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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.04.2025

solide

Das Licht in den Wellen
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"Das Licht in den Wellen" ist eine Lebensgeschichte. Inge Martensen ist die junge Frau, die von Föhr in die große weite Welt aufbricht und in New York landet. Und sie hat viel Glück und eine schier unerschöpfliche ...

"Das Licht in den Wellen" ist eine Lebensgeschichte. Inge Martensen ist die junge Frau, die von Föhr in die große weite Welt aufbricht und in New York landet. Und sie hat viel Glück und eine schier unerschöpfliche Energie und Zuversicht. Ihre positive Ausstrahlung kann man auf jeder Seite spüren und die verhilft ihr zu einer Karriere, zu einer glücklichen Beziehung, einem wunderbaren Sohn und einen prallen Leben, dass sie irgendwann doch wieder in die Heimat führt, denn wer Föhr im Blut hat, kann auch in der Fremde nicht vergessen, wo seine Wurzeln sind.

Das Buch liest sich schnell und hinterlässt eine gewisse Zufriedenheit. Ich hätte mir gewünscht, dass es auch ein paar Tiefpunkte und ein paar Ecken und Kanten gegeben hätte. Einfach, weil ich das Gefühl habe, das hätte der Story gut getan. So war es ein gutes Buch aber so richtig nachgehallt hat es irgendwie nicht bei mir.

Veröffentlicht am 13.04.2025

nicht meins

Das Ministerium der Zeit
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Dieses Buch hat einiges an Vorschußlorbeeren zu bieten und ich war wirklich freudig gespannt. Zeitreisegeschichten sind wirklich die Sahnehäubchen in der SF-Literatur und bieten einiges an Spielraum und ...

Dieses Buch hat einiges an Vorschußlorbeeren zu bieten und ich war wirklich freudig gespannt. Zeitreisegeschichten sind wirklich die Sahnehäubchen in der SF-Literatur und bieten einiges an Spielraum und Möglichkeiten, den Leser zu unterhalten.

"Das Ministerium der Zeit" hat leider keine meiner Erwartungen erfüllt. Das liegt für mich vor allem an der Art, wie an die Darsteller und das Setting herangegangen wird. Die Hauptdarstellerin bekommt nicht mal einen Namen. Das ist etwas, was ich nicht verstehen kann. Warum will man die Leserschaft nicht abholen? Die Frau ist nicht unsympathisch aber in mir sträubte sich alles bei dieser anhaltenden Namenlosigkeit. Auch die anderen Figuren hatten Potential, aber ich kam ihnen nie nahe.

Und es gibt allgemein kaum Beschreibungen über die Umwelt, das Ministerium, die Gegend. Überhaupt alles. Man merkt, dass die Autorin versucht, wichtige Dinge hineinzubasteln. Aber was will sie mir mit der Geschichte sagen? Keine Ahnung. Ich war froh und habe am Ende nur noch quer gelesen. So gar nicht Mainstream.

Veröffentlicht am 13.04.2025

sehr lesenswert

Beeren pflücken
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Ein Klappentext gibt im besten Sinne ein Gefühl dafür, wohin die Reise im jeweiligen Buch gehen wird. Und man entwickelt Hoffnungen und vergleicht ein wenig mit anderen Geschichten, die man schon kennt. ...

Ein Klappentext gibt im besten Sinne ein Gefühl dafür, wohin die Reise im jeweiligen Buch gehen wird. Und man entwickelt Hoffnungen und vergleicht ein wenig mit anderen Geschichten, die man schon kennt. Beeren plücken ist eine dramatische, traurige aber auch hoffnungsvolle Familiengeschichte und sie spielt sehr gekonnt die gesamte Klaviatur der menschlichen Emotionen aus. Das hat mich berührt und abgeholt gleichermaßen.

