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Veröffentlicht am 27.08.2021

Mutige Protagonistin, spannendes Liebesdreieck und außerirdische Probleme

Inmitten von Sternen und Dunkelheit
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In Delaneys Welt weiß man seit ein paar Jahren um die Existenz von Außerirdischen: die Vakar und die Kint, die miteinander verfeindet sind. Um den zerbrechlichen Frieden zwischen den beiden Völkern zu ...

In Delaneys Welt weiß man seit ein paar Jahren um die Existenz von Außerirdischen: die Vakar und die Kint, die miteinander verfeindet sind. Um den zerbrechlichen Frieden zwischen den beiden Völkern zu wahren, sollen die Prinzessin von Vakar und der Prinz der Kints heiraten, doch die Prinzessin hat da keine Lust drauf. Darum benutzt sie eine besondere außerirdische Technologie, um die irdische Delaney in ihr Abbild zu verwandeln. Als die Vakar ihre Prinzessin dann abholen möchten, landet Delaney nicht nur auf einem anderen Planeten, sondern gerät auch zwischen die Fronten.

Die flüchtige Prinzessin ist eine desinteressierte, egoistische Zicke und oft scheint es schon fast besser, dass Delaney ihren Platz einnehmen musste, weil sie netter, schlauer und mutiger ist. Einerseits hilft es ihr dabei, sich zu verstellen und irgendwie zu überleben, aber gleichzeitig fällt auch vielen auf, wie sehr sich die "Prinzessin" verändert hat - wenn auch auf eine positive Art und Weise.

Ihr Bodyguard Ruckus unterstützt und beschützt die falsche Prinzessin so gut er kann, bewundert ihre Ehrlichkeit, Entschlossenheit und Stärke und kommt ihr während dieser Täuschung immer näher. Und dann ist da der unheimliche Prinz Trystan, der gar nicht begeistert ist, die Prinzessin heiraten zu müssen und sie gerne loswerden würde, aber als er nun die verkleidete Delaney trifft, will er plötzlich doch nicht mehr, dass sie stirbt. Das Liebesdreieck war schon ganz nach meinem Geschmack und dafür hätte ich auch gern weitergelesen.

Es ist zwar ein Buch mit Aliens, aber in der Hinsicht konnte mich das Buch nicht wirklich überzeugen. Es gibt nur ein paar Technologien (wie die einmalige Verwandlung von Delaney), die Planeten sehen ein bisschen anders aus und es gibt zwei Königsfamilien, Völker und deren Probleme miteinander. Delaneys Verkleidung und die Romanze stehen hier auf jeden Fall mehr im Mittelpunkt und die Außerirdischen bieten nur eine hübsche Kulisse.

Fazit
"Inmitten von Sternen und Dunkelheit" bietet eine mutige Protagonistin, die in einer verzweifelten Situation nicht den Kopf verliert, eine spannende Liebesgeschichte und außerirdische Probleme.

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Veröffentlicht am 26.08.2021

Festivals, romantische Chats und die Sehnsucht nach Veränderung

A History of Us - Erst auf den zweiten Blick
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Stacey liebt das Mittelalterfestival ihrer Stadt. Als es endet, kehrt sie in ihren langweiligen Alltag zurück. Sie merkt, wie festgefahren ihr Leben ist und sehnt sich nach Veränderung. Das jährliche Festival ...

Stacey liebt das Mittelalterfestival ihrer Stadt. Als es endet, kehrt sie in ihren langweiligen Alltag zurück. Sie merkt, wie festgefahren ihr Leben ist und sehnt sich nach Veränderung. Das jährliche Festival und die Menschen dort sind das einzig aufregende, das sie erlebt und darum schreibt sie etwas verzweifelt und sehr betrunken ihrer Sommeraffäre Dex, obwohl sie selbst auch nicht glaubt, dass der Frauenheld Interesse hat. Aber sie bekommt tatsächlich eine Antwort und noch viel mehr ...

Ich fand schon, dass der Klappentext zu viel verrät, aber auch so hätte man diese für Stacey überraschende Entwicklung schon lange kommen sehen. Leider fand ich die Geschichte fast zu gemütlich und auch etwas langweilig. Besonders der Anfang bis zur Überraschung zieht sich in die Länge, ohne das irgendetwas interessantes oder spannendes passiert. Ich mag auch Bücher, in denen Chats oder Briefe einen Teil der Geschichte einnehmen, aber drum herum hat man Staceys Alltag, wo wirklich nicht so viel passiert, sodass man gut nachempfinden kann, warum es sie so frustriert.

