Cover-Bild Die Fotografin - Die Zeit der Entscheidung

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20,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Blanvalet
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: historischer Roman
  • Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
  • Seitenzahl: 512
  • Ersterscheinung: 08.04.2019
  • ISBN: 9783764506636
Petra Durst-Benning

Die Fotografin - Die Zeit der Entscheidung

Roman
Gegen alle Widerstände wird Mimi Reventlow Fotografin, und findet nicht nur ihre Freiheit, sondern auch den Weg zur Liebe …

Die Wanderfotografin Mimi Reventlow lebt seit einiger Zeit in der kleinen Leinenweberstadt Laichingen und kümmert sich um ihren kranken Onkel Josef. Durch ihre offene Art ist es ihr gelungen, die Herzen der Dorfbewohner zu erobern und Freundschaften zu knüpfen. Als eine Katastrophe das Dorf erschüttert, wird sie mit ihren wunderschönen Fotografien für viele der Bewohner gar zum einzigen Rettungsanker. Doch nach einer schweren menschlichen Enttäuschung muss Mimi erkennen, dass sie sich nicht nur in ihrem Foto-Atelier dem schönen Schein hingegeben hat, sondern auch im wahren Leben. Für Mimi ist die Zeit der Entscheidung gekommen.

Ausstattung: mit bebildertem Anhang in s/w

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.10.2020

Das Leben ist nicht immer golden

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!3,5 Sterne!



Klappentext:

„Die Wanderfotografin Mimi Reventlow lebt seit einiger Zeit in der kleinen Leinenweberstadt Laichingen und kümmert sich um ihren kranken Onkel Josef. Durch ihre offene Art ...

!3,5 Sterne!



Klappentext:

„Die Wanderfotografin Mimi Reventlow lebt seit einiger Zeit in der kleinen Leinenweberstadt Laichingen und kümmert sich um ihren kranken Onkel Josef. Durch ihre offene Art ist es ihr gelungen, die Herzen der Dorfbewohner zu erobern und Freundschaften zu knüpfen. Als eine Katastrophe das Dorf erschüttert, wird sie mit ihren wunderschönen Fotografien für viele der Bewohner gar zum einzigen Rettungsanker. Doch nach einer schweren menschlichen Enttäuschung muss Mimi erkennen, dass sie sich nicht nur in ihrem Foto-Atelier dem schönen Schein hingegeben hat, sondern auch im wahren Leben. Für Mimi ist die Zeit der Entscheidung gekommen.“



Der zweite Teil mit Mimis Geschichte zeigt deutlich, das Mimi etwas reifer (so ganz kommt sie von ihrer Naivität noch nicht weg) und noch mutiger geworden ist, jedenfalls äußerlich ist dies der Fall. Mit ihrer Fürsorge um ihren Onkel, zeigt sie dem Dorf, das ihr die Familie wichtiger ist als ihre fixe Idee mit der Wanderfotografie....nur haben die Bewohner des Dorfes sich da ein wenig verschätzt. Mimis Traum gerät dabei nie aus dem Blickfeld, auch wenn sich ihre Prioritäten etwas

geändert haben. Interessant war zu erleben, wie die Menschen nach der Katastrophe im Dorf, sich an den Fotos von Mimi erfreuen und es den Menschen gut tut. Dennoch ist auch bei Mimi nicht alles Gold was glänzt und auch sie muss eine Niederlage erleben und hinnehmen.

Ein Pluspunkt wieder bei dieser Geschichte ist die Entwicklung der Fotografie zur damaligen Zeit und selbstverständlich der Lokalkolorit um das Dorf Laichingen und deren Bewohner. Wir dürfen wieder abtauchen und ein wenig genießen. Hier und da fehlt mir nur immer wieder Emotionen und Gefühl. Einige Parts wirken mir persönlich etwas zu steril, zu verkitscht, zu klischeehaft. Schlussendlich konnte man immer wieder die Geschichte vorhersehen. Manchmal passt das ganz gut, hier wirkte es überhaupt nicht bzw. wirkt langweilig und plump. Hierfür gibt es wieder 3,5 von 5 Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.06.2019

Steht dem ersten Band der Reihe in nichts nach

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„Die Fotografin – Die Zeit der Entscheidung“ ist der zweite Teil der Saga um eine Fotografin und ihrer Berufsausübung zu Beginn des letzten Jahrhunderts mit voraussichtlich fünf Bänden von Petra Durst-Benning. ...

