge und herzerwärmende Sätze wie „Behindert ist nicht die kaputte Version von normal.“ und „Leo ist Teil dieser Welt wie alle anderen auch. Ich will nicht, dass er versorgt ist. Ich will, dass er dazugehört.“ – ich könnte hier noch endlos mehr zitieren, so viele wunderbare Stellen habe ich mir während des Lesens markiert.

„Als Leo von der Toilette zurückkommt, sind alle Blicke auf ihn gerichtet, als wäre er ein besonders interessantes Exponat. Er gibt Wojtek den Schlüssel, der reicht ihn der Thekenkraft rüber. »Willst du wirklich nichts essen?«, fragt er, aber Leo marschiert schon zur Tür raus.
Als er den Laden verlässt, verfolgt von den stummen Blicken aller Anwesenden, wird Wojtek klar, dass dies die Welt ist, wie sie Leo begegnet.
Sie hätten ihn ansprechen können. Auch im Bus hätte der Fahrer mit Leo sprechen können. Er hätte ihn fragen können, warum er unbedingt auf diesen Sitz wollte. Vielleicht hätte es geholfen. Auch er, Wojtek, hätte ihn vieles fragen können. Zum Beispiel, wie es ihm geht ohne seine Mutter. Warum ist er nie auf die Idee gekommen, ihn danach zu fragen oder überhaupt irgendetwas?“

Leo ist ein wunderbarer Charakter („Er sieht sie abwartend an, mit diesem tiefen Blick aus ernsten Augen, und da ist er, der Moment, der immer viel zu kurz ist. Für den Bruchteil einer Sekunde kann sie alles sehen: die Erschöpfung, die Ratlosigkeit. Für ihn ist das alles auch nicht leicht.“);
aber auch Pina („Es ist nicht nur eine Bürde, weißt du. Es ist auch ein Privileg. Leo hat mir Zutritt zu einer Welt verschafft, die die meisten Menschen niemals betreten. Ich habe mehr von ihm gelernt als von allen anderen Menschen auf der Welt.“), Zola, Inge, Wojtek und sogar Pfleger Sam sind mir mit jeder gelesenen Seite immer mehr ans Herz gewachsen.

Der Roman vereint wichtige Themen wie Care Arbeit, Überforderung, Health Care, Behinderung und Inklusion auf einmalige Art; die Autorin balanciert meisterhaft zwischen feinem Humor und emotionaler Tiefe.

„Sie schweigt lange, Bernd kommt es vor wie eine Ewigkeit. Irgendwann fängt er an, in seinem Kopf die Sekunden zu zählen. Bei hundertachtzig sagt sie: »Weißt du, wie schwer es ist, ein Kind wie Leo vor dem Verschwinden zu bewahren?«
Bernd sieht sie ratlos an und weiß, dass er jetzt etwas sagen sollte, aber ihm fällt nichts ein. Also redet sie weiter. »Regelschule? Nee, das geht nicht. Wir haben doch mit den normalen Kindern schon genug zu tun. Erster Arbeitsmarkt? Wie stellen Sie sich das denn vor, wie sollen wir den auch noch mitschleppen? Sportverein? Nee, sorry, dafür sind wir nicht ausgebildet, dafür reicht der Trainerschein nicht. Alle sind sich einig, dass Menschen wie Leo nicht dazugehören, dass sie Ausnahmen brauchen, Supersonderlösungen, Experten, immer Experten. Alle sind sich einig, dass sie Leo nicht ausschließen, sondern dass er sowieso schon ausgeschlossen ist. Inklusion, das ist immer das, worum sich die anderen kümmern müssen. Weißt du, was Inklusion ist?«

„Pina fällt aus“ ist definitiv eins meiner Jahreshighlights – absolute Leseempfehlung!

Vielen Dank an den Ullstein Verlag und an NetGalley für dieses Rezensionsexemplar! 📚💚

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Veröffentlicht am 16.04.2026

Das Schweigen brechen: Einfühlsamer, wichtiger Jugendroman

Warum du schweigst
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„Warum du schweigst“ von Martin Schäuble ist ein Jugendroman, der sich einem wichtigen und (leider) aktuellen Thema widmet: sexuellem Missbrauch im Sport.

Die 15jährige Lena liebt Fussball über alles. ...

„Warum du schweigst“ von Martin Schäuble ist ein Jugendroman, der sich einem wichtigen und (leider) aktuellen Thema widmet: sexuellem Missbrauch im Sport.

Die 15jährige Lena liebt Fussball über alles. Daher freut sie sich, dass ihr neuer Trainer Charly so motiviert und engagiert ist. Damit könnte ihr Team vielleicht endlich erfolgreicher werden! Dank Charly wird Lena sogar die neue Manschaftskapitänin. Doch andererseits verhält sich Charly komisch: Er schreibt den Mädchen seltsame Nachrichten, er platzt ohne zu klopfen in die Mädchen-Umkleidekabine rein, er hält Lenas Hand deutlich zu lange bei einer Siegesfeier und er massiert sie sogar; angeblich um ihre Verspannungen zu lockern. Lena ist das alles sehr unangenehm, doch sie traut sich nicht, etwas zu sagen. Genau wie ihre Freundinnen schämt sie sich. Und sie ist verwirrt: Ist Charlys Verhalten wirklich nicht normal? Oder ist sie zu empfindlich, wie Charly behauptet?

