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Veröffentlicht am 27.02.2025

Grausam

Die Hölle war der Preis
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Gisa, genannte Peasy, gibt in der DDR alles, um Tänzerin zu werden. Dieser Traum wird ihr genommen, so dass sie irgendwann mit ihrem Mann Ed in die BRD flüchten will. An der Grenze werden sie entdeckt ...

Gisa, genannte Peasy, gibt in der DDR alles, um Tänzerin zu werden. Dieser Traum wird ihr genommen, so dass sie irgendwann mit ihrem Mann Ed in die BRD flüchten will. An der Grenze werden sie entdeckt und verhaftet. Ein jahrelanges Märtyrium beginnt, das kaum auszuhalten ist. Wird Peasy gebrochen?

Mein Buch hat ein anderes Cover, darauf sieht man die schmale, hochaufgerichtete Silhouettte einer Frau in einer Art Lichtschacht - dem Stehknast? Wenn man die Geschichte gelesen hat, versteht man den Sinn, es passt sehr gut.

Hera Lind hat "Die Hölle war der Preis" als Roman nach einer wahren Geschichte geschrieben. Eigentlich wollte ich diese Tatsachenromane nicht lesen, weil mir da der von mir so geschätzte Hera-Lind-Humor fehlt, aber dieser Klappentext hat mich nicht losgelassen. Hera Lind kann definitiv gut schreiben und auch diese Tatsachengeschichte ist ihr gut gelungen. Ich habe permanent den Kopf geschüttelt und war entsetzt über diese Brutalität und Graumsamkeit, die ich mir so nur bei den KZs der Nazis vorgestellt habe. Das solche Dinge vor gar nicht allzu langer Zeit in unserer "Nachbarschaft" vorgekommen sind, macht mich unfassbar traurig und wütend. Wenn auch nur ein Bruchteil dieser Härte so stattgefunden hat, ist es ein Wunder, dass überhaupt jemand diese Zeit überleben konnte. Chapeau vor allen Menschen, die diese Hölle überlebt haben und anschließend in der Lage waren, ein "normales" Leben zu führen. Mögen solche Verbrechen an der Menschlichkeit nie wieder vorkommen!!!

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Veröffentlicht am 24.02.2025

Lebe deinen Traum

Der Boulevard der Träume
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Sophie will Trickfilmzeichnerin werden, in den Disney-Studios in Los Angeles. Dafür überwirft sie sich mit ihrer Mutter und ihrer Schwester und geht ihren eigenen Weg. Im Jahr 1932 auf jeden Fall keine ...

Sophie will Trickfilmzeichnerin werden, in den Disney-Studios in Los Angeles. Dafür überwirft sie sich mit ihrer Mutter und ihrer Schwester und geht ihren eigenen Weg. Im Jahr 1932 auf jeden Fall keine einfache Sache. Sie kämpft für ihren Traum, der nicht einfach ist. Kann sie ihn tatsächlich verwirklichen?

Auf dem Cover sieht man links eine junge Frau mit einer großen Mappe in der Hand, im Hintergrund erkennt man den berühmten Hollywood-Schriftzug. Cover und Titel passen zum Buch, da natürlich aus Lizengründen kein Bezug zu Disney dargestellt werden darf.

Núria Pradas hat einen ruhigen, unaufgeregten Schreibstil, der mich gut in die Geschichte gebracht hat. Ich fand es spannend, aus der Sicht einer weiblichen Hauptfigur vom Kampf um Anerkennung in einer Männerdomäne zu lesen. Ob das alles wirklich so stattgefunden haben konnte oder wie viel davon dem Roman geschuldet ist, bleibt offen. Ich fand die Einblicke in Disneys anscheinend gar nicht so wunderbare Welt sehr spannend und ich musste öfter mal den Kopf schütteln, weil mir Walt Disney im Laufe der Geschichte leider immer unsympathischer wurde. Das Buch hat mich sowohl unterhalten als auch informiert, von daher eine gute Kombination.

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Veröffentlicht am 18.02.2025

Sollte man gelesen haben

James
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"James" erzählt die Geschichte von Huckleberry Finn und dem Sklaven Jim aus der Sicht des Sklaven, der sich im Laufe des Romans den Namen "James" gibt. Die Flucht, die Misshandlungen der Sklaven, das Verstecken, ...

"James" erzählt die Geschichte von Huckleberry Finn und dem Sklaven Jim aus der Sicht des Sklaven, der sich im Laufe des Romans den Namen "James" gibt. Die Flucht, die Misshandlungen der Sklaven, das Verstecken, alles das sieht aus der Sicht von Jim ganz anders aus.

