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Veröffentlicht am 27.03.2020

Ein wundervoller Roman, der im Kopf bleibt!

Goldene Zeiten im Gepäck
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Wo soll ich nur anfangen?
Ich habe mich auf eine schöne, lockere Roadtrip-Story gefreut, am besten mit etwas Humor. Was ich bekam war ein wirklich wunderbarer, cleverer Roman, der viel tiefgehender war ...

Wo soll ich nur anfangen?
Ich habe mich auf eine schöne, lockere Roadtrip-Story gefreut, am besten mit etwas Humor. Was ich bekam war ein wirklich wunderbarer, cleverer Roman, der viel tiefgehender war als gedacht!

Das Cover ist ziemlich minimalistisch gehalten aber greift die wesentliche Grundstory und die allgemeine Stimmung gut auf. Der Titel prangt dominierend auf dem Cover und die beiden verschiedenen Schriftarten sind gut gewählt, allein das könnte ich schon wieder interpretieren! Sonst ist der Titel extrem passend, und im letzten Drittel des Buches gibt es diesen Moment der Klarheit, wo man nochmal die ganze schwere Bedeutung jedes Wortes begreift, das beste Gefühl überhaupt beim lesen!

Die Geschichte dreht sich um Karla, einer Pflegehelferin in einem Seniorenheim mit einem nicht ganz legalen Geheimnis und Elisabeth Kaiser, eine der Bewohner der "Schattigen Pinie", die genau dieses Geheimnis kennt. Das macht sie sich zu nutze, denn sie muss vor ihrer Zwangsverlegung noch dringend etwas erledigen, und das in Rumänien. Kurzerhand wird Karla also rigoros von einer Seniorin erpresst und muss sich zwischen einem Rauswurf mit wahrscheinlicher Haftstrafe und einem halsbrecherischen Roadtrip quer durch Europa mit einer fast völlig fremden und etwas furchteinflößenden Seniorin entscheiden. In einer Nacht- und Nebelaktion machen sich die zwei dann auf und davon, Richtung Osten. Karla möchte diese unfreiwillige Erfahrung möglichst schnell hinter sich haben, Frau Kaiser möchte möglichst schnell in Rumänien sein, und doch wird dieser Roadtrip kein kurzer, unbedeutender Ausflug. Er soll der Beginn einer außergewöhnlichen Freundschaft sein, Seelen zusammenbringen und ihre Leben mitsamt ihrer Einstellung grundlegend ändern.
So viel zum Inhalt, schaut euch gerne mal den Klappentext an!

Erzählt wird dieser phänomenale Roadtrip aus zwei Sichten in der Ich-Erzählform, in zwei Zeiten. Karla erzählt die Gegenwart, und die damals junge Elisabeth die Vergangenheit von den Olympischen Spielen in Australien 1956, von ihr als 17-jährige westdeutsche Leistungsschwimmerin und dem attraktiven rumänischen Leistungsschwimmer Florin. Die beiden Sichten wechseln sich also immer ab, sodass man nach und nach die ganze Geschichte erfährt, sich Puzzleteile zusammensetzen und die großen Emotionen auf einen niederprasseln.

Es war wirklich ein Genuss, diese Geschichte zu lesen. Adriana Popescu findet die unübetreffbar perfekte Gratwanderung zwischen Humor und Ernst, lockerer Atmosphäre und schwerem Tiefgang. Das Leseerlebnis war einfach so voller Freude, lautem Lachen und gleichzeitig Schwermut inklusive Tränen, wundervoll! Und wie authentisch die Charaktere sind! Leute, die man geradewegs auf der Straße treffen kann. Und sie alle wachsen einem auf den 500 Seiten unheimlich ans Herz! Das Buch macht unglaublich Lust, ins Auto zu steigen und einfach loszufahren. Ein unvergleichliches Abenteuer mit so viel Witz und wichtigen Themen und einer Wucht an Emotionen.
Und wenn ich wichtige Themen sage, dann spiele ich besonders auf das Ende an, denn meine Güte, das hat es wirklich in sich! Wie die Autorin schon sagte, und ich zitiere:" Mein Herzensprojekt und ein Ende, bei dem ich geweint habe. Wer da übrigens nicht weint, hat sich ein Betonherz gießen lassen! Dazwischen muss man aber, wie ich hoffe, ganz viel und herzhaft lachen." Und da blieb bei mir natürlich auch kein Auge trocken! Selbst darüber reden kann ich nicht, ohne dass meine Stimme zittert, denn mannometer, wie viel Bedeutung in dieser einen Szene liegt! Aaah, selbst beim Schreiben schlägt mein Herz schneller, wie schwer jedes einzelne Wort dieser Szene wiegt. Auch an einen Hauch Dramatik hat sich die Autorin gehalten, aber wirklich gut dosiert! Ich habe das Gefühl, das Rezept für einen perfekten Roman zu diktieren.

