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Veröffentlicht am 18.08.2021

Grausame Gesetze, eine spannende Flucht und die verzweifelte Suche nach Sicherheit

Sanctuary – Flucht in die Freiheit
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Im Jahr 2032 werden illegale Einwanderer in den USA sehr streng verfolgt. Plötzlich ruft der Präsident den nationalen Notstand aus und die Deportationseinheit beginnt, überall "Illegale" aufzuspüren und ...

Im Jahr 2032 werden illegale Einwanderer in den USA sehr streng verfolgt. Plötzlich ruft der Präsident den nationalen Notstand aus und die Deportationseinheit beginnt, überall "Illegale" aufzuspüren und mitzunehmen - man weiß nicht, wohin. Vali kam vor zehn Jahren mit ihrer Familie in die USA, ihre Mutter und sie selbst haben falsche ID-Chips, ihr kleiner Bruder Ernie wurde aber im Land geboren und hat daher sogar einen richtigen ID-Chip. Leider können die falschen Chips auch versagen und sie müssen fliehen.

Vali war schon ihr ganzes Leben lang vorsichtig, um nicht erwischt zu werden, aber als die Lage sich zuspitzt, reicht das nicht mehr. Auf ihrer Suche nach einem sicheren Ort begegnet sie vielen Menschen, deren Schicksal ihr am Herzen liegt, aber sie kann nicht jedem helfen und muss eher zusehen, dass sie sich selbst und ihren Bruder in Sicherheit bringt. Ernie fand ich dabei schon oft etwas nervig, weil er es eigentlich ist, der immer für zusätzliche Probleme sorgt, aber er ist ja auch nur ein Kind. Valis Umgang mit ihrem launischen Bruder war nicht perfekt, aber gerade dadurch sehr überzeugend.

Die erste Hälfte des Buches hat teilweise schon ein beinahe gemütliches Tempo, sodass ich trotz des ernsten Themas nicht zu viel erwartet habe. Die Stimmung wird aber zunehmend düsterer, als die Flucht immer länger und komplizierter wird und Vali immer mehr Krisen bewältigen muss. Man kann richtig spüren, wie bedrohlich die Situation ist, die Angst, Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit ist allgegenwertig. Im Kontrast dazu sieht man die amerikanischen Bürger, die ganz normal weiterleben, während um sie herum Leben zerstört werden.

Abby Sher meint im Nachwort, dass dies keine Dystopie sei, denn beim Schreiben hätten sie zwar eine düstere und grausame Zukunft malen wollen, aber die Realität war schon so schlimm, dass ihre Visionen das nicht steigern konnten. Meiner Meinung nach fühlt es sich aber schon trotzdem wie eine Dystopie an, auch wenn die Schritte Richtung düsterer Zukunft letztendlich nicht so groß waren wie ursprünglich geplant.

Fazit
In "Sanctuary" bekommt man während Valis spannender Flucht einen guten Eindruck davon, wie sich undokumentierte Einwanderer in einem Land fühlen, das sie nicht haben will und wie sich die Lage noch entwickeln könnte, wenn es so weitergeht.

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Veröffentlicht am 13.08.2021

Spannender Science-Fiction-Krimi

Der dunkle Schwarm
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In der Zukunft können Menschen ihre Gedanken in sogenannten Hives miteinander teilen und Atlas hat da noch eine ganz besondere Gabe, denn sie kann diese Gedanken hacken und somit bleiben vor ihr keine ...

In der Zukunft können Menschen ihre Gedanken in sogenannten Hives miteinander teilen und Atlas hat da noch eine ganz besondere Gabe, denn sie kann diese Gedanken hacken und somit bleiben vor ihr keine Geheimnisse verborgen. Doch dann sterben alle Mitglieder eines Hive auf einmal, was unmöglich sein sollte, und auch die Erinnerungen an diese Menschen wurden ausgelöscht. Das ist ein Fall, der Atlas' Fähigkeiten beinahe übersteigt.

Atlas geht ziemlich gleichgültig durchs Leben. Sie arbeitet als gesichtslose Programmiererin für das Unternehmen, das die Hives entwickelt hat, und bleibt immer unauffällig - bis auf ihr geheimes Leben als Gedankenhackerin. Als dann Noah mit einem Auftrag zu ihr kommt, fasziniert seine Gedankenwelt sie sofort und obwohl sie als Hackerin sehr vorsichtig sein muss, wirft sie ihre Prinzipien schnell über Bord und findet sich in gefährlichen Situationen wieder, die sie früher zu vermeiden wusste.

