Die erste Geschichte hat mir am besten gefallen. Nolls schwarzer Humor kommt hier wieder mal voll zu tragen.
Die weiteren Geschichten sind auch sehr unterhaltsam. ...
Meine Kurzmeinung zu den Kurzgeschichten.
Die erste Geschichte hat mir am besten gefallen. Nolls schwarzer Humor kommt hier wieder mal voll zu tragen.
Die weiteren Geschichten sind auch sehr unterhaltsam. Die Erzählstimmen von Uta Hallant, Ursula Illert, Jochen Nix und Cordula Trantow machen das Hörbuch zu einem angenehmen Erlebnis.
Ich habe mir das Hörbuch sehr gerne angehört. Jede einzelne Kurzgeschichte hat ihren besonderen Reiz. Ob es nun um Bildstickerei geht - oder um Spaziergänge mit dem Hund - die Geschichten fangen harmlos an. Wie sie enden kann sich jeder Ingrid Noll - Fan denken. Raffiniert!
Von mir eine klare Empfehlung für alle, die auch gerne mal Kurzgeschichten anhören.
Dieses Buch hat mich tief erschüttert. Was das Mädchen Eden erlebt hat, ließ mich fassungslos zurück. Besonders unverständlich für mich war: Warum hat Edens ...
Meine Meinung
Düster und unheimlich traurig
Dieses Buch hat mich tief erschüttert. Was das Mädchen Eden erlebt hat, ließ mich fassungslos zurück. Besonders unverständlich für mich war: Warum hat Edens Mutter nichts bemerkt?
Eden hatte mit 14 Jahren ein schlimmes Erlebnis mit Kevin, dem besten Freund ihres Bruders. Danach wusste sie nicht, wie sie mit dem Erlebten umgehen sollte. Sie traute sich nicht, mit jemandem darüber zu sprechen. Selbst ihrer besten Freundin vertraute sie sich nicht an.
Eden verändert sich nicht nur äußerlich. Sie sucht das Vergessen und tut Dinge, die die Eden vor diesem schrecklichen Erlebnis niemals getan hätte. Sie macht sich selbst Vorwürfe, weil sie einst für Kevin schwärmte. Wer würde ihr da noch Glauben schenken?
Edens innere Zerrissenheit ist auf jeder Seite spürbar. Am liebsten hätte ich sie geschüttelt und ihr zugerufen, sich endlich jemandem anzuvertrauen. Doch ihr verletztes Herz ließ sie die Menschen nicht erkennen, die ihr mit Sicherheit geholfen hätten.
Amber Smith schreibt mitten in die Seele hinein. Beim Lesen habe ich eine Achterbahn der Gefühle erlebt. Ich lese selten Bücher, in denen nicht eine humorvolle Stelle zu finden ist. Aber dieses ernste Thema verlangt nach einer Geschichte, die es in aller Tiefe veranschaulicht. Selbst die Gründe, über die Eden lachen konnte, stimmten mich traurig.
Fazit
Diese Geschichte war für mich nicht leicht zu lesen, obwohl der Schreibstil sehr flüssig und ansprechend daher kommt. Es handelt sich hier um New Adult; aber die Thematik könnte Menschen jeder Altersgruppe betreffen. Auch die Probleme sämtlicher Figuren haben mich nicht kalt lassen. Ob mir das Ende gefallen hat? Dazu sage ich nur eins: Hoffnung! Der zweite Teil liegt bereit. Ich bin sehr gespannt.
Der Unendlichkeit so nah
Das Weltall und seine unendlichen Weiten haben von jeher etwas Geheimnisvolles an sich. Ich war wirklich sehr gespannt, wie die Autorin Familiengeheimnisse mit dieser ...
Zum Inhalt
Der Unendlichkeit so nah
Das Weltall und seine unendlichen Weiten haben von jeher etwas Geheimnisvolles an sich. Ich war wirklich sehr gespannt, wie die Autorin Familiengeheimnisse mit dieser Thematik umsetzt.
Emma, Hawaii 2022
Emma ist eine sehr talentierte Pianistin. Ihre größte Leidenschaft gilt jedoch der Raumfahrt. Schon als Kind war die Geowissenschaftlerin von Judith Resnik fasziniert, die 1986 beim Unglück der Raumfähre Challenger STS-51L ums Leben kam. Auch Judith war eine leidenschaftliche Klavierspielerin. Emmas größter Wunsch, Astronautin zu werden, rückt immer näher. Nur ein kleiner Schritt trennt sie von ihrem großen Traum. Sie besucht ihren Freund Michael in Washington. Der stellt ihr ein Ultimatum: Entweder ich, oder die Raumfahrt! Total unglücklich besucht sie das Challenger Memorial in Airlington um Judith Resnik nahe zu sein. Dort begegnet sie Becky Walsh. Die ältere Dame lädt sie spontan nach Hawaii ein. Emma lernt Beckys Sohn Elias kennen. Der Wissenschaftler versucht den Bau eines gigantischen Teleskops auf dem Mauna Kea durchzusetzen. Er kann Emmas Leidenschaft zum Weltall nur zu gut verstehen. Da kommt Emma einem großen Familiengeheimnis auf die Spur ...
