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Veröffentlicht am 16.10.2022

Spannende Romanbiografie über eine Autorin welche die Kindheit geprägt hat

Astrid Lindgren
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Die Geschichten von Astrid Lindgren haben meine Kindheit geprägt und ich denke heute auch noch immer gerne daran. In dieser Romanbiografie wird das Leben der berühmten Schriftstellerin genauer beleuchtet. ...

Die Geschichten von Astrid Lindgren haben meine Kindheit geprägt und ich denke heute auch noch immer gerne daran. In dieser Romanbiografie wird das Leben der berühmten Schriftstellerin genauer beleuchtet. Es beginnt damit, dass Astrid ihren dreijährigen Sohn Lasse von seiner Pflegemutter abholt. Gemeinsam leben sie in ihrem kleinen Zimmer und sie weiss nicht, wie sie finanziell über die Runden kommen sollen. Ihr Chef Sture Lindgren ist ihr sehr zugetan und zwischen den beiden entwickelt sich immer mehr. Als die beiden heiraten fällt Astrid ein Stein vom Herzen, da sie Lasse nun eine richtige Familie bieten kann. Endlich muss sie nicht mehr jede Münze umdrehen und kann ein normales Leben leben. Mit der Geburt ihrer Tochter Karin erfüllt sich für Astrid und ihren Mann ein Herzenswunsch. Astrid hat ihren Kindern schon immer gerne eigene Geschichten erzählt. Mit der Zeit beginnt sie diese Geschichten zu Papier zu bringen und macht damit so manches Kinderherz glücklich.

Astrid Lindgren ist jedem ein Begriff doch weiss man nicht viel über ihr Leben. Ich habe es genossen diese sehr spannende Romanbiografie über die Schriftstellerin zu lesen. Es war spannend zu lesen, woher sie jeweils die Inspirationen nahm, um ihre Geschichten zu schreiben. Doch ihr Leben war nicht immer ganz einfach und auch diese Passagen kommen hier nicht zu kurz. Zusammenfassend eine starke und sehr sympathische Persönlichkeit, der man gerne persönlich begegnet wäre.

Eine sehr zu empfehlende Romanbiografie über eine Schriftstellerin, die so manche Kindheit geprägt hat.

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Veröffentlicht am 02.10.2022

Spannender Krimi mit fehlender Beweislage

Todesbrandung
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Emma bekommt einen mysteriösen Anruf, in dem sie den Hinweis bekommt, dass ihre Bekannte Jana spurlos verschwunden ist. Der Anruf lässt ihr keine Ruhe und sie beginnt mit der Suche. Als Jana Tod in einem ...

Emma bekommt einen mysteriösen Anruf, in dem sie den Hinweis bekommt, dass ihre Bekannte Jana spurlos verschwunden ist. Der Anruf lässt ihr keine Ruhe und sie beginnt mit der Suche. Als Jana Tod in einem Ferienhaus aufgefunden wird, deutet alles darauf hin, dass sie Suizid begannen hat. Doch Emma will dies nicht glauben und stellt eigene Nachforschungen an. Ihr Lebensgefährte Christoph, sein Mitarbeiter Padorn, sowie Kommissar Tambach und die BKA-Beamtin Johanna stärken ihr dabei den Rücken. Dies obwohl es keinen Verdacht auf Dritteinwirkung gibt und es somit keinen berechtigten Ermittlungsansatz gibt. Auf ihrer Suche gerät sie an eine Namensliste. Drei der Personen auf dieser Namensliste sind im vergangenen Sommer auf mysteriöse Art und Weise ums Leben gekommen. Doch wie passen die anderen Personen zusammen? Emma kommt mit ihren Recherchen nicht wirklich weiter, doch Jana scheint mit ihren Journalistentätigkeiten in ein Wespennest gestochen zu haben. Hat sie sich dadurch unnötig in Gefahr gebracht?

‘Todesbrandung’ liest sich sehr spannend und lässt bis zum Schluss einen eigenen Interpretationsspielraum. Als Leser kommt man selbst ins ermitteln und kann den Ansätzen von Emma sehr gut folgen. Auch dieser Band passt perfekt in die Reihe um Emma Klar und das Cover, sowie der Titel vermitteln einen guten Wiedererkennungswert.

