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Veröffentlicht am 28.02.2025

Spannender Abschluss: Schuldgefühle und Selbstfindung während der Apokalypse

SOL. Die Rache der Obsidians
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Enthält Spoiler zum Vorgänger!

In diesem Buch bekommt auch Xio eine eigene Perspektive und man erfährt, was ihn dazu getrieben hat, alle zu verraten. Er fühlt sich schon lange ausgeschlossen und benachteiligt; ...

Enthält Spoiler zum Vorgänger!

In diesem Buch bekommt auch Xio eine eigene Perspektive und man erfährt, was ihn dazu getrieben hat, alle zu verraten. Er fühlt sich schon lange ausgeschlossen und benachteiligt; bei seiner Adoptivfamilie hat er sich nie richtig zugehörig gefühlt und so wurde seine Frustration immer größer, ebenso wie der Wunsch nach Veränderung und Freiheit. Aber man sieht auch, dass er in seiner Verzweiflung nicht sehr weit gedacht hat: Das Ende eines schlechten Systems bedeutet nämlich nicht, dass danach etwas Besseres kommen wird. So vermischen sich mit der neuen Hoffnung auch Unsicherheit und große Schuldgefühle.

Auch Teo hat Schuldgefühle, denn er konnte seine Pflicht nicht erfüllen und hat Xio vertraut, und nun steht großes Chaos bevor. Zusammen mit Niya und Aurelio will er versuchen, die Welt irgendwie noch zu retten, doch er hat auch wenig Vertrauen in seine Fähigkeiten und sein Versagen als Sonnenträger sorgt auch für Selbstzweifel. Sowohl bei Teo als auch bei Xio geht es darum, seinen Platz in der Welt zu finden und was für eine Last die Erwartungen anderer Leute sein können.

Ich fand es ganz nett, etwas mehr von der magischen Welt zu sehen, während Teo und seine Freunde nach einer Lösung suchen, fand es aber auch schade, wie eingeschränkt diese Einblicke waren. Vieles, das außerhalb der Reichweite unserer Helden liegt, wird nur ganz kurz angeschnitten oder der Fantasie überlassen. Das Abenteuer fand ich wieder spannend und auch die Auftritte von bekannten und neuen Nebencharakteren haben mir gut gefallen, denn manche von ihnen mochte ich sogar noch lieber als die Protagonisten.

Mexikanische Fantasy und LGBTQ-Themen sind spannend verknüpft, dabei geht es noch um Freundschaft, Familie, Verantwortung, Bestimmung und auch ein bisschen Liebe. Der Abschluss der Dilogie hat mir sogar noch ein bisschen besser gefallen als der erste Teil der Reihe und ich würde die Reihe daher weiterempfehlen!

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Veröffentlicht am 14.02.2025

Guter Abschluss einer durchschnittlichen Reihe

Das Reich der Spindeln
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Ich habe nicht so gut in die Geschichte gefunden, da mir der Vorgänger und auch dessen Ende nicht besonders im Gedächtnis geblieben sind. Bei den wichtigeren Protagonisten konnte ich der Handlung schnell ...

Ich habe nicht so gut in die Geschichte gefunden, da mir der Vorgänger und auch dessen Ende nicht besonders im Gedächtnis geblieben sind. Bei den wichtigeren Protagonisten konnte ich der Handlung schnell wieder folgen, also bei Corayne, Erida und Taristan, sowie auch Andry, Dom und Sorasa. Bei anderen Charakteren kam ich nicht so schnell wieder rein, ihre Geschichten haben mich dann nicht wirklich packen können und das blieb auch bis zum Ende so.

Corayne und ihre Verbündeten wurden in kleinere Gruppen geteilt, sodass man auch nochmal ein wenig mehr von der Welt sieht und verschiedene Lager im Kampf um die Spindeln und gegen die dunklen Mächte. Man spürt sowohl ihre Verzweiflung als auch ihren Mut, den sie für den Widerstand brauchen.

Wie auch zuvor fand ich Eridas Perspektive wieder sehr spannend und auch ihre Beziehung mit Taristan bleibt kompliziert. Ihre Herrschaft ist trotz ihrer bisherigen Erfolge noch nicht vollkommen und es ist verlockend, die Macht immer weiter zu vergrößern, trotz aller Gefahren.

Insgesamt ist es ein guter Abschluss für die Reihe, aber insgesamt fand ich die Reihe eher durchschnittlich. Es gibt schon einige interessante Charaktere, die man schon ganz gerne begleitet, wenn sie sich den gefährlichen Herausforderungen stellen, aber ich fand die Geschichte trotz jeder Menge Action nicht besonders spannend. Langweilig fand ich die Reihe auch nicht, aber es gab nichts, dass mich wirklich begeistern konnte.

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Veröffentlicht am 14.02.2025

Die weibliche Biologie - überhaupt nicht langweilig!

Viva la Vagina!
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Ich finde es interessant für alle Frauen, denen es dabei helfen kann, den eigenen Körper besser zu verstehen, sich auch mit ihm anzufreunden und zu lernen, wie man damit umgehen kann, z.B. was Hygiene ...

Ich finde es interessant für alle Frauen, denen es dabei helfen kann, den eigenen Körper besser zu verstehen, sich auch mit ihm anzufreunden und zu lernen, wie man damit umgehen kann, z.B. was Hygiene betrifft. Es sind aber auch alles wichtige Punkte, die man unabhängig vom Geschlecht wissen sollte und für mich war das Buch insgesamt eine Vertiefung in Sexualkunde mit dem Schwerpunkt weibliches Geschlecht.