„Die Fotografin – Die Zeit der Entscheidung“ ist der zweite Teil der Saga um eine Fotografin und ihrer Berufsausübung zu Beginn des letzten Jahrhunderts mit voraussichtlich fünf Bänden von Petra Durst-Benning. Die Titelfigur und Protagonistin Minna Reventlow, genannt Mimi, ist eine fiktive Figur, die 1879 geboren wurde und in Esslingen als Tochter eines Pfarrers und seiner Frau aufgewachsen ist. Der zweite Band spielt in den Monaten April bis Dezember im Jahr 1912. Die Handlung knüpft nahtlos an den ersten Teil an und spielt durchgehend in der Leinenweberstadt Laichingen auf der Schwäbischen Alb. Eine Vorkenntnis der vorigen Bands ist nicht unbedingt erforderlich, steigert aber das Lesevergnügen.

Mimi hat sich bei ihrem Onkel Josef häuslich niedergelassen und verantwortet die Pflege für den Erkrankten. Immer mehr wächst sie in die Ortsgemeinschaft hinein und findet Freunde. In ihrer Zeit als Wanderfotografin hat sie in Ulm Johann kennengelernt und sich mit ihm befreundet. Er ist in Laichingen aufgewachsen, hat aber einige Jahre in Amerika gelebt. Jetzt ist er wieder in seine Heimatstadt zurückgekehrt und arbeitet wie die meisten männlichen Bewohner des Dorfs als Weber für den Unternehmer Gehringer, wo er seine Kollegen im Laufe der Zeit von der Notwendigkeit einer Gewerkschaft überzeugen möchte. Gehringer nutzt seine Macht als Arbeitgeber immer mehr aus. Sogar Mimi versucht er, für sich einzuspannen. In ihrer Freundschaft kommt sie Johann gefühlsmäßig immer näher und denkt zum ersten Mal nach einigen Enttäuschungen darüber nach, eine Familie zu gründen. Das Jahr 1912 wird für die Fotografin zu einer Zeit der Entscheidung, bei der sie zwischen Wanderschaft und Ortsansässigkeit mit Verstand und Gefühl entscheiden muss.

Mimi ist dem Misstrauen der Ortsbewohner mit ihrer offenen, selbstbewussten Art entgegengetreten und hat sich auch von Rückschlägen nicht von ihrem Vorhaben, sich um ihren todkranken Onkel zu kümmern und dennoch ihren Beruf auszuüben, abbringen lassen. Auch im zweiten Band macht Petra Durst-Benning es ihrer Protagonistin nicht immer leicht. Durch den eingetretenen Alltag wird Mimi immer mehr geerdet. Sie lernt die Notwendigkeit kennen, den eigenen Haushalt selbst zu führen, denn mit ihrem geringen Verdienst kann sie sich kaum Hilfe leisten. Neben dem Kochen lernt sie auch zu gärtnern, was nochmal einiges Geld einspart. Ihre für die damalige Zeit moderne Weise, Personen auf Fotos zu arrangieren, trifft nicht bei jedem auf Zustimmung. Auch die Öffnung ihres Ateliers am Sonntag wird kritisiert. Selbst ihr Onkel bemängelt ihre Einmischung bei Problemen der Nachbarn, Freunden und Bekannten. Mimi ist sich dessen zwar durchaus bewusst, doch sie bleibt sich selber treu und handelt manchmal nur nach ihrem Herzen. In einer Nebenhandlung lässt Petra Durst-Benning den Sohn einer Laichinger Witwe den Wunsch verspüren, an der Kunstschule in der nächstgelegenen Stadt Stuttgart studieren zu wollen. Dieser Zweig der Geschichte zeigt deutlich die Unterschiede zwischen dem Leben in einer quierligen Stadt und einem beschaulichen Ort auf.