Und natürlich spielen Staceys Gefühle eine große Rolle. Manchmal fand ich ihre Ansichten erfrischend, wenn sie zum Beispiel bereit ist, jemandem eine zweite Chance zu geben, aber gleichzeitig hat sie manchmal schon etwas hohe, romantische Erwartungen und sendet gemischte Signale. Letzteres konnte ich ihr verzeihen, fand es aber schade, dass da Drama nachgeholt wurde, das man sich an anderer Stelle gespart hatte. Trotzdem hat mir die Liebesgeschichte gut gefallen. Die Chats sind süß und unterhaltsam und die beiden passen auch gut zueinander. Mir hat auch gefallen, wie es neuen Schwung in Staceys Leben bringt, die sich dadurch freier und selbstbewusster fühlt.

Fazit
Die süße Liebesgeschichte in "A History of Us - Erst auf den zweiten Blick" hat mir schon gut gefallen und ich fand auch beide Protagonisten sehr sympathisch. Ich fand die Geschichte etwas vorhersehbar und es zog sich etwas in die Länge, aber sie hat mich trotzdem gut unterhalten.

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Veröffentlicht am 25.08.2021

Der Bürgermeister und das ehemalige Partygirl - eine mitreißende Liebesgeschichte

Man of the Year - Scandal Love
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Ihr Job als Partyplanerin ist ein Neuanfang für Adeline. In ihrer Jugend war sie das wilde Partygirl Addie, aber nun ist sie mit einem anderen Namen zurück und niemand weiß, dass sie die Tochter des Gouverneurs ...

Ihr Job als Partyplanerin ist ein Neuanfang für Adeline. In ihrer Jugend war sie das wilde Partygirl Addie, aber nun ist sie mit einem anderen Namen zurück und niemand weiß, dass sie die Tochter des Gouverneurs ist.

Bis auf Bürgermeister Robert Davenport, der bald für das Amt des Gouverneurs kandidieren möchte und der diese Information für seinen Vorteil nutzen könnte. Aber Robert ist viel zu ehrlich, um Adeline so auszunutzen und außerdem findet er die junge Frau viel zu faszinierend ... Er kann sich aber auch nicht von ihr fernhalten und engagiert sie als Eventplanerin.

Ich mochte beide Protagonisten sofort. Robert ist aufrichtig, charmant und engagiert. Ein Bürgermeister, den eigentlich jeder mag und der noch gar nicht mit dem neuen Wahlkampf beginnt, solange er noch ein anderes Amt innehat, um sich nicht ablenken zu lassen. Und Adeline meint es sehr ernst mit ihrem Neuanfang, ist vorsichtig, ernst und seriös, aber unter der Oberfläche schlummert trotzdem noch die lebensfrohe Addie.

Die beiden passen so gut zusammen und es macht auch einfach Spaß, ihre vorsichtigen Annäherungen zu verfolgen. Nach all ihren Erfahrungen mit ihrem hinterhältigem Vater ist Adeline sehr beeindruckt vom attraktiven Politiker Robert, der immer wieder seine freundliche Art unter Beweis stellt, und Robert kennt zwei ganz verschiedene Seiten einer faszinierenden Frau und kriegt sie nicht aus dem Kopf, auch wenn ihr Geheimnis seiner Karriere schaden könnte.

Auch das politische Thema fand ich spannend umgesetzt, man hat zwar nicht so viel davon gesehen, aber konnte schon sehr gut fühlen, wie viel es Robert bedeutet, den Menschen auf diese Weise helfen zu können. Und es war auch eine gelungene Kulisse für die Liebesgeschichte!

Fazit
Mit Roberts Amt und Kandidatur, Adelines Geheimnis und ihrer mitreißenden Liebesgeschichte bietet "Man of the Year - Scandal Love" eine Geschichte voller Spannung und Gefühl!

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Veröffentlicht am 24.08.2021

Ein magisches Internat, spannende Mysterien und ein unwiderstehlicher Bad Boy

Crave
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Nach dem Tod ihrer Eltern kommt Grace nach Alaska, wo ihr Onkel ein Internat leitet. Dort herrschen klare Machtverhältnisse und jeder scheint Respekt vor Jaxon Vega zu haben, aber da ist noch viel mehr, ...

Nach dem Tod ihrer Eltern kommt Grace nach Alaska, wo ihr Onkel ein Internat leitet. Dort herrschen klare Machtverhältnisse und jeder scheint Respekt vor Jaxon Vega zu haben, aber da ist noch viel mehr, was vor Grace verborgen bleibt.