Und wirklich, Adriana Popescu weiß mit Wörtern umzugehen! Jede Person hat seine eigene Art zu sprechen und jede Sicht erkennt man an dem angepassten Schreibstil. Ganz zu schweigen von diesen innovativen Metaphern und Symbolen, die einen echt umhauen. Als ob das noch nicht reicht, verpackt sie einfach so hochphilosophische Lebensweisheiten & hochpolitische Fragen ganz locker in ungezwungene Dialoge und lässt es so einfach klingen. Ein Traum, wirklich, einfach grandios!! Ich kann mich kaum für ein Lieblingszitat entscheiden, aaah! Und diese Leitmotive, gosh! Einfach unglaublich, wie ganz einfache Sätze SO bedeutungsvoll sein können.
Ich werde wohl nie wieder normal Cola trinken, die Worte "Bis morgen" sagen können oder den Satz "Für immer und alles danach." "Und alles danach." nur als schön ansehen. Schwimmen werde ich nie wieder bedeutungslos abtun, die Olympischen Spiele in einem ganz neuen Licht sehen und selbst die Farbe Gold ist nun eine ganz andere. Hemingway ist nicht einfach ein netter Autor mehr. Melbourne nicht mehr nur eine schöne Stadt in Australien. Osteuropa wird nun nicht mehr zu unrecht als unschön verurteilt, sondern ist auf meiner Reiseliste, denn diese Kulisse im Buch war phänomenal und ist einen Trip allemal wert.

Ich habe schlichtweg alles an diesem Buch geliebt. Und tue es noch. Eigentlich würde es mich gerade vom Bücherregal verlockend ansehen und nach einem Reread verlangen, doch ich habe es sofort meiner besten Freundin ausgeliehen.

Also, weil ich es zu selten bei anderen gesehen habe:
Lest es!!!! Ich verspreche euch, es ist wunderschön. Wunderschön!
Ich habe eine nette Roadtripstory erwartet und ein Jahreshighlight bekommen, welches ich nie vergessen werde.
✒Lieblingszitat:"Manche Menschen müssen sich erst ein ganzes Leben kennen, um zu wissen, ob sie zusammengehören. Bei anderen reicht ein einziger Augenblick"
&
"Und wenn meine innere Stimme nicht besonders nette Dinge sagt?"
"Dann ist es nicht deine, sondern noch seine Stimme."
10+/10🌟

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.01.2020

Ein genialer Krimi!

Jagdtrieb
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W o w !😍
Erstmal: Das Cover hat es mir unendlich angetan! Es ist einfach so wunderschön!
Dann: Ein total toller Krimi! Dieses tolle Setting, unterhaltsame Situationskomik und runde Charaktere. Rund um ...

