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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.08.2022

Ein zauberhaftes Weihnachtsbuch.

Spekulatius, der Weihnachtsdrache. Spekulatius rettet das Fest
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Genau 24 Kapitel umfasst dieses Advents-Kinderbuch, vom 1.bis zum 24 Dezember, also je ein Kapitel täglich bis zum Weihnachtsfest – wenn der Leser es denn so möchte. Es verarbeitet typische Traditionen ...

Genau 24 Kapitel umfasst dieses Advents-Kinderbuch, vom 1.bis zum 24 Dezember, also je ein Kapitel täglich bis zum Weihnachtsfest – wenn der Leser es denn so möchte. Es verarbeitet typische Traditionen unserer Kultur wie Adventskranz aufstellen, Plätzchen backen, Kerzen anzünden, Basteln, zum Weihnachtsmarkt gehen, einen geschmückten Tannenbaum aufstellen oder zum Advents-Singen gehen/teilnehmen, liebevoll umrahmt von reichlich auflockernden, kreativen Illustrationen, in typisch weihnachtlichen Farben koloriert, sowie mit einem Hardcover solide für plumpe Kinderhände verarbeitet.
Die Geschichte selbst rund um dieses Weihnachtschaos mit ‚Happy End‘ ist auch mit Spannung für Kinder verknüpft. Beim Weihnachtsdrachen Spekulatius hätte ich mir bei seiner Sprechweise jedoch gewünscht, er würde weniger Umlaute einsetzen, um besonders für Erstleser das Lesen zu erleichtern.
Die Botschaft, dass Schenken glücklich macht, kommt sicher an.

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Veröffentlicht am 23.08.2022

Die Todeszone am acht höchsten Berg der Welt – spannend!

Der Aufstieg – In eisiger Höhe wartet der Tod
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Charles McVeigh ein Promi mit dem Potenzial, Geschichte zu schreiben nicht nur unter Alpinisten. Er will nämlich sämtliche vierzehn Achttausender der Welt im Alpinstil und ohne Flaschensauerstoff besteigen, ...

Charles McVeigh ein Promi mit dem Potenzial, Geschichte zu schreiben nicht nur unter Alpinisten. Er will nämlich sämtliche vierzehn Achttausender der Welt im Alpinstil und ohne Flaschensauerstoff besteigen, und das binnen eines einzigen Jahres. Er nennt es seine »Mission Fourteen clean«. . Für die Zeitschrift ‚Wild Outdoors‘ wäre ein Exklusivinterview mit diesem berühmtesten Bergsteiger der Welt ein Riesencoup. Charles hat jedoch eine ganz wesentliche Bedingung gestellt: Cecily muss mit ihm erst den Gipfel des Manaslu besteigen.
Dieser Aufstieg in vielen nachvollziehbaren Details wird geschildert, mit allen Ängsten, Albträumen, Vorbereitungen körperlicher und seelischer Art, sodass man sich als Leser sehr gut als Teammitglied hinein versetzen könnte. Der Abstieg über gesamt fünf Lager in schneller Folge bietet sehr kontrastreich erschreckende Wahrheiten, viele menschliche Opfer, doch auch Beweismaterial. Denn auch am Berg, selbst in 8000 Metern Höhe, sollte für Gerechtigkeit gesorgt werden.

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Veröffentlicht am 21.08.2022

Wie wird man beliebt? Probleme eines Zwölfjährigen.

Mein genialer Tod
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Sigge zieht um nach Skärblacka, nahe bei Norrköping, zu seiner glitzerbewussten Oma ins ‚The Royal Grand Golden Hotel‘. In Stockholm fühlte er sich gemobbt und ohne Freunde. In seiner neuen Klasse 6A ...

