Cover-Bild Miss Bensons Reise
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16,99
inkl. MwSt
  • Verlag: FISCHER E-Books
  • Themenbereich: Belletristik - Abenteuerroman: historisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Ersterscheinung: 30.12.2020
  • ISBN: 9783104031613
Rachel Joyce

Miss Bensons Reise

Roman
Maria Andreas (Übersetzer), Maria Andreas-Hoole (Übersetzer)

Der neue SPIEGEL-Bestseller von Rachel Joyce: Zwei unvergessliche Frauen auf der Reise ihres Lebens.

Margery Benson hat einen großen Traum: den goldenen Käfer in Neukaledonien zu finden, den ihr Vater ihr einst in einem Naturkundebuch gezeigt hat. Doch dieser Traum ist über die Jahre hin genauso verdorrt wie Margery selbst. Bis an einem grauen Londoner Morgen mit einem Schlag alles anders wird.
Kurz darauf findet sich Margery auf einem Dampfer nach Australien wieder, an ihrer Seite die junge Enid Pretty. Die plapperhafte Sexbombe ist nicht gerade das, was sich Margery als seriöse Begleitung auf ihrer Expedition vorgestellt hat. Doch auch Enid hat ein Geheimnis und hegt einen Traum. Zusammen begeben sich die beiden ungleichen Frauen in ein Abenteuer, das die kühnsten Erwartungen übertrifft.
Eine hinreißende Geschichte über Freundschaft und Freiheit: Wie wir den Mut finden, an Träume zu glauben und einander zu helfen, sie zu verwirklichen.

»Es ist nie zu spät, sich selbst zu überraschen, daran wird man selten mit so viel Wärme und Witz erinnert wie in diesem Roman.« freundin

»Man kann nicht anders, als sich in die Figuren zu verlieben. Ein aufregendes, berührendes Abenteuer voller unerwarteter Wendungen.« The Observer 

»Das wunderbare Porträt einer Frauenfreundschaft mit all ihren Widersprüchen und Stärken. Es zeigt, dass wir über uns hinauswachsen können, wenn wir uns von den Ketten der Erwartungen befreien.«Raynor Winn, Autorin des SPIEGEL-Bestsellers »Der Salzpfad«

»Preiswürdig: Rachel Joyce' bestes Buch bisher!« The Times

Der neue große Roman von Rachel Joyce, Autorin des Welt-Bestsellers »Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry«.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.04.2021

Wunderbarer Roman

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1950: Die ältliche Lehrerin Margery Benson ist mit ihrem Leben nicht wirklich zufrieden. Ein unangenehmes Ereignis in der Schule bringt sie dazu, daraus auszubrechen. Schon als Kind hat sie sich für Käfer ...

1950: Die ältliche Lehrerin Margery Benson ist mit ihrem Leben nicht wirklich zufrieden. Ein unangenehmes Ereignis in der Schule bringt sie dazu, daraus auszubrechen. Schon als Kind hat sie sich für Käfer interessiert und ihr größter Wunsch ist es, den Goldenen Käfer von Neukaledonien zu finden. Alleine wird sie das nicht stemmen können, sie braucht eine Begleitung, die ihr assistiert. Die Suche danach gestaltetet sich nicht einfach, und so nimmt sie schließlich Enid Pretty mit auf die Reise, die alles andere als die perfekte Assistentin zu sein scheint. Die beiden erleben viel, Gutes und Schlechtes, Lustiges und Trauriges, und viel Skurriles, und wachsen immer mehr zusammen.

Dieser Roman wurde für mich ruckzuck zu einem Lieblingsroman, ich musste abwechselnd weinen und lachen, habe mich in die beiden Protagonistinnen verliebt und möchte nun auch mehr über das Land, in das sie gereist sind, wissen: Neukaledonien, den Namen habe ich natürlich schon einmal gehört, gewusst habe ich darüber bisher aber gar nichts.

Margery und Enid sind zwei herrliche Protagonistinnen. Das Geschehen wird aus Margerys Perspektive erzählt. Margery. aber auch Enid sind herrlich skurril, haben aber auch ihre, oft sehr negativen Erfahrungen gemacht. Rachel Joyce erzählt mit viel Humor, lässt aber auch traurige und tragische Momente zu, nicht nur die Emotionen Margerys, auch meine fuhren Achterbahn. Ich musste weinen, und im nächsten Moment wieder lachen, war emotional aufgewühlt, und wollte immer nur weiterlesen – am Ende habe ich mich nur ungern getrennt und bin sehr glücklich, diesen Roman gelesen zu haben.