„Die Fotografin – Die Zeit der Entscheidung“ von Petra Durst-Benning steht dem ersten Band der Reihe in nichts nach. Das Thema Fotografie wird auch diesmal wieder von Fotos aus dem eigenen Bestand der Autorin untermalt, die im Anhang zu finden sind. Obwohl ihre Figuren nur fiktiv sind, wirkt dank der guten Recherche die Erzählung lebendig. Die Handlung ist vorstellbar, bewegend und unterhaltsam. Daher empfehle ich den Roman gerne weiter und freue mich auf die Fortsetzung.

Veröffentlicht am 06.06.2019

Schwächerer zweiter Teil

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"Die Fotografin - Zeit der Entscheidung" knüpft nahtlos an das Ende des ersten Bandes an.
Noch immer befindet sich Mimi im Leinweberdorf Laichingen auf der Schwäbischen Alb, wo sie ihren schwerkranken ...

"Die Fotografin - Zeit der Entscheidung" knüpft nahtlos an das Ende des ersten Bandes an.
Noch immer befindet sich Mimi im Leinweberdorf Laichingen auf der Schwäbischen Alb, wo sie ihren schwerkranken Onkel Josef pflegt. Ihr Fotoatelier beginnt langsam anerkannt zu werden und auch die Einwohner des Dorfes legen teilweise ihre Misstrauen ab. Trotzdem bleibt bei fast allen eine Hemmschwelle gegenüber der toughen Frau bestehen, die die Laichinger aus dem gewohnten Trott herausholen möchte. Ihr Ziel, sich gegen dem alleinigen großen Arbeitgeber und Fabrikanten Hermann Gehringer aufzulehnen, der die Menschen ausbeutet, steht noch immer auf sehr wackeligen Füßen. Mit ihrer Überzeugung den jungen Menschen beizubringen, dass sie auch andere Möglichkeiten haben, als nur die traditionelle Weberei, stößt Mimi aber auch auf so einigen Widerstand. Hilfe scheint sie einzig und allein von Johann zu bekommen, den sie als Hannes in Ulm kennengelernt hat und dem seitdem ihr Herz gehört. Doch der junge Mann, der nie wieder in seinen Heimatort zurückkehren wollte, hat nicht nur das Wohl der Menschen im Auge....

Die meisten Figuren kennen wir bereits aus dem ersten Band der Trilogie. Die jungen Menschen, wie Anton, Alexander und Fritz wollen nicht der Tradition folgen und wie ihre Väter ein Gasthaus führen oder in der Weberei arbeiten. Mimi unterstützt Alexanders zeichnerischen Talent und Fritz Fähigkeiten mit Holz zu arbeiten. Anton hingegen sieht Mimi als Sprungbrett für seinen Weg in die Stadt.
Die Charaktere sind liebevoll und detailliert beschrieben. Man hat das Gefühl jeden von ihnen zu kennen, was ja auch teilweise stimmt, da wir fast alle Figuren bereits im ersten Band kennengelernt haben. Wie in allen ihren Romanen überzeugt Petra Durst-Benning mit lebendigen und ausdrucksstarken Charakteren.

Auch die Ausbeutung vieler Familien durch den Fabriksbesitzer Gehringer, der seine Machtspielchen als einziger großer Arbeitgeber in dieser ärmlichen Gegend zur Gänze ausspielt, wird sehr gut veranschaulicht. Vorallem die Frauen haben neben dem Haushalt, den Kindern und der schweren Arbeit auf den Feldern am Abend noch Stickereiarbeiten zu erledigen, um überhaupt über die Runden zu kommen. Die bittere Not ist allgegenwäritg, während Gehringer immer mehr von den Menschen fordert. Der Unterschied zwischen der Land- und der Stadtbevölkerung, aber vorallem das Leben auf der Schwäbischen Alb, wo die Zeit stehen geblieben zu sein scheint, ist enorm.
Sehr gut gefallen haben mir auch die Einblicke in die damalige Fotografie und die Kunst der Retusche. Wie viel Zeitaufwand man damals für ein Foto aufbringen musste und wie sich die Zeiten in nicht ganz hundert Jahren geändert haben, ist faszinierend.