Marie, Ludwigskirchen 1913. Temeswar-Klein-Wien
Die Jüdin Marie und Susanna sind beste Freundinnen. Als sich Marie unsterblich verliebt, scheint die Freundschaft gewaltige Risse zu bekommen. Maries Vater hat beruflich keinen Erfolg. Eine Auswanderung ist die einzige richtige Lösung. Darüber ist Marie sehr unglücklich.
Meine Meinung
Leben ist Zeichnen ohne Radiergummi
Der Autorin ist der Spagat zwischen Wissenschaft und Familengeschichten sehr gut gelungen. Ein Foto und jede Menge Geheimnisse machen die Geschichte zu einem Pageturner. Ich wurde wieder an das Challenger Unglück 1986 erinnert. Niemals werde ich die betroffenen Gesichter meiner Arbeitskollegen vergessen.
Urlaubsfeeling und Spannung haben mich gefesselt von der ersten Seite an. Ich durfte in den Sternenhimmel blicken und Emmas tiefgreifenden Gesprächen mit Elias lauschen. Beide brennen für ihre Leidenschaften und vergessen darüber Zeit und Raum.
In der Vergangenheit habe ich mit Marie spannende Lesestunden erlebt. Wie Emma musste sie darum kämpfen, ein selbstbestimmtes Leben zu führen.
Wie sich beide Erzählstränge zu einem Ganzen fügen, hat etwas Dramatisches an sich. Besonders Emma musste ich um ihren Mut bewundern. Astronautin zu werden könnte ich mir nicht vorstellen. Da schaue ich lieber beim Fernsehen zu. Die eine oder andere Figur hätte ich aber gerne auf den Mond geschossen. Neben Wissenschaft und großen Gefühlen, sind auch Intrigen Bestandteil der Geschichte.
Ich habe mit Emma mitgefiebert. Bestimmte Umstände könnten ihren großen Traum, Astronautin zu werden, zum Platzen bringen.
Fazit
Ich kann eine klare Empfehlung aussprechen. Eine Familengeschichte mit Raumfahrt zu verknüpfen, erfordert neben umfangreicher Recherche und viel Fantasie auch schriftstellerisches Können. Das ist (Pseudonym) Theresa Kern - Rena Fischer - absolut gelungen.
Einzig Leser*innen , die lieber reine Fachbücher über die Raumfahrt lesen, rate ich, zu einem anderen Buch zu greifen.
Danke Theresa Kern - Rena Fischer. Ich freue mich auf den 2. Teil der Dilogie.
Spannende Geschichte um zwei Personen in einem Zugabteil.
Wer mit dem Zug fährt, hat hinterher viel zu erzählen. Davon kann ich wirklich ein Lied singen. So auch der Schriftsteller Eduard ...
Meine Meinung
Spannende Geschichte um zwei Personen in einem Zugabteil.
Wer mit dem Zug fährt, hat hinterher viel zu erzählen. Davon kann ich wirklich ein Lied singen. So auch der Schriftsteller Eduard Brünhofer, der seit einigen Jahren keine zündende Idee für einen neuen Liebesroman hat. Obwohl – so ganz stimmt das nicht. Eine Lobeshymne auf den Alkohol würde er schon gerne schreiben. Doch der Verlag in München spielt da nicht mit. Auf dem Weg dorthin befindet er sich gerade.
Schräg ihm gegenüber sitzt eine Frau, früh mittleren Alters. Wie es in einem Zugabteil nun mal so ist, begutachtet man sich gedanklich erst einmal, bevor man ins Gespräch kommt. Es handelt sich um Catrin Meyr, eine Physio- und Psychotherapeutin. Eine Frau, die von dem älteren Autor alles über die Liebe und seine Ehe wissen will. Das langsame Herantasten hat schon bald ein Ende. Ungehemmt stellt Catrin Eduard Fragen, die dieser am Ende nur mit einem guten Rotwein zu beantworten vermag.