Sigge zieht um nach Skärblacka, nahe bei Norrköping, zu seiner glitzerbewussten Oma ins ‚The Royal Grand Golden Hotel‘. In Stockholm fühlte er sich gemobbt und ohne Freunde. In seiner neuen Klasse 6A der Mosstorpschule entwickeln sich Freundschaften besonders zwischen der Mitschülerin Juno und den Zwillingen Sixten und Jonas, die eine oldschool HipHop-Band haben und Sigge mitmachen lassen. Während den wochenlangen Vorbereitungen für eine weihnachtliche Schulfeier ist Sigge besonders gestresst, da für ihre Auftritte bisher noch kein einziges der fünf eingeplanten Einlagen an Gesang, Tanz, Text bzw. Musik vorhanden ist. Doch durch mehrere Proben erhält auch Sigge schließlich die notwendige Hiphop-Tauglichkeit trotz unsäglich großem Lampenfieber, trotz elender Unsicherheit auf der Schulbühne. Da diese Feier erfolgreich für dieses Apfelmus-Trio ausgeht, kann Sigge sein Gefühl vernachlässigen, er würde auf seinen Tod zugehen oder vor Scham auf der Bühne echt sterben, auch wenn Juno meint: »Hat aber trotzdem irgendwie Format, auf einer Bühne zu sterben, sozusagen mit Publikum! Ein ziemlich genialer Tod, wenn du mich fragst.«
Den Buchtitel finde ich nicht optimal gewählt für ein Jugendbuch, machte mich jedoch neugierig auf den Inhalt. Kulturell kommen schwedische Weihnachtsrituale zur Sprache, der Schulbetrieb wird beschrieben – alles in einer flotten, frischen, liebevollen Schreibweise.

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Veröffentlicht am 20.08.2022

Ein unfreiwilliger Neuanfang in der Fremde – lesenswert!

Svendborg 1937
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Die jüdische Familie Dinkelspiel flüchtet 1937 mit drei Kindern aus Stuttgart, findet Unterschlupf in Svendborg, einem verschlafenen Ort auf Fünen in Dänemark. Mit Ricarda und Meret bereits im Teenager-Alter ...

Die jüdische Familie Dinkelspiel flüchtet 1937 mit drei Kindern aus Stuttgart, findet Unterschlupf in Svendborg, einem verschlafenen Ort auf Fünen in Dänemark. Mit Ricarda und Meret bereits im Teenager-Alter und ihrem mongoloiden, kleinen Bruder Friedrich finden alle Unterschlupf bei der verwitweten Tante Gertrud im gelben Haus. Meret erzählt von ihrem veränderten Leben in vermeintlicher Sicherheit, mit gültiger Aufenthaltsgenehmigung, ohne Beschulung, nur Dänisch lernen sie bewusst, um gegen das Gefühl der Heimatlosigkeit anzukämpfen. Über Kontakte zum Emigrantenheim mit diversen künstlerischen Veranstaltungen in Kopenhagen treffen sie auch auf Ruth Berlau, die schließlich Ricarda über Kontakte in Berlin die Reise nach Palästina antreten lässt.
Viele Namen berühmter Künstler tauchen aus dieser Zeit auf, im Besonderen auch Bert Brecht mit seinen drei Frauen, der in der Nähe im Fischerhaus lebte. Das Cover zeigt ein junges Mädchen hinter unterteilter Verglasung, vielleicht im Zug, vielleicht stellvertretend für die Erzählerin Meret, deren Erzählstil altersentsprechend flott daherkommt.

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Veröffentlicht am 19.08.2022

Spannend und ein wenig überraschend kommt die Auflösung dieser verschiedenen Ermittlungen.

Der Sturm
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Die Insel Tasmanien und die raue See an Australiens Küste liefert den grausigen Naturschauplatz mit Höhlen, einem Schiffswrack und einer Bevölkerung, die sich seit Generationen kennt. In einer Samstagnacht ...

Die Insel Tasmanien und die raue See an Australiens Küste liefert den grausigen Naturschauplatz mit Höhlen, einem Schiffswrack und einer Bevölkerung, die sich seit Generationen kennt. In einer Samstagnacht ereignet sich ein Mord an Bronte Laidler aus Canberra, die im ‚Surf and Turf‘ als Aushilfe arbeitet. Detective Inspector Sue Pendlebury aus Hobart ermittelt zusammen mit dem ortsansässigen Polizisten Reed und wühlt dabei Erkenntnisse auf, die bei dem mächtigen Sturm vor zwölf Jahren, bei dem zwei Männer in der aufgepeitschten See tödlich verunglückten und ein Mädchen gleichzeitig verschwand. Kiernan, der mit Partnerin und Baby in seinen Heimatort nach dieser langen Zeit zurückkehrt, spürt eine Schuld, da sein Bruder durch seinen damaligen Notruf im Sturm mit dem gekenterten Boot ‚Nautilus Blue, vor den Höhlen ertrunken ist. Vieles, was damals während des Sturms passierte, kommt nun ans Tageslicht, wo er eigentlich glaubte, mit dieser schweren, bedrückenden Vergangenheit abschließen zu können.
Diese spezielle Szenerie am Ozean ist wunderbar geschildert. Auch das Problem der Demenz von Brian, dem Vater von Kiernan, ist einfühlsam verwoben in die alten Freundschaften aus ihrer Jugendzeit.

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