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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.03.2026

Fünf Sterne für Medra

On Wings of Blood (Bloodwing Academy 1)
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On Wings of Blood hat mich echt positiv überrascht, schon allein das Cover ist richtig schön und ein absoluter Hingucker, es passt perfekt zur Stimmung der Geschichte und macht sofort neugierig. In der ...

On Wings of Blood hat mich echt positiv überrascht, schon allein das Cover ist richtig schön und ein absoluter Hingucker, es passt perfekt zur Stimmung der Geschichte und macht sofort neugierig. In der Story wacht Medra unter Vampiren in einer ihr komplett fremden Welt auf, total verloren und ohne Plan was eigentlich los ist, und genau dieser Einstieg zieht einen direkt rein. Dass sie aussieht, wie eine Drachenreiterin wird unerwartet zu ihrer Rettung, und so landet sie schließlich auf der Bloodwing Academy zur Ausbildung, was der Geschichte nochmal eine ganz eigene Dynamik gibt.
Auf der Academy wird sie von fast allen angefeindet, misstrauisch beäugt und teilweise richtig mies behandelt, aber Medra bleibt unerschrocken, auch wenn sie manchmal trotzig und ein bisschen naiv wirkt. Gerade diese Mischung macht sie aber irgendwie sympathisch, weil sie nicht perfekt ist und trotzdem ihren Weg geht. Die Handlung ist durchgehend mitreißend, es passiert viel und es wird selten langweilig, man will einfach wissen wie sie sich in dieser gefährlichen Welt behauptet.
Der Schreibstil ist eher einfach gehalten und leicht zu lesen, was dafür sorgt, dass man schnell durch die Seiten kommt und gut in der Geschichte bleibt. Die spicy Szenen hätten für meinen Geschmack nicht unbedingt sein müssen, sie fühlen sich stellenweise etwas unnötig an und nehmen ein wenig den Fokus von der eigentlichen Spannung. Trotzdem überwiegt für mich klar das Positive, spannende Idee, starke Grundstimmung und eine Hauptfigur die aneckt aber im Kopf bleibt, für mich insgesamt fünf Sterne.

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Veröffentlicht am 03.03.2026

Möwen, Chaos und ein halbes Dorf

Einer flog über das Möwennest. Ein Küstenkrimi
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Das Hörbuch „Einer flog über das Möwennest“ von Krischan Koch ist ein richtig schöner norddeutscher Krimi, der Humor, Spannung und Küstenflair perfekt kombiniert. Der Autor in eigener Person als Sprecher ...

Das Hörbuch „Einer flog über das Möwennest“ von Krischan Koch ist ein richtig schöner norddeutscher Krimi, der Humor, Spannung und Küstenflair perfekt kombiniert. Der Autor in eigener Person als Sprecher bringt die Figuren lebendig rüber – man hört förmlich die Möwen kreischen und den Wind an der Küste wehen.

Die Geschichte dreht sich um einen kuriosen Vorfall im kleinen Küstendorf, und die vielen Bewohner mit all ihren Eigenheiten sorgen für jede Menge Unterhaltung. Krischan Koch schafft es, dass jeder Charakter seinen eigenen Charme hat – aber gleichzeitig merkt man als Hörer schnell, dass es ziemlich viele Figuren sind, die man im Kopf behalten muss. Hier hätte eine kleine Straffung geholfen, damit man nicht zwischendurch ein bisschen durcheinanderkommt.

Abgesehen davon: Humorvoll, spannend und mit sehr authentischem Lokalkolorit erzählt, ist das Hörbuch ein echter Genuss – perfekt für alle, die norddeutsche Krimis mögen und Lust auf skurrile Dorfgeschichten haben.

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Veröffentlicht am 02.03.2026

Verpasste Chancen und späte Erkenntnisse

Der andere Arthur
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Der andere Arthur hat mich vor allem durch seine zwei parallel erzählten Handlungsstränge überzeugt. Auf der einen Seite steht der dicke, ältere Arthur – eine Figur mit Ecken, Kanten und spürbarer Lebenslast. ...

Der andere Arthur hat mich vor allem durch seine zwei parallel erzählten Handlungsstränge überzeugt. Auf der einen Seite steht der dicke, ältere Arthur – eine Figur mit Ecken, Kanten und spürbarer Lebenslast. Auf der anderen Seite ein jüngerer Mann, der sich mit der Alkoholkrankheit seiner Mutter auseinandersetzen muss. Sie hatte vor Jahren zarte Gefühle für den schwergewichtigen Arthur, der damals ihr verständnisvoller Collegeprofessor war.
Gerade dieses Wechselspiel fand ich spannend. Nach und nach fügen sich die Puzzleteile zusammen, und man merkt, wie fein die Geschichte konstruiert ist. Besonders der ältere Arthur ist sehr greifbar dargestellt – verletzlich, manchmal unbequem, aber immer authentisch.
Manchmal zieht sich die Erzählung etwas, gerade in den ruhigeren Passagen. Trotzdem bleibt man dran, weil man wissen möchte, wie alles miteinander verknüpft ist. Die Atmosphäre ist dicht und nachdenklich, ohne überdramatisch zu werden.
Auch die Sprecherleistung passt gut zur Stimmung – ruhig, einfühlsam und angenehm zu hören. 
Für mich ein Hörbuch mit Tiefe und einem besonderen Erzählansatz. Kleine Längen verhindern den fünften Stern, aber insgesamt absolut hörenswert.

