Ein unterhaltsamer Roman über soziale Störfaktoren.
Der gute KönigDie Szenerien spielen im Gewerbegebiet am Rande Frankfurts und im dortigen Villenviertel. Der Ich-Erzähler Fransi, mit Abitur als Letzter angestellt bei dem Klempnermeister und Alkoholiker Hieronymus Bosch, ...
Die Szenerien spielen im Gewerbegebiet am Rande Frankfurts und im dortigen Villenviertel. Der Ich-Erzähler Fransi, mit Abitur als Letzter angestellt bei dem Klempnermeister und Alkoholiker Hieronymus Bosch, mitmenschlich und loyal in seiner Männerfreundschaft auch zu seinem Schulfreund Bashkim in all seiner Ödnis um ihn herum, Im Zentrum der hier angerissenen Gesellschaftskritik steht das eher pietätlose Bataclan-Denkmal von Jeff Koons in Paris, einer Hand mit zehn Meter hohen Tulpen, eher Kitsch als Kunst, gefertigt in einer deutschen Kunstschmiede, von Bashkim in mühsamer Arbeit zusammengeschweißt, lackiert, poliert und vor Ort mit Fransi aufgebaut. In der recht oberflächlichen Auseinandersetzung geht es um fragwürdige Kunstobjekte an sich, um Ausbeutung bei vollem körperlichen, gesundheitsschädigenden Einsatz von Handwerkern, um unbeachtete Zuarbeiter von berühmten Künstlern. Auch wird die unethische Zahlungsmoral und Auftragsvergabe Neureicher thematisiert. Der Sprachstil besonders in den kernigen Dialogen ist oft treffend umgangssprachlich. In ihren Betrachtungen über soziale Unterschiede geht es auch um ihr unerfülltes Leben und ersehnte Liebe.
Die Kunstwelt zwischen Kitsch und Kunst in historischem Rahmen und ein junger Mann im Zwiespalt.