Im Vergleich zum ersten Band waren für mich einige Wendungen vorauszuahnen und der Spannungsbogen lässt im MItelteil etwas nach. Trotzdem konnte mich der wunderbare Schreibsil und vorallem die großartige Charakterisierung der Figuren wieder überzeugen.

Fazit:
Mit "Die Fotografin - Zeit der Entscheidung" kommt die Autorin nicht ganz an den ersten Teil heran, hält aber am Ende noch eine Überraschung bereit, die viel Spielraum für den Abschluss der Trilogie beinhaltet. Ich bin schon sehr gespannt!

Veröffentlicht am 19.05.2019

Gelungene Fortsetzung

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Es geht weiter auf der Alm im Weberdorf Laichingen. Petra Durst Benning schafft es auch im Folgeband der Fotografinnen Saga „ Die Fotografin- Zeit der Entscheidung“ den Leser mit der Geschichte um Mimi ...

Es geht weiter auf der Alm im Weberdorf Laichingen. Petra Durst Benning schafft es auch im Folgeband der Fotografinnen Saga „ Die Fotografin- Zeit der Entscheidung“ den Leser mit der Geschichte um Mimi Reventlow zu fesseln.

Ein halbes Jahr mussten sich die Fans der Erfolgsautorin gedulden, um zu erfahren, wie das Leben im Dorf Laichingen weitergeht. Band 1“Die Fotografin- Am Anfang des Weges“ erschien im September 2018 im Blanvalet Verlag und seit April 2019 gibt es nun den Nachfolgeband. Weitere Bände sind laut Autorin in Planung und das ist auch gut so. Schließlich ist die Geschichte um die Fotografin Mimi Reventlow noch lange nicht zu Ende.

Im zweiten Band kümmert sich Mimi auch weiterhin um ihren schwerkranken Onkel Josef und verdient neben der Pflege ihres Onkels im Fotoatelier Geld, um das Leben für sich und ihn finanzieren zu können.
Doch es geht in diesem Buch nicht nur um die Geschichte von Mimi, der jungen Fotografin, sondern auch um die einiger Laichinger Dorfbewohner, die man auch schon im ersten Band intensiver miterleben durfte. Mimi hat mit ihrem Auftauchen im Weberdorf für einigen Trubel und Umdenken gesorgt, vor allem bei der Jugend im Dorf. So ermöglicht sie mit ihren Kontakten, dass sich so manch junger Laichinger seinen Traum vom Leben erfüllen kann und eben nicht traditionell in der Weberei eine Ausbildung beginnt – sehr zum Missfallen des Webereibesitzers Gehringer. Der versucht nun auf seine Weise, Mimi in ihrem Tun und Handeln zu kontrollieren, was ihm aber nur bedingt gelingt.

Auch Johann, der am Ende des ersten Bandes ins Dorf zurück gekehrt ist, arbeitet nun für Gehringer in der Weberei. Aber ist er wirklich wegen Mimi nach Hause zurück gekehrt oder gab es da noch andere Gründe?

Beim Lesen des Buches bekommt man erneut einen guten Einblick, wie hart das Leben der Weber zu damaliger Zeit war. Die Männer schuften bis zu 12 Stunden in der Weberei. Arbeitsschutz und Arbeitszeitgesetze gab es damals noch nicht und so waren die Bedingungen, unter denen die Arbeiter in der Weberei an den Webstühlen saßen, eigentlich unzumutbar. Die Frauen der Weber hatten sich von früh bis spät um den Haushalt, die Kinder und die Felder zu kümmern und abends saßen sie noch an Näharbeiten für die Weberei und bestickten Kissen und Decken. Zum Leben reichte das Geld jedoch trotzdem kaum. Mimi ist da mit ihrem Beruf als Fotografin sehr privilegiert und bekommt, als sie Eveline einmal bei der Feldarbeit begleitet, einen bleibenden Eindruck, was die Weberfrauen tagtäglich leisten müssen.

