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Veröffentlicht am 24.04.2019

Ein Sommerroman der zu Herzen geht

Dort, wo ich dich finde
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Zusammen mit ihrer Schwester Mia kehrt Charlotte nach fast 20 Jahren nach Firefly Lake zurück um das Cottage der Familie zu verkaufen. Dort haben sie viele schöne Sommer ihrer Kindheit und Jugend verbracht, ...

Zusammen mit ihrer Schwester Mia kehrt Charlotte nach fast 20 Jahren nach Firefly Lake zurück um das Cottage der Familie zu verkaufen. Dort haben sie viele schöne Sommer ihrer Kindheit und Jugend verbracht, nun versucht Charlie die Vergangenheit hinter sich zu lassen aber als sie Sean ihre Jugendliebe trifft ist alles wieder da und Charlie fühlt sich sofort wieder zu ihm hingezogen.

Da ich ja sehr gerne Liebesromane lese wurde ich auf den Debütroman von Jen Gilroy aufmerksam, wobei mich hier doch eher das Cover als erstes angesprochen hatte und erst dann der Klappentext.
Mir war auch klar, dass es wohl ein Happy End gibt und der Weg dahin mit einigen losen Steinen gepflastert sein wird., wie es bei diesem Genre eben der Fall ist.
Der Einstieg ins Buch ist mir wirklich leicht gefallen und obwohl ich kurz etwas gebraucht habe um die Handlungsstränge den richtigen Figuren besser zuordnen zu können hatte ich das Buch dann doch recht zügig durchgelesen gehabt.
Zu Beginn fand ich es etwas verwirrend vier Erzählstränge zu haben, wobei aber die von Charlie und Sean die Haupthandlungsstränge waren, aber als ich dann alles besser zuordnen und verstehen konnte war dies kein Problem mehr.
Für mich persönlich empfand ich die Geschichte einer Jugendliebe die endete aber nie vergessen wurde und dann das erneute aufeinandertreffen nach fast zwei Jahrzehnten als sehr gut und gefühlvoll erzählt.
Auch den Handlungsverlauf empfand ich als sehr gut durchstrukturiert und so konnte man allem wirklich sehr gut folgen und auch die getroffenen Entscheidungen nachvollziehbar.
Ich empfand die Handlungsorte alle so anschaulich beschrieben, dass ich mir diese sehr gut vor dem inneren Auge entstehen lassen konnte während des Lesens.
Die verschiedenen Figuren des Romans konnte man sich anhand der Beschreibungen recht gut beim Lesen vorstellen.
Charlie und auch Naomi hatte ich recht schnell in mein Leserherz geschlossen und auch Shadow empfand ich als sehr erfrischend.
Alles in allem hat mir der Auftakt zu dieser Trilogie um den Firefly Lake wirklich sehr gut gefallen und ich freue mich jetzt schon auf den 2. Teil der dann von Mia erzählen wird.
Sehr gerne vergebe ich alle fünf Sterne.

Veröffentlicht am 21.04.2019

Zwei Kommissare, zwei Länder und ein Mordfall

Nordlicht - Die Tote am Strand
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Am Strand im Küstenbereich der deutsch-dänischen Grenze wird eine junge Frau tot aufgefunden.
Die Tote wird als Liva Jørgensen identifiziert, die schon vor 12 Jahren spurlos verschwunden ist.
Da bei ihr ...

Am Strand im Küstenbereich der deutsch-dänischen Grenze wird eine junge Frau tot aufgefunden.
Die Tote wird als Liva Jørgensen identifiziert, die schon vor 12 Jahren spurlos verschwunden ist.
Da bei ihr Dinge gefunden werden die auf ein Leben in Flensburg hinweisen wird auch Deutschland in die Ermittlungen einbezogen.
So arbeiten Vibeke Boisen aus Flensburg mit Rasmus Nyborg von der dänischen Polizei zusammen.
Je tiefer sie sich in den Fall einarbeiten umso gefährlicher wird das Wespennest in das sie wohl stechen werden.

