Wir brauchen mehr Menschen wie Amanda auf der Welt
Und morgen wieder schönAmandas Traum ist es, für Karl Lagerfeld in Paris Frisuren zu entwerfen. Dafür verlässt sie ihre Heimat im Ruhrpott und geht nach Paris, auch wenn ihr einige Steine in den Weg gelegt werden. Leider stellt ...
Amandas Traum ist es, für Karl Lagerfeld in Paris Frisuren zu entwerfen. Dafür verlässt sie ihre Heimat im Ruhrpott und geht nach Paris, auch wenn ihr einige Steine in den Weg gelegt werden. Leider stellt Karl sie nicht ein, er vermittelt ihr eine Friseurinnen-Lehrstelle bei René, der Amanda zunächst überhaupt nicht zu schätzen weiß. Aber Amanda beisst sich durch, bis ihre Wege sie nach Berlin führen, wo sie ihren eigenen Friseursalon eröffnet und irgendwann für Frauen mit Krebs eine neue Methode an Perücken und persönlicher Zuwendung entwickelt.
Ein sehr stilvolles Cover in Grautönen mit weißer und rosafarbener Schrift, im Mittelpunkt sieht man eine schöne Frau, die nach unten blickt und anstatt Haaren ein pinkfarbenes Tuch auf dem Kopf trägt und mit ihren Händen schützend ihre Brust hält.
Marie Sand schreibt einfühlsam und trotzdem voller Kraft. Sie beschreibt erst Amandas Werdegang in Paris, bevor es zum eigentlichen Höhepunkt geht, ihrer Arbeit mit krebskranken Frauen und der Hoffnung, die sie den Frauen vermitteln kann. Sie macht sie "wieder schön", denn welche Frau fühlt sich ohne Wimpern, Augenbrauen und vor allem Kopfhaar noch schön?! Ihre Beschreibungen haben mich sehr berührt und es kamen öfter die Tränen, wenn man sich in die Frauen hineinversetzt hat. Es handelt sich um einen Roman, der lose auf einer real existierenden Friseurin basiert, von der man leider viel zu wenig gehört hat. Mehr von solchen tollen, inspirierenden Frauen, bitte!!!