Ich fand es schon etwas enttäuschend, wie viele Fehler sie macht, obwohl sie als so unglaublich clever präsentiert wird, trotzdem fand ich sie sympathisch und konnte ihre Neugier und Vorsicht immer ganz gut nachvollziehen. Ihre Begleiter sind Androide Julien, eine Mischung aus Freund, Beschützer und technischem Hilfsmittel, und Noah, der im Vergleich zu Atlas schon etwas naiv, sanft und hilflos wirkt, aber eigentlich auch ziemlich schlau ist.

Manchmal fiel es mir schon ein kleines bisschen schwer, die Details der futuristischen Welt vollständig zu verstehen, aber eigentlich hatte ich kaum Schwierigkeiten, mich zurechtzufinden und konnte auch die Schritte der spannenden Ermittlungen immer gut nachvollziehen. Ich fand es gut, wie das Buch in zehn Folgen unterteilt ist, die alle einen eigenen Spannungsbogen haben und so fühlt sich die Geschichte schon ein bisschen so an, als würde man eine Serie schauen. Zum Ende hin wurde mir die Handlung schon ein bisschen zu bunt, aber trotzdem hat mir das Buch gut gefallen. Ich würde gerne wieder in diese Welt zurückkehren!

Fazit
"Der dunkle Schwarm" ist ein spannender Science-Fiction-Krimi mit einer Hackerin als Protagonistin, von der ich noch ein bisschen mehr erwartet hätte.

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Veröffentlicht am 12.08.2021

Spannung und Magie! Familie, Liebe und ein spannender neuer Fall für Haus Baylor

Hidden Legacy - Smaragdfeuer
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Enthält Spoiler zu den Vorgängern!

Catalina ist nun stellvertretende Wächterin von Texas und bekommt mit dieser neuen, machtvollen Position ganz neue gefährliche Missionen. Und dann taucht auch noch Auftragskiller-Playboy ...

Enthält Spoiler zu den Vorgängern!

Catalina ist nun stellvertretende Wächterin von Texas und bekommt mit dieser neuen, machtvollen Position ganz neue gefährliche Missionen. Und dann taucht auch noch Auftragskiller-Playboy Alessandro, der Catalina das Herz gebrochen hat und dann verschwunden ist, wieder auf ...

Catalina beweist sich weiter als Herrin ihres Hauses und schlägt sich dabei ganz gut gegen Feinde der Familie oder auch gegen gefährliche Großmütter, zeigt ihr Können als Privatdetektivin und auch ihre besonderen Fähigkeiten kommen zum Einsatz. Sie trägt eine Menge Verantwortung und aufgrund ihres Alters wird sie noch unterschätzt, aber dafür gibt sie sich noch mehr Mühe, um alle Hindernisse zu bewältigen und ihre Liebsten zu schützen.

Alessandro ist wieder charmant und attraktiv wie gewohnt, aber Catalina vertraut ihm nicht mehr und die Familie bildet auch eine geeinte Front gegen den italienischen Hochbegabten. Aber Alessandro hat sich verändert und versucht es diesmal mit Ehrlichkeit, was Catalina nur noch mehr aufwühlt.

Dieser Band der Reihe hat mir schon etwas besser gefallen als "Saphirflammen", man hat sich schon ein bisschen an die Veränderungen während des Zeitsprungs gewöhnt und bekommt auch ein paar neue Erklärungen, sodass man alles ein bisschen besser versteht. Ich fand es auch schön, zwischen vielen bekannten Gesichtern auch Nevada und Connor wiederzusehen.

Fazit
Zwischen Familienproblemen und Liebesdrama gibt es in "Hidden Legacy - Smaragdfeuer" wieder viel Magie und einen spannenden, magischen Fall und damit kann das Buch wieder sehr gut unterhalten. Ich freue mich schon auf das nächste Buch der Reihe!

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Veröffentlicht am 12.08.2021

Spannendes & unterhaltsames Finale

Dragon Princess 2: Inferno aus Staub und Saphiren
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Ruby wurde nicht nur von ihrer Crew getrennt, sondern auch von ihren geliebten Juwelen! Ihre Freiheit bedeutet ihr mehr als alles andere, aber nun ist sie wieder eingesperrt. Kapitän Fynn möchte seine ...

