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Veröffentlicht am 31.12.2019

Neue Reihe über Drachenjäger

Dragon Hunter Diaries - Drachen bevorzugt
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Veronica ist ein normaler Mensch, der einfach nur versucht ein Buch zu schreiben. Doch dann wird sie von ihrer Halbschwester Helen angerufen und diese eröffnet ihr ein Erbe als Drachenjäger. Helen liegt ...

Veronica ist ein normaler Mensch, der einfach nur versucht ein Buch zu schreiben. Doch dann wird sie von ihrer Halbschwester Helen angerufen und diese eröffnet ihr ein Erbe als Drachenjäger. Helen liegt im Sterben und gibt ihre Fähigkeiten durch einen Biss an Veronica weiter. Diese muss nun Helens letzten Wunsch erfüllen: Eine Frau mit zwei Kindern muss in Sicherheit gebracht werden. Unterstützung erhält Veronica von ihrer besten Freundin Teresita und von Ian, ihrem neuen Nachbarn, der selber Drachenjäger ist, aber leider auch an einen Dämonenlord gebunden ist.

Veronica leidet unter einer sehr ausgeprägten Keimphobie. Diese Tatsache ist aber glücklicherweise nicht so nervig, wie man denken würde, denn im Laufe der Geschichte tritt dies immer mehr in den Hintergrund. Sie findet sich mit der Anderswelt schnell zurecht, was anscheinend daran liegt, dass sie unbedingt den letzten Willen ihrer Schwester erfüllen möchte.
Teresita ist Veronicas beste Freundin und unterstützt diese wo sie kann. Außerdem ist sie sehr begeistert von Veronicas "Superkräften" und möchte immer unbedingt mit dabei sein. Ich habe sie als wunderbare Erheiterung für die Geschichte wahrgenommen.
Ian steht unfreiwillig im Dienste eines Dämonenlords. Er ist zudem von Schuldgefühlen geplagt, da er seinen Freund Adam nicht retten konnte. Zu diesem Sachverhalt gibt es leider nicht allzu viele Informationen, dies wird am Anfang der Geschichte nur schnell abgehandelt. Erwähnt werden auch Adams Experimente mit Drachenjägern. Die Drachenjäger sind halb Drache und Dämon, weshalb sie Dämonen töten können, allerdings muss ihre Drachenseite die Dämonenseite unter Kontrolle halten. Adam hat versucht, die Dämonenseite zu manipulieren. Allerdings bekommt man nicht mehr Informationen darüber, nur dass es ihm bei Helen geglückt ist und diese ihre Fähigkeiten ja nun an Veronica weitergegeben hat, was auch eine Neuheit ist. Ich hätte mir da wirklich mehr Infos zu gewünscht, auch weil die Drachenjäger nun was ganz Neues für den Leser sind und vorher ja nie erwähnt wurden. Vielleicht gibt es in den Folgebänden ja mehr Infos, das würde mich jedenfalls freuen.
Ansonsten ist noch Sasha, Ians Lehrling mit von der Partie. Sie ist ein mysteriöses Mädchen, deren wahre Identität sich erst am Ende zeigt Auf jeden Fall sorgt auch sie für viel Erheiterung.

Das Buch lässt sich wie gewohnt wunderbar flüssig lesen und hat den typischen MacAlister-Schreibstil. Was ich sehr gut fand war, dass hier aus beiden Sichtweisen erzählt wird. Veronica erzählt selbst in der Ich-Form und von Ian wird in der dritten Person er zählt. Wenn Veronica dran ist, erkennt man die übrigens gut an der Überschrift. Diese hat nur sie und sie sind ihre Eigenkreationen für ihren Roman. Ich fand diese Idee ziemlich witzig.
Die Geschichte bleibt durchweg spannend und ich wollte immer wissen, wie es weitergeht. Auch die Liebesgeschichte zwischen Veronica und Ian entwickelt sich in einem angenehmen Tempo und ist nicht überstürzt.
Mir hat diese Geschichte auf jeden Fall sehr gefallen, auch wenn sich viele andere schwer mit ihr getan haben. Ich freue mich nun auf Folgebände. =)

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.12.2019

Rote Algen und ein Schlüssel – Agatha ermittelt

Agatha Oddly (Band 1) - Das Verbrechen wartet nicht
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Agatha Oddly ist eine junge Hobbydetektivin. Schon lange wünscht sie sich einen spannenden Fall, den sie lösen kann. Eines Tages ist es so weit. Auf dem Weg nach Hause durch den Park wird eine Dame von ...

