Viele unsortierte, autobiographische Kindheits-Erinnerungen des entführten, amerikanischen Autors
Die Sonne stand tief, als ich meinen Vater fandDas Aufwachsen in weißen, rassistischen Verhältnissen unter der Verschwiegenheit seiner eigentlichen Identität scheint für den Autor eine hochemotionale Tortur seit seiner Entführung von seinem farbigen ...
Das Aufwachsen in weißen, rassistischen Verhältnissen unter der Verschwiegenheit seiner eigentlichen Identität scheint für den Autor eine hochemotionale Tortur seit seiner Entführung von seinem farbigen Vater gewesen zu sein. Seine nicht chronologischen Reflexionen scheinen seinen Schreibstil in langen Sätzen mit repetitiven Elementen sehr zu beeinflussen. Seine unruhige Suche nach Herkunft und Zugehörigkeit kann schmerzhaft nachempfunden werden. Nur erfolgen die detaillierten Wiederholungen mit Gedankensprüngen zu oft. 1975 in Texas geboren, mit zehn Jahren umgezogen nach Kalifornien, vermisste er seine jeweiligen Freunde und liebte Skateboard-Fahren. Erst mit fünfzehn Jahren entfachte das Gedicht „Lady Lazarus“ von Sylvia Plath sein Interesse für Gedichte und Literatur. Sein Gefühlsleben erfuhr auch eine erhebliche Veränderung nach der Trennung seiner Großmutter von dem gewalttätigen Großvater, auch weil der Autor dadurch halbwegs seinen Entführern entkommen war. In seiner Revolution als entführtes Kind gegen Schule wurde er durch Refrains mancher Songs bestärkt, wollte depressiv und hilfebedürftig wirken ohne je ein glückliches Zuhause gehabt zu haben.
Diese negativen Kindheitserinnerungen, geprägt durch Rassismus und Gewalt, nach dreißig Jahren wieder herauf beschworen, sind leider durch den repetierten Schreibstil erschwert zu lesen.