Ruby wurde nicht nur von ihrer Crew getrennt, sondern auch von ihren geliebten Juwelen! Ihre Freiheit bedeutet ihr mehr als alles andere, aber nun ist sie wieder eingesperrt. Kapitän Fynn möchte seine frischgebackene Geliebte natürlich befreien und macht sich auf die Suche ...

Ruby findet in Ophelia eine neue Freundin und sie sind sich schon sehr ähnlich, meist leicht reizbar und ziemlich rachsüchtig und damit so ein tolles Paar. Fynn ist wie gewohnt charmant und selbstbewusst, aber die Geister aus seiner Vergangenheit verunsichern ihn mehr, als er zugeben möchte.

In diesem Finale begleiten wir die sympathisch-chaotische Gruppe wieder auf ein spannendes und unterhaltsames Abenteuer und es werden viele Fragen beantwortet. Manche Charaktere hätten sicher noch etwas mehr Potenzial gehabt und ich hätte auch gern noch mehr von dieser Welt gesehen, aber insgesamt bin ich sehr zufrieden. Ich mag die Charaktere, den Humor, den lockeren Schreibstil und das magische Piratenabenteuer.

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Veröffentlicht am 05.08.2021

Oberflächliche, süße Unterhaltung - für Fans von Kelly Oram und The Kissing Booth

Das Avery Shaw Experiment
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Avery ist in ihren besten Freund Aiden verliebt, mit dem sie schon ihr ganzes Leben geteilt hat. Doch als sie ihm ihre Gefühle gesteht, beginnt er, sie auszuschließen. Averys Herz ist gebrochen, aber sie ...

Avery ist in ihren besten Freund Aiden verliebt, mit dem sie schon ihr ganzes Leben geteilt hat. Doch als sie ihm ihre Gefühle gesteht, beginnt er, sie auszuschließen. Averys Herz ist gebrochen, aber sie hat eine Theorie: Sie will den Liebeskummer in sieben Trauerphasen überwinden, so wie Menschen den Tod überwinden. Und Aidens Bruder Grayson ist ihr dabei nur zu gern behilflich.

Aiden ist hier der Bösewicht, der Avery so traurig macht und gleichzeitig verhindert, dass Grayson und Avery sich näher kommen. Er ist nämlich immer in ihren Gedanken, sodass sie nicht dazu bereit ist, sich auf etwas Neues einzulassen. Aber genau darum geht es in diesem Buch ja auch: Dass sie lernt, ohne ihn zurechtzukommen, und das nach einer so engen Freundschaft. Da sollte sie diesen Verlust auch nicht so schnell überwinden. Dabei geht es nicht nur um Liebeskummer, sondern auch um die Freundschaft, die nicht mehr so ist, wie sie mal war.

Trotzdem ist es frustrierend. Grayson gibt sich sehr viel Mühe mit Avery, ist ehrlich und eigentlich immer offen mit seinen Gefühlen, aber Avery kann das nicht sehen, weil sie noch zu sehr von ihrer Trauer eingenommen wird. Sie steckt sehr tief drin, fixiert sich auf die Trauerphasen und das Experiment, sodass sie wirklich überhaupt nicht sehen kann, was für alle anderen so offensichtlich ist. Daher dreht sich die Handlung auch die ganze Zeit im Kreis und zieht sich trotz der wenigen Seiten ein bisschen in die Länge.

Die Autorin spart auch in diesem Buch nicht an privaten Gesprächen in aller Öffentlichkeit und diese Szenen sind für mich immer ein bisschen unangenehm zu lesen. Dazu kam dann noch das Experiment, das mich leider nicht so ganz überzeugen konnte. Mal abgesehen davon, dass es verschiedene Modelle für Trauerphasen gibt und man sich selbst bei diesem Modell ein paar Freiheiten genommen hat, damit es besser zur Handlung passt, wurde das Experiment zu sehr gelobt und war zu kitschig. Warum ist der Liebeskummer eines einzelnen Mädchens einen Beitrag zur Science Fair wert und warum verbessert es eine Physiknote?

Fazit
"Das Avery Shaw Experiment" bietet wie erwartet leichte Unterhaltung mit Liebeskummer, Nerds und einem Liebesdreieck, aber es ist auch etwas oberflächlich und die Handlung dreht sich im Kreis. Wer andere Bücher der Autorin mag, wird aber wieder Spaß daran haben.

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