Emma muss in diesem Band einiges Verarbeiten und begibt sich durch ihre Ermittlungen auch selbst in grosse Gefahr. Aufgeben, wenn es schwierig wird kommt für sie überhaupt nicht in Frage, auch wenn sie dafür ihren Job aufs Spiel setzt. Eine sympathische Person, welche sich nicht unterkriegen lässt. Einen Ruhepol findet sie in Christoph, der sie in allen Lagen unterstütz und auch mal einen Personenschutz anordnet, ohne dass Emma etwas davon weiss.

Ein sehr spannender Krimi rund um Emma Klar welcher Nervenkitzel aufkommen lässt.

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Veröffentlicht am 16.09.2022

spannender Krimi

Das 13. Kind aus St. Peter-Ording
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In St. Peter-Ording scheint sich eine Entführungs-Serie zu wiederholen, welche vor fünf Jahren begann und dann im selben Jahr wieder abriss. Von den dreizehn entführten Kindern sind alle bis auf das letzte ...

In St. Peter-Ording scheint sich eine Entführungs-Serie zu wiederholen, welche vor fünf Jahren begann und dann im selben Jahr wieder abriss. Von den dreizehn entführten Kindern sind alle bis auf das letzte wieder zurückgekehrt. Die kleine Nele bleibt bis heute verschwunden und niemand weiss über ihr Schicksal Bescheid. Während der Ferienzeit verschwindet der 6-jährige Timo spurlos. Eigentlich sollte er sich nur ein Eis holen, aber er kehrt nie zurück. Torge und sein guter Kollege Knud erahnen schlimmes, denn die Geschichte mit den Entführungsfällen beschäftigt die Umgebung nach wie vor. Alle Suchbemühungen bleiben ergebnislos, bis Gloria, die Journalistin die sich an der Suche beteiligt, eine SMS erhält. Und dann verschwindet auch noch Torges Enkelin spurlos im Vergnügungspark. Die Ähnlichkeit zu Nele lässt die Ermittler schlimmes ahnen. Werden die Kinder gefunden und gelingt es sogar Nele zu finden?

‘Das 13. Kind aus St. Peter-Ording’ ist spannend geschrieben und lässt schon mal Gänsehaut aufkommen. Urlaubsfeeling lässt einzig das Cover aufkommen, den in der Geschichte geht es Schlag auf Schlag.

Torge ist ein sehr angenehmer Charakter, der auch in den schlimmsten Situationen Ruhe bewahrt respektive es versucht. Das ihm das nicht immer ganz gelingt ist menschlich und macht ihn auch greifbarer. Die beiden Polizisten arbeiten gut zusammen und lehnen die «zivile» Unterstützung durch Torge und Gloria nicht ab. Ein perfektes Zusammenspiel aller Protagonisten.

Der Krimi hat mir sehr gut gefallen und konnte mich bereits ab der ersten Seite mitreissen. Es wird definitiv nicht das letzte Buch aus dieser Reihe gewesen sein.

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Veröffentlicht am 11.09.2022

Ultra-spannender Pageturner – Was ist die Wahrheit?

Fake – Wer soll dir jetzt noch glauben?
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Plötzlich steht die Polizei vor der Tür und der Tag nimmt für Patrick und Julia eine unerwartete Wende. Patrick wird verdächtigt eine Frau misshandelt und entführt zu haben und wird von deren Freundin ...

Plötzlich steht die Polizei vor der Tür und der Tag nimmt für Patrick und Julia eine unerwartete Wende. Patrick wird verdächtigt eine Frau misshandelt und entführt zu haben und wird von deren Freundin stark belastet. Von einer Minute auf die andere befindet sich Patrick in einer für ihn bald hoffnungslosen Situation. Sein Alibi für diesen Abend scheint sie in Luft aufgelöst zu haben und ist weder im Hotel noch telefonisch zu erreichen. Als dann noch ein Video auftaucht, in dem er eine Frau belästigt nach dem sie ihn dem Stalking belastet hat, scheint der Fall für die Polizei immer klarer zu werden. Obwohl er alles bestreitet und versucht Gründe für seine Unschuld zu finden, wird der Hoffnungsschimmer immer kleiner. Auch das Vertrauen seiner Frau Julia wird immer kleiner, denn die Verdächtigungen gegen ihn erhärten sich immer mehr. Als dann noch die Freundin der entführten Frau ermordet wird, scheint für die Polizei definitiv alles klar zu sein. Wer soll ihm nun noch glauben, dass er unschuldig ist und was für ein Spiel spielt sein bester Freund Peter?