Es ist etwa in folgende Kapitel unterteilt: Aufbau und Biologie, verschiedene Verhütungsmittel und zuletzt Krankheiten. Dabei werden öfter mal biologische Vorgänge mit vielen Hormonen und Körperteilen erklärt, aber durch gute Beispiele und passende Vergleiche kann man dem Inhalt gut folgen. Dabei findet man bekannte Themen in mehreren Kapiteln wieder, es werden aber unterschiedliche Aspekte behandelt und vertieft.

Auch wenn ich kein großer Fan von Sachbüchern bin, hat mir das Buch sehr gut gefallen. Auch die unterhaltsame Umsetzung inklusiver kleiner Illustrationen hat dazu beigetragen, dass man noch Freude am Lesen und Lernen hat.

Veröffentlicht am 15.01.2025

Interessanter Einstieg mit Potenzial für mehr

We hunt the Flame
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Jägerin Zafira kann es sich nicht leisten, auf die Jagd zu verzichten, sonst würden so viele Menschen nicht mehr genug zu essen bekommen. Aber sie darf sich auch auf keinen Fall erwischen lassen, denn ...

Jägerin Zafira kann es sich nicht leisten, auf die Jagd zu verzichten, sonst würden so viele Menschen nicht mehr genug zu essen bekommen. Aber sie darf sich auch auf keinen Fall erwischen lassen, denn als Frau würde sie in ihrem Khalifat dafür hart bestraft werden. Sie vertraut nur ihrer Familie und ihren engsten Freunden, aber auch ihrem Instinkt, der sie selten im Stich gelassen hat.

Prinz Nasir steht als Auftragsmörder im Dienst seines Vaters und erledigt jeden Auftrag, doch er weiß auch, dass fast alle seine Opfer unschuldig sind. Der Sultan herrscht mit eiserner Hand und Nasir ist für ihn nicht viel mehr als ein Werkzeug – und so fühlt Nasir sich meistens auch. Er muss andere auf Abstand halten, da er sich keine Schwächen erlauben darf. Seine neuste Mission sorgt aber dafür, dass er mit anderen zusammenarbeiten muss und da ist es gar nicht so leicht, die Distanz zu bewahren. General Altair ist eine Nervensäge, während Zafira ihn auf ganz andere Art herausfordert.

Die magische Welt hat eindeutig arabische Einflüsse, was man unter anderem an den arabischen Namen und Begriffen erkennt. Mit meinen geringen Arabischkenntnissen konnte ich das meiste verstehen und ich denke, auch ganz ohne Sprachkenntnisse wird man die Bedeutung aus dem Zusammenhang erschließen.

Ansonsten fand ich die Welt auch so interessant, dass ich gerne noch mehr davon gesehen hätte, aber die Geschichte besteht zu einem großen Teil aus der Suche nach dem Artefakt und man sieht hauptsächlich die Gefahren der Insel Sharr. Dafür hat man dann aber auch mehr Zeit für die Charaktere, ihre komplizierten Beziehungen und all ihre Ängste und aufkeimenden Träume. Insgesamt hat man dann sowohl eine spannende Reise als auch interessante Charakterentwicklungen.

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Veröffentlicht am 14.01.2025

Verbotene Liebe und Mitgefühl für Drachenwandler

Burning Crown
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Nach dem letzten Machtwechsel in Eldeya sind Drachenwandler nur noch mächtige Reittiere; nicht viel mehr als wertvolle Werkzeuge ohne viele Rechte. Wandler Cassim hofft, bald fliehen zu können, während ...

Nach dem letzten Machtwechsel in Eldeya sind Drachenwandler nur noch mächtige Reittiere; nicht viel mehr als wertvolle Werkzeuge ohne viele Rechte. Wandler Cassim hofft, bald fliehen zu können, während Yessa sich möglichst subtil für die Drachenwandler in ihrer Heimat einsetzen will.

Durch ihre persönliche Verbindung zu einer Drachenwandlerin liegt Yessa das Wohl der Wandler schon am Herzen und sie empfindet mehr Mitgefühl als die meisten anderen Soldaten. Sie muss aber vorsichtig sein, damit sie nicht ausgestoßen wird oder noch Schlimmeres. Cassim merkt schon schnell, dass Yessa sich von den anderen Reitern unterscheidet, aber er ist nicht bereit, ihr zu vertrauen, und für eine kleine Hoffnung von seinen Plänen abzusehen.

Die Beziehung von Yessa und Cassim hätte sich meiner Meinung nach auch mehr Zeit lassen können, gerade zum Ende des Buches wurde mir das etwas zu viel. Abgesehen davon fand ich die Entwicklung der Charaktere eigentlich ganz gut, weil man bei beiden Protagonisten sieht, was ihre Ziele und Träume sind und wie sie dafür kämpfen. Dafür mussten sie auch Opfer bringen und es ist spannend mitzuerleben, wie sie neue Chancen ergreifen.

Die Welt der Drachenwandler und ihre Geschichte fand ich schon ganz interessant, aber das Buch bietet nur einen ersten Blick in diese Welt und ich hoffe, dass man diese in den Fortsetzungen noch weiter ausbaut.