Ich muss gestehen, dass ich noch keinen Krimi von Anette Hinrichs gelesen habe. Dieser Krimi hier der nun im blanvalet Verlag erschienen ist hatte mich vom Klappentext her angesprochen und so habe ich mit viel Neugier mit dem Lesen begonnen.
Der Einstieg ins Buch ist mir nicht ganz leicht gefallen und es hat auch einige Zeit gedauert bis ich alles sortiert hatte und mich vollständig auf den Krimi einlassen konnte. Etwas durcheinandergebracht haben mich die 5-6 Erzählstränge und ja man sag zwar bei den Kapiteln bzw. Absätzen immer wo dieser Abschnitt spielt, aber durch die Mischung mit verschiedenen Erzählsträngen war dies doch sehr verwirrend. Dadurch hatte ich manch auch Probleme dem Handlungsverlauf zu folgen und musste den Krimi auch zur Seite legen um das gelesene sacken zu lassen.
Gut gefallen aht mir aber, wie der Spannungsbogen gespannt war und es viele Aspekte gab die es mir als Leser nicht leicht gemacht haben den oder die Täter ins Auge zu fassen und so habe ich mich sehr gerne überraschen lassen.
Da die Figuren des Krimis alle sehr anschaulich beschrieben waren, hatte ich während des Lesens keinerlei Probleme mir diese vor dem inneren Auge entstehen zu lassen.
Auch wenn ich die Nordseeküste besser kenne als die der Ostsee waren wirklich alle Handlungsorte so detailliert beschrieben, so dass ich mir alles sehr gut vorstellen konnte.
Alles in allem hatte ich spannende und unterhaltsame Lesestunden mit dem Krimi, auch hoffe ich, dass dies nicht der letzte Fall des doch etwas besonderen Ermittlerduos ist.
Da ich manchmal etwas Probleme hatte dem Handlungsverlauf zu Folgen habe ich mich entschlossen vier von fünf Sternen zu vergeben.

Veröffentlicht am 17.04.2019

Eine Fortsetzung die es in sich hat

Die Fotografin - Die Zeit der Entscheidung
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Die Fotografin Mimi Reventlow lebt nun schon einige Monate in Laichingen um ihren kranken Onkel Josef zu pflegen.
So nach und nach ist es ihr gelungen die Herzen der Einwohner zu erobern und Freundschaften ...

Die Fotografin Mimi Reventlow lebt nun schon einige Monate in Laichingen um ihren kranken Onkel Josef zu pflegen.
So nach und nach ist es ihr gelungen die Herzen der Einwohner zu erobern und Freundschaften zu schließen.
Es gibt einige Ereignisse in dem Leinweberstädtchen bei denen Mimi gerne hilft und mit Rat und Tat zur Seite steht.
Doch dann wird Mimi menschlich wirklich schwer enttäuscht und so beginnt alles in Frage zu stellen und sie spürt, dass es Zeit für eine Entscheidung ist.

Die Historischen Romane von Petra Durst-Benning gehören für mich persönlich zu den Büchern die ich alle nicht in meinem Bücherregal missen möchte und sie eigentlich schon als Muss ansehe diese zu lesen.
Nachdem ich schon den ersten Teil der Reihe verschlungen hatte war ich schon seit Monaten neugierig auf den zweiten Teil und konnte es nicht erwarten zu erfahren wie es bei Mimi weitergeht.
Der zweite Teil setzt direkt am Ende des ersten Bandes an und so erfährt man gleich wie es am Tag des Pfingstmarktes weitergegangen ist. Aber auch der weitere Verlauf des Romans war nie vorhersehbar und so wurde es nie wirklich langweilig oder langatmig während des Lesens.
Obwohl es verschiedene Handlungsstränge gibt war es nie schwierig alles den richtigen Figuren zuzuordnen und der Hauptteil des Romans wurde sowieso aus Mimis Sicht erzählt.
Durch viele Drehungen und Wendungen war der Spannungsbogen immer sehr gut gespannt und ja mit diesem Ende hatte ich so nicht ganz gerechnet.
Auch wenn die Handlungsorte in und um Laichingen der Fantasie der Autorin entsprungen sind konnte man sie sich anhand der Beschreibungen sehr gut vor dem inneren Auge entstehen lassen beim Lesen.
Da man zu 99% alle Figuren schon aus dem ersten Teil kannte hatte ich keinerlei Probleme mir diese während des Lesens vorzustellen
Mimi war mir auch hier wieder sehr sympathisch und so ist sie noch tiefer in mein Leserherz gewandert.
Für mich persönlich hat Frau Durst-Benning ihren Figuren wieder ein Leben eingehaucht, so dass ich mich nicht von der Geschichte trennen konnte und deshalb hatte ich das Buch innerhalb von zwei Tagen gelesen gehabt. Nun muss ich leider eine lange Zeit warten bis der dritte Band der Reihe erscheinen wird.
Sehr gerne vergebe ich für den Roman alle fünf Sterne.

Veröffentlicht am 15.04.2019

Ein Haus das Herzen erobert

Ein Haus fürs Herz
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Belinda liebt ihren Job als Immobilienmaklerin und geht darin auf. Als sie den Auftrag zum Verkauf des Traumanwesens „Hunter´s Moon“ erhält wagt sie sich an die Aufgabe mit Feuereifer und möchte die idealen ...

Belinda liebt ihren Job als Immobilienmaklerin und geht darin auf. Als sie den Auftrag zum Verkauf des Traumanwesens „Hunter´s Moon“ erhält wagt sie sich an die Aufgabe mit Feuereifer und möchte die idealen Nachfolger für das Ehepaar finden.
Leo der Sohn hatte von nichts eine Ahnung und ist vom Verkauf völlig überrumpelt.
Doch obwohl Leo gegen den Verkauf ist fühlt sich Belinda stark zu ihm hingezogen aber auch die Geschichte des Anwesens fasziniert sie.