Agatha Oddly ist eine junge Hobbydetektivin. Schon lange wünscht sie sich einen spannenden Fall, den sie lösen kann. Eines Tages ist es so weit. Auf dem Weg nach Hause durch den Park wird eine Dame von einem Motorrad angefahren, an ihrem Arm fällt Agatha ein Schlüsseltattoo auf. Kurz darauf wird ganz London von einer Algenplage heimgesucht, gibt es da etwa einen Zusammenhang?
Agatha ist hat als Detektivin schon vieles mit Sherlock Holmes gemeinsam. Sie besitzt eine sehr gute Beobachtungsgabe und kann schnell verschiedene Sachverhalte kombinieren. Allerdings ist ihr großes Vorbild Hercule Poirot, der ihr anfangs als immer wie ein imaginärer Freund erscheint. Diese Tatsache fand ich etwas seltsam, besonders weil sich dies nicht durch die ganze Geschichte zieht. Am Anfang erscheint er noch recht häufig und spricht quasi ihre offenen Fragen aus. Danach verschwindet er für eine ganze Weile und taucht erst im Epilog wieder auf. Der Fall selbst scheint für ein Mädchen in Agathas Alter eine Nummer zu groß zu sein, aber das hat mich nicht gestört. Ich fand sie sehr sympathisch. Zusätzlich zu dem Fall gesellt sich noch das Rätsel um ihre verstorbene Mutter. Agatha entdeckt hierzu neue Hinweise, die den Tod ihrer Mutter in ein ganz anderes Licht rücken.
Unterstützt wird Agatha von ihrem besten Freund Liam. Dieser ist fasziniert von ihr, fühlt sich aber bei der Algenplage überfordert. Eine neue Hilfe findet Agatha in Brianna, die eigentlich zu den Schuloberzicken gehört, allerdings selber eine riesige Begeisterung für Detektivarbeit besitzt.
Die Geschichte bleibt durchweg spannend. Agatha entdeckt immer mehr Zusammenhänge, wird bedroht, gibt aber nicht auf und kommt der Lösung immer näher. Das Rätsel um ihre Mutter bildet hier einen roten Faden, der sich wohl durch die ganze Reihe ziehen wird und damit weitere Bände gewiss sind. Der Text lässt sich schön flüssig lesen und ist in der Ich-Form geschrieben.
Das Cover des Buches passt sehr gut zur Beschreibung Agathas und vermittelt direkt, dass es sich hier um einen Krimi handelt. Die Seiten des Buches sind mit Motiven von Pflanzen und Gegenständen aus der Geschichte verziert. Das sieht sehr schön aus und macht das Buch leicht edel.
Mir hat die Geschichte sehr gefallen und ich freue mich auf weitere Bände. Wer gerne über eigensinnige Detektive liest, ist hier goldrichtig! =)

Veröffentlicht am 03.12.2019

Wunderbare Wundersamen

Flora Botterblom. Die Wunderpeperoni
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In Flora Botterblom erlebt die junge Flora ein Abenteuer der besonderen Art!
Wer hätte gedacht, dass das Leben in der Gärtnerei ihrer Eltern doch noch interessant werden könnte? Eigentlich langweilt sich ...

In Flora Botterblom erlebt die junge Flora ein Abenteuer der besonderen Art!
Wer hätte gedacht, dass das Leben in der Gärtnerei ihrer Eltern doch noch interessant werden könnte? Eigentlich langweilt sich Flora dort, hat sie doch auch absolut keinen grünen Daumen. Doch dann schenkt ihr Großvater ihr zum Geburtstag den Samen für eine Wunderpeperoni und enthüllt ein altes Familiengeheimnis: Die Botterbloms besaßen einst mehrere Wundersamen, doch die wurden gestohlen! Nur durch die Wunderpeperoni kann Flora ein Tier zum Sprechen bringen, welches sie zum Dieb führen kann.