Kann eine Vierjährige sich an die ersten Jahre ihres Lebens erinnern? An die Menschen, die sie geliebt haben, die ihr nah waren, die ihre leibliche Familie waren? Was geschieht mit einem Kind, wenn es plötzlich in eine andere Familie katapultiert wird und in der trotz all der Liebe und Aufmerksamkeit der neuen Eltern immer das Gefühl hat, dass etwas fehlt, das etwas falsch ist an diesem Leben?

Und wie geht es Eltern und einem Bruder, deren Kind, deren kleine Schwester, entführt wird und über viele Jahrzehnte verschwunden bleibt? Wie gehen sie mit dem Verlust, dem Schmerz, der Sehnsucht um? Können Sie zu einem neuen Leben finden? Können Sie je die Suche und die Hoffnung aufgeben?

Anhand der Fragen ist klar, was geschehen ist und man ahnt, wie die Geschichte verlaufen wird. Die Intensität der Gefühle der Darsteller ist auf jeder Seite greifbar.

Ich bin begeistert und empfehle das Buch unbedingt zu lesen.

Veröffentlicht am 13.04.2025

ein kleines Dorf in Irland

Der Junge aus dem Meer
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Titel und Cover haben mich sofort angesprochen, deshalb waren die Erwartungen in eine ganz bestimmt Richtung groß und ich freue mich, dass das Buch diese erfüllen konnte.

"Der Junge aus dem Meer", wird ...

Titel und Cover haben mich sofort angesprochen, deshalb waren die Erwartungen in eine ganz bestimmt Richtung groß und ich freue mich, dass das Buch diese erfüllen konnte.

"Der Junge aus dem Meer", wird als Findelkind angespült und einer der Fischer und dessen Frau adoptieren ihn schließlich und wollen ihm die Liebe geben, die sie auch dem eigenen Sohn angedeien lassen. Dass dieser sich schwer mit dem neuen Bruder tut, ist keine ungewöhnliche Situation und zeigt aber auch, dass die Geschichte von Anfang an sehr viele verschiedene Facetten hat. Die Nächstenliebe und Freundlichkeit der Adoptiveltern, die dörflichen Aufmerksamkeiten, die meist gut gemeint und oft fast zu zurückhaltend sind, die Rauheit der Natur, die von den Menschen als gottgegeben akzeptiert wird, das Auf- und Ab der Gezeiten, die das Dasein der Fischer hart aber auch sehr naturverbunden machen.

Ein ganz eigener Sound schwebt durch das Buch. Ein wenig melancholisch, ein wenig ernst, aber nicht düster sondern irgendwie trotzdem positiv und warm.
Eine wunderbare Lektüre.

Veröffentlicht am 06.04.2025

Leseempfehlung

Der Bright-Side-Running-Club
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Das Buch hat mich aus verschiedenen Gründen gerade zu diesem Zeitpunkt sehr berührt. Ich war die letzten drei Monate in einer ambulanten Therapie und habe dort am eigenen Leib erfahren, dass eine Gemeinschaft ...

Das Buch hat mich aus verschiedenen Gründen gerade zu diesem Zeitpunkt sehr berührt. Ich war die letzten drei Monate in einer ambulanten Therapie und habe dort am eigenen Leib erfahren, dass eine Gemeinschaft von Betroffenen zum Heilungsprozess und zur Stärkung der eigenen Kräfte einglaublich viel beitragen kann. Darum geht es auch in diesem Buch, in dem Frauen, die an einer Krebsdiagonose leiden, sich zu einem Laufclub zusammenfinden.

Das Buch ist weder kitschig noch reißerisch und die Dramatik der Erkrankung wird weder verharmlost noch überzogen. Die Hauptdarstellerin ist mutig, bodenständig und ganz normal, wie du und ich. Ihre Erlebnisse, ihre Ängste und Sorgen aber auch ihr Kampf werden eindringlich aber mit auch mit einer zarten Leichtigkeit erzählt. Das hat mich von der ersten Seite an bewegt und begeistert. Ein tolles Buch. Man muss keine Angst vor dem schwierigen Thema haben. Ein wichtiges Buch. Ich kann es wärmstens empfehlen.