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fredhel

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.04.2022

nette Fortsetzung

Der Tod bleibt über Nacht
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Fiona O'Connor ist mir noch vom ersten Band in angenehmer Erinnerung geblieben. Auch jetzt bezaubert das Cover wieder mit einem wunderschönen Motiv der irischen Küste.
Einige Protagonisten wie Pater Moran ...

Fiona O'Connor ist mir noch vom ersten Band in angenehmer Erinnerung geblieben. Auch jetzt bezaubert das Cover wieder mit einem wunderschönen Motiv der irischen Küste.
Einige Protagonisten wie Pater Moran und Inspector Connolly spielen wieder mit, aber auch ohne Vorkenntnisse hat man keinerlei Verständnisprobleme.
Kurz vor einer großen Hochzeit wird eine alte Dame nachts im Garten ermordet. Die Tat scheint mit der geplanten Hochzeit in Verbindung zu stehen. Bald gehen sich beteiligten Familien an die Gurgel. Inspector Connolly wird zur Ermittlung nach Ballinwroe geschickt, doch er hat sich stark zu seinen Ungunsten verändert.
Wie alles zusammenhängt, ist in meinen Augen etwas weit her geholt und recht naiv.
Doch als reinen Unterhaltungsroman mit starkem Lokalkolorit kann ich dieses Buch gerne empfehlen.

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Veröffentlicht am 27.04.2022

Familienporträt

Eine gemeinsame Sache
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Ich schätze an der Autorin Anne Tyler ihr Gespür für die Feinheiten, ihren Blick hinter die Fassade.
In diesem Roman, übrigens in der Hörbuchversion hervorragend gesprochen von Dagmar Bittner, stellt sie ...

Ich schätze an der Autorin Anne Tyler ihr Gespür für die Feinheiten, ihren Blick hinter die Fassade.
In diesem Roman, übrigens in der Hörbuchversion hervorragend gesprochen von Dagmar Bittner, stellt sie uns die Familie Garett vor.
Beginnend im Jahr 1959 begleitet sie Robin und Mercy Garett 60 Jahre lang, berichtet auch von ihren Kindern und Enkeln. 
Robin und Mercy sind ein ungleiches Paar mit sehr unterschiedlichen Veranlagungen und Interessen. Sie bekommen drei Kinder, von denen jedes ebenfalls nur in groben Zügen einem Elternteil ähnelt. Im munteren Geplauder über das Alltagsleben dieser Familie sowie in kleinen Episoden wird jeder Garett skizziert, sodass man sich ein sehr genaues Bild machen kann. Obwohl man schon die Kinder von klein auf kennengelernt hat, so ist man doch vom weiteren Werdegang genauso überrascht wie deren Eltern.
Dies ist ein Wohlfühlroman. Man sitzt wie ein unsichtbarer Beobachter mit im Zimmer, fühlt sich fast schon wie ein Teil der Familie, deren Leben unaufgeregt wie ein steter Strom an einem vorüberzieht. Nie wird es langweilig, obwohl in all den Jahren nichts wirklich Sensationelles geschieht. Hinterher denkt man noch mal gerne an die einzelnen Figuren zurück und wünscht sich fast schon eine Fortsetzung, damit man auch noch mehr von den Urenkeln erfahren kann.

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Veröffentlicht am 26.04.2022

Selliner See Morde

Ufermord
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Das idyllische Ufer des Selliner Sees ist diesmal Fundort von zwei männlichen Leichen. Erst wird dort ein angesehener Tierarzt erstochen. Im Verdacht steht ein unzufriedener Hundebesitzer. Doch als in ...

Das idyllische Ufer des Selliner Sees ist diesmal Fundort von zwei männlichen Leichen. Erst wird dort ein angesehener Tierarzt erstochen. Im Verdacht steht ein unzufriedener Hundebesitzer. Doch als in der Nähe noch eine Leiche geborgen wird, findet die Kommissarin Romy Beccare einen Zusammenhang, auch wenn dieser Mord schon vor dreißig Jahren stattgefunden hat. 
Beccare ist eine bemerkenswerte Ermittlerin. Sehr klug, sehr sympathisch und sehr zielorientiert arbeitend. Sie ist ein wohltuender Kontrast zu all den kaputten Typen in der Krimilandschaft, die alles im Alleingang schaffen. Nein, um Beccare herum funktioniert ein harmonisches Team wie am Schnürchen und als Leser kann man die Fortschritte miterleben und nachvollziehen. Zugleich wird ein Rügen-Feeling vermittelt, das auf diese Insel neugierig macht. "Ufermord" ist ein durch und durch spannender Kriminalroman, den ich ohne Bedenken jedem weiterempfehlen kann.