Neben der Margerys gibt es eine weitere Perspektive, die überraschend einsetzt, aber durchaus ihren Teil am Geschehen hat. Mehr möchte ich dazu nicht sagen, das sollte man selbst lesen – auch hier spielen die gemachten Erfahrungen und Traumata eine große Rolle. Weiterhin gibt es ein Geheimnis um Enid, das sich nach und nach entschlüsselt, Enids Handlungen beeinflusst und eine gewisse Spannung in das Geschehen bringt. Beteiligt daran sind auch die britischen Ladies in Neukaledonien rund um die Ehefrau des Botschafters. Alle Charaktere sind wunderbar gelungen.

Rachel Joyce erzählt nicht nur mit viel Humor, sondern auch sehr bildhaft und emotional, und zieht den Leser mitten ins Geschehen. Mein Kopfkino funktionierte perfekt, ich könnte mir den Roman auch sehr gut verfilmt vorstellen. Rachel Joyce hat mich zudem sehr neugierig gemacht auf ihre anderen Werke.

Abgerundet wird der Roman durch eine Karte von Neukaledonien und ein Interview der Autorin mit ihren beiden Protagonistinnen, auch dieses übrigens sehr lesenswert.

Für mich ist „Miss Bensons Reise“ ganz klar eines meiner Jahreshighlights. Der Roman ist einfach wunderbar und hat alle meine Emotionen angesprochen. Die Charaktere sind rundum gelungen und ich wurde neugierig auf Neukaledonien gemacht. Ich empfehle den Roman uneingeschränkt und vergebe sehr gerne volle Punktzahl.

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Veröffentlicht am 06.03.2021

Zeitgenössisch

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❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤
Rezension zu "Miss Bensons Reise"
R.
Zeitgenössisch

Der Roman spielt im 19.Jahrhundert, wo ich selbst noch nicht auf der Welt war. Margery ist ein junges Mädchen, das viel mit Holzteilen ...

❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤
Rezension zu "Miss Bensons Reise"
R.
Zeitgenössisch

Der Roman spielt im 19.Jahrhundert, wo ich selbst noch nicht auf der Welt war. Margery ist ein junges Mädchen, das viel mit Holzteilen spielt und sie dabei auch durchaus interressant findet. Sie mag ihren Vater auch sehr und er will ihr dabei heute auch was schönes in einem Buch zeigen...

Was will er ihr zeigen?🤔

Die Reise ins 19.te Jahrhundert fand ich höchstinterressant und auch sehr zeitgenössisch. Ein wahrlich schöner Zeitsprung aus dem Jahr 2021 heraus.

Margery wirkte dabei auch sehr liebevoll und nett auf mich, sodaß ich dabei auch gut ihre Reaktionen nachvollziehen kann, als man sie etwas verärgerte.

Ihren Vater fand ich dabei auch sehr klug und gescheit - so einen Vater sollte jeder von uns haben. Mich hat diese Zeitreise dabei auch durchaus nachdenklich gemacht aufgrund der unterschiedlichen Jahre.

Ich fand sie aber unendlich schön, sodaß ich dafür liebend gerne die guten 5 Sterne vergebe.

❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤

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Veröffentlicht am 16.02.2021

Auf die Frauen!

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In dieser Geschichte von Rachel Joyce begleiten wir die Mitvierzigerin Margery Benson auf der Reise ihres Lebens, in der sie sich, zusammen mit ihrer Assistentin Enid Pretty, auf eine Expedition nach Neukaledonien ...

In dieser Geschichte von Rachel Joyce begleiten wir die Mitvierzigerin Margery Benson auf der Reise ihres Lebens, in der sie sich, zusammen mit ihrer Assistentin Enid Pretty, auf eine Expedition nach Neukaledonien begibt. Neu-Wo? Genau!
Auf der Insel im Südpazifik hofft sie, einen golden Käfer zu finden, einen Käfer den zuvor noch niemand entdeckt, sondern nur gesehen hat. Wie jetzt?
Leider lassen sich die Käfer gar nicht so einfach finden und Miss Pretty, deren Persönlichkeit ganz dem Gegenteil von dem von Margery entspricht ist keine große Hilfe, denn weder interessiert sie sich sehr für Käfer, noch spricht sie, wie in ihrer Bewerbung angegeben, Französisch. Und so kommen sich die beiden Damen bereits auf dem Weg ans andere Ende der Welt in die Haare.

Rachel Joyce' Geschichte hat mir von Anfang an großen Spaß gemacht. Der Stil ist sehr leicht lesbar, vergnüglich und doch niemals flach. An keiner Stelle der Erzählung ist bei mir Langeweile aufgekommen und die beiden Protagonistinnen habe ich sehr in's Herz geschlossen. Einige unerwartete Wendungen lassen das Buch trotz seiner Länge stets spannend bleiben und - was ich immer besonders schön finde - man konnte beim Lesen auch noch etwas über die Insel Neukaledonien und Käfer lernen.

Besonders schön finde ich die Message des Buches, die stets präsent ist, jedoch nie dem Leser mit Gewalt auf's Auge gedrückt wird: Sei stark, gib nie auf, erfülle deine Bestimmung, lass dich nicht unterkriegen - auch (oder fall allem) wenn du eine Frau bist.

