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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.12.2020

Wunderschön erzählt!

Kinderklinik Weißensee - Zeit der Wunder (Die Kinderärztin 1)
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Der erste Band der Kinderklinik Weißensee konnte mich auf voller Linie überzeugen und lässt mich nichts als wartend auf den zweiten Teil zurück. Ich freue mich schon sehr darauf, Emma und Marlene auf einem ...

Der erste Band der Kinderklinik Weißensee konnte mich auf voller Linie überzeugen und lässt mich nichts als wartend auf den zweiten Teil zurück. Ich freue mich schon sehr darauf, Emma und Marlene auf einem weiteren Stück ihres Lebensweges zu begleiten. Die beiden jungen Frauen, die schon als Kinder so vieles verloren haben, geben nicht auf und kämpfen für ihre Träume.
Den Schreibstil fand ich schon von Anfang an einfach wunderschön. Das Buch begann mit einem Rückblick, als Emma und Marlene 4 und 6 Jahre alt waren und ihre Mutter plötzlich verstarb. Weiter geht es Jahre später, als die beiden schon 17 und 19 Jahre alt sind und nach einer langen Zeit im Waisenhaus die Chance erhalten, an der neuen Kinderklinik Weißensee eine Ausbildung zu Krankenschwestern zu absolvieren.
Auch die Handlung war spannend und es war schön, wie sich Geschichten und Emotionen von Emma und Marlene mit Erzählungen aus dem Klinikalltag, den kleinen Patienten und ihren Leidensgeschichten und dem aktuellen Stand der Medizin zur damaligen Zeit abgewechselt haben. Das Buch war total kurzweilig und immer spannend!
Der Autorin gelang es total gut, die Geschichte und die Gefühle der beiden Schwestern in die Geschichte rund um die Kinderklinik und die Pädiatrie als neue Strömung der Medizin einzubetten. Ich habe viel für mich mitnehmen können über die damalige Zeit und auch allgemein über Emmas und Marlenes Gefühle als Waisenkinder. Einen Ruf, den man nie ganz los wird, egal wie sehr man sich bemüht, sich an die anderen anzupassen.
Das Buch zeigt, wie wichtig es ist, an seine Träume zu glauben, aber auch, ehrlich mit sich selbst und anderen zu sein. Es gibt Hoffnung, dass, egal wo man herkommt, man großes erreichen kann. Aber es erzählt auch einfach eine wunderschöne Geschichte von zwei jungen Frauen, die ihren Platz in der Welt suchen, zum ersten Mal verliebt sind und enttäuscht werden, aber auch das große Glück finden. Ich kann das Buch nur wärmstens empfehlen, es macht einfach glücklich, es zu lesen!

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Veröffentlicht am 14.12.2020

Unfassbar viele Emotionen!

Zwei Nächte und drei Leben lang
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Die Leseprobe von Elja Janus' "Zwei Nächte und Drei Tage lang" hat mich total angesprochen und ich war so neugierig darauf, wie diese Geschichte weitergeht. Enttäuscht wurde ich auf keinen Fall, um das ...

Die Leseprobe von Elja Janus' "Zwei Nächte und Drei Tage lang" hat mich total angesprochen und ich war so neugierig darauf, wie diese Geschichte weitergeht. Enttäuscht wurde ich auf keinen Fall, um das schon einmal vorweg zu nehmen. Es ist der Autorin gelungen, nur durch Worte so viel Gefühl und so viel Schmerz einzufangen, dass ich nur beim Lesen manchmal das Gefühl hatte, ich müsste platzen vor aufgestauten Emotionen. Die Geschichte von Jess und Cem ist so wunderschön und tragisch zugleich und man kann es manchmal gar nicht glauben, dass zwei Menschen so viel Leid erfahren können, und danach dennoch wieder ins Leben zurück und vor allem zueinander finden.
Der Schreibstil ist echt toll und bindet einen schon nach ein paar Seiten total an das Buch und die Charaktere, zu denen ich sofort Sympathien aufbauen konnte. Man hat sich Jess und Cem während dem Lesen in ihrem Emotionen total verbunden gefühlt und hat einfach die ganze Zeit nur gehofft, dass sie wieder aufstehen können, nachdem das Leben sie niedergedrückt hat. Das Buch erzählt so viele verschiedene Arten von Schmerz und Leid, die da draußen lauern. Besonders bewegt hat mich die Erzählung von Cems Leidensgeschichte, die mit Rassismus und Gewalt zu tun hat. Die Autorin berichtet von einer unvorstellbar grausamen und unmenschlichen Tat und man kann erst gar nicht glauben, dass so etwas wirklich passieren kann. Aber ich bin mir fast sicher, dass so etwas öfter vorkommt, als man sich es vorstellen mag und ich fand es total inspirierend, wie die Autorin Cems Gedanken und Gefühle danach beschrieben hat. Gerade diese Szene hat mir viel zu Denken mitgegeben und wird mich noch eine Weile beschäftigen.
Mein einziger Kritikpunkt ist es, dass mir die Geschichte und all die Emotionen manchmal doch etwas zu übertrieben vorkamen und die Gedanken zu oft wiederholt wurden, so dass mir das Ganze teilweise dann doch etwas abgehoben vorkam. Dennoch bereue ich es nicht, dieses traurige und doch wunderschöne Buch gelesen zu haben!