Da ich sehr gerne Liebesromane lese aber genauso gerne lese ich auch Familiengeschichten und dieser Roman hier hatte mich deshalb angesprochen da er beides zu vereinen schien.
Mir ist der Einstieg ins Buch relativ leicht gefallen, doch leider habe ich mich mit der Zeit etwas schwer getan mit der Geschichte und so habe ich etwas länger für das Buch gebraucht als ich erwartet hatte.
Der gesamte Roman war auf zwei Zeitebenen angesiedelt und hier gab es dann noch verschiedene Erzählstränge, die mir persönlich auch etwas zu viele waren da ich ab und zu Probleme hatte alles den richtigen Personen zuzuordnen. Der Hauptteil des Romans wurde aber aus der Sicht von Belinda und Sally erzählt.
Belinda hat zwar eine ganz andere Lebensgeschichte als Sally und doch eint beide das Gefühl als sie das Anwesen zum ersten Mal gesehen haben und in ihr Herz geschlossen haben.
Obwohl einiges etwas verwirrend war während des Lesens konnte man dem Handlungsverlauf immer gut folgen und auch die getroffenen Entscheidungen konnte man immer recht gut nachvollziehen.
Man konnte sich die unterschiedlichen Figuren des Romans anhand ihrer Beschreibungen recht gut während des Lesens vorstellen.
Auch die Handlungsorte empfand ich als sehr gut beschrieben, jedenfalls konnte ich mir das Anwesen beim Lesen problemlos vor dem inneren Auge entstehen lassen.
Alles in allem konnte mich der Roman nicht zu 100% überzeugen, dies lag aber weniger an der Geschichte sondern nur einfach daran, dass ich mit den Hauptfiguren nicht so richtig warm wurde.
Nach längerer Überlegung vergebe ich für den Roman vier von fünf Sternen.

Veröffentlicht am 11.04.2019

Eine Familie, drei Generationen und ein Geheimnis

Marlenes Geheimnis
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Als Marlenes Mutter Eva stirbt kehrt Nane, ihre Nichte, zum ersten Mal nach vielen Jahren auf den Hof am Bodensee zurück.
An den Bodensee kam Marlene zusammen mit ihrer Mutter um nach dem Krieg sich hier ...

Als Marlenes Mutter Eva stirbt kehrt Nane, ihre Nichte, zum ersten Mal nach vielen Jahren auf den Hof am Bodensee zurück.
An den Bodensee kam Marlene zusammen mit ihrer Mutter um nach dem Krieg sich hier eine neue Heimat aufzubauen.
Nane erhält als Vermächtnis ihrer Oma Aufzeichnungen aus ihrem recht langen und bewegten Leben und durch diese Lektüre deckt Nane so nach und nach ein gut gehütetes Familiengeheimnis auf.

Auf diesen Roman wurde ich schon Aufmerksam als dieser als Hardcover erschienen ist, nur war ich immer etwas skeptisch ob mir der Roman auch wirklich gefallen würde und habe deshalb auf das Taschenbuch gewartet.
Von Brigitte Riebe habe ich schon das eine oder andere Buch gelesen, eben auch einige Bücher welche unter Pseudonym veröffentlicht wurden.
Mir ist der Einstieg ins Buch erstaunlich leicht gefallen und obwohl ich mir viel Zeit für die Lektüre nehmen wollte und auch eingeplant hatte war ich viel zu schnell mit dem Buch durch.
Mich hatte die Geschichte von Eva und somit auch die von Marlene so gefesselt, dass ich das Buch einfach nicht aus der Hand legen konnte da ich einfach erfahren wollte wie es weitergeht.
Gut hat mir gefallen, dass der Roman auf zwei Zeitebenen gespielt hat und man so immer abwechselnd in der Vergangenheit und ich der Gegenwart war und man so alle Figuren kennenlernte egal ob positiv oder negativ.
Evas Geschichte wenn hier auch fiktiv steht für so viele wahre Lebensgeschichten die nach dem 2. Weltkrieg ihrer Heimat beraubt wurden und sich im zerstörten und besetzten Deutschland eine neue Heimat aufbauen mussten.
Die Figuren empfand ich während des Lesens als so gut beschrieben, dass man sie sich während des Lesens sehr gut vorstellen und auch ins Leserherz schließen konnte.
Da der Spannungsbogen bis zum Schluss gespannt war, konnte man sich beim Lesen so seine Gedanken machen wie wohl alles Enden wird und wie alles Zusammenhängen konnte.
Auch die Handlungsorte konnte man sich aufgrund der Beschreibungen sehr gut vor dem inneren Auge entstehen lassen während des Lesens.
Alles in allem ein Roman der mich sehr nachdenklich zurückgelassen hat und mich schon während des Lesens sehr berührt hat.
Sehr gerne vergebe ich alle fünf Sterne für das Buch.