Das Hörbuch wird wunder bar gelesen. Es hat mir viel Spaß gemacht, der Geschichte zu lauschen. Es gefällt mir sehr, wenn die Sprecher ihre Stimmen verstellen und gerade bei Kinderhörbüchern passt das immer super.
Die Geschichte selbst ist spannend und das sprechende Gürteltier Gisbert sorgt für gute Unterhaltung (Besonders wenn er sein „Gesangstalent“ zum Besten gibt). Die Hauptprotagonistin Flora zeigt in dieser Geschichte, was wirklich in ihr steckt und versucht alles, um ihrer Familie zu helfen.
Gisbert ist ein ziemlich hochnäsiges Gürteltier und verlangt für seine Hilfe erst einmal die Erfüllung von mehreren Wünschen. Flora gibt alles, um sie ihm zu erfüllen. Dabei bekommt sie die Hilfe ihrer anderen Familienmitglieder, die natürlich nichts von Gisbert wissen dürfen. Auch wenn Flora oft tollpatschig ist, gelangt sie am Ende tatsächlich mit der Hilfe Gisberts zu den Dieben, gerät dabei aber selber in Gefahr. Und so kann auch Gisbert zeigen, was wirklich alles in ihm steckt.
Am Ende dürfen wir sogar auf ein neues Abenteuer mit Flora und Gisbert hoffen. =)
Das Cover der CD ist auf jeden Fall passend, schön bunt und Flora und Gisbert sind auch mit drauf.
Alles in einem eine spannende Geschichte voller Witz und ein wahrer Hörgenuss!

Veröffentlicht am 03.12.2019

Eine Friedenskonferenz mit nicht friedlichen Vorkommnissen…

Das tödliche Wort
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In diesem Band der Reihe um Bibliothekarin Irene Winters geht es diesmal um die Unterzeichnung eines Friedenvertrages zwischen den Elfen und den Drachen und der Bibliothek als unparteiische Zeugen. Das ...

In diesem Band der Reihe um Bibliothekarin Irene Winters geht es diesmal um die Unterzeichnung eines Friedenvertrages zwischen den Elfen und den Drachen und der Bibliothek als unparteiische Zeugen. Das klingt alles sehr schön, wäre da nicht der Mord an einem der Drachen. Daher wird ein Ermittlerteam bestehend aus allen Parteien zusammengestellt. Und so findet sich Irene als Vertreterin der Bibliothek in einem neuen Abenteuer wieder, diesmal sogar begleitet von Vale, da auch ein Meisterdetektiv von Nöten ist.

Die Geschichte beginnt wie immer mit einem Buchsuchfall von Irene, man ist sofort mitten drin im Geschehen. Diese Art von Anfang finde ich immer herrlich! Kaum ist der Auftrag erledigt, bleibt ihr nicht viel Zeit zum Verschnaufen, denn Bradamant erzählt ihr von einem Friedensvertrag zwischen den Elfen und Drachen, welcher aber durch einen Mord gestört wird. Irene und Vale werden in ein Ermittlerteam einberufen und treffen in Paris auf die anderen beiden Mitglieder, die Drachenfrau Mu Dan und einen Elfen, den ich nicht verraten möchte.
Der Fall bleibt allein schon durch die diplomatischen Sachverhalte spannend. Irene wird hier schnell klar, dass die Bekanntgabe des Mörders nicht so einfach ist. Im Laufe der Geschichte passieren weitere Anschläge und es bleibt die ganze Zeit doch sehr unklar, wer denn nun ein falsches Spiel treibt. Sind es die Elfen, auf die immer schnell ein Verdacht fällt und die auf die mysteriöse Blutgräfin verweisen? Hat sich vielleicht doch die eigentlich unparteiische Bibliothek eingemischt? Stammt der Täter vielleicht aus den Reihen der Drachen selbst? Oder sind mehrere Parteien beteiligt? Die Auflösung verrate ich natürlich nicht, aber sie ist am Ende sehr gut gelungen und für alle zufriedenstellend. Außerdem gibt es einen spannenden Showdown.
Das Ermittlerteam selbst ist eine außergewöhnliche Zusammenstellung unterschiedlichster Personen. Sie haben alle am Ende gut zusammen gearbeitet, obwohl es gegenseitige Vertrauensdefizite und Vorurteile gab. Natürlich hat Irene hier wie immer den genauen Durchblick behalten und ungewollt die Führung übernommen. xD
Sehr schön fand ich auch, dass Vale dieses Mal offiziell dabei war und mithelfen durfte. Dadurch hatte die Geschichte etwas mehr von einem Krimi als sonst. Schade hingegen war, dass Kai etwas im Hintergrund verschwand. Da er ja nicht mehr Irenes Lehrling ist, musste er sich auf andere Weise in die Nähe der Friedenskonferenz begeben und war eher gegen Ende erst aktiv dabei.
Was in diesem Band noch sehr interessant ist, ist dass man nun auch die Prinzessin der Elfen kennenlernt. Diese erfüllt ihren Archetyp wirklich ganz hervorragend!