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Veröffentlicht am 12.11.2020

Viel versprochen, leider mehr enttäuscht

Die Farbe von Glück
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Auf "Die Farbe von Glück" war ich besonders neugierig. Ich liebe Bücher, die eine Botschaft haben und einen nachdenklich zurücklassen, aber aber auch oft bei tiefgründigen Büchern das Gefühl, dass sie ...

Auf "Die Farbe von Glück" war ich besonders neugierig. Ich liebe Bücher, die eine Botschaft haben und einen nachdenklich zurücklassen, aber aber auch oft bei tiefgründigen Büchern das Gefühl, dass sie nicht ganz zu mir vordringen. Durch das wunderschöne Cover, die vielen positiven Stimmen und die Leseprobe, bei der ich beim ersten Satz sogar eine Gänsehaut bekommen habe, habe ich mir von diesem Buch besonders viel versprochen.

Leider muss ich nach dem Ende der Geschichte sagen, dass ich mehr als enttäuscht von dem Buch bin. Der Schreibstil war zwar schön und ließ sich einfach lesen, und anfangs haben mir die Lebensweisheiten und Sprüche auch noch sehr gut gefallen, aber je weiter ich gelesen habe, desto mehr haben sich die Inhalte dieser Weisheiten geglichen und jeder der Charaktere war plötzlich total schlau und hat groß dahergeredet. Und das, obwohl die meisten Charaktere große Probleme mit sich selbst und ihrem Werdegang hatten und alles andere als mit sich selbst im Reinen waren. Anderen Ratschläge geben konnten sie dennoch ohne Pause.

Die Charaktere konnten mich leider auch nicht erreichen, ich habe mich mit keiner Person wirklich verbunden gefühlt und konnte mich in sie hineinversetzen, obwohl sie alle ihre tragischen Geschichten mit einem teilten und den Leser daran teilhaben ließen.

Was mir aber am wenigsten gefallen hat, war letztendlich die Handlung des Buches. Ich kann nicht viel dazu schreiben, ohne zu viel davon zu verraten, aber ich finde, dass insgesamt im Buch nicht viel passiert ist und sich alles immer nur um das Gleiche Thema gedreht hat. Vor allem aber hatte ich das Gefühl, dass die einzig wichtigen Teile der Anfang und das Ende des Buches haben. Im Mittelteil wurden auf vielen Seiten schlaue Sprüche wiederholt und wiederholt, um Seiten zu füllen und dem Leser den Eindruck zu vermitteln, dass viel Zeit vergeht. Was mir auch gar nicht gefallen hat, war, wie unkonkret manche Aussagen waren. Charlotte zieht irgendwann in ein anderes Land, dessen Namen nicht einmal im gesamten Buch erwähnt wurde. Vermutlich war das Absicht, aber ich fand es einfach richtig nervig und hatte wieder das Gefühl, einfach nichts zu erfahren und irgendwie auch meine Zeit zu verschwenden. Gegen Ende musste ich mich wirklich zwingen, das Buch weiterzulesen. Und wenn ich ehrlich zu mir bin hätte ich das Buch im Nachhinein lieber weglegen sollen, weil ich persönlich das Ende einfach komplett überzogen und völlig unrealistisch fand.

Ich finde das Buch ist insgesamt einfach viel zu dick aufgetragen. Es hat zwar eine Botschaft, über die man definitiv nachdenken kann und muss, aber die Art und Weise, wie diese Botschaft übermittelt wurde, war für mich einfach viel zu viel des Guten. Leider kann ich das Buch nicht empfehlen, ich habe nicht das Gefühl, einen Mehrwert mit dem lesen erreicht zu haben.

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Veröffentlicht am 12.10.2020

Tolle Geschichte über das Gesagte und Ungesagte

Das Wörterbuch des Windes
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Das Wörterbuch des Windes hat mich schon durch seinen eingängigen Titel überzeugt, dieses Buch lesen zu wollen. Nun bin ich sehr froh, dass ich es auch tatsächlich getan habe. Das Cover finde ich auf den ...