Daniel Glattauer hat die Atmosphäre in einem Zugabteil wunderbar eingefangen. Eine Geschichte, die überwiegend aus Gesprächen zwischen zwei Personen besteht, so spannend zu gestalten ist ein wahres Meisterwerk.
Mir war Catrin von Anfang suspekt. Meine Vermutungen zu ihrer Person liefen jedoch letztendlich ins Leere. Ich habe mich gefragt, ob sie den Autor Eduard wirklich nicht erkannt hatte. Vor allem ihre direkten, stellenweise sehr intimen Fragen, haben in mir den Eindruck einer Psychotherapie erweckt. Die Antworten von Eduard waren stets gut durchdacht. Ab einem gewissen Zeitpunkt hatte er das Gespräch mit der fremden Frau genossen.
Die Intimität, die ein Zugabteil mit nur zwei Personen versprüht, wird ständig von der Frage durchbrochen, was Catrin mit ihren Fragen bezweckt.
Fazit
Eine Zugfahrt von Wien nach München hat mich bestens unterhalten. Die Geschichte hat mich von der ersten Silbe an gefesselt. Das Ende könnte raffinierter nicht sein.
Von mir eine klare Empfehlung. Danke, Daniel Glattauer.
Lieblingszitat:
>>Die Vorstellung lebt von der Fantasie, die Erfahrung macht sie zunichte. <<
Ich liebe die Miss Merkel Reihe. David Safier verwebt aktuelle Themen der Altkanzlerin und Politik in seinen Cosy Crimes, und hat besonders diese Geschichte ...
Meine Meinung
Kluger Humor charmant erzählt
Ich liebe die Miss Merkel Reihe. David Safier verwebt aktuelle Themen der Altkanzlerin und Politik in seinen Cosy Crimes, und hat besonders diese Geschichte unwiderstehlich lustig und charmant erzählt. Ich habe mich gefragt: Miss Merkel in einer Psychotherapie? Wirklich? Gleich nachdem sie ihre Biografie beendet hat fällt Angela in ein tiefes Loch. Ihre Aggressionen bekommen ihre beste Freundin Marie, der Leibwächter Mike und ihr Göttergatte Achim voll ab. Na, und ihrem Bodyguard fallen doch tatsächlich vor lauter Lachen Kuchenbrösel aus dem Mund. Jetzt fragt Ihr euch bestimmt, warum der Bodyguard lachen musste. Nicht nur der war belustigt. Ich weiß - das ist jetzt gemein, aber das müsst Ihr schon selbst herausfinden.
Angela lässt sich zu einer Psychotherapie überreden. Überrascht stellt sie fest, dass es sich um eine Gruppentherapie handelt, die aus einem Wutbürger, einer Umweltaktivistin, einer Katzenfrau, einem Pantominen und einer Viren-Phobikerin besteht. Letztere nimmt an den Sitzungen nur per Video teil, da sie das Haus nicht mehr verlässt.
Der Therapeut Dr. Fenstermacher scheint selbst eine Sitzung nötig zu haben. Da er aber der Einzige in Klein- Freudenstadt ist, nimmt die illustre Gruppe mit ihm Vorlieb. Leider ist die Sitzungsstunde um, bevor Angela zu Wort kommt. Blödsinn! Angela ist froh darüber! Sie wird auch bei ihm nicht mehr zu Wort kommen. Dr. Fenstermacher wird in seinem Hausboot in die Luft gesprengt.
Unsere Altkanzlerin blüht wieder auf. Endlich darf sie wieder in einem Mordfall ermitteln. Die Lorbeeren wird natürlich wieder der Dorfpolizist und Trottel Hannemann einheimsen, da Angela von der Öffentlichkeit fernbleiben möchte. Natürlich gerät auch der Göttergatte wieder in Gefahr.
Neben den Ermittlungen bereiten Mike und Marie ihre Hochzeit vor, doch dabei bleibt es alles andere als ruhig. Mikes Eltern sorgen für unerwartete Turbulenzen. Sie haben sich getrennt, und Mikes Vater taucht mit seiner neuen Freundin auf. Seine esoterisch angehauchte Mutter hat derweil nichts Besseres zu tun, als Angelas Gatten eine Tiefenentspannung aufzudrängen. Chaos ist vorprogrammiert!
Währenddessen wird Mikes Hochzeitsanzug durch Angelas köstliche Torten und Mikes Frustessen immer enger, was tatsächlich zum Problem werden könnte.
Fazit:
Die Weltlage mag düster sein, doch David Safier schafft es immer wieder, uns mit seinen Geschichten ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Ein herzliches Dankeschön für diese humorvolle und charmante Abwechslung.