Petra Durst Benning ist es auch mit diesem Band wieder gelungen, den Leser in eine berührende Geschichte eintauchen zu lassen und auch hier fiel es mir schwer, das Buch aus der Hand zu legen.
Von der ersten bis zur letzten Seite schafft es die Autorin, Spannungselemente in die Geschichte einzubauen und so dafür zu sorgen, dass man das Buch einfach nur immer weiter lesen möchte.

Ihrem Schreibstil blieb sie auch in diesem Band treu, das Buch ist flüssig zu lesen und die Seiten fliegen nur so dahin, was ich als sehr angenehm empfunden habe.

Die Protagonisten, die man ja schon aus Band 1 kannte, entwickelten sich fast alle weiter und waren authentisch dargestellt.

Mir hat der zweite Band wie schon der erste sehr gefallen und ich freue mich auf eine Fortsetzung der Geschichte von Mimi Reventlow.



Veröffentlicht am 09.05.2019

Entbehrungen, Armut und die kleinen Freuden des Lebens

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Petra Durst-Benning liebe ich als Autorin historischer Romane, kannte allerdings den ersten Teil: "Die Fotografin - Am Anfang des Weges" nicht. In "Die Zeit der Entscheidung" bin ich gut hineingekommen ...

Petra Durst-Benning liebe ich als Autorin historischer Romane, kannte allerdings den ersten Teil: "Die Fotografin - Am Anfang des Weges" nicht. In "Die Zeit der Entscheidung" bin ich gut hineingekommen und hatte nicht das Gefühl, wesentliches verpasst zu haben.
Die Wanderfotografin Mimi Reventlow wohnt mittlerweile in Laichingen auf der schwäbischen Alb, weil sie sich um den an Schwindsucht leidenden Onkel Joseph kümmert. Aber nicht nur sie, sondern auch ihr geliebter Hannes/Johann ist doch in seinen Heimatort zurückgekehrt - aus welchen Gründen auch immer. Im Dorf hat sie es als Reingeschmeckte nicht immer einfach, wird aber von einigen um Rat gebeten. Gerade für die Jugendlichen hat sie ein offenes Ohr, was dem Webereibesitzer Gehringer gar nicht gefällt.

Meine Meinung:
Dieses Hör-Buch ist als Teil einer Reihe zu verstehen. Manche Handlungsstränge werden zu Ende erzählt, aber Mimis Leben geht ja noch ein bisschen weiter und man darf gespannt sein, was sie noch alles erlebt.
Mir machen die Bücher von Petra Durst-Benning mit den starken Frauen, die an Grenzen stoßen und sie überwinden, viel Mut. Wenn Eveline, die Webersfrau, sich in ihrem entbehrungsreichen und arbeitssamen Leben an Kleinigkeiten erfreuen kann und von innerer Freiheit spricht, dann spricht sie mir aus dem Herzen. Die Arbeiten auf dem Feld, am Webstuhl oder beim Sticken werden sehr realistisch geschildert.
Die Themen Arbeitsbedingungen und Globalisierung klingen auch in diesem Buch an, das noch vor dem 1. Weltkrieg spielt. Dieses Thema wird sicherlich auch in den Nachfolgebänden eine Rolle spielen ebenso wie die Schicksale der jungen Laichinger, die es in die Welt zieht. Alexander, der die Kunstschule in Stuttgart besuchen kann, Anton und auch Christel.
Svenja Pages hat mir dieses Hörbuch wunderschön vorgelesen und mir so manche Bügelstunde versüßt. Einziger Minuspunkt war, dass manche Perspektivwechsel sehr abrupt waren und in einem Printbuch durch Kapitel oder Absätze deutlich wird.

Jetzt warte ich sehnsüchtig auf Band 3. Gerne vergebe ich 5 von 5 Sternen.