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Veröffentlicht am 01.03.2026

Zwischen Hexenmagie und Wolfsrudel

Witch of the Wolves - Halbmond Erbe
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Das Cover ist wunderschön, aber für meinen Geschmack etwas zu allgemein gehalten. Ich bevorzuge es, wenn man auf einem Buch schon von außen erkennen kann, was einen zwischen den Buchdeckeln erwartet.

Die ...

Das Cover ist wunderschön, aber für meinen Geschmack etwas zu allgemein gehalten. Ich bevorzuge es, wenn man auf einem Buch schon von außen erkennen kann, was einen zwischen den Buchdeckeln erwartet.

Die Geschichte folgt Cordelia Levine, einer jungen Hexe, die in London bei ihrer Tante lebt. Sie muss ein sehr verstecktes Leben führen, doch von welcher Seite ihr Gefahr droht, das will die Tante ihr absolut nicht verraten.
Sie wird dann tatsächlich im Auftrag ihres ihr bislang unbekannten Vaters entführt. Auf seinem abgelegenen Anwesen erfährt Cordelia, dass sie aus einer besonderen Blutlinie stammt, die Hexenmagie und Werwolf Gene vereint. Diese einzigartige Herkunft macht sie zur Zielscheibe und gleichzeitig zu einer Schlüsselfigur im Machtgefüge des Rudels.

Besonders stark ist die ausgearbeitete Rudelpolitik mit klaren Hierarchien, Loyalitätskonflikten und alten Fehden. Die Spannungen zwischen den verschiedenen Werwolfsrudeln wirken glaubwürdig und sorgen konstant für Druck. Auch die Beziehung zwischen Cordelia und Bishop, ihrem Entführer, entwickelt sich nachvollziehbar von Misstrauen und Widerstand hin zu einer intensiven, emotional aufgeladenen Verbindung.

Cordelias Entwicklung steht im Mittelpunkt. Sie beginnt als junge Frau, die von ihrer eigenen Herkunft wenig weiß und sich eher anpasst. Sie wächst jedoch Schritt für Schritt in ihre Rolle hinein, stellt sich ihrem Vater, hinterfragt alte Regeln und lernt, ihre Kräfte bewusst einzusetzen.

Auch der Schreibstil von Kaylee Archer trägt viel zur Sogwirkung der Geschichte bei. Die Sprache ist klar und flüssig, ohne überladen zu wirken. Dialoge sind lebendig und transportieren die Spannung zwischen den Figuren glaubhaft. Besonders in emotionalen und konfliktreichen Szenen gelingt es der Autorin, Tempo und Intensität spürbar zu steigern, sodass man das Buch kaum aus der Hand legen möchte.

Die Mischung aus Urban Fantasy, Familiengeheimnissen, Machtkämpfen und Romantik ist stimmig aufgebaut. Die Handlung bleibt durchgehend spannend und steuert konsequent auf ein kraftvolles Finale zu. Natürlich bleibt ein Cliffhanger zurück, aber dieses erste Buch ist in sich rund und abgeschlossen. Man klappt zufrieden den Buchdeckel nach der letzten Seite zu.

Für mich eine klare Empfehlung für alle, die starke Heldinnen, Werwolf Mythologie und eine intensive Liebesgeschichte mögen. Verdiente 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 24.02.2026

Tod und wilde Wellen

Die Tote von Nazaré
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Die Kölner Kommissarin Maren Berger wird bei einem Banküberfall schwer verletzt. Sie überlebt, hat aber schwerwiegende Gedächtnislücken, vor allem was die Fakten zu ihrem letzten Fall betrifft. Spontan ...

Die Kölner Kommissarin Maren Berger wird bei einem Banküberfall schwer verletzt. Sie überlebt, hat aber schwerwiegende Gedächtnislücken, vor allem was die Fakten zu ihrem letzten Fall betrifft. Spontan fliegt sie zum Gesundwerden nach Portugal. Es ist mitten im Winter und die Wellen im Küstenbadeort Nazaré sind spektakulär. Doch schon am ersten Urlaubstag holt sie ihr letzter Fall wieder ein. Sie kämpft mit ihrer Erinnerung und gegen ihre deutschen Kollegen, die sie ständig ausbremsen. Die portugiesische Polizei dagegen weiß ihre Mithilfe sehr zu schätzen.
Die Geschichte ist klar aufgebaut, die Hinweise werden nachvollziehbar gestreut, und es gibt einige glaubwürdige Verdächtige. Besonders gelungen ist die Verknüpfung von Vergangenheit und Gegenwart, die dem Fall zusätzliche Tiefe gibt. Zwar ahnt man beizeiten, wohin der Hase läuft, dennoch bleibt es spannend.
Die Sprecherin Jenny Laura Bischoff macht ihre Sache gut.

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