W o w !😍
Erstmal: Das Cover hat es mir unendlich angetan! Es ist einfach so wunderschön!
Dann: Ein total toller Krimi! Dieses tolle Setting, unterhaltsame Situationskomik und runde Charaktere. Rund um eine packende Story mit unerwarteten Wendungen und einem interessanten Fall. Ein echter Pageturner! Und die Sprache! Ein Stil, den ich liebe, anstrebe und dem ich nacheifere! Voll mit Metaphern, Exkursen und einer wunderbar flüssigen Wortgewandheit, wie sie nur wenige beherrschen. Ein großer Spaß beim Leseerlebnis! Ich liebte es, die Welt aus der Perspektive eines Rechtsanwaltes zu sehen und somit die ganze Jura Welt ein wenig kennenzulernen. Es hat sich alles so total.....echt angefühlt, realistisch. Das Ende war von einigen Plottwisten belegt, durch welche die Geschichte einen in Atem hielt und man total mitfiebern musste! Generell finde ich die gesamte Aufmachung toll! Die Kapitel gibt es als kleine Häppchen serviert, einzelne Köstlichkeiten, wo man doch gleich die ganze Packung leeren möchte! Und so arbeitet man sich voran, ein Genuss nach dem anderen, bis "nur noch eins" wieder zum Mantra wird. Vor jedem Kapitel gibt es einen Begriff aus der Fachsprache der Jäger erklärt, die sich in irgendeiner mal mehr oder wenig offensichtlichen Weise auf den Inhalt des nächsten Kapitels übertragen lässt. Das hat allem mehr Pepp gegeben, dazu die Beziehung zum Titel hergestellt und war immer ein schöner, interessanter Aperitif.
Insgesamt also ein sehr gelungener Auftakt einer hochspannenden Krimi Reihe rund um den jungen Anwalt Paul Colossa. Die Sprache hat mich beeindruckt, die Story war super spannend und zugleich witzig und die Wendungen fand ich großartig Fieberhaft sehne ich mich nach der Erscheinung des zweiten Teils! Große Empfehlung!
✒Lieblingszitat: "Rechtsanwalt sein bedeutet, wie ein ganz normaler Mensch zu denken, um dann anders zu handeln."

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.11.2019

Lesenswertes Buch mit Zeug zum Klassiker!

Gut gegen Nordwind
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Die Verfilmung des Beinahe-Klassikers läuft bereits seit einigen Wochen im Kino, also erschien auch das Buch in neuem Gewand. Ich persönlich mag diese Ausgabe mehr als die normale, hier sagen mir die Farben ...

Die Verfilmung des Beinahe-Klassikers läuft bereits seit einigen Wochen im Kino, also erschien auch das Buch in neuem Gewand. Ich persönlich mag diese Ausgabe mehr als die normale, hier sagen mir die Farben mehr zu. Die Darstellung der Schauspielbesetzungen sind auch total interessant, sie berühren sich nicht, sehen sich nicht einmal an, sondern schauen geheimnisvoll lächelnd auf den Boden. Zwischen ihnen steht der Titel, und trotz allem merkt man etwas von dieser Verbindung zwischen ihnen.
Der Titel ist anfangs unverständlich, was bedeutet er? Doch als man es während des Lesens herausfindet ist das so ein schönes Gefühl, es passt wirklich perfekt!

Es ist ein total anderes Buch, zum einen durch den Fakt, dass es ein reiner Email Roman ist und zum anderen, dass Daniel Glattauers Schreibstil etwas ganz, ganz Besonderes ist! Er passt perfekt zu den beiden erwachsenen Protagonisten, hat beinahe einen bestimmten Geschmack, und ist trotzdem zugeschnitten auf den jeweiligen Charakter.
Da man diese erst nach und nach, ganz langsam kennen lernt und alle Informationen aus und zwischen den Emails gezogen werden müssen, bekommt man ein total anderes Gefühl für die Charaktere, beschäftigt sich aktiver mit der Vorstellung, nutzt seine Fantasie, und genau so verbessert sich das Leseerlebnis ungemein! Ich war total beeindruckt von der Bildgewalt, obwohl der Autor nichts beschreibt.