Interessant finde ich, dass es bei dieser Geschichte zwei Perspektiven gibt: Neben Lena kommt auch Tim zu Wort, in den Lena verliebt ist. Und Tim merkt, dass da etwas nicht stimmt, auch wenn Lena nicht darüber redet.

Die Charaktere fand ich sehr gut getroffen; dass Tim trotz seines jungen Alters und seiner Hilflosigkeit so feinfühlig reagiert, ist sehr schön. So einen Freund wünscht man Betroffenen auch im wahren Leben.

Man merkt dem Roman deutlich an, dass der Autor sich intensiv mit dem Thema beschäftigt hat, auch in ausführlichen Gesprächen mit Betroffenen. Dadurch ist das Buch sehr authentisch und einfühlsam.
Besonders gelungen ist die Darstellung, wie Machtstrukturen in Vereinen ausgenutzt werden, wie leicht es Tätern gemacht wird und welche Rolle Scham und Schweigen hierbei spielen.

„Warum Du schweigst“ ist ein wirklich toller Roman, der mit seinem positiven Ende zwar leider nicht die Realität für die meisten Betroffenen widerspiegelt, aber eben Hoffnung weckt auf Veränderung und ein Ende von Scham und Schweigen.

Ich vergebe hier eine absolute Leseempfehlung für Jugendliche und Erwachsene (ob Eltern oder Aktive in Vereinen etc.). Auch als Klassenlektüre wäre der Roman sehr gut geeignet.

Vielen Dank an den Fischer Sauerländer Verlag & an Lovelybooks.de für das Rezensionsexemplar! 📚💚

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Veröffentlicht am 16.04.2026

... denn eigentlich suchte ich, wie jeder Straßenköter, nach Liebe und Trost

Toxibaby
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Schriftstellerin Herzchen blickt zurück auf ihre On-Off-Beziehung mit Toxibaby; es geht nicht miteinander, aber auch nicht ohne: 13 Trennungen in 3 Jahren sagen eigentlich alles. Auch der adopiterte Hund ...

Schriftstellerin Herzchen blickt zurück auf ihre On-Off-Beziehung mit Toxibaby; es geht nicht miteinander, aber auch nicht ohne: 13 Trennungen in 3 Jahren sagen eigentlich alles. Auch der adopiterte Hund kann sie nicht dauerhaft aneinanderbinden. In Rückblicken reflektiert Herzchen ihre Herkunft aus einer dysfunktionalen, jüdischen Familie und ihre Beziehung zu Toxibaby.

„Wir trennten uns ständig, und dann kamen wir quasi ohne unser Zutun wieder zusammen, zumindest redeten wir uns darauf heraus, und nur ganz am Anfang versuchten wir noch, etwas zu verstehen. Ich sagte, unsere Liebe ist wie ein Fluss, und Toxibaby sagte, unsere Liebe ist wie ein Gewitter, und ich fragte, aber wieso denn wie ein Gewitter, und er sagte, sie ist düster und gefährlich, und dann sagte ich, dass das Bild mit dem Fluss aber viel passender sei, und Toxi wollte wissen, warum, und ich sagte, weil ich seine Sklavin sei und mich aus Verzweiflung in die Fluten gestürzt habe, und Toxi sagte, spinnst du, wenn überhaupt bin ich dein Sklave, wer hat denn mit dem ganzen Mist überhaupt angefangen? Wer wollte mich denn unbedingt verführen, wer hat mich denn mit zum Zigarettenautomaten genommen, wer hat mir denn die ganze Zeit diese hungrigen Blicke zugeworfen, wer hat mir denn diese ganzen Nachrichten geschrieben? Und ich sagte, wer hat mich denn schon vor Jahren angebaggert, wer hat mir denn seine langweiligen Texte geschickt, wer hat denn gesagt, dass er mich immer geliebt hat?
Wir konnten uns nie einigen, ich kann mich an keinen Tag mit Toxi erinnern, an dem wir nicht von früh bis spät gestritten hätten, wir stritten nicht nur darüber, wer wen zum Zigarettenautomaten mitgenommen und wer wen ‚verführt‘ hatte, wir stritten über mein Leben, wir stritten über sein Leben.“

"Toxibaby" war mein erster Roman von Dana von Suffrin. Leider sagt mir persönlich ihr Schreibstil nicht so wirklich zu. Ich fand die oft seitenlangen Sätze weitgehend sehr anstrengend zu lesen.

Auch inhaltlich konnte mich die Geschichte dieser immer wieder scheiternden Liebesbeziehung nicht wirklich fesseln.
Die beiden Protagonist*innen sind zwar menschlich nahbar, machten es mir aber durch ihr Verhalten nicht leicht, Sympathien für sie zu entwickeln.

Der Roman hatte durchaus gute Momente, insgesamt hatte ich aber vielleicht andere Erwartungen an das Thema Beziehungsunfähigkeit. Final vergebe ich 3 von 5 Sternen.

Vielen Dank an den Kiepenheuer & Witsch Verlag & NetGalley für das Rezensionsexemplar! 📚💚

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