Grace trauert zwar, aber so viel merkt man davon gar nicht. Es fällt ihr aber schon schwer, sich im Internat einzugewöhnen, denn sie fühlt sich dort nicht wirklich willkommen. Die anderen Schüler scheinen sie lästig zu finden und benehmen sich seltsam in ihrer Nähe. Vor allem dieser Jaxon, der Grace anscheinend einschüchtern und loswerden möchte. Trotzdem entwickelt sich eine seltsame Freundschaft zwischen ihr und dem mysteriösen, düsteren Kerl. Obwohl er selbst gefährlich zu sein scheint, ist er auch entschlossen, Grace vor allen anderen Gefahren zu beschützen.

Wenn man schon weiß, dass es Fantasy ist, wird es nur noch offensichtlicher, wie viele Details Grace entgehen, aber sie stellt sich dabei auch nicht zu blöd an. Als Leser kann man sich vieles schnell zusammenreimen oder hat zumindest ein paar Theorien, was die magischen Wesen betrifft, aber es dauert sehr lange, bis auch Grace diesen Dingen endlich mal auf die Spur kommt. Trotzdem konnte mich die Geschichte schon gut unterhalten, weil es schon ein paar interessante Ideen und Überraschungen gab. Für mich sticht es nicht aus der Masse heraus und bietet eigentlich genau das, was ich auch erwartet hätte: Internat, Magie, Mysterien und ein Bad Boy. Wer diese Dinge mag, dem wird das Buch vermutlich auch gefallen.

Fazit
Die Geschichte in "Crave" ist jetzt nicht außergewöhnlich, sondern schon genau die Geschichte, die man auch erwarten würde: ein Internat mit magischen Geschöpfen, einem Bad Boy und vielen Geheimnissen. Insgesamt konnte es mich aber gut unterhalten und ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht.

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Veröffentlicht am 19.08.2021

Schwacher zweiter Teil mit wenig Fortschritt

Das Flüstern des Zwielichts
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Enthält Spoiler zum Vorgänger!

Im Zwielicht beginnen manche das Lied des fahlen Reiters zu hören, der plötzlich auftaucht und Furcht verbreitet ...

Das Buch leidet schon etwas darunter, der mittlere ...

Enthält Spoiler zum Vorgänger!

Im Zwielicht beginnen manche das Lied des fahlen Reiters zu hören, der plötzlich auftaucht und Furcht verbreitet ...

Das Buch leidet schon etwas darunter, der mittlere Teil einer Trilogie zu sein. Rückblickend ist nicht besonders viel passiert, besonders im Hinblick auf die Handlung rund um die drei Türme. Es wird davon gesprochen, Wochen und Monate zu brauchen, aber bisher ist die Zeit so langsam vergangen, dass es insgesamt kaum mehr als eine Woche war.

Zu der Bedrohung durch die tödlichen Schatten und dem bösen Baron mit der Eisernen Armee kommt hier nun der fahle Reiter, in dessen Nähe die Menschen aus Furcht tot umfallen. Zwar sind auch die anderen beiden Probleme noch aktuell und schreiten weiter voran - die Schatten tauchen nachts auf und die Eiserne Armee belagert Briva -, aber im Mittelpunkt ist der Reiter, die Personifikation der Furcht, die in diesen Büchern ja so großgeschrieben wird.

Baron Lurin ist der Bösewicht dieser Geschichte, aber abgesehen von seinen grausamen Taten irritiert mich auch immer wieder, wie die Heldengruppe mit ihm umgeht. Obwohl sie wissen, was er alles getan hat, sind sie schon fast zu freundlich zu ihm, immer auf dem Weg der Gerechtigkeit. Lurin wird von Gier und Furcht getrieben und ich habe ihn oft nicht nur als böse, sondern auch als ziemlich nervig empfunden. Die Liebesgeschichte von Weyd und Caer hat mich wieder nicht wirklich packen können.

Mit dem Schreibstil kam ich wieder nicht so gut zurecht. Bei emotionalen oder spannenden Szenen gibt es sehr viele Wiederholungen und abgehackte Sätze und ich hatte das Gefühl, dass man nur unglaublich langsam vorankommt. Die Magie der verschiedenen Sprachen, wie die Sprachen der Klänge, der Tiere oder des Feuers, fand ich wieder interessant, aber das macht die Geschichte auch nicht viel besser.

Fazit
"Das Flüstern des Zwielichts" ist ein typischer Mittelteil einer Trilogie, es geht weiter wie im Vorgänger, man kommt nur langsam voran und das meiste ist darauf ausgelegt, erst im Finale einen Abschluss zu finden. Ich bin trotzdem gespannt, wie das Abenteuer endet.

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