Das Ende lässt auf jeden Fall auf einen weiteren Band dieser wunderbaren Reihe hoffen! =D

Das Buch ist wie gewohnt in dieser schönen Sprache geschrieben. Es ist einfach wundervoll und flüssig zu lesen. Gerade wegen diesem außergewöhnlichen Schreibstil lese ich diese Bücher so gerne. Auch mag ich den Einsatz der „Sprache“, da muss immer so genau auf die Wortwahl geachtet werden. Das Cover des Buches reiht sich passen dazu den vorherigen Bänden ein und ist diesmal in einem schönen violett gehalten, einer meiner Lieblingsfarben.

Wer diese Buchreihe sowieso schon liebt, der wird auch diesen neuen Band lieben. Und wer diese Reihe noch nicht kennt, dem empfehle ich unbedingt damit anzufangen!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Geschichte
  • Originalität
  • Fantasie
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.11.2019

Fast wie ein Sturz ins Kaninchenloch

One True Queen, Band 1: Von Sternen gekrönt (Epische Romantasy von SPIEGEL-Bestsellerautorin Jennifer Benkau)
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Gerade war Mailin noch beim Training und plötzlich fühlt sie sich völlig aufgelöst und wacht in einer anderen Welt auf. Diese Welt, Lyaskye, steckt voller Geheimnisse und Gefahren. Mailin gerät auch prompt ...

Gerade war Mailin noch beim Training und plötzlich fühlt sie sich völlig aufgelöst und wacht in einer anderen Welt auf. Diese Welt, Lyaskye, steckt voller Geheimnisse und Gefahren. Mailin gerät auch prompt in eine gefährliche Situation oder eher, in eine Friehofslinne, einen Baum, der Lebewesen verschlingt, und wird von einem geheimnisvollen fremden gerettet. Sie überredet ihn, ihr behilflich zu sein und sie in die Hauptstadt zu bringen. Dort erhofft sie sich einen Weg zurück nach Hause zu finden. Doch in Lyaskye ist nichts wie es scheint und Mailin weiß nicht, wie weit sie Peter, wie sie den fremden nennt, trauen kann. Doch als sie in der Haupstadt ankommt, erfährt sie ihr wahres Schicksal, die Krönung zur neuen Königin, und ihre Pläne nehmen einen ganz anderen Lauf, dabei wollte sie doch nur zu ihrer im Wachkoma liegenden Schwester zurück…
Das Buch ist wahrhaft spannend und Mailin ein sehr starker Charakter. Statt kopflos in einer ihr fremden Welt herumzulaufen, tut sie ihr bestmöglichstes, um einen Weg zurück zu finden. Dabei kommt sie Peter, der seine Identität nicht verraten möchte und daher von Mailin diesen Namen bekommen hat, doch immer näher und man fiebert mit, wie diese Beziehung sich entwickeln könnte. Peter ist anfangs ein sehr geheimnisvoller Charakter, den niemand durchschauen kann und der immer selbst vor sich warnt. Doch im Laufe der Geschichte kommen immer mehr Facetten an ihm zum Vorschein und man schließt ihn in sein Herz. All seine Handlungen sind so genial durchdacht und dröseln sich im Nachhinein immer auf. Die Beziehung der beiden ist wunderbar, man möchte immer, dass sie zusammen finden.
Die Geschichte selbst bleibt immer spannend und es gibt viele Wendungen. Mailins Pläne müssen sich immer ändern, besonders als sie die Geheimnisse am Königshof aufdeckt. Der Schreibstil ist wunderbar flüssig zu lesen und es wird aus Mailins Sicht in der Ich-Form erzählt. Zum Ende hin kann man gar nicht mehr aufhören zu lesen.
Die Welt, Lyaskye, ist einfach wunderbar. Hier hat die Autorin eine wahrhaft einzigartige Welt geschaffen! Es gibt so viele interessante Wesen und lebendige Landschaften die einen immer wieder überraschen.
Ich war sehr traurig, als das Buch endete und sehne nun die Fortsetzung herbei. Ich bin sehr gespannt, wie die Geschichte ab diesem Punkt weitergehen soll und was man noch über Lyaskye selbst erfahren wird.
Auf jeden Fall klare Leseempfehlung! =)