Das Wörterbuch des Windes hat mich schon durch seinen eingängigen Titel überzeugt, dieses Buch lesen zu wollen. Nun bin ich sehr froh, dass ich es auch tatsächlich getan habe. Das Cover finde ich auf den ersten Blick zwar etwas langweilig, aber ich kannte die Autorin bereits aus anderen Büchern und war deshalb dementsprechend neugierig auf die Geschichte.
Der Einstieg in die Handlung gelang mir mühelos und nachdem ich zuvor ein Buch gelesen hatte, bei dem sich die Seiten eher langsam drehten, ging es hier umso schneller. Nina Blazon erzählt mit Witz und Leichtigkeit, aber auch mit vielen Emotionen, so dass es mir gut gelang, mich schnell in Swea hineinzuversetzen. Es hat mir viel Spaß gemacht, diese tolle Geschichte zu lesen.
Auch Einar und Jon fand ich sympathisch und sie waren interessante Charaktere, deren Wandel ich nur gerne mitverfolgt habe. Die Handlung war immer für Überraschungen offen und mir war nicht von Anfang an klar, welches Ziel die Geschichte hat. Verschiedene Handlungsstränge waren komplex ineinander verwoben und gaben mir manchmal fast das Gefühl, das Tagebuch aus dem echten Leben eines Menschen zu lesen und keine erfundene Geschichte. Ich fand das Buch wahnsinnig echt und realistisch und mir hat gut gefallen, dass es nicht geradlinig auf ein Ziel aus war, sondern Sweas Entwicklung und auch die der anderen Charaktere so beschrieb, wie sie eben stattfand. Mit Rückschlägen und Rückschritten, aber so, dass es am Ende immer noch wunderschön zu lesen war, wie jedes Puzzleteil in seinen Platz klickt ;)
Das Wörterbuch des Windes verbindet für mich viele Elemente und ist viel mehr als nur ein Liebesroman. Es spricht vom Suchen und Finden, vom einsam sein und davon, zu bemerken, dass man nur ein Leben hat und es nie zu spät ist, dieses zu ändern um es maximal ausschöpfen zu können! Die Geschichte hat mich trotz, dass sie so leicht zu lesen war, sehr bewegt und ich empfehle das Buch nur zu gerne weiter!

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Veröffentlicht am 08.10.2020

Wahnsinnig komplexes Buch

INFINITUM - Die Ewigkeit der Sterne
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Für mich zeigt schon das wunderschöne Cover von Infinitum, dass es sich um eine atemberaubende Geschichte handeln muss. Oft wird man bei solchen Gedanken letztendlich enttäuscht, aber das kann ich in diesem ...

Für mich zeigt schon das wunderschöne Cover von Infinitum, dass es sich um eine atemberaubende Geschichte handeln muss. Oft wird man bei solchen Gedanken letztendlich enttäuscht, aber das kann ich in diesem Fall nicht behaupten. Ich konnte mir vorher gar nicht vorstellen, dass dieses Buch tatsächlich so komplex ist und mich in eine derart ausgefeilte neue Welt eindringen lässt.
Als Eragon-Fan wusste ich beispielsweise beim Schreibstil schon ungefähr, was mich erwartet und wurde nicht überrascht. Das Buch lässt sich leicht und flüssig lesen, aber man muss schon aufmerksam sein und gedanklich dabei bleiben, weil man ansonsten direkt einiges verpasst. Manchmal ist mir fast ein bisschen zu viel neues und aufregendes passiert und ich habe mich dabei erwischt, wie ich an den eigentlich spannendsten Stellen ein bisschen abgeschaltet habe. Aber ich kam immer wieder schnell in den Lesefluss hinein. Ich muss zugeben, dass ich am Anfang etwas gebraucht habe, um in diese Welt einzutauchen, es war einfach so vieles neu und ich musste erstmal verstehen, was eigentlich gerade passiert und wo ich - beziehungsweise das Buch - gerade ist. Aber genau das macht das Buch für mich so beeindruckend und eigentlich macht ganze das SciFi doch aus - dass man eine Welt kennenlernt,die völlig anders ist als alles, was man bisher kannte.
Die Charaktere fand ich total spannend, unterschiedlich und interessant. Kira ist während der Geschichte um einiges über sich hinausgewachsen (und das sogar wortwörtlich) und ich fand es sehr spannend und schön, sie auf ihrer Reise begleiten zu können. Aber auch die Crewmitglieder der Wallfish, einem Raumschiff, auf dem sie viel Zeit verbringt, mochte ich wahnsinnig gerne und sie haben die Geschichte total aufgelockert.
Die Handlung war komplex, bot viele Überraschungen und ich finde es einfach nur beeindruckend, dass Christopher Paolini sich so eine Geschichte einfach ausdenken kann und uns Leser daran teilhaben lässt. Das Ende hat sich erst etwas gezogen, aber die letzten Seiten fand ich noch einmal richtig toll.
Trotz ein paar kleiner Kritikpunkte finde ich nicht, dass 4 Sterne diesem wahnsinnigen Buch gerecht werden, deshalb gebe ich wohl verdiente 5 Sterne und empfehle das Buch gerne weiter. Die Geschichte ist kein Buch, das im Hintergrund der Eragon-Reihe steht, sondern für mich fast noch besser!

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