Die Story an sich holt dich ab, nimmt dich mit auf eine Reise durch die Mailbox und lässt dich plötzlich wieder stehen. Durch die Länge der Emails, die quasi sehr kurze Kapitel darstellen, ist es wie mit ganz kleinen Schokostücken, wunderbar zart auf der Zunge, unwiderstehlich, und "Nur noch eins" wird zu einem endlos wiederholtem Mantra. Bis die Schokoladentafel mit einem Mal aufgegessen, das Buch zu Ende ist, und man, immer noch hungrig, zurückbleibt. So erging es mir mit diesem Buch. Man meinte, dass man die Entwicklung der Beziehung der beiden genau verfolgen könnte, aber nein. Ich habe versucht darauf zu achten, doch auf einmal war man mittendrin und verstand gar nicht, wie es jetzt so schnell dazu kam.
Ich fand die Verbindung zwischen den beiden Protagonisten unglaublich stark, denn obwohl sie so distanziert sind, sind sie sich so nah wie sonst niemandem.
Das Ende war einfach....Puh, es war unerwartet, still, endgültig, riesig, und doch konnte es sich leichtfüßig anschleichen. Im Einband habe ich einen zweiten Band gesehen, der direkt auf meine Wunschliste gewandert ist!

Alles in allem ein total lesenswertes Buch mit unfassbar tiefen, intensiven, fühlbaren Emotionen, tollen, spannenden Charakteren und einer fesselnden Story, die man verschlingen muss!
Deshalb 10/10🌟
Ich bin super gespannt, wie das filmisch umgesetzt wurde!

Veröffentlicht am 19.05.2019

Ein wunderbar multisensorisches Erlebnis

Alte Sorten
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Rezension zu "Alte Sorten" von Ewald Arenz


Achtung! Spoilerwarnung


Zusammenfassung:

Eine schicksalhafte Begegnung zweier auf den ersten Blick völlig verschiedener Frauen in einem Weinberg ist der ...

Rezension zu "Alte Sorten" von Ewald Arenz




Achtung! Spoilerwarnung


Zusammenfassung:

Eine schicksalhafte Begegnung zweier auf den ersten Blick völlig verschiedener Frauen in einem Weinberg ist der Beginn dieses außerordentlichen Buches. Sally, 17, voller Frust und unbändiger Wut in sich, streift allein durch die Lande, hauptsache weg von der Stadt, von der Klinik, von der ständigen geheuchelten Fürsorge. Liss, um die 50, blickt von ihrer täglichen Hofarbeit zurück auf eine schwere Vergangenheit.
An diesem Herbsttag kehren die beiden zusammen zurück auf den Hof, am Rande des altertümlichen, kleinen Dorfes. Und so beginnt, ganz langsam und leise, eine wunderbare, unendlich starke Freundschaft zu wachsen.

Meine Meinung:

"Alte Sorten" war mein erstes Buch von Ewald Arenz und außerdem mal etwas anderes. In meiner Freizeit greife ich eher selten zu solchen, "richtigen" Romanen. Und eins kann ich schonmal sagen: das werde ich in Zukunft öfter machen!


Von außen macht das Buch bereits mächtig was her. Der Dumont Verlag hat hier keine Mühen gescheut und das Exemplar mit hochwertigem Leineneinband, festem Material und detailverliebter Gestaltung zu einem echten Hingucker gemacht! Der Titel passt perfekt zum Inhalt, im ersten Moment sagt er nicht viel aus, doch es steckt sehr viel dahinter und hat den selben Geschmack wie das ganze Buch. Das Cover zeigt einen beigen, schlichten Hintergrund mit Titel und Autor und ein Stück eines Birnenzweigs mit zwei besonders aussehenden Birnen. Als Detail ist eine Biene daneben fliegend zu sehen. Diese beiden Motive lassen sich fühlen, sie heben sich leicht vom Buchdeckel ab und fühlen sich angenehm an. Zusätzlich enthalten ist ein integriertes Lesezeichen in einem passenden Gelb.

Das Cover repräsentiert genau den großartigen Schreibstil von Ewald Arenz wider. Dieses minimalistische, klare, ländliche, einfache aber gleichzeitig aussagekräftige mit so einer großen Bedeutung , dieses echte. Es erinnert mich an ein Stillleben, wo man das Gefühl hat, die Gegenstände anfassen zu können. Denn genau das schafft der Autor: jeden Geruch riechen, Geschmack schmecken, die Geräusche hören, die Dinge vor sich sehen zu können, dafür sorgt Ewald Arenz mit diesem einzigartigen, klaren, bildgewaltigen Schreibstil.