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Veröffentlicht am 25.01.2021

Scheitern als Chance

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Wie schon in »Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry« begibt sich auch hier eine zunächst wenig heldenhafte Figur auf eine außergewöhnliche Reise, die ihr Leben verändert.
Die etwas schrullige ...

Wie schon in »Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry« begibt sich auch hier eine zunächst wenig heldenhafte Figur auf eine außergewöhnliche Reise, die ihr Leben verändert.
Die etwas schrullige Hauswirtschaftslehrerin Margery Benson verbringt ihren Alltag mit dem Unterrichten von Schülerinnen, die sich nicht für ihr Fach und schon gar nicht für sie interessieren. Auch in ihrem Privatleben gibt es wenig Abwechslung und kaum soziale Kontakte. Als sich aber eines Tages die Schülerinnen über sie lustig machen, packt sie die Wut. Sie schmeißt alles hin und beschließt, ihren großen, schon fast vergessenen Traum zu verwirklichen. Ihr Vater hatte ihr, als sie klein war, in einem Naturkundebuch den goldenen Käfer gezeigt, den es nur in Neukaledonien geben soll. Diesen Käfer will Margery Benson nun finden und sie macht sich auf zu einer Expedition ans andere Ende der Welt, ohne jegliche Reise- oder Expeditionserfahrung. Als Reisebegleitung muss sie mit der aufreizenden und ständig plappernden Enid Pretty Vorlieb nehmen, da alle anderen Bewerber nicht in Frage kommen und Margery ja schließlich eine Assistentin braucht. Schon auf der Schiffreise nach Australien gehen die beiden sich gehörig auf die Nerven, streiten sich, versöhnen sich aber auch wieder. In Neukaledonien angekommen lernt die eine von der anderen und zwischen den beiden sehr ungleichen Frauen entwickelt sich eine wunderbare Freundschaft. Immer dann, wenn die andere den Mut verliert oder nicht mehr weiter weiß, ergreift die andere die Initiative und überrascht damit wohl nicht nur den Leser, sondern offenbar auch sich selbst.
Auch wenn man oft genug schmunzeln und sogar herzhaft lachen kann, gibt es auch reichlich nachdenkliche oder traurige Momente in ,,Miss Bensons Reise.“ Am Ende packt einen das wunderbare Gefühl, dass man seine auf Eis gelegten Träume schleunigst hervorholen und in die Tat umsetzen sollte.

Veröffentlicht am 25.01.2021

Wunderbar und tragisch zugleich

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„Das Besondere an Freundschaft ist, dass man diese Art Liebe nicht für jeden haben kann, dem man begegnet. Für eine echte Freundschaft muss man sich Zeit nehmen. Und man muss bereit sein, die ganze Strecke ...

„Das Besondere an Freundschaft ist, dass man diese Art Liebe nicht für jeden haben kann, dem man begegnet. Für eine echte Freundschaft muss man sich Zeit nehmen. Und man muss bereit sein, die ganze Strecke mitzugehen.“
Diese Sätze beschreiben die Freundschaft zwischen Margery und Enid sehr treffend.
Anfangs haben diese beiden Frauen so gar nichts gemein. Margery ist steif und in sich gekehrt, Enid das ganze Gegenteil, extrovertiert und aufgehübscht.
Beide Figuren sind mir bald ans Herz gewachsen und ich habe mit wachsender Freude dieses Buch gelesen, dass eine bunte Mischung an Unterhaltung bietet. Es gibt viele schöne lustige, aber auch sehr spannende und dramatische Momente.

Mich hat vor allem interessiert, was sich wohl in dem roten Handkoffer von Enid befindet, um den sie ein solches Geheimnis macht. Die Auflösung hat mich überrascht.
Ich habe die exotische Umgebung Neukaledoniens genossen, die sehr bildlich von der Autorin beschrieben wird.
Spannung hat auch Mr. Mundic verbreitet, der eine wirklich tragische Rolle spielt. Psychisch angeschlagen und auch physisch nicht gesund, folgt der Exsoldat den beiden Frauen nach Neukaledonien, um die Expedition zu leiten.

Miss Bensons Reise ist das erste Buch, das ich von Rachel Joyce gelesen habe. Und ich bin absolut positiv überrascht von ihrem phänomenalen Schreibstil!
„Sie trug ein Kleid mit vielen weißen Rüschen; Margery hatte den Eindruck, sich mit einer Hochzeitstorte zu unterhalten“. Immer wieder hagelt es solche Sätze, die mir in breites Grinsen ins Gesicht gezaubert haben.
Wie man eine doch recht tragische Geschichte dermaßen humorvoll in Szene setzen kann ist hohe Kunst.

Fazit: Ein absolutes Highlight an Spannung und skurrilen Begebenheiten.

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