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Veröffentlicht am 25.04.2022

Agententhriller

Bornholmer Flucht
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Nach dem Cliffhanger aus dem zweiten "Bornholm"-Band von Katharina Peters freut man sich sehr, dass es endlich weitergeht. Allerdings: Auch hier lässt ein Cliffhanger den Leser ungeduldig zurück.
Auch ...

Nach dem Cliffhanger aus dem zweiten "Bornholm"-Band von Katharina Peters freut man sich sehr, dass es endlich weitergeht. Allerdings: Auch hier lässt ein Cliffhanger den Leser ungeduldig zurück.
Auch für Quereinsteiger ist es einfach, sich in dem Geschehen zurechtzufinden, weil alle relevanten Informationen aus den Vorgänger-Büchern geschickt in die laufende Handlung eingeflochten werden.
Sarah Pirohls Vater zieht immer noch an allen Strippen, obwohl er im Gefängnis sitzt. Über ihren Freund Frederik, einem dänischen Enthüllungsjournalisten, will er erzwingen, dass Sarah ihm geheime Ermittlungsinfos mitteilt.
Frederiks Ruf wird durch Pirohl und seine braunen Konsorten diskreditiert. Sarah ist auf die Hilfe all ihrer Freunde bei der Polizei angewiesen, um dem entgegenzuwirken. Die Methoden, die auf beiden Seiten angewendet werden, sind schon fast auf Agententhriller Niveau. Wer sich also auf einen beschaulichen Regionalkrimi eingerichtet hat, muss sich schleunigst auf viel Spannung und noch mehr Action einstellen. Die Handlung ist zwar komplex mit vielen Personen und mehreren Schauplätzen, aber man behält immer den Überblick.
Die Episode ist natürlich in sich abgeschlossen, doch Sarahs letzte Aktion deutet an, dass der Kampf noch lang nicht vorbei ist.

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Veröffentlicht am 24.04.2022

von wegen heile Welt

Gefährliches Kreta
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Man kennt Kreta eigentlich nur als Sonneninsel. Perfekt für Urlaub und Erholung. Dieser Krimi spielt jedoch in der kalten Jahreszeit. Interessant, die Insel einmal aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten.
Im ...

Man kennt Kreta eigentlich nur als Sonneninsel. Perfekt für Urlaub und Erholung. Dieser Krimi spielt jedoch in der kalten Jahreszeit. Interessant, die Insel einmal aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten.
Im Hafenbecken wird die Leiche eines berühmten Sängers, der fast schon wie ein Nationalheld verehrt wird, gefunden. Er scheint ein Doppelleben gehabt zu haben, denn es gibt neben seiner Ehefrau noch eine jugendliche Geliebte mit ihrem neugeborenen Sohn. Kommissar Hyeronimos Galavakis und seine eng vertraute Mitarbeiterin, die Gerichtsmedizinerin Penelope Demostaki, blicken hinter die heile Fassade des Künstlers. Die ganze Familie ist von ihm finanziell abhängig gewesen und jeder Einzelne von ihnen hatte ein Motiv. Doch auch die Familie der jungen Mutter hatte ihre Gründe, diese Liaison zu unterbinden.  
Keiner gibt freiwillig etwas von den internen Geheimnissen preis. Erschwerend kommt hinzu, dass der Kommissar unter psychischen Problemen leidet und dass sein Kollege ihm ständig Steine in den Weg legt.
Das mörderische Konstrukt dieses Romans hat mir sehr gut gefallen. Es ist in meinen Augen durchweg logisch. Menschen können tatsächlich so engstirnig, verbissen und skrupellos sein. Doch hätte ein wenig mehr Dynamik dem Lesespaß gutgetan. Richtig fesseln konnte mich der Krimi nicht, auch wenn ich unbedingt wissen wollte, wer der Täter ist. Insgesamt habe ich relativ lange für dieses Buch gebraucht, deswegen kann ich es auch nur bedingt empfehlen.

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