‘Fake – Wer soll dir jetzt noch glauben?’ hat mich wieder sehr gepackt. Arno Strobel versteht es, spannende Psychothrillers zu schreiben, die den Leser nicht mehr loslassen. Bei seinen Büchern fliegt man nur so durch die Seiten und lernt auch immer wieder neue Sachen dazu. Und ja, auch hier kommt es zum Ende zu einer Überraschung, mit der man nie gerechnet hätte. Das Ende lässt alles nochmals in einem anderen Licht erscheinen und als Leser stellt man sich schon auch die eine oder andere Frage.

Patrick wird als eine sehr liebenswerte Person dargestellt, welcher keiner Fliege was zu leide tun kann. Die ganzen Anschuldigungen scheinen völlig aus der Luft gegriffen zu sein und als Leser hofft man während des ganzen Buches, dass sich für ihn alles zum Guten wendet. Sowohl Julia wie auch Peter werden mit der Zeit immer unheimlicher und man weiss nicht so recht was die beiden für ein Spiel spielen und ob sie wirklich so aufrecht sind wie sie sich geben. Einige sehr spannende Charakteren, die sehr gut in die Geschichte rein passen.

Allen Strobel-Fans ist dieser Thriller sehr zu empfehlen und eigentliche ein Must. Allen anderen, die Arno Strobel noch nicht kennen und gerne ultra-spannende Psychothrillers lesen, kann es wärmstens empfohlen werden.

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Veröffentlicht am 05.09.2022

Spannender Wohlfühlroman der perfekt in den Sommer passt

Pinienduft im Hotel Toscana Mare (Verliebt in Italien)
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Emilia’s Leben ist gerade ziemlich aus den Fugen geraten. Nachdem sie nicht den gewünschten Hoteljob bekommen hat und ihr Freund Björn sie diesbezüglich ausgebootet hat, wagt sie in der Toskana einen Neuanfang. ...

Emilia’s Leben ist gerade ziemlich aus den Fugen geraten. Nachdem sie nicht den gewünschten Hoteljob bekommen hat und ihr Freund Björn sie diesbezüglich ausgebootet hat, wagt sie in der Toskana einen Neuanfang. Ihr Arbeitgeber ermöglicht ihr dort ein Boutique-Hotel aufzubauen. Doch als sie auf dem Grundstück ankommt, verschlägt es ihr erstmal die Sprache. Sie steht vor einem alten Gebäude, was überhaupt nichts mit einem Hotel zu tun hat. Das Vorhaben hält einige Stolperschritte für Emilia bereit und sie muss erst das Vertrauen der lokalen Bevölkerung gewinnen. Dies gelingt ihr manchmal besser und manchmal weniger, aber bei Giampaolo, der ein lebenslanges Wohnrecht auf dem Grundstück besitzt, beisst sie so richtig auf Granit und ihr droht das ganze Projekt um die Ohren zu fliegen. Wie soll sie dieses Problem nur angehen? Denn das Management ist begeistert von ihren Ideen und erwartet auch deren Umsetzung.

Ein spannendes Wohlfühlbuch, das den Leser in die wunderschöne Landschaft Toskanas entführt. Als Leser hat man das Gefühl selbst in der Toskana zu sein und dem italienischen Flair zu begegnen. Im Vordergrund steht dabei der Kampf von Emilia für das Projekt und weniger die Liebe. Diese spielt natürlich auch eine Rolle, wird aber eher dezent im Hintergrund gehalten und rundet die Geschichte um Emilia sehr gut ab.

Mit Emilia leidet man als Leser mit. Es wäre ihr zu wünschen, dass sie ihr Projekt zu Ende bringen kann und ihr der Neuanfang gelingt. Viele Steine werden ihr in die Wege gelegt und man denkt immer wieder: nein, nicht schon wieder. Aurelio, Letizia und weitere Bewohner stehen ihr mit Rat und Tat zur Seite und unterstützen sie auch dabei. Mit Giampaolo bin ich am Anfang nicht warm geworden, je mehr man jedoch über seine Geschichte erfährt, desto sympathischer wird er. Und Björn hat die Rolle von einem Elefanten im Porzellanladen. So was von unsympathisch, rechthaberisch und hinterhältig, da würde ich auch abhauen wollen.

Für mich war es ein schönes Wohlfühlbuch, das auch ein bisschen Ferienstimmung aufkommen liess und perfekt in diese Jahreszeit passt. Kurzweilige Lesestunden sind garantiert.

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