Diese aufwühlende, emotionale Geschichte reißt den Leser mit, er erlebt die Entwicklung dieser außergewöhnlichen Freundschaft, wie die beiden langsam eine funktionierende, effektive Dynamik aufbauen, sich vorsichtig aneinander herantasten, sich mehr und mehr öffnen, sich gegenseitig Halt geben, aufeinander wirken. Ganz besonders und leise wurde dies vermittelt.

Die beiden Protagonistinnen sind sich sehr ähnlich, dies merkt man während des Lesens ganz deutlich. Es wird zwischen den beiden Perspektiven hin- und hergewechselt, wobei man klar einen Unterschied in der Sicht auf die Dinge feststellt. Und obwohl ein Er-/Sie-Erzähler spricht, fühlt man sich Liss und Sally nah. Sally erinnert an die junge Liss, die auch zu kämpfen hatte und doch nur raus wollte, die Welt sehen wollte, die Gewalt vergessen wollte.
Durch perfekt ausgewählte Rückblicke in verschiedene Situationen der Vergangenheit der beiden, setzt sich langsam das Gesamtbild der jeweiligen vergangenen Geschichte der beiden zusammen.

Im Laufe dieses Werkes erkennt man einen klare Wendung in der Komposition: anfangs ist es Liss, die Sally half; sie gab ihr Halt, Stärke und stützte sie in ihrem aufwühlenden Inneren. Sie gewährte ihr einen Einblick in eine neue Welt, die sie angekommen fühlen ließ, und zur Ruhe verhalf. Dann, kurz nach der Hälfte, wird Sally zum Retter von Liss. Sie rettet primär natürlich ihr Leben, klar, doch nicht nur das. Es geht um die Zeit danach, wo sie Liss half, wieder auf die Beine zu kommen, weiterzuleben mit ihrer Last, wieder etwas zu fühlen. Sally ist es, die sie weiterleben lässt, und sie tut das, für sie.
Das zeigt nochmal deutlich die Stärke dieser Freundschaft, einer Freundschaft von zwei allein kaputten Frauen, die zusammen ein ganzes Stück weniger kaputt sind. Ihre Wunden sind zu tief, um je ganz zu verheilen, doch sie verbinden ihre Wunden gegenseitig, sodass der Schmerz weniger wird, in den Hintergrund rückt und nur noch dumpf widerhallt.
Sie sind wie zwei Puzzelstücke, zwei Dinge, die genau zueinander passen, einander ergänzen und nur zusammen gut funktionieren. Etwas ganz Besonderes.

Die Charaktere und alles andere ist so unglaublich echt und realitätsnah geschrieben, man kann jede noch so verquere Handlung der beiden nachvollziehen. Am Anfang ist man ein wenig misstrauisch, man weiß nicht genau, wie die Protagonistinnen so handeln, doch mit jeder Seite erfährt man mehr über sie und wird berührt von diesen unfassbar gut transportierten Emotionen.

Die alltägliche, harte Arbeit auf dem Hof wurde überragend gut porträtiert, hier hat der Autor ganze physische Recherche geleistet. Es ist ein durchgehendes, wunderschönes Element, wobei fast jeder sogar noch etwas dazu lernt. Es wird nichts romantisiert oder gar verweichlicht, alles kommt sehr authentisch, echt und real rüber.

Besonders gut gefallen haben mir die sinnspielenden Metaphern und wie echt alles transportiert wurde. Mit allen Sinnen liest man diese Geschichte und kann sich durch diesen grandiosen Schreibstil perfekt hineinfühlen.

Fazit:

Alles in allem schafft dieser Autor eine einzigartige, wunderbare Atmosphäre in dieser Geschichte. Man kann das Buch genießen, sich voll darauf einlassen, jede Seite und jedes Detail wunderbar erfassen. Die Charaktere sind unfassbar echt, die Handlung sehr interessant und spannend und der Schreibstil ein einziger Genuss!
Eine große Leseempfehlung, dieses Buch wird mich auch noch länger begleiten!


9,5/10 Punkten

  • Cover
  • Geschichte
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Atmosphäre