Ein tolles Cover, im Hintergrund ein Farmhaus mit Bäumen, im Vordergrund die Silhouette eines im wahrsten Sinne des Wortes "Schwarzen", unten sieht man Menschen auf einem Floß. Schlicht und trotzdem aussagekräftig.

Eine tolle Idee von Percival Everett, hier einen Perspektivenwechsel zu vollziehen und aus der Sicht des Sklaven Jim zu schreiben. Mark Twains Huckleberry Finn habe ich als Kind gelesen und hatte ein Hörspiel dazu, beides hat mich damals schon sehr beeindruckt. Percival Everett schreibt sehr bildhaft und lebhaft, man sieht das Geschehen direkt vor sich und taucht in die Geschichte ein. Für mich das bisher beeindruckendste Buch der letzten Zeit, das jeder gelesen haben sollte. Von mir eine klare Leseempfehlung für "James"! In nächster Zeit werde ich mir auf jeden Fall nochmal Mark Twains "Vorlage" vornehmen, um den direkten Vergleich zu haben.

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Veröffentlicht am 12.02.2025

Zurück ins Jahr 1957

Die Tote trug Diamanten
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Im 4. Band der Queen-Ermittlungs-Reihe geht es um die Anfangsjahre der Queen, es spielt im Jahr 1957. In der Nähe des Buckingham Palace, in den "Mews", wurden zwei Tote gefunden, eine davon als Prinzessin ...

Im 4. Band der Queen-Ermittlungs-Reihe geht es um die Anfangsjahre der Queen, es spielt im Jahr 1957. In der Nähe des Buckingham Palace, in den "Mews", wurden zwei Tote gefunden, eine davon als Prinzessin mit Tiara gekleidet. Als die Queen merkt, dass auch Prinz Philip in der Nähe des Tatorts war, wird es sehr persönlich und sie schaltet sich in die Ermittlungen ein.

Dieses Cover ist in gelb gehalten und zeigt ein junge Queen in einem gelben Kleid mit weißen Accessoires und einem der geliebten Corgis mit schräg gelegtem Kopf. Das passt sehr gut zum Buch und gefällt mir.

Dieses Buch unterscheidet sich nicht nur darin, dass die Queen jung ist und mit einigen politischen als auch privaten Problemen zu kämpfen hat, mir kommt es vor, als ob es eine andere Autorin geschrieben hätte... Der Schreibstil in den vorigen Büchern der Queen-Reihe von SJ Bennett hat mir gut gefallen, aber in diesem Roman kam ich nicht so gut in die Geschichte hinein. Die Ermittlungen seitens der Polizei sind zäh und unproduktiv und eher langweilig geschrieben. Nur wenn es direkt um die Queen und Joan geht, wird es besser. Vielleicht ist das Thema auserzählt, aber meiner Meinung kommt dieses Buch nicht an die anderen Bände heran.

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Veröffentlicht am 05.02.2025

Es leben die echten Freundinnen!

Eine wahre Freundin ist wie ein BH
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Ein Buch rund um die wahren, echten Freundinnen, in dem allerlei Lustiges, aber auch Trauriges und vor allem Wahres erzählt wird. Unterschiedliche Themen rund um die Freundschaft werden in verschiedenen ...

Ein Buch rund um die wahren, echten Freundinnen, in dem allerlei Lustiges, aber auch Trauriges und vor allem Wahres erzählt wird. Unterschiedliche Themen rund um die Freundschaft werden in verschiedenen Kapiteln behandelt, mit viel Humor und Wärme.

Ein türkisfarbenes Cover mit einer naiven Zeichnung eines Lamas (?) und eines Faultieres (?), wenn ich es richtig erkenne. Der Titel "Eine wahre Freundin ist wie ein BH" in rot und der schwarze Untertitel "Sie unterstützt dich, lässt dich nie hängen und ist ganz nah an deinem Herzen" machen den Aha-Effekt aus. Eine Zeichnung direkt passend zu Titel und Untertitel hätte ich noch lustiger und passender gefunden.

Ursi Breidenbach und Heike Abidi sind gute Freundinnen, das merkt man in jeder Zeile. Und auch den Spaß, den sie beim Schreiben des Buches hatten. Die Kapitel sind mehr oder weniger interessant, aber bei vielen Aussagen bin ich d`accord. Insgesamt ein nettes Buch für zwischendurch, aber keine ganz neuen Aussagen oder Themen, die man noch nie gelesen hätte.
Meine beste Freundin hat es mir geschenkt und der Titel in Bezug auf das Geschenk sind die wahre Bedeutung für mich. Sprich, hier zählt die Idee dahinter und weniger